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	<title>Impfung Archive - Dr. Rogalla + Dr. Rummel</title>
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	<description>Das Wohlergehen Ihrer kleinen und großen Tiere liegt uns am Herzen</description>
	<lastBuildDate>Tue, 30 Jan 2018 20:48:53 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Bluttest &#8211; Nachweis des Impfschutzes durch serologische Untersuchungen</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/bluttest-nachweis-des-impfschutzes-durch-serologische-untersuchungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jan 2018 00:02:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die ständige Impfkommision der Veterinärmedizin (StIKo Vet) empfiehlt, so viele Tiere wie möglich zu impfen, aber jedes einzelne Tier (nur) so oft wie nötig. Diese Aussage beruht auf der Erkenntnis, dass bestimmte protektive Antikörper gegen die viralen Erkrankungen beim Hund (Staupe, Parvovirose, Hepatitis) und der Katze (Feline Parvovirose) sehr langlebig sein können. Bei gut grundimmunisierten Hunden und Katzen konnten noch Jahre nach der Grundimmunisierung schützende Antikörperspiegel im Blut nachgewiesen werden, weniger langlebig zeigte sich der Schutz gegen Leptospiren oder Leishmanien. Hier ist zum Beispiel eine jährliche Wiederholung obligat, um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten, bei den anderen Impfungen ist der Immunstatus entscheidend für die Wiederholung. Inzwischen gibt es serologische Untersuchungen, mit denen Antikörperspiegel gegen Staupe-, Parvo-, Hepatitis- virus, feline Panleukopenie -, Herpes- und Calici- virus bestimmt werden können. Die Ergebnisse dieser unterschiedlichen Tests (Schnelltest in der Praxis, aufwendiger Test im Labor) ermöglichen eine Aussage darüber, wann eine Revakzinierung vonnöten ist oder ob die Grundimmunisierung bei den Jungtieren ausreichend war. Die Dauer des Immunschutzes ist aber individuell immer unterschiedlich und manchmal – gerade bei Jungtieren ist sogar eine Testwiederholung vonnöten. Bei fraglichen oder fehlenden Antikörpernachweis muss auf jeden Fall nachgeimpft werden. Nun stellt sich die Frage, ob der Zeitpunkt der Nachimpfung grundsätzlich von dem Bluttestergebnis abhängig zu machen ist Hier bezieht die Impfkommision eine eindeutige Haltung. Nur für ein eingeschränktes Spektrum am Impfungen wie feline und canine Parvovirose, Hepatitis und Staupe kann es medizinisch sinnvoll sein, die Impfung vom Antikörperspiegel im Blut abhängig zu machen, aber es ist zu bedenken, dass die zum Teil wiederholten Blutentnahmen (insbesondere bei den kleinen Welpen) eine körperliche Belastung sowie Stressbelastung darstellen im Gegensatz zu dem kleinen Impfpieks unter die Haut, der spielerisch verabreicht wird , ganz im Gegensatz zur Blutentnahme aus den kleinen Venen . Für manche Personen sind auch die Kosten ausschlaggebend und da übersteigt der Preis der unterschiedlichen Labortestungen letztendlich die Kosten der Impfung. Die Impfkommision hält am bisherigen, bewährten Impfschema als golden standard fest, um weiterhin alle Tiere zu schützen und Erreichtes nicht wieder zu verlieren. Denn nur wenn über 70 % der Tiere von der Gesamtpopulation geschützt sind, kann ein Seucheneinbruch verhindert werden. Zudem basiert die Empfehlung auf der Erfahrung, dass unsere Impfstoffe sehr gut verträglich sind und keine gravierenden Nebenwirkungen provozieren. Grundimmunisierung der Welpen im Alter von 8, 12, und 16 Lebenswochen sowie eine weitere Impfung im Alter von 15 Monaten Dreijährige Wiederholung gegen Tollwut, Staupe, Parvovirose und Hepatitis beim Hund Jährliche Wiederholungsimpfung gegen Leptospirose und Parainfluenza Die RCP-Wiederholungsimpfungen bei der Katze erfolgen den Lebensumständen entsprechend nach einem Jahr bis spätestens 3 Jahren</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/bluttest-nachweis-des-impfschutzes-durch-serologische-untersuchungen/">Bluttest &#8211; Nachweis des Impfschutzes durch serologische Untersuchungen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die ständige Impfkommision der Veterinärmedizin (StIKo Vet) empfiehlt, so viele Tiere wie möglich zu impfen, aber jedes einzelne Tier (nur) so oft wie nötig.</strong></p>
<p>Diese Aussage beruht auf der Erkenntnis, dass bestimmte protektive Antikörper gegen die viralen Erkrankungen beim Hund (Staupe, Parvovirose, Hepatitis) und der Katze (Feline Parvovirose) sehr langlebig sein können.</p>
<p>Bei gut grundimmunisierten Hunden und Katzen konnten noch Jahre nach der Grundimmunisierung schützende Antikörperspiegel im Blut nachgewiesen werden, weniger langlebig zeigte sich der Schutz gegen Leptospiren oder Leishmanien. Hier ist zum Beispiel eine jährliche Wiederholung obligat, um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten, bei den anderen Impfungen ist der Immunstatus entscheidend für die Wiederholung.</p>
<p>Inzwischen gibt es serologische Untersuchungen, mit denen Antikörperspiegel gegen Staupe-, Parvo-, Hepatitis- virus, feline Panleukopenie -, Herpes- und Calici- virus bestimmt werden können.</p>
<p>Die Ergebnisse dieser unterschiedlichen Tests (Schnelltest in der Praxis, aufwendiger Test im Labor) ermöglichen eine Aussage darüber, wann eine Revakzinierung vonnöten ist oder ob die Grundimmunisierung bei den Jungtieren ausreichend war.</p>
<p>Die Dauer des Immunschutzes ist aber individuell immer unterschiedlich und manchmal – gerade bei Jungtieren ist sogar eine Testwiederholung vonnöten.</p>
<p>Bei fraglichen oder fehlenden Antikörpernachweis muss auf jeden Fall nachgeimpft werden.</p>
<p><strong><u>Nun stellt sich die Frage, ob der Zeitpunkt der Nachimpfung grundsätzlich von dem Bluttestergebnis abhängig zu machen ist</u></strong></p>
<p>Hier bezieht die Impfkommision eine eindeutige Haltung.</p>
<p>Nur für ein eingeschränktes Spektrum am Impfungen wie feline und canine Parvovirose, Hepatitis und Staupe kann es medizinisch sinnvoll sein, die Impfung vom Antikörperspiegel im Blut abhängig zu machen, aber es ist zu bedenken, dass die zum Teil wiederholten Blutentnahmen (insbesondere bei den kleinen Welpen) eine körperliche Belastung sowie Stressbelastung darstellen im Gegensatz zu dem kleinen Impfpieks unter die Haut, der spielerisch verabreicht wird , ganz im Gegensatz zur Blutentnahme aus den kleinen Venen .</p>
<p>Für manche Personen sind auch die Kosten ausschlaggebend und da übersteigt der Preis der unterschiedlichen Labortestungen letztendlich die Kosten der Impfung.</p>
<p><strong>Die Impfkommision hält am bisherigen, bewährten Impfschema als golden standard fest,</strong> um weiterhin <strong>alle Tiere</strong> zu schützen und Erreichtes nicht wieder zu verlieren. Denn nur wenn über 70 % der Tiere von der Gesamtpopulation geschützt sind, kann ein Seucheneinbruch verhindert werden.</p>
<p>Zudem basiert die Empfehlung auf der Erfahrung, dass unsere Impfstoffe sehr gut verträglich sind und keine gravierenden Nebenwirkungen provozieren.</p>
<ul>
<li>Grundimmunisierung der Welpen im Alter von 8, 12, und 16 Lebenswochen sowie eine weitere Impfung im Alter von 15 Monaten</li>
<li>Dreijährige Wiederholung gegen Tollwut, Staupe, Parvovirose und Hepatitis beim Hund</li>
<li>Jährliche Wiederholungsimpfung gegen Leptospirose und Parainfluenza</li>
<li>Die RCP-Wiederholungsimpfungen bei der Katze erfolgen den Lebensumständen entsprechend nach einem Jahr bis spätestens 3 Jahren</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/bluttest-nachweis-des-impfschutzes-durch-serologische-untersuchungen/">Bluttest &#8211; Nachweis des Impfschutzes durch serologische Untersuchungen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Impfung beim Kaninchen</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/impfung-beim-kaninchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 18:23:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Kaninchenschnupfen]]></category>
		<category><![CDATA[Myxomatose]]></category>
		<category><![CDATA[RHD Rabbit Haemorrhagie Disease]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist selbstverständlich, dass Kaninchen in Grossbeständen zum Schutz gegen virale Erkrankungen geimpft werden. Diese Selbstverständlichkeit finden wir in der Heimtierhaltung nicht. Bei vielen Besitzern besteht eine große Unsicherheit darüber, ob Kaninchen, die keinen Kontakt zu Wildkaninchen haben können &#8211; wie es bei der reinen Wohnungshaltung der Fall ist &#8211; sich überhaupt infizieren können. Auch ist die Angst vor schädlichen Nebenwirkungen weit verbreitet. Wir haben dafür Verständnis und möchten Sie bitten, mit uns über Ihre Bedenken zu sprechen, um gemeinsam sorgfältig die Nutzen und Risiken einer Impfung abzuwägen. Grundsätzlich erfolgt eine Impfung frühestens ab der 4. &#8211; 6. Lebenswoche. Um unerwünschte Nebenwirkungen oder gar ein Fehlschlagen der Impfung zu vermeiden, ist unbedingt eine gründliche Allgemeinuntersuchung inklusive einer Kotuntersuchung (insbes. Kokzidien) Ihres kleinen Häschens nötig, wie es grundsätzlich bei jeder Impfung bei allen Tieren unablässig ist! Das ist der Grund, warum Impfungen der Obhut der Tierarzte unterliegen. Impfschema Kaninchenschnupfen als Erstimpfung zwei Injektionen im Abstand von 14 Tagen danach Auffrischung alle _ Jahr diese Impfung hat getrennt von RHD und Myxomatose zu erfolgen Myxomatose Grundimmunisierung im Abstand von 6 Wochen wird der Kombinationsimpfstoff (RHD plus Myxomatose) verwendet, sollte die Erstimpfung eine reine Myxomatose &#8211; Impfung sein und die zweite Grundimmunisierung mit der Kombinationsvakzine erfolgen. Wiederholung im Abstand von 4 &#8211; 6 Monaten Rabbit- Haemorragic disease: RHD (China Seuche) zweimalige Grundimmunisierung alle 6 Monate Wiederholungsimpfung Unerwünschte Nebenwirkungen bei RHD und Kaninchenschnupfen beschränken sich meist auf lokale Schwellungen an der Injektionsstelle manchmal erhöht sich die Körpertemperatur für 2 &#8211; 3 Tage bei der Myxomatose hingegen kann es bei latent infizierten Tieren zum Ausbruch der Krankheit führen. Hier zeigt sich, wie wichtig die Allgemeinuntersuchung ist, da bei Verdachtsanzeichen natürlich nicht geimpft wird. erfahrungsgemäß ist allerdings eine latente Infektion mit Myxomatose selten bei unseren