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	<title>Kaninchen Archive - Dr. Rogalla + Dr. Rummel</title>
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	<description>Das Wohlergehen Ihrer kleinen und großen Tiere liegt uns am Herzen</description>
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		<title>Gebärmuttererkrankungen beim Kaninchen</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/gebaermuttererkrankungen-beim-kaninchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 15:25:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gebärmuttererkrankungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Heimkaninchen erfreuen sich als Haustiere immer größerer Beliebtheit. Aufgrund ihrer Anhänglichkeit, Gelehrigkeit und anerziehbaren Sauberkeit (Kaninchen sind durchaus in der Lage ihre Geschäfte auf &#8222;Katzentoiletten&#8220; zu erledigen) haben nicht nur Kinder an ihnen Freude, sondern sie werden auch gerne von Erwachsenen gehalten. Bei weiblichen, unkastrierten Kaninchen treten oft Erkrankungen des Geschlechtsapparates auf. Bei jungen Tieren finden wir eher Eierstockzysten mit Hyperplasien der Gebärmutter, während eine Vergrößerung der Organs wie Tumorbildung, Hydro-, Muko-, oder Hämometra erst im mittleren Alter auftritt. In der Regel führt die Erkrankung der Gebärmutter nicht sofort zu Symptomen. (Eine Ausnahme bildet hier die eitrige Gebärmutterentzündung (Pyometra), die nicht sofort behandelt, zum schnellen Tod führt. Allerdings sind Pyometren selten, sie treten nach Geburt oder durch Keimstreuung, z.B. durch eitrigen Schnupfen, auf.) Ursache Veränderungen an der Gebärmutter entstehen durch unregelmäßige Hormoneinflüsse von Östrogen und Progesteron. So sollten Kaninchen, die ein ausgeprägtes Sexualverhalten und starken Nestbautrieb zeigen, regelmäßig auf Uterusveränderungen untersucht werden. Symptome Die erst allmählich auftretenden Beschwerden wie Verdauungsstörungen, kolikartige Bauchschmerzen, Durchfall, Abmagerung und auch Bauchumfangsvermehrung werden häufig nicht mit dieser Grunderkrankung in Verbindung gebracht. Häufigster Grund, warum die Tiere in der Praxis vorgestellt werden, ist „blutiger Urin“ oder Durchfall. Diagnose Die Diagnose der Gebärmutterentzündung erfolgt aufgrund einer gründlichen klinischen Untersuchung, unterstützt von einer Röntgenaufnahme und / oder Ultraschalluntersuchung. Die Blutuntersuchung gibt Aufschluss über den Allgemeinzustand des Tieres. Therapie Einzig sinnvolle Maßnahme ist eine Operation, bei der die Gebärmutter in toto entfernt wird (Ovariohysterektomie). Allerdings sollten bei Kaninchen mit Tumorverdacht vorher die Lungen geröntgt werden, um Metastasen in diesem Organ auszuschließen. Empfehlenswert während der Operation ist auf jeden Fall eine Infusionstherapie, da durch den Eingriff ein großer Volumenverlust erfolgt. Je nach Zustand des Tieres ist diese Substitutionstherapie auch noch einige Tage nach dem Eingriff fortzusetzen. Ein Venenverweilkatheter für die Infusion ist gut einzuführen in die Vene des Vorderlaufes oder in die Ohrvene. Unser Rat Da bei den Kaninchen die Hormonstörungen und insbesondere bei den älteren Kaninchen auch noch sehr häufig Uterusadenokarzinome (bösartiger Gebärmutterkrebs) auftreten, empfehlen wir inzwischen die rechtzeitige Kastration auch der weiblichen Kaninchen. Siehe auch Fall des Monats April 2005 &#8211; Gebärmutteroperation</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/gebaermuttererkrankungen-beim-kaninchen/">Gebärmuttererkrankungen beim Kaninchen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Heimkaninchen erfreuen sich als Haustiere immer größerer Beliebtheit. Aufgrund ihrer Anhänglichkeit, Gelehrigkeit und anerziehbaren Sauberkeit (Kaninchen sind durchaus in der Lage ihre Geschäfte auf &#8222;Katzentoiletten&#8220; zu erledigen) haben nicht nur Kinder an ihnen Freude, sondern sie werden auch gerne von Erwachsenen gehalten.<br />
Bei weiblichen, unkastrierten Kaninchen treten oft Erkrankungen des Geschlechtsapparates auf. Bei jungen Tieren finden wir eher Eierstockzysten mit Hyperplasien der Gebärmutter, während eine Vergrößerung der Organs wie Tumorbildung, Hydro-, Muko-, oder Hämometra erst im mittleren Alter auftritt.<br />
In der Regel führt die Erkrankung der Gebärmutter nicht sofort zu Symptomen.<br />
(Eine Ausnahme bildet hier die eitrige Gebärmutterentzündung (Pyometra), die nicht sofort behandelt, zum schnellen Tod führt. Allerdings sind Pyometren selten, sie treten nach Geburt oder durch Keimstreuung, z.B. durch eitrigen Schnupfen, auf.)</p>
<h2>Ursache</h2>
<p>Veränderungen an der Gebärmutter entstehen durch unregelmäßige Hormoneinflüsse von Östrogen und Progesteron. So sollten Kaninchen, die ein ausgeprägtes Sexualverhalten und starken Nestbautrieb zeigen, regelmäßig auf Uterusveränderungen untersucht werden.</p>
<h2>Symptome</h2>
<p>Die erst allmählich auftretenden Beschwerden wie Verdauungsstörungen, kolikartige Bauchschmerzen, Durchfall, Abmagerung und auch Bauchumfangsvermehrung werden häufig nicht mit dieser Grunderkrankung in Verbindung gebracht. Häufigster Grund, warum die Tiere in der Praxis vorgestellt werden, ist „blutiger Urin“ oder Durchfall.</p>
<h2>Diagnose</h2>
<p>Die Diagnose der Gebärmutterentzündung erfolgt aufgrund einer gründlichen klinischen Untersuchung, unterstützt von einer Röntgenaufnahme und / oder Ultraschalluntersuchung. Die Blutuntersuchung gibt Aufschluss über den Allgemeinzustand des