Heimtieren vorhanden andere Faktoren wie Stress, unerkannte Parasiten, latente Infektionen können den Immunstatus des Kaninchens beeinflussen und die Wirksamkeit einer Impfung beeinträchtigen Informationen zu den Krankheiten Kaninchenschnupfen ansteckende Infektion der Atemwege durch eine Vielzahl von Erregern (oft multiresistente Keime wie Bortadella, Pseudomonas, Pasteurella multicoida, Mykoplasmen) Symptome: mittel &#8211; bis hochgradiger eitriger Nasenausfluss, Bronchitis, Bronchopneumonie Therapie: in den meistem Fallen ist nur eine Verbesserung der Symptomatik möglich, eine vollständige Heilung erfolgt selten, Rezidive sind sehr häufig grundsätzlich hat eine antibiotische Behandlung nur nach Resistenztest zu erfolgen, Immunstimulantien und eine Optimierung der Haltungsbedingungen (Dampfbäder, Luftbefeuchter) helfen den Allgemeinzustand Ihres Kaninchens zu verbessern ausgelöst wird die Krankheit oft durch Übertragung vom Menschen oder von anderen Heimtieren oder durch Feuchtigkeit, Zug, Kälte RHD &#8211; Rabbit Haemorrhagic Disease diese Erkrankung wurde erstmals 1984 in China, ab 1988 auch bei uns in Deutschland beobachtet (daher auch der Name &#8222;CHINASEUCHE&#8220;) die Krankheit tritt ganz plötzlich auf: Inkubationszeit 1 &#8211; 2 Tage, in der Regel bei Tieren älter als 2 &#8211; 3 Monate typisch ist der rasante Krankheitsverlauf: oft versterben die Tiere innerhalb von wenigen Stunden, ohne dass sich eine Symptomatik ausgebildet hat selten verläuft die Krankheit perakut mit Fieber, zentralnervösen Krämpfen, blutigem Urin, Nasenausfluss eine Therapie ist nicht möglich ausgelöst wird diese Krankheit durch einen Calicivirus, der durch Kot, Urin, Speichel infizierter Tiere, aber auch durch Fliegen und Mücken übertragen wird kontaminiertes Frischfutter und Schuhsohlen der Besitzer können auch zur Ansteckung dieser tödlichen Krankheit führen Myxomatose die Erkrankung wird ausgelöst durch den Leporipovirus typisch ist die kutane Verlaufsform: ödematose Schwellungen an Ohren, Augenlider, Lippen, Nase und Genitalien je nach Erregerstatus und Allgemeinzustand versterben die Kaninchen innerhalb weniger Tage bei der milden Verlaufsform können die klinischen Symptome innerhalb einiger Wochen abheilen eine gezielte Therapie ist nicht möglich, bei den leicht erkrankten Fallen wird symptomatisch durch Immunstimulantien (immunstärkende Medikamente, Homöopatika, Akupunktur, Magnetwelle&#8230;) und zur Unterdrückung von Sekundarinfektionen gezielt mit Antibiotika (Resistenztest!) behandelt die Hauptübertragung erfolgt vom infiziertem Wildkaninchen zum Heimtier durch die Stechmücke, in deren Speichel das Virus bis zu 4 Wochen infektiös bleibt eine häufige Ansteckungsquelle ist auch kontaminiertes, draußen gesammeltes Grünfutter</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/impfung-beim-kaninchen/">Impfung beim Kaninchen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist selbstverständlich, dass Kaninchen in Grossbeständen zum Schutz gegen virale Erkrankungen geimpft werden. Diese Selbstverständlichkeit finden wir in der Heimtierhaltung nicht.<br />
Bei vielen Besitzern besteht eine große Unsicherheit darüber, ob Kaninchen, die keinen Kontakt zu Wildkaninchen haben können &#8211; wie es bei der reinen Wohnungshaltung der Fall ist &#8211; sich überhaupt infizieren können. Auch ist die Angst vor schädlichen Nebenwirkungen weit verbreitet.<br />
Wir haben dafür Verständnis und möchten Sie bitten, mit uns über Ihre Bedenken zu sprechen, um gemeinsam sorgfältig die Nutzen und Risiken einer Impfung abzuwägen.<b><br />
Grundsätzlich erfolgt eine Impfung frühestens ab der 4. &#8211; 6. Lebenswoche. </b>Um unerwünschte Nebenwirkungen oder gar ein Fehlschlagen der Impfung zu vermeiden, ist unbedingt eine gründliche Allgemeinuntersuchung inklusive einer Kotuntersuchung (insbes. Kokzidien) Ihres kleinen Häschens nötig, wie es grundsätzlich bei jeder Impfung bei allen Tieren unablässig ist!<br />
Das ist der Grund, warum Impfungen der Obhut der Tierarzte unterliegen.</p>
<h2>Impfschema<b></b></h2>
<h3>Kaninchenschnupfen</h3>
<ul>
<li type="disc">als Erstimpfung zwei Injektionen im Abstand von 14 Tagen</li>
<li type="disc">danach Auffrischung alle _ Jahr</li>
<li type="disc">diese Impfung hat getrennt von <b>RHD</b> und <b>Myxomatose</b> zu erfolgen</li>
</ul>
<h3>Myxomatose<b><br />
</b></h3>
<ul>
<li type="disc">Grundimmunisierung im Abstand von 6 Wochen</li>
<li type="disc">wird der Kombinationsimpfstoff (RHD plus Myxomatose) verwendet, sollte die Erstimpfung eine reine Myxomatose &#8211; Impfung sein und die zweite Grundimmunisierung mit der Kombinationsvakzine erfolgen.</li>
<li type="disc">Wiederholung im Abstand von 4 &#8211; 6 Monaten</li>
</ul>
<h3>Rabbit- Haemorragic disease: RHD (China Seuche)<b><br />
</b></h3>
<ul>
<li type="disc">zweimalige Grundimmunisierung</li>
<li type="disc">alle 6 Monate Wiederholungsimpfung</li>
</ul>
<h2>Unerwünschte Nebenwirkungen<span style="text-decoration: underline;"><b><br />
</b></span></h2>
<ul>
<li type="disc">bei RHD und Kaninchenschnupfen beschränken sich meist auf lokale Schwellungen an der Injektionsstelle</li>
<li type="disc">manchmal erhöht sich die Körpertemperatur für 2 &#8211; 3 Tage</li>
<li type="disc">bei der Myxomatose hingegen kann es bei latent infizierten Tieren zum Ausbruch der Krankheit führen. Hier zeigt sich, wie wichtig die Allgemeinuntersuchung ist, da bei Verdachtsanzeichen natürlich nicht geimpft wird.</li>
<li type="disc">erfahrungsgemäß ist allerdings eine latente Infektion mit Myxomatose selten bei unseren Heimtieren vorhanden</li>
<li type="disc">andere Faktoren wie Stress, unerkannte Parasiten, latente Infektionen können den Immunstatus des Kaninchens beeinflussen und die Wirksamkeit einer Impfung beeinträchtigen</li>
</ul>
<h2>Informationen zu den Krankheiten</h2>
<h3>Kaninchenschnupfen<b><br />
</b></h3>
<ul>
<li type="disc">ansteckende Infektion der Atemwege durch eine Vielzahl von Erregern (oft multiresistente Keime wie Bortadella, Pseudomonas, Pasteurella multicoida, Mykoplasmen)</li>
<li type="disc">Symptome: mittel &#8211; bis hochgradiger eitriger Nasenausfluss, Bronchitis, Bronchopneumonie</li>
<li type="disc">Therapie: in den meistem Fallen ist nur eine Verbesserung der Symptomatik möglich, eine vollständige Heilung erfolgt selten, Rezidive sind sehr häufig</li>
<li type="disc">grundsätzlich hat eine antibiotische Behandlung nur nach Resistenztest zu erfolgen, Immunstimulantien und eine Optimierung der Haltungsbedingungen</li>
<li type="disc">(Dampfbäder, Luftbefeuchter) helfen den Allgemeinzustand Ihres Kaninchens zu verbessern</li>
<li type="disc">ausgelöst wird die Krankheit oft durch Übertragung vom Menschen oder von anderen Heimtieren oder durch Feuchtigkeit, Zug, Kälte</li>
</ul>
<h3>RHD &#8211; Rabbit Haemorrhagic Disease<b><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></b></h3>
<ul>
<li type="disc">diese Erkrankung wurde erstmals 1984 in China, ab 1988 auch bei uns in Deutschland beobachtet (daher auch der Name &#8222;CHINASEUCHE&#8220;)</li>
<li type="disc">die Krankheit tritt ganz plötzlich auf: Inkubationszeit 1 &#8211; 2 Tage, in der Regel bei Tieren älter als 2 &#8211; 3 Monate</li>
<li type="disc">typisch ist der rasante Krankheitsverlauf: oft versterben die Tiere innerhalb von wenigen Stunden, ohne dass sich eine Symptomatik ausgebildet hat</li>
<li type="disc">selten verläuft die Krankheit perakut mit Fieber, zentralnervösen Krämpfen, blutigem Urin, Nasenausfluss</li>
<li type="disc">eine Therapie ist nicht möglich</li>
<li type="disc">ausgelöst wird diese Krankheit durch einen Calicivirus, der durch Kot, Urin, Speichel infizierter Tiere, aber auch durch Fliegen und Mücken übertragen wird</li>
<li type="disc">kontaminiertes Frischfutter und Schuhsohlen der Besitzer können auch zur Ansteckung dieser tödlichen Krankheit führen</li>
</ul>
<h3><a id="myxomatose" name="myxomatose"></a>Myxomatose<b><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></b></h3>
<ul>
<li type="disc">die Erkrankung wird ausgelöst durch den Leporipovirus</li>
<li type="disc">typisch ist die kutane Verlaufsform: ödematose Schwellungen an Ohren, Augenlider, Lippen, Nase und Genitalien</li>
<li type="disc">je nach Erregerstatus und Allgemeinzustand versterben die Kaninchen innerhalb weniger Tage</li>
<li type="disc">bei der milden Verlaufsform können die klinischen Symptome innerhalb einiger Wochen abheilen</li>
<li type="disc">eine gezielte Therapie ist nicht möglich,</li>
<li type="disc">bei den leicht erkrankten Fallen wird symptomatisch durch Immunstimulantien (immunstärkende Medikamente, Homöopatika, Akupunktur, Magnetwelle&#8230;) und zur Unterdrückung von Sekundarinfektionen gezielt mit Antibiotika (Resistenztest!) behandelt</li>
<li type="disc">die Hauptübertragung erfolgt vom infiziertem Wildkaninchen zum Heimtier durch die Stechmücke, in deren Speichel das Virus bis zu 4 Wochen infektiös bleibt</li>
<li type="disc">eine häufige Ansteckungsquelle ist auch kontaminiertes, draußen gesammeltes Grünfutter</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/impfung-beim-kaninchen/">Impfung beim Kaninchen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Borreliose Schutz-Impfung</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/borreliose-schutz-impfung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 14:58:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Borreliose]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Schutz-Impfung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rogalla-rummel.de/?post_type=wissenswertes&#038;p=4392</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Impfung ist empfehlenswert bei Hunden, die ein großes Zeckenrisiko haben. d .h., finden Sie auf Ihrem Hund viele Zecken, so gehört er in die Risikogruppe. 30% der Zecken beherbergen den Borreliose – Erreger und übertragen ihn durch den Biß auf Ihren Hund. Die Impfung schützt Ihren Liebling vor diesen Erregern – das sind Schraubenbakterien (Borrelien), die zu einer schweren Erkrankung führen. Sie geht einher mit unspezifischen Symptomen wie gestörtes Allgemeinbefinden, Appetitlosigkeit, Fieber und Gelenkentzündungen mit wechselnden Lahmheiten. Oft wird auch eine schwere Nierenentzündung ausgelöst. Problematisch ist, dass sich die Krankheit erst nach Monaten entwickelt, so dass der Zusammenhang zwischen Zeckenbiss und Symptom oft vergessen ist. Durch die Impfung entwickelt das Abwehrsystem des Hundes Antikörper gegen den Erreger. Mit dem Saugen des Blutes gelangen diese Antikörper in den Magen – Darmtrakt der Zecke und töten die Erreger dort ab ? Ihr Hund wird also nicht mehr mit Borrelien infiziert. Leider sind die Borrelien eine große Familie mit vielen Unterstämmen. Bis heute ist es der Forschung leider noch nicht gelungen gegen alle Stämme einen wirksamen Impfschutz aufzubauen, allerdings wirkt die Impfung gegen den Stamm Borrelia burgdorferi, mit dem 10% unserer heimischen Zecken befallen sind. Vor der Impfung sollte mit einem Bluttest abgeklärt werden, ob Ihr Hund nicht bereits infiziert ist, ohne dass sich schon eine Symptomatik ausgeprägt hat. In einem solchen Fall muss er natürlich behandelt werden. Wie wird geimpft? Erstimpfung vor Beginn der Zeckensaison im Frühjahr Da nach der ersten Impfung der Schutz noch nicht vollständig ist, muss nach 3 – 4 Wochen eine Zweitimpfung erfolgen, um den Schutz zu vervollständigen. Auffrischungsimpfung danach im Idealfall alle 6 Monate , aber spätestens einmal jährlich. Nebenwirkungen? Wie bei allen anderen Impfungen auch kann eine leichte Schwellung an der Impfstelle oder leichtes Fieber auftreten. Ernsthaft erkrankt sind bisher nur Tiere, die zum Zeitpunkt der Impfung schon mit Borrelien befallen waren. Eine bestehende Erkrankung kann jedoch über einen Bluttest festgestellt werden. Siehe auch Artikel Achtung Zecken: Überträger von Borreliose und FSME</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/borreliose-schutz-impfung/">Borreliose Schutz-Impfung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Impfung ist empfehlenswert bei Hunden, die ein großes Zeckenrisiko haben. d .h., finden Sie auf Ihrem Hund viele Zecken, so gehört er in die Risikogruppe.<br />
30% der Zecken beherbergen den Borreliose – Erreger und übertragen ihn durch den Biß auf Ihren Hund.<br />
Die Impfung schützt Ihren Liebling vor diesen Erregern – das sind Schraubenbakterien (Borrelien), die zu einer schweren Erkrankung führen. Sie geht einher mit unspezifischen Symptomen wie gestörtes Allgemeinbefinden, Appetitlosigkeit, Fieber und Gelenkentzündungen mit wechselnden Lahmheiten. Oft wird auch eine schwere Nierenentzündung ausgelöst. Problematisch ist, dass sich die Krankheit erst nach Monaten entwickelt, so dass der Zusammenhang zwischen Zeckenbiss und Symptom oft vergessen ist.<br />
Durch die Impfung entwickelt das Abwehrsystem des Hundes Antikörper gegen den Erreger. Mit dem Saugen des Blutes gelangen diese Antikörper in den Magen – Darmtrakt der Zecke und töten die Erreger dort ab ? Ihr Hund wird also nicht mehr mit Borrelien infiziert.<br />
Leider sind die Borrelien eine große Familie mit vielen Unterstämmen. Bis heute ist es der Forschung leider noch nicht gelungen gegen alle Stämme einen wirksamen Impfschutz aufzubauen, allerdings wirkt die Impfung gegen den Stamm Borrelia burgdorferi, mit dem 10% unserer heimischen Zecken befallen sind.<br />
Vor der Impfung sollte mit einem Bluttest abgeklärt werden, ob Ihr Hund nicht bereits infiziert ist, ohne dass sich schon eine Symptomatik ausgeprägt hat. In einem solchen Fall muss er natürlich behandelt werden.</p>
<h2>Wie wird geimpft?</h2>
<ul>
<li>Erstimpfung vor Beginn der Zeckensaison im Frühjahr</li>
<li>Da nach der ersten Impfung der Schutz noch nicht vollständig ist, muss nach 3 – 4 Wochen eine Zweitimpfung erfolgen, um den Schutz zu vervollständigen.</li>
<li>Auffrischungsimpfung danach im Idealfall alle 6 Monate , aber spätestens einmal jährlich.</li>
</ul>
<h2>Nebenwirkungen?</h2>
<ul>
<li>Wie bei allen anderen Impfungen auch kann eine leichte Schwellung an der Impfstelle oder leichtes Fieber auftreten.</li>
<li>Ernsthaft erkrankt sind bisher nur Tiere, die zum Zeitpunkt der Impfung schon mit Borrelien befallen waren. Eine bestehende Erkrankung kann jedoch über einen Bluttest festgestellt werden.</li>
</ul>
<p><b>Siehe auch Artikel<br />
<a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/achtung-zecken-uebertraeger-von-borreliose-und-fsme-und-anaplasmose/">Achtung Zecken: Überträger von Borreliose und FSME</a></b></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/borreliose-schutz-impfung/">Borreliose Schutz-Impfung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schutzimpfungen der Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/schutzimpfungen-der-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2015 09:52:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ansteckende Bauchfellentzündung (FIP)]]></category>
		<category><![CDATA[Impfempfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Impfkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Katzenleukose]]></category>
		<category><![CDATA[Katzenschnupfen]]></category>
		<category><![CDATA[Katzenseuche]]></category>
		<category><![CDATA[Tollwut]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://Impfung%20für%20Hund%20und%20Katze%20-%20einige%20Informationen%20zur%20aktuellen%20Impfkritik%20(Stand%20Dezember%202014)(Autorin%20Dr.%20M.%20Rogalla)</guid>

					<description><![CDATA[<p>Impfung für Hund und Katze &#8211; einige Informationen zur aktuellen Impfkritik (Stand Dezember 2014) (Autorin Dr. M. Rogalla) Warum überhaupt Impfen ? Eine Impfung ist eine einfache und sichere Methode  vor Infektionskrankheiten  zu schützen, die meisten Erkrankungen, vor denen geschützt wird, verlaufen ohne Impfung tödlich. Durch die Impfung wird das körpereigene Immunsystem so präpariert, dass bei einem Angriff durch den Erreger, eine Erkrankung sich im Körper sich erst gar nicht ausbreiten kann oder nur in abgeschwächter Form auftritt. So ist es in der Medizingeschichte im 20.Jahrhundert  gelungen, lebensbedrohende Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier weltweit zu kontrollieren (z.B., Pocken, Kinderlähmung, Tollwut). Diese Kontrolle ist nur möglich, wenn 70 % der Gesamtpopulation korrekt durchgeimpft ist, das heißt im Klartext, dass alle Ungeimpften ihren Schutz nur haben, weil die breite Masse geimpft ist. Die Zirkulation des Erregers wird  durch die hohe Impfrate in der Population eingeschränkt, sinkt die Impfrate, so kann der Erreger sich auch wieder seuchenartig ausbreiten und es kann wieder zu Todesfällen führen. In der Tiermedizin bedeutet das: Es müssen mindestens 70 % der Gesamtpopulation der Hunde und Katzen geimpft sein, um einen sicheren Impfschutz im Land aufrechthalten zu können. So zählt auch nicht das Argument: „Mein Tier ist nicht geimpft und ist trotzdem nicht krank“. Diese Tierbesitzer ruhen sich auf der Verantwortung und den „Kosten“ der Tierhalter/innen aus, die ihre Tiere vorschriftsmäßig schützen. Schauen wir zum Beispiel in unsere europäischen Anrainerstaaten, wo Impfungen nicht die Regel sind.  Hier ist sogar die Tollwut noch ein Problem, ganz zu schweigen von Staupe, Parvovirose, Leptospirose, Katzenleukämie, Katzenschnupfen und Katzenseuche. Impfmüdigkeit: Ist Impfen wirklich nötig? Wird weniger geimpft, so sprechen wir von Impfmüdigkeit. Sie tritt leicht auf, wenn die Gefahr der Erreger in Vergessenheit geraten ist. Da durch die jahrzehntelange gute Vorsorge keine Epidemien mit Todesfällen aufgetreten sind, hat die Bevölkerung den Schrecken, der in den Erregern steckt vergessen. Der Erreger allerdings nicht, wird ihm wieder Raum geboten,  so breitet er sich in voller Wirkung aus – so wie  2006 in NRW eine Maserepedemie ausbrach mit über 2000 Erkrankten. Eine Krankheit, die wir längst unter Kontrolle hatten. Der Ausbruch war ein Resultat von Impfmüdigkeit. Wie verheerend ein Erreger ist, wenn die Bevölkerung ungeschützt ist, zeigt die aktuelle Ebola-epidemie. Hoffen wir, dass es gelingt, bald eine Impfung gegen diesen Erreger zu finden! Tausende von Menschen können dann gerettet werden! Auch heute in der modernen Welt gilt immer noch die Einschätzung des Robert Koch Instituts, dass  Impfungen zu den „wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen (siehe Wikipedia) gehören, die in der Medizin zur Verfügung stehen“. Sicherlich kann es bei den modernen Impfstoffen in Einzelfällen zu unerwünschten Reaktionen kommen. Diese werden eingeschränkt durch eine gründliche Gesundheitsuntersuchung, die vor der Impfung zu erfolgen hat. So lehnen wir auch persönlich Impfungen ab, die ohne einen professionellen, ausführlichen Gesundheitscheck durchgeführt werden, so wie es häufig auf Hundeplätzen oder ähnlichen Massenveranstaltungen geschieht. Das Tier muss absolut gesund sein, nur dann ist der Schutz und die Sicherheit der Impfung gewährt. Wir wägen mit Ihnen gemeinsam bei der Voruntersuchung zur Impfung Nutzen und Risiko sorgsam ab. Auch kennen wir unsere kleinen Patienten in der Regel gut .Manche unserer kleinen Patienten sind empfindlich- und wenn wir das wissen, so können wir die kleinen unangenehmen  Nebenwirkungen , wie z.B. Schwellung  an der Impfstelle oder Unwohlsein am ersten Tag, ganz leicht mit der Impfung sofort vermeiden –z.B  mit der Gabe eines Mittels gegen Schmerz oder Übelkeit. Ganz  allgemein ist der Nutzen von Impfungen deutlich größer als die möglicherweise auftretenden  Nebenwirkungen. Sollte es in Einzelfällen tatsächlich zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, werden diese vorschriftsmäßig dokumentiert und dem Paul Ehrlich-Institut gemeldet. Bei Bestätigung wird dieser Impfstoff zügig aus dem Verkehr gezogen. Unser Bestreben ist es, auch in der Tiermedizin keine Impflücken zuzulassen. Die Gesundheit unserer Vierbeiner ist abhängig von der konsequenten Einhaltung geprüfter und bewährter Impfprogramme. Die Impfempfehlungen entsprechen immer den neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen, so wurde erst ein neuer, wirksamerer Leptospiroseimpfstoff entwickelt und nach Eindämmung der Tollwut in Europa (dank der konsequenten Durchimpfung aller Tiere – auch Füchse) der Abstand zur Wiederholungsimpfung  auf alle drei Jahre verlängert. Wir handeln stets zum Wohl der Tiere – und zwar aller Tiere – Impfung so wenig wie möglich, doch so oft wie nötig! Die Schutzimpfungen der Katze Katzen sind von Natur aus Einzelgänger, das bedeutet, dass die Spezies selten Kontakt mit Artgenossen hatte und deswegen übertragbare Krankheiten nicht so schnell verbreitet werden konnten. Dies hatte entwicklungsgeschichtlich zur Folge, dass das Abwehrsystem der Katze nicht so gut ausgebildet ist wie bei anderen Tierarten, sie sind deswegen besonders empfindlich für ansteckende Krankheiten. Bei Schutzimpfungen bekommt die Katze durch eine Injektion abgetötete oder abgeschwächte Keime verabreicht, auf die das Abwehrsystem des Körpers reagiert. Diese Reaktionen gegen die verschiedenen Keime sind aber nicht gleich und so erklären sich die unterschiedlichen Impfschemata. Generell kann gesagt werden, dass Schutzimpfungen gegen viele Krankheiten &#8211; an einem Tag gegeben &#8211; den Körper überfordern können. Das bedeutet, dass der Schutz gegen die einzelnen Krankheiten nicht so intensiv ausgebildet wird, schlimmer ist jedoch, dass es häufiger zu unerwünschten Nebenreaktionen kommen kann. Wir erstellen ein auf die Erfordernisse Ihrer Katze zugeschnittenes individuelles Impfschema und besprechen mit Ihnen die notwendigen Wiederholungsimpfungen und deren zeitliche Abstände. Grundsätzlich orientieren wir uns an den aktuellsten Impfempfehlungen der führenden auf Katzen spezialisierten Organisationen für Tierärzte (AAFP &#8211; American Association of Feline Practioners ABCD Advisory Board on Cat Disease und ESFM &#8211; European Society of Feline Medicin). Hier einige Informationen zu den ansteckenden Katzenkrankheiten, gegen die eine Schutzimpfung zur Zeit möglich ist. Die Katzenseuche Auch unter Katzenstaupe oder Panleukopenie bekannt. Es ist eine Viruserkrankung, die das Immunsystem des Körpers sehr stark beeinflusst. Sie äußert sich in stark übelriechenden Durchfällen und verklebten, eitrigen Augen. Besonders gefährdet sind junge Tiere, aber auch ältere Tiere können nur selten gerettet werden, wenn sie an der Katzenseuche erkranken. Diese Krankheit ist für den Menschen nicht ansteckend. Katzenschnupfen Diese Krankheit wird von verschiedenen Virusarten unter Beteiligung von Bakterien hervorgerufen. Besonders anfällig sind die Lidbindehäute und die Mundschleimhäute, aber auch die oberen Luftwege und die Lunge können betroffen werden. Bei Jungtieren finden wir außerdem noch häufig eine</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<h2 style="text-align: left; padding-left: 30px;" align="center">Impfung für Hund und Katze &#8211; einige Informationen zur aktuellen Impfkritik (Stand Dezember 2014)</h2>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;" align="center"><i>(Autorin Dr. M. Rogalla)</i></p>
<h3 style="text-align: left; padding-left: 30px;">Warum überhaupt Impfen ?</h3>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Eine Impfung ist eine einfache und sichere Methode  vor Infektionskrankheiten  zu schützen, die meisten Erkrankungen, vor denen geschützt wird, verlaufen ohne Impfung tödlich.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Durch die Impfung wird das körpereigene Immunsystem so präpariert, dass bei einem Angriff durch den Erreger, eine Erkrankung sich im Körper sich erst gar nicht ausbreiten kann oder nur in abgeschwächter Form auftritt.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">So ist es in der Medizingeschichte im 20.Jahrhundert  gelungen, lebensbedrohende Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier weltweit zu kontrollieren (z.B., Pocken, Kinderlähmung, Tollwut). Diese Kontrolle ist nur möglich, wenn 70 % der Gesamtpopulation korrekt durchgeimpft ist, das heißt im Klartext, dass alle Ungeimpften ihren Schutz nur haben, weil die breite Masse geimpft ist.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Die Zirkulation des Erregers wird  durch die hohe Impfrate in der Population eingeschränkt, sinkt die Impfrate, so kann der Erreger sich auch wieder seuchenartig ausbreiten und es kann wieder zu Todesfällen führen.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>In der Tiermedizin bedeutet das:</strong></span><b> </b></p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><span class="rot"><b>Es müssen mindestens 70 % der Gesamtpopulation der Hunde und Katzen geimpft sein, um einen sicheren Impfschutz im Land aufrechthalten zu können.</b></span></p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">So zählt auch nicht das Argument: „Mein Tier ist nicht geimpft und ist trotzdem nicht krank“. Diese Tierbesitzer ruhen sich auf der Verantwortung und den „Kosten“ der Tierhalter/innen aus, die ihre Tiere vorschriftsmäßig schützen.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Schauen wir zum Beispiel in unsere europäischen Anrainerstaaten, wo Impfungen nicht die Regel sind.  Hier ist sogar die Tollwut noch ein Problem, ganz zu schweigen von Staupe, Parvovirose, Leptospirose, Katzenleukämie, Katzenschnupfen und Katzenseuche.</p>
<h3 style="text-align: left; padding-left: 30px;">Impfmüdigkeit: Ist Impfen wirklich nötig?</h3>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Wird weniger geimpft, so sprechen wir von <b>Impfmüdigkeit</b>. Sie tritt leicht auf, wenn die Gefahr der Erreger in Vergessenheit geraten ist. Da durch die jahrzehntelange gute Vorsorge keine Epidemien mit Todesfällen aufgetreten sind, hat die Bevölkerung den Schrecken, der in den Erregern steckt vergessen.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Der Erreger allerdings nicht, wird ihm wieder Raum geboten,  so breitet er sich in voller Wirkung aus – so wie  2006 in NRW eine Maserepedemie ausbrach mit über 2000 Erkrankten. Eine Krankheit, die wir längst unter Kontrolle hatten. Der Ausbruch war ein Resultat von Impfmüdigkeit.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Wie verheerend ein Erreger ist, wenn die Bevölkerung ungeschützt ist, zeigt die aktuelle Ebola-epidemie. Hoffen wir, dass es gelingt, bald eine Impfung gegen diesen Erreger zu finden! Tausende von Menschen können dann gerettet werden!</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Auch heute in der modernen Welt gilt immer noch die Einschätzung des Robert Koch Instituts, dass  Impfungen zu den<span class="rot"> <i>„wichtigsten und wirksamsten </i><a title="Krankheitsprävention" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krankheitspr%C3%A4vention"><b><i>präventiven Maßnahmen</i></b></a><i> </i>(siehe Wikipedia) <i>gehören, die in der Medizin zur Verfügung stehen“</i></span>.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;">Sicherlich kann es bei den modernen Impfstoffen in Einzelfällen zu unerwünschten Reaktionen kommen. Diese werden eingeschränkt durch eine gründliche Gesundheitsuntersuchung, die <b>vor</b> der Impfung zu erfolgen hat.<br />
So lehnen wir auch persönlich Impfungen ab, die ohne einen professionellen, ausführlichen Gesundheitscheck durchgeführt werden, so wie es häufig auf Hundeplätzen oder ähnlichen Massenveranstaltungen geschieht.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Das Tier muss absolut gesund sein, nur dann ist der Schutz und die Sicherheit der Impfung gewährt. Wir wägen mit Ihnen gemeinsam bei der Voruntersuchung zur Impfung Nutzen und Risiko sorgsam ab.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Auch kennen wir unsere kleinen Patienten in der Regel gut .Manche unserer kleinen Patienten sind empfindlich- und wenn wir das wissen, so können wir die kleinen unangenehmen  Nebenwirkungen , wie z.B. Schwellung  an der Impfstelle oder Unwohlsein am ersten Tag, ganz leicht mit der Impfung sofort vermeiden –z.B  mit der Gabe eines Mittels gegen Schmerz oder Übelkeit.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span class="rot">Ganz  allgemein ist der Nutzen von Impfungen deutlich größer als die möglicherweise auftretenden  Nebenwirkungen.</span></p>
<p style="padding-left: 30px;">Sollte es in Einzelfällen tatsächlich zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, werden diese vorschriftsmäßig dokumentiert und dem Paul Ehrlich-Institut gemeldet. Bei Bestätigung wird dieser Impfstoff zügig aus dem Verkehr gezogen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><b>Unser Bestreben ist es, auch in der Tiermedizin keine Impflücken zuzulassen. Die Gesundheit unserer Vierbeiner ist abhängig von der konsequenten Einhaltung geprüfter und bewährter Impfprogramme.</b></p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Impfempfehlungen entsprechen immer den neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen, so wurde erst ein neuer, wirksamerer Leptospiroseimpfstoff entwickelt und nach Eindämmung der Tollwut in Europa (dank der konsequenten Durchimpfung aller Tiere – auch Füchse) der Abstand zur Wiederholungsimpfung  auf alle drei Jahre verlängert.</p>
<p style="padding-left: 30px;" align="center"><b><span style="text-decoration: underline;"><span class="rot">Wir handeln stets zum Wohl der Tiere – und zwar aller Tiere – Impfung so wenig wie möglich, doch so oft wie nötig!</span></span></b></p>
<hr />
<h1>Die Schutzimpfungen der Katze</h1>
<p>Katzen sind von Natur aus Einzelgänger, das bedeutet, dass die Spezies selten Kontakt mit Artgenossen hatte und deswegen übertragbare Krankheiten nicht so schnell verbreitet werden konnten. Dies hatte entwicklungsgeschichtlich zur Folge, dass das Abwehrsystem der Katze nicht so gut ausgebildet ist wie bei anderen Tierarten, sie sind deswegen besonders empfindlich für ansteckende Krankheiten.</p>
<p>Bei Schutzimpfungen bekommt die Katze durch eine Injektion abgetötete oder abgeschwächte Keime verabreicht, auf die das Abwehrsystem des Körpers reagiert. Diese Reaktionen gegen die verschiedenen Keime sind aber nicht gleich und so erklären sich die unterschiedlichen Impfschemata. Generell kann gesagt werden, dass Schutzimpfungen gegen viele Krankheiten &#8211; an einem Tag gegeben &#8211; den Körper überfordern können. Das bedeutet, dass der Schutz gegen die einzelnen Krankheiten nicht so intensiv ausgebildet wird, schlimmer ist jedoch, dass es häufiger zu unerwünschten Nebenreaktionen kommen kann.</p>
<p>Wir erstellen ein auf die Erfordernisse Ihrer Katze zugeschnittenes individuelles Impfschema und besprechen mit Ihnen die notwendigen Wiederholungsimpfungen und deren zeitliche Abstände. Grundsätzlich orientieren wir uns an den aktuellsten Impfempfehlungen der führenden auf Katzen spezialisierten Organisationen für Tierärzte (AAFP &#8211; American Association of Feline Practioners ABCD Advisory Board on Cat Disease und ESFM &#8211; European Society of Feline Medicin).</p>
<p>Hier einige Informationen zu den ansteckenden Katzenkrankheiten, gegen die eine Schutzimpfung zur Zeit möglich ist.</p>
<h2><a id="katzenseuche" name="katzenseuche"></a>Die Katzenseuche</h2>
<p>Auch unter Katzenstaupe oder Panleukopenie bekannt. Es ist eine Viruserkrankung, die das Immunsystem des Körpers sehr stark beeinflusst. Sie äußert sich in stark übelriechenden Durchfällen und verklebten, eitrigen Augen. Besonders gefährdet sind junge Tiere, aber auch ältere Tiere können nur selten gerettet werden, wenn sie an der Katzenseuche erkranken. Diese Krankheit ist für den Menschen nicht ansteckend.</p>
<h2><a id="katzenschnupfen" name="katzenschnupfen"></a>Katzenschnupfen</h2>
<p>Diese Krankheit wird von verschiedenen Virusarten unter Beteiligung von Bakterien hervorgerufen. Besonders anfällig sind die Lidbindehäute und die Mundschleimhäute, aber auch die oberen Luftwege und die Lunge können betroffen werden. Bei Jungtieren finden wir außerdem noch häufig eine Durchfallerkrankung. Erkrankte Jungtiere können trotz Behandlung manchmal nicht gerettet werden. Für ältere Tiere ist der Katzenschnupfen im allgemeinen nicht tödlich. Wird der Katzenschnupfen jedoch von dem Herpes-Virus hervorgerufen, bedeutet dies, dass das Tier das Virus lebenslänglich in seinen Zellen beherbergt.</p>
<p>In Stress-Situationen können deswegen immer wieder leichte Erkrankungen auftreten. Da das Virus in solchen Fällen nicht aus den Zellen verdrängt werden kann, ist es wenig sinnvoll, dann noch gegen Katzenschnupfen zu schutzimpfen. Außerdem besteht zusätzlich die Gefahr von heftigen Impfreaktionen. Typische Zeichen für diese Erkrankung sind leichtes Niesen, zeigt Ihr Tier solche Symptome, sollten Sie uns auf alle Fälle darauf hinweisen.</p>
<h2><a id="tollwut" name="tollwut"></a>Die Tollwut</h2>
<p>Es handelt sich um eine unheilbare Krankheit, an der fast alle Säugetiere und Menschen erkranken können. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen von Speichel in eine Wunde. Katzen, die nicht schutzgeimpft sind und unter Ansteckungsverdacht stehen, müssen sofort getötet werden, Katzen, die jedoch ordnungsgemäß geimpft sind und unter Ansteckungsverdacht stehen, müssen lediglich für eine gewisse Zeit in Quarantäne.</p>
<h2>Die ansteckende Bauchfellentzündung (FIP)</h2>
<p>Von dieser Krankheit werden Katzen vor allen Dingen in den ersten Lebensjahren ergriffen. Betroffen ist sowohl die Bauchhöhle wie die Brusthöhle. Es kommt zu schweren Entzündungen mit oder ohne Flüssigkeitsbildung in den Körperhöhlen. Auch gegen diese Erkrankung wird in den letzten Jahren eine Impfung angeboten, von der wir jedoch sagen müssen, dass die Wirkung dieser Schutzimpfung zumindest derzeit noch sehr kontrovers diskutiert wird.</p>
<h2>Die Katzenleukose</h2>
<p>Hier handelt es sich um eine Viruserkrankung, die das Abwehrsystem (das sogenannte Retikuloendotheliale System) des Körpers befällt. Von der Aufnahme des Virus bis zum Ausbruch der Krankheit können Jahre vergehen. So können schon junge Kätzchen über die erste Muttermilch das Virus aufnehmen und eventuell erst im höheren Alter erkranken. Die Erkrankung tritt in zwei Formen auf. Zum einen kann sie sich als Immunschwäche mit Blutarmut äußern, zum anderen kann aber auch das Lymphgewebe des Körpers plötzlich zu riesigen Tumoren entarten. Diese Lymphgewebe finden wir fast an allen Stellen des Körpers. Deswegen können die Tumore auch überall und vielfach auftreten. Sollen Katzen gegen diese Krankheit schutzgeimpft werden, müssen sie allerdings vorher untersucht werden, ob sie schon das Virus aufgenommen haben, da sonst die Impfung wenig sinnvoll und sogar schädlich sein kann. Dieser Test wird bei uns in der Klinik durchgeführt.</p>
<p>Sie sollten Ihre Katze mindestensteinmal im Jahr zur Allgemeinuntersuchung vorstellen, um eventuelle Erkrankungen frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen. Wir besprechen dabei mit Ihnen das individuelle Impfprogamm für Ihren Liebling. Die durchgeführten Impfungen werden von uns in einen Impfpass eingetragen. Auf der letzten Seite finden Sie in diesem Impfpass die Termine für die Wiederholungsimpfungen</p>
<p><b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/das-erste-halbe-jahr-eines-katzenwelpen-von-der-entwurmung-bis-zur-kastration-januar-2004/">Siehe auch: Fall des Monats Januar 2004</a></b></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission Vet. für Katzen</h1>
<p>Da sich die Impfregelungen geändert haben und nicht mehr der starre Plan einer jährlichen Wiederholungsimpfung gefordert ist, ist die Notwendigkeit der Impfung als Schutz vor Infektionskrankheiten umso wichtiger geworden.<br />
Denn die Impfung ist eine sehr schonende Methode, die Gesundheit unserer Lieblinge zu erhalten.</p>
<p>Dazu müssen aber einige wichtige Grundsätze beachtet werden.</p>
<ol>
<li>eine vollständige Grundimmunisierung ist Vorraussetzung für einen optimalen Schutz</li>
<li>nur über eine jährliche Gesundheitsberatung mit einem individuellem Impfgespräch bleibt Ihr Liebling dauerhaft geschützt</li>
<li>wir dürfen keiner Impfmüdigkeit Raum geben, denn nur wenn mehr als 70 % aller Tiere einer Tierpopulation durchgeimpft sind, lassen sich Epidemien verhindern</li>
<li>es gibt Erreger, gegen die Ihr Tier immer – zu jeder Zeit &#8211; geschützt sein muss und es gibt Erreger, gegen die unsere Lieblinge nur unter besonderen Umständen geschützt sein müssen</li>
</ol>
<p>Aufgrund dieser Individualität der neuen Impfmaßnahmen ist ein <b>tierärztliches beratendes Gespräch unumgänglich</b>, denn jetzt können wir ein ganz Ihrem Tier und Ihren Gewohnheiten angepasstes Impfschema erarbeiten. Dabei sind Faktoren wie Häufigkeit des Kontaktes mit anderen Tieren, Reisegewohnheiten, wie verseucht ist die Gegend, in der Sie wohnen (z.B. Leukose) u. a. entscheidend.</p>
<p>Die folgenden Leitlinien sind nicht als starr zu begreifen.<br />
Sie bieten uns eine Entscheidungshilfe.<br />
Sie wird von Fachleuten stets überprüft und neu erarbeitet. Mitglieder dieses Fachgremiums sind Wissenschaftler, Vertreter des Paul Ehrlich Instituts, Fachausschüsse von Experten für Kleintiere, der Bundestierärztekammer, des Bundesverbandes praktischer Tierärzte, der deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft.</p>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Wir richten uns nach dem Grundsatz:<br />
Jede Katze sollte nur so häufig wie nötig geimpft werden<br />
</span></i></b></p>
<h2>Gegen diese Infektionen sollten Katzen immer geschützt sein:</h2>
<ul>
<li>Katzenschnupfen</li>
<li>Katzenseuche (= RCP)</li>
<li>Tollwut (bei Freigängern)</li>
</ul>
<h2>Grundimmunisierung</h2>
<p>Als Grundimmunisierungen von Welpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren1<br />
Im Alter von</p>
<ul>
<li>8 Lebenswochen: RCP</li>
<li>12 Lebenswochen: RCP, Tollwut bei Freigängern</li>
<li>16 Lebenswochen: RCP, Tollwut bei Freigängern <b>*)</b></li>
<li>15 Lebensmonaten: RCP, Tollwut bei Freigängern</li>
</ul>
<p><b><i>In einem höheren Alter</i> vorgestellte Tiere</b> erhalten ihre Impfungen in denselben Abständen. Ab einem Alter von 12 Lebenswochen ist eine zweimalige Impfung im Abstand von 3 – 4 Wochen, gefolgt von einer weiteren Impfung nach einem Jahr, für eine erfolgreiche Grundimmunisierung ausreichend.</p>
<p><b>*)</b> <i>Die im Alter von 16 Lebenswochen empfohlene 2. Impfung geht über die gesetzliche Anforderung hinaus, ist aber aus immunologischen Aspekten sinnvoll</i>.<br />
<sup>1 </sup><i>Definition im Sinne der Deutschen Impfempfehlungen für die Kleintierpraxis; weicht z. T. von der Produktliteratur ab</i></p>
<hr />
<h3>Wiederholungsimpfungen:</h3>
<p>Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen.</p>
<ul>
<li><b>Tollwut:</b><br />
In Deutschland gelten seit Änderung der Tollwutverordnung v. 20.12.2005 die in den Packungsbeilagen der Impfstoffe genannten Wiederholungsimpftermine.</li>
<li><b>RCP:</b><br />
Für die Mehrzahl der in Deutschland zugelassenen Kombinationsprodukte sind jährliche Wiederholungsimpfungen empfohlen.</li>
</ul>
<p>Für die Katzenseuche-Komponente sind Wiederholungsimpfungen im Abstand von 3 Jahren ausreichend. Für die Katzenschnupfen-Komponente werden Wiederholungsimpfungen im Abstand von <b>einem Jahr</b> empfohlen. Bei Katzen, die keinem hohen Infektionsdruck ausgesetzt sind (z. B. Wohnungskatzen), ist eine Wiederholungsimpfung der Katzenschnupfenkomponente im Abstand von 2 Jahren ausreichend.</p>
<hr />
<p>Impfungen gegen diese Infektionen empfehlen wir individuell – <b>je nach Lebensumständen des Tieres und/oder aktueller Seuchenlage:</b></p>
<ul>
<li>Bordetella bronchiseptica</li>
<li>Chlamydien</li>
<li>Feline Infektöse Peritonitis (FIP)</li>
<li>Leukose</li>
</ul>
<h2>Information zur Tollwut:</h2>
<p>Tollwut ist eine durch Viren ausgelöste,<b> ausnahmslos</b> tödlich verlaufende Infektionskrankheit von Säugetieren <b>und</b> Menschen.<br />
Tollwut ist eine Zoonose, d.h., sie kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Der Virus wird übertragen durch einen Biss oder Kontakt mit dem Speichel des infizierten Tieres, indem der Virus in die Blutbahn gelangt oder in die mukösen Membranen von Auge, Nase oder Mundschleimhaut.<br />
Die Inkubationszeit kann variieren von zwei Wochen zu mehreren Monaten oder gar Jahren. Je weiter die Verletzung vom Gehirn entfernt ist, umso länger ist die Inkubationszeit.<br />
Nur weil wir in Europa keine Tollwutkranken sehen, ist die Krankheit trotzdem ein sehr ernstes weltweites Problem. Jährlich sterben immer noch rund 40.000 bis 100.000 Menschen weltweit an Tollwut, davon in Indien allein 30.000.<br />
<b>10 Millionen</b> Menschen werden jährlich wegen Tollwutverdacht behandelt, in Deutschland werden jährlich ein bis zwei Tollwutfälle beim Menschen gemeldet (Info-stand 2005).<br />
Besteht Tollwutverdacht beim Menschen werden sofort entsprechende Maßnahmen eingeleitet, sodass in der Regel der Ausbruch der Krankheit verhindert wird. Ist die Tollwut aber klinisch erst einmal ausgebrochen, das heißt, ist der Virus in die Nervenbahn eingedrungen, verläuft sie auf jeden Fall tödlich.<br />
Die Bekämpfung der Wildtollwut hat in Deutschland sehr großen Erfolg gezeigt.<br />
Regelmäßige jährliche Impfaktionen der Füchse durch Auswurf von Ködern hat Deutschland weitgehend tollwutfrei gemacht.<br />
Der Fuchs war die am meisten gefährdete Wildtierart, gefolgt von Fledermaus, Dachs, Marder, Rehwild.</p>
<p><b>Durch die jährlich regelmäßigen Impfungen haben wir uns und unsere Katzen erfolgreich vor der Tollwutgefahr geschützt.</b></p>
<p>Der letzte gemeldete Tollwutfall eines Hundes im Jahre 2004 war ein illegal aus Marokko eingeführter Junghund. Diese Gefahr besteht natürlich immer, gelangen Tiere aus anderen Ländern nicht legal zu uns, so kann das auf Dauer den guten Erfolg der strikten Impfprophylaxe in unserem Land gefährden.</p>
<p><b>Am 20.12.2005 wurde die nationale Tollwutverordnung an das Europäische Recht angepasst. Nach den neuen Regelungen liegt ein wirksamer Schutz bei Hund und Katze vor, wenn die Impfung gegen Tollwut beim Welpen im Alter von mindest 3 Monaten durchgeführt wurde und mindestens 21 Tage zurückliegt.<br />
Die Impfung darf außerdem längstens um den Zeitraum zurückliegen, den der Impfstoffhersteller für die Wiederholungsimpfung angibt.<br />
Es gibt jetzt auch in Deutschland Impfstoff der längere Impfintervalle vorgibt.<br />
Durch die geänderten Regelungen können sie künftig Ihren Hund alle 3 Jahre und Ihre Katze alle 4 Jahre gegen Tollwut impfen lassen.<br />
Die Eintragungen werden dokumentiert in dem EU &#8211; Heimtierpass durch die Haustierärztin, eine amtstierärztliche Bestätigung ist nicht mehr notwendig.<br />
Bei Erstellung eines EU – Heimtierausweises ist die Identität des Tieres durch Kennzeichnen mit einem Mikrochip Vorschrift, die Kennzeichnung hat vor der Impfung zu erfolgen.<br />
</b><br />
Diese neue Tollwutregelung regelt das Mitführen von Heimtieren (Hund, Katze, Frettchen) <b>innerhalb der Europäischen Union</b>. Gemeinsam ist all diesen Ländern, dass alle Heimtiere zusätzlich mit einem Mikrochip der Norm ISO 11784 / 11785 eindeutig identifizierbar sein müssen. Eine lesbare Tätowierung ist nur noch bis 2011 anerkannt.<br />
Einige Länder verlangen aber neben dem Nachweis einer gültigen Tollwutimpfung auch noch die Kontrolle des Tollwut- Antikörpertiters<br />
(Großbritannien, Nordirland, Irland, Malta, Schweden) und es gibt <b>Nicht &#8211; EU &#8211; Länder</b>, die weiterhin die jährliche Tollwutimpfung verlangen und darüber hinaus auch eine Titer-Kontrolle (Norwegen).<br />
Die Titerkontrolle darf nur in international anerkannten Laboren durchgeführt werden.<br />
So schreibt z. B. Schweden vor, dass die Blutentnahme frühestens 120 Tage und spätestens 365 Tage nach der letzten Tollwutimpfung abgenommen werden darf, andere Länder wie z. B. Irland, Großbritannien hingegen schreiben keinen genauen Zeitpunkt der Blutentnahme vor.<br />
Sollte Ihr Tier z.B. nicht den erforderlichen Titernachweis von 0,5 lU/ml erbringen, muss Ihr Tier nachgeimpft und nochmals überprüft werden, das braucht Zeit! Vielleicht ist es bei Reisen in solche Länder angesagt, bei der jährlichen Tollwutimpfung zu bleiben, um den Titerhöhe zu halten.</p>
<p><b>Informieren Sie sich bei uns über die unterschiedlichen Bestimmungen ausführlich und rechtzeitig, wenn Sie in solche Länder reisen mögen.</b></p>
</div>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Impfungen des Hundes</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/impfungen-des-hundes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2015 16:05:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Schutz-Impfung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Impfung für Hund und Katze &#8211; einige Informationen zur aktuellen Impfkritik (Stand Dezember 2014) (Autorin Dr. M. Rogalla) Warum überhaupt Impfen ? Eine Impfung ist eine einfache und sichere Methode  vor Infektionskrankheiten  zu schützen, die meisten Erkrankungen, vor denen geschützt wird, verlaufen ohne Impfung tödlich. Durch die Impfung wird das körpereigene Immunsystem so präpariert, dass bei einem Angriff durch den Erreger, eine Erkrankung sich im Körper sich erst gar nicht ausbreiten kann oder nur in abgeschwächter Form auftritt. So ist es in der Medizingeschichte im 20.Jahrhundert  gelungen, lebensbedrohende Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier weltweit zu kontrollieren (z.B., Pocken, Kinderlähmung, Tollwut). Diese Kontrolle ist nur möglich, wenn 70 % der Gesamtpopulation korrekt durchgeimpft ist, das heißt im Klartext, dass alle Ungeimpften ihren Schutz nur haben, weil die breite Masse geimpft ist. Die Zirkulation des Erregers wird  durch die hohe Impfrate in der Population eingeschränkt, sinkt die Impfrate, so kann der Erreger sich auch wieder seuchenartig ausbreiten und es kann wieder zu Todesfällen führen. In der Tiermedizin bedeutet das: Es müssen mindestens 70 % der Gesamtpopulation der Hunde und Katzen geimpft sein, um einen sicheren Impfschutz im Land aufrechthalten zu können. So zählt auch nicht das Argument: „Mein Tier ist nicht geimpft und ist trotzdem nicht krank“. Diese Tierbesitzer ruhen sich auf der Verantwortung und den „Kosten“ der Tierhalter/innen aus, die ihre Tiere vorschriftsmäßig schützen. Schauen wir zum Beispiel in unsere europäischen Anrainerstaaten, wo Impfungen nicht die Regel sind.  Hier ist sogar die Tollwut noch ein Problem, ganz zu schweigen von Staupe, Parvovirose, Leptospirose, Katzenleukämie, Katzenschnupfen und Katzenseuche. Impfmüdigkeit: Ist Impfen wirklich nötig ? Wird weniger geimpft, so sprechen wir von Impfmüdigkeit. Sie tritt leicht auf, wenn die Gefahr der Erreger in Vergessenheit geraten ist. Da durch die jahrzehntelange gute Vorsorge keine Epidemien mit Todesfällen aufgetreten sind, hat die Bevölkerung den Schrecken, der in den Erregern steckt vergessen. Der Erreger allerdings nicht, wird ihm wieder Raum geboten,  so breitet er sich in voller Wirkung aus – so wie  2006 in NRW eine Maserepedemie ausbrach mit über 2000 Erkrankten. Eine Krankheit, die wir längst unter Kontrolle hatten. Der Ausbruch war ein Resultat von Impfmüdigkeit. Wie verheerend ein Erreger ist, wenn die Bevölkerung ungeschützt ist, zeigt die aktuelle Ebola-epidemie. Hoffen wir, dass es gelingt, bald eine Impfung gegen diesen Erreger zu finden! Tausende von Menschen können dann gerettet werden! Auch heute in der modernen Welt gilt immer noch die Einschätzung des Robert Koch Instituts, dass  Impfungen zu den „wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen (siehe Wikipedia) gehören, die in der Medizin zur Verfügung stehen“. Sicherlich kann es bei den modernen Impfstoffen in Einzelfällen zu unerwünschten Reaktionen kommen. Diese werden eingeschränkt durch eine gründliche Gesundheitsuntersuchung, die vor der Impfung zu erfolgen hat. So lehnen wir auch persönlich Impfungen ab, die ohne einen professionellen, ausführlichen Gesundheitscheck durchgeführt werden, so wie es häufig auf Hundeplätzen oder ähnlichen Massenveranstaltungen geschieht. Das Tier muss absolut gesund sein, nur dann ist der Schutz und die Sicherheit der Impfung gewährt. Wir wägen mit Ihnen gemeinsam bei der Voruntersuchung zur Impfung Nutzen und Risiko sorgsam ab. Auch kennen wir unsere kleinen Patienten in der Regel gut .Manche unserer kleinen Patienten sind empfindlich- und wenn wir das wissen, so können wir die kleinen unangenehmen  Nebenwirkungen , wie z.B. Schwellung  an der Impfstelle oder Unwohlsein am ersten Tag, ganz leicht mit der Impfung sofort vermeiden –z.B  mit der Gabe eines Mittels gegen Schmerz oder Übelkeit. Ganz  allgemein ist der Nutzen von Impfungen deutlich größer als die möglicherweise auftretenden  Nebenwirkungen. Sollte es in Einzelfällen tatsächlich zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, werden diese vorschriftsmäßig dokumentiert und dem Paul Ehrlich-Institut gemeldet. Bei Bestätigung wird dieser Impfstoff zügig aus dem Verkehr gezogen. Unser Bestreben ist es, auch in der Tiermedizin keine Impflücken zuzulassen. Die Gesundheit unserer Vierbeiner ist abhängig von der konsequenten Einhaltung geprüfter und bewährter Impfprogramme. Die Impfempfehlungen entsprechen immer den neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen, so wurde erst ein neuer, wirksamerer Leptospiroseimpfstoff entwickelt und nach Eindämmung der Tollwut in Europa (dank der konsequenten Durchimpfung aller Tiere – auch Füchse) der Abstand zur Wiederholungsimpfung  auf alle drei Jahre verlängert. Wir handeln stets zum Wohl der Tiere – und zwar aller Tiere – Impfung so wenig wie möglich, doch so oft wie nötig! Die Schutzimpfungen des Hundes Bei Schutzimpfungen bekommt der Hund durch eine Injektion abgetötete oder abgeschwächte Keime verabreicht, auf die das Abwehrsystem des Körpers reagiert. Diese Reaktionen gegen die verschiedenen Keime sind aber nicht gleich und so erklären sich die unterschiedlichen Impfschemata. Generell kann gesagt werden, dass Schutzimpfungen gegen viele Krankheiten &#8211; an einem Tag gegeben &#8211; den Körper überfordern können. Das bedeutet zum einen, dass der Schutz gegen die einzelnen Krankheiten nicht so intensiv ausgebildet wird. Schlimmer ist jedoch, dass es häufig zu unerwünschten Nebenreaktionen kommen kann. Das von uns empfohlene Impfschemata hat sich seit Jahren bewährt und ist in verschiedenen Untersuchungen bestätigt worden. Es gibt Ihrem Tier einen guten und verlässlichen Schutz, ohne den Körper übermäßig zu belasten. Hier einige Informationen zu den ansteckenden Hundekrankheiten, gegen die eine Schutzimpfung zur Zeit möglich ist. Die Hundestaupe Nachdem diese Krankheit über lange Zeit nicht mehr aufgetreten ist, hat es in letzter Zeit durch den Hundehandel, vor allen Dingen aus Osteuropa, in einigen Städten wieder epidemieartig Erkrankungen gegeben. Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die Hunde aller Altersklassen befallen kann. Je nachdem, welches Organ am stärksten befallen ist, spricht man von einer Gehirnstaupe, Lungenstaupe oder Darmstaupe; aber es können auch alle Organe gleichzeitig befallen sein. Erkrankte Tiere sind kaum zu heilen. Die Krankheit ist für den Menschen glücklicherweise nicht ansteckend. Die ansteckende Leberentzündung (HCC) Auch hier handelt es sich um eine Viruserkrankung, die Hunde aller Altersklassen befallen kann. Besonders betroffen sind jedoch junge Hunde. Die Behandlung erkrankter Tiere ist äußerst aufwendig und leider nicht immer erfolgreich. Auch diese Krankheit ist für den Menschen nicht ansteckend. Die Leptospirose Diese Erkrankung ist auch unter dem Namen Stuttgarter Hundeseuche oder Weilsche Krankheit bekannt. Es handelt sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die auch für den Menschen gefährlich ist. Je nach Erregeruntergruppe wird mehr die Leber, die Niere oder der Darm befallen. Siehe auch in Wissenswertes:</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<h2 style="padding-left: 60px; text-align: left;" align="center">Impfung für Hund und Katze &#8211; einige Informationen zur aktuellen Impfkritik (Stand Dezember 2014)</h2>
<p style="padding-left: 60px;" align="center"><i>(Autorin Dr. M. Rogalla)</i></p>
<p style="padding-left: 60px;"><b><span style="text-decoration: underline;">Warum überhaupt Impfen ?</span></b></p>
<p style="padding-left: 60px;">Eine Impfung ist eine einfache und sichere Methode  vor Infektionskrankheiten  zu schützen, die meisten Erkrankungen, vor denen geschützt wird, verlaufen ohne Impfung tödlich.</p>
<p style="padding-left: 60px;">Durch die Impfung wird das körpereigene Immunsystem so präpariert, dass bei einem Angriff durch den Erreger, eine Erkrankung sich im Körper sich erst gar nicht ausbreiten kann oder nur in abgeschwächter Form auftritt.</p>
<p style="padding-left: 60px;">So ist es in der Medizingeschichte im 20.Jahrhundert  gelungen, lebensbedrohende Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier weltweit zu kontrollieren (z.B., Pocken, Kinderlähmung, Tollwut). Diese Kontrolle ist nur möglich, wenn 70 % der Gesamtpopulation korrekt durchgeimpft ist, das heißt im Klartext, dass alle Ungeimpften ihren Schutz nur haben, weil die breite Masse geimpft ist.</p>
<p style="padding-left: 60px;">Die Zirkulation des Erregers wird  durch die hohe Impfrate in der Population eingeschränkt, sinkt die Impfrate, so kann der Erreger sich auch wieder seuchenartig ausbreiten und es kann wieder zu Todesfällen führen.</p>
<p style="padding-left: 60px;"><b><span style="text-decoration: underline;">In der Tiermedizin bedeutet das: </span></b></p>
<p style="padding-left: 60px;"><span class="rot"><b>Es müssen mindestens 70 % der Gesamtpopulation der Hunde und Katzen geimpft sein, um einen sicheren Impfschutz im Land aufrechthalten zu können.</b></span></p>
<p style="padding-left: 60px;">So zählt auch nicht das Argument: „Mein Tier ist nicht geimpft und ist trotzdem nicht krank“. Diese Tierbesitzer ruhen sich auf der Verantwortung und den „Kosten“ der Tierhalter/innen aus, die ihre Tiere vorschriftsmäßig schützen.</p>
<p style="padding-left: 60px;">Schauen wir zum Beispiel in unsere europäischen Anrainerstaaten, wo Impfungen nicht die Regel sind.  Hier ist sogar die Tollwut noch ein Problem, ganz zu schweigen von Staupe, Parvovirose, Leptospirose, Katzenleukämie, Katzenschnupfen und Katzenseuche.</p>
<p style="padding-left: 60px;"><b><span style="text-decoration: underline;">Impfmüdigkeit: Ist Impfen wirklich nötig ?</span></b></p>
<p style="padding-left: 60px;">Wird weniger geimpft, so sprechen wir von <b>Impfmüdigkeit</b>. Sie tritt leicht auf, wenn die Gefahr der Erreger in Vergessenheit geraten ist. Da durch die jahrzehntelange gute Vorsorge keine Epidemien mit Todesfällen aufgetreten sind, hat die Bevölkerung den Schrecken, der in den Erregern steckt vergessen.</p>
<p style="padding-left: 60px;">Der Erreger allerdings nicht, wird ihm wieder Raum geboten,  so breitet er sich in voller Wirkung aus – so wie  2006 in NRW eine Maserepedemie ausbrach mit über 2000 Erkrankten. Eine Krankheit, die wir längst unter Kontrolle hatten. Der Ausbruch war ein Resultat von Impfmüdigkeit.</p>
<p style="padding-left: 60px;">Wie verheerend ein Erreger ist, wenn die Bevölkerung ungeschützt ist, zeigt die aktuelle Ebola-epidemie. Hoffen wir, dass es gelingt, bald eine Impfung gegen diesen Erreger zu finden! Tausende von Menschen können dann gerettet werden!</p>
<p style="padding-left: 60px;">Auch heute in der modernen Welt gilt immer noch die Einschätzung des Robert Koch Instituts, dass  Impfungen zu den<span class="rot"> <i>„wichtigsten und wirksamsten </i><a title="Krankheitsprävention" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krankheitspr%C3%A4vention"><b><i>präventiven Maßnahmen</i></b></a><i> </i>(siehe Wikipedia) <i>gehören, die in der Medizin zur Verfügung stehen“</i></span>.</p>
<p style="padding-left: 60px;">Sicherlich kann es bei den modernen Impfstoffen in Einzelfällen zu unerwünschten Reaktionen kommen. Diese werden eingeschränkt durch eine gründliche Gesundheitsuntersuchung, die <b>vor</b> der Impfung zu erfolgen hat.<br />
So lehnen wir auch persönlich Impfungen ab, die ohne einen professionellen, ausführlichen Gesundheitscheck durchgeführt werden, so wie es häufig auf Hundeplätzen oder ähnlichen Massenveranstaltungen geschieht.</p>
<p style="padding-left: 60px;">Das Tier muss absolut gesund sein, nur dann ist der Schutz und die Sicherheit der Impfung gewährt. Wir wägen mit Ihnen gemeinsam bei der Voruntersuchung zur Impfung Nutzen und Risiko sorgsam ab.</p>
<p style="padding-left: 60px;">Auch kennen wir unsere kleinen Patienten in der Regel gut .Manche unserer kleinen Patienten sind empfindlich- und wenn wir das wissen, so können wir die kleinen unangenehmen  Nebenwirkungen , wie z.B. Schwellung  an der Impfstelle oder Unwohlsein am ersten Tag, ganz leicht mit der Impfung sofort vermeiden –z.B  mit der Gabe eines Mittels gegen Schmerz oder Übelkeit.</p>
<p style="padding-left: 60px;"><span class="rot">Ganz  allgemein ist der Nutzen von Impfungen deutlich größer als die möglicherweise auftretenden  Nebenwirkungen.</span></p>
<p style="padding-left: 60px;">Sollte es in Einzelfällen tatsächlich zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, werden diese vorschriftsmäßig dokumentiert und dem Paul Ehrlich-Institut gemeldet. Bei Bestätigung wird dieser Impfstoff zügig aus dem Verkehr gezogen.</p>
<p style="padding-left: 60px;"><b>Unser Bestreben ist es, auch in der Tiermedizin keine Impflücken zuzulassen. Die Gesundheit unserer Vierbeiner ist abhängig von der konsequenten Einhaltung geprüfter und bewährter Impfprogramme.</b></p>
<p style="padding-left: 60px;">Die Impfempfehlungen entsprechen immer den neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen, so wurde erst ein neuer, wirksamerer Leptospiroseimpfstoff entwickelt und nach Eindämmung der Tollwut in Europa (dank der konsequenten Durchimpfung aller Tiere – auch Füchse) der Abstand zur Wiederholungsimpfung  auf alle drei Jahre verlängert.</p>
<p style="padding-left: 60px;" align="center"><b><span style="text-decoration: underline;"><span class="rot">Wir handeln stets zum Wohl der Tiere – und zwar aller Tiere – Impfung so wenig wie möglich, doch so oft wie nötig!</span></span></b></p>
</div>
<hr />
<h1>Die Schutzimpfungen des Hundes</h1>
<p>Bei Schutzimpfungen bekommt der Hund durch eine Injektion abgetötete oder abgeschwächte Keime verabreicht, auf die das Abwehrsystem des Körpers reagiert. Diese Reaktionen gegen die verschiedenen Keime sind aber nicht gleich und so erklären sich die unterschiedlichen Impfschemata.</p>
<p>Generell kann gesagt werden, dass Schutzimpfungen gegen viele Krankheiten &#8211; an einem Tag gegeben &#8211; den Körper überfordern können. Das bedeutet zum einen, dass der Schutz gegen die einzelnen Krankheiten nicht so intensiv ausgebildet wird. Schlimmer ist jedoch, dass es häufig zu unerwünschten Nebenreaktionen kommen kann. Das von uns empfohlene Impfschemata hat sich seit Jahren bewährt und ist in verschiedenen Untersuchungen bestätigt worden. Es gibt Ihrem Tier einen guten und verlässlichen Schutz, ohne den Körper übermäßig zu belasten.</p>
<p>Hier einige Informationen zu den ansteckenden Hundekrankheiten, gegen die eine Schutzimpfung zur Zeit möglich ist.</p>
<h2>Die Hundestaupe</h2>
<p>Nachdem diese Krankheit über lange Zeit nicht mehr aufgetreten ist, hat es in letzter Zeit durch den Hundehandel, vor allen Dingen aus Osteuropa, in einigen Städten wieder epidemieartig Erkrankungen gegeben. Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die Hunde aller Altersklassen befallen kann. Je nachdem, welches Organ am stärksten befallen ist, spricht man von einer Gehirnstaupe, Lungenstaupe oder Darmstaupe; aber es können auch alle Organe gleichzeitig befallen sein. Erkrankte Tiere sind kaum zu heilen. Die Krankheit ist für den Menschen glücklicherweise nicht ansteckend.</p>
<h2>Die ansteckende Leberentzündung (HCC)</h2>
<p>Auch hier handelt es sich um eine Viruserkrankung, die Hunde aller Altersklassen befallen kann. Besonders betroffen sind jedoch junge Hunde. Die Behandlung erkrankter Tiere ist äußerst aufwendig und leider nicht immer erfolgreich. Auch diese Krankheit ist für den Menschen nicht ansteckend.</p>
<h2>Die Leptospirose</h2>
<p>Diese Erkrankung ist auch unter dem Namen Stuttgarter Hundeseuche oder Weilsche Krankheit bekannt. Es handelt sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die auch für den Menschen gefährlich ist. Je nach Erregeruntergruppe wird mehr die Leber, die Niere oder der Darm befallen.<br />
Siehe auch in Wissenswertes: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/neu-verbesserter-impfstoff-gegen-leptospirose/">Neu: Verbesserter Impfstoff gegen Leptospirose</a></p>
<h2><a id="tollwut" name="tollwut"></a>Die Tollwut</h2>
<p>Es handelt sich um eine unheilbare Krankheit, an der fast alle Säugetiere und Menschen erkranken können. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen von Speichel in eine Wunde. Hunde, die nicht schutzgeimpft sind und unter Ansteckungsverdacht stehen, müssen sofort getötet werden. Hunde, die jedoch ordnungsgemäß geimpft sind und unter Ansteckungsverdacht stehen, müssen lediglich für eine gewisse Zeit unter Quarantäne.</p>
<h2>Die Parvovirose</h2>
<p>Diese Viruserkrankung ist auch unter dem Namen Katzenseuche bekannt; obwohl ein erkrankter Hund keine Katze oder eine erkrankte Katze keinen Hund anstecken kann. Das Virus ist wirtspezifisch. Befallene Tiere haben eine sehr schwere blutige Darmentzündung. Besonders gefährdet sind junge Hunde.</p>
<h2>Der Zwingerhusten</h2>
<p>Hier handelt es sich um eine Virusinfektion, die den Rachenraum und die oberen Luftwege erkranken lässt und zu krampfartigen Hustenanfällen führt. Die Krankheit tritt gehäuft in größeren Zwingern und Tierheimen auf. Dies gab ihr auch den Namen.</p>
<p>Wenn Sie Ihren Hund jedoch bei uns schutzimpfen lassen, wird er immer gleichzeitig einer Allgemeinuntersuchung unterzogen, um eventuelle Erkrankungen frühzeitig erkennen zu können oder auszuschließen. Die Impfungen werden von uns in einen Impfpass eingetragen. Auf der letzten Seite des Impfpasses können Sie die Termine für die Wiederholungsimpfungen nachsehen.<br />
Möchten Sie, dass wir Sie an die jährlichen Wiederholungsimpfungen erinnern, so teilen Sie uns dies bitte mit.</p>
<p>Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.</p>
<h1>Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission Vet. für Hunde</h1>
<p>Da sich die Impfregelungen geändert haben und nicht mehr der starre Plan einer jährlichen Wiederholungimpfung gefordert ist, ist die Notwendigkeit der Impfung als Schutz vor Infektionskrankheiten umso wichtiger geworden.<br />
Denn die Impfung ist eine sehr schonende Methode, die Gesundheit unserer Lieblinge zu erhalten.</p>
<p>Dazu müssen aber einige wichtige Grundsätze beachtet werden.</p>
<ol>
<li>eine vollständige Grundimmunisierung ist Vorraussetzung für einen optimalen Schutz</li>
<li>nur über eine jährliche Gesundheitsberatung mit einem individuellem Impfgespräch bleibt Ihr Liebling dauerhaft geschützt</li>
<li>wir dürfen keiner Impfmüdigkeit Raum geben, denn nur wenn mehr als<br />
70 % aller Tiere einer Tierpopulation durchgeimpft sind, lassen sich Epidemien verhindern</li>
<li>es gibt Erreger, gegen die Ihr Tier immer – zu jeder Zeit &#8211; geschützt sein muss und es gibt Erreger, gegen die unsere Lieblinge nur unter besonderen Umständen geschützt sein müssen</li>
</ol>
<p>Aufgrund dieser Individualität der neuen Impfmaßnahmen ist ein<b> tierärztliches beratendes Gespräch</b> unumgänglich, denn jetzt können wir ein ganz Ihrem Tier und Ihren Gewohnheiten angepasstes Impfschema erarbeiten. Dabei sind Faktoren wie Häufigkeit des Kontaktes mit anderen Tieren, Reisegewohnheiten, wie verseucht ist die Gegend, in der Sie wohnen (z.B. Borreliose) u.a. entscheidend.</p>
<p>Die folgenden Leitlinien sind nicht als starr zu begreifen.<br />
Sie bieten uns eine Entscheidungshilfe.<br />
Sie wird von Fachleuten stets überprüft und neu erarbeitet. Mitglieder dieses Fachgremiums sind Wissenschaftler, Vertreter des Paul Ehrlich Instituts, Fachausschüsse von Experten für Kleintiere, der Bundestierärztekammer, des Bundesverbandes praktischer Tierärzte, der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft.</p>
<p><b><i><span style="text-decoration: underline;">Wir richten uns nach dem Grundsatz:<br />
jeder Hund sollte nur so häufig wie nötig geimpft werden<br />
</span></i></b><br />
Gegen diese Infektionen sollten Hunde <b>immer</b> geschützt sein:</p>
<ul>
<li>Staupe</li>
<li>Ansteckende Leberentzündung (HCC)</li>
<li>Parvovirose</li>
<li>Leptospirose</li>
<li>Tollwut</li>
</ul>
<h2>Grundimmunisierung</h2>
<p>Als Grundimmunisierungen von <b><i>Welpen</i></b> gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren1<br />
Im Alter von</p>
<ul>
<li>8 Lebenswochen: Staupe, HCC, Parvovirose <b>*)</b>, Leptospirose</li>
<li>12 Lebenswochen: Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose, Tollwut</li>
<li>16 Lebenswochen: Staupe, HCC, Parvovirose, Tollwut<b> **)</b></li>
<li>15 Lebensmonaten: Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose, Tollwut</li>
</ul>
<p><i><b>*)</b> In gefährdeten Beständen ist eine zusätzliche Impfung im Alter von 6 Wochen empfehlenswert. Die weitere Impfempfehlung wird dadurch nicht verändert.<br />
<b>**)</b> Die im Alter von 16 Lebenswochen empfohlene 2. Impfung geht über die gesetzliche Anforderung hinaus, ist aber aus immunologischen Aspekten sinnvoll.<br />
<sup>1 </sup>Definition im Sinne der Deutschen Impfempfehlungen für die Kleintierpraxis; weicht z. T. von der Produktliteratur ab. </i></p>
<p><b><i>In einem höheren Alter vorgestellte Tiere</i></b> erhalten ihre Impfungen in denselben Abständen.<br />
Ab einem Alter von 12 Lebenswochen ist eine zweimalige Impfung im Abstand von 3 – 4 Wochen, gefolgt von einer weiteren Impfung nach <b>einem Jahr</b>, für eine erfolgreiche Grundimmunisierung ausreichend.</p>
<hr />
<h2>Wiederholungsimpfungen</h2>
<p>Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen.</p>
<ul>
<li><b>Tollwut:</b><br />
In Deutschland gelten seit Änderung der Tollwutverordnung v. 20.12.2005 die in den Packungsbeilagen der Impfstoffe genannten Wiederholungsimpftermine.</li>
<li><b>Staupe, HCC, Parvovirose:</b><br />
Wiederholungsimpfungen ab dem 2. Lebensjahr in dreijährigem Rhythmus sind nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausreichend.</li>
<li><b>Leptospirose:</b><br />
Jährliche Wiederholungsimpfungen (in Endemiegebieten häufiger) sind zu empfehlen.</li>
</ul>
<hr />
<p>Impfungen gegen diese Infektionen empfehlen wir individuell – <b>je nach Lebensumständen des Tieres und/oder aktueller Seuchenlage</b>:</p>
<ul>
<li>Babesiose</li>
<li>Borreliose</li>
<li>Pilzinfektionen</li>
<li>Zwingerhusten</li>
</ul>
<h2>Information zur Tollwut:</h2>
<p>Tollwut ist eine durch Viren ausgelöste, <b>ausnahmslos tödlich</b> verlaufende Infektionskrankheit von Säugetieren <b>und</b> Menschen.<br />
Tollwut ist eine Zoonose, d.h., sie kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Der Virus wird übertragen durch einen Biss oder Kontakt mit dem Speichel des infizierten Tieres, indem der Virus in die Blutbahn gelangt oder in die mukösen Membranen von Auge, Nase oder Mundschleimhaut.<br />
Die Inkubationszeit kann variieren von zwei Wochen zu mehreren Monaten oder gar Jahren. Je weiter die Verletzung vom Gehirn entfernt ist, umso länger ist die Inkubationszeit.<br />
Nur weil wir in Europa keine Tollwutkranken sehen, ist die Krankheit trotzdem ein sehr ernstes weltweites Problem. Jährlich sterben immer noch rund 40.000 bis 100.000 Menschen weltweit an Tollwut, davon in Indien allein 30.000.<br />
<b>10 Millionen</b> Menschen werden jährlich wegen Tollwutverdacht behandelt, in Deutschland werden jährlich ein bis zwei Tollwutfälle beim Menschen gemeldet (Info-stand 2005).<br />
Besteht Tollwutverdacht beim Menschen werden sofort entsprechende Maßnahmen eingeleitet, sodass in der Regel der Ausbruch der Krankheit verhindert wird. Ist die Tollwut aber klinisch erst einmal ausgebrochen, das heißt, ist der Virus in die Nervenbahn eingedrungen, verläuft sie auf jeden Fall tödlich.<br />
Die Bekämpfung der Wildtollwut hat in Deutschland sehr großen Erfolg gezeigt.<br />
Regelmäßige jährliche Impfaktionen der Füchse durch Auswurf von Ködern hat Deutschland weitgehend tollwutfrei gemacht.<br />
Der Fuchs war die am meisten gefährdete Wildtierart, gefolgt von Fledermaus, Dachs, Marder, Rehwild.</p>
<p><b>Durch die jährlich regelmäßigen Impfungen haben wir uns und unsere Hunde erfolgreich vor der Tollwutgefahr geschützt.<br />
</b><br />
Der letzte gemeldete Tollwutfall eines Hundes im Jahre 2004 war ein illegal aus Marokko eingeführter Junghund. Diese Gefahr besteht natürlich immer, gelangen Tiere aus anderen Ländern nicht legal zu uns, so kann das auf Dauer den guten Erfolg der strikten Prophylaxe in unserem Land gefährden.</p>
<p><b>Am 20.12.2005 wurde die nationale Tollwutverordnung an das Europäische Recht angepasst. Nach den neuen Regelungen liegt ein wirksamer Schutz bei Hund und Katze vor, wenn die Impfung gegen Tollwut beim Welpen im Alter von mindest 3 Monaten durchgeführt wurde und mindestens<br />
21 Tage zurückliegt.<br />
Die Impfung darf außerdem längstens um den Zeitraum zurückliegen, den der Impfstoffhersteller für die Wiederholungsimpfung angibt.<br />
Es gibt jetzt auch in Deutschland Impfstoff der längere Impfintervalle vorgibt.<br />
Durch die geänderten Regelungen können sie künftig Ihren Hund alle 3 Jahre und Ihre Katze alle 4 Jahre gegen Tollwut impfen lassen.<br />
Die Eintragungen werden dokumentiert in dem EU &#8211; Heimtierpass durch die Haustierärztin, eine amtstierärztliche Bestätigung ist nicht mehr notwendig.<br />
Bei Erstellung eines EU – Heimtierausweises ist die Identität des Tieres durch Kennzeichnen mit einem Mikrochip Vorschrift, die Kennzeichnung hat vor der Impfung zu erfolgen.<br />
</b><br />
Diese neue Tollwutregelung regelt das Mitführen von Heimtieren (Hund, Katze, Frettchen) <b>innerhalb der Europäischen Union</b>. Gemeinsam ist all diesen Ländern, dass alle Heimtiere zusätzlich mit einem Mikrochip der Norm ISO 11784 / 11785 eindeutig identifizierbar sein müssen. Eine lesbare Tätowierung ist nur noch bis 2011 anerkannt.<br />
Einige Länder verlangen aber neben dem Nachweis einer gültigen Tollwutimpfung auch noch die Kontrolle des Tollwut- Antikörpertiters<br />
(Großbritannien, Nordirland, Irland, Malta, Schweden) und es gibt <b>Nicht &#8211; EU &#8211; Länder</b>, die weiterhin die jährliche Tollwutimpfung verlangen und darüber hinaus auch eine Titer-Kontrolle (Norwegen).<br />
Die Titerkontrolle darf nur in international anerkannten Laboren durchgeführt werden.<br />
So schreibt z. B. Schweden vor, dass die Blutentnahme frühestens 120 Tage und spätestens 365 Tage nach der letzten Tollwutimpfung abgenommen werden darf, andere Länder wie z. B. Irland, Großbritannien hingegen schreiben keinen genauen Zeitpunkt der Blutentnahme vor.<br />
Sollte Ihr Tier z.B. nicht den erforderlichen Titernachweis von 0,5 lU/ml erbringen, muss Ihr Tier nachgeimpft und nochmals überprüft werden, das braucht Zeit! Vielleicht ist es bei Reisen in solche Länder angesagt, bei der jährlichen Tollwutimpfung zu bleiben, um den Titerhöhe zu halten.</p>
<p><b>Informieren Sie sich bei uns über die unterschiedlichen Bestimmungen ausführlich und rechtzeitig, wenn Sie in solche Länder reisen mögen.</b></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/impfungen-des-hundes/">Impfungen des Hundes</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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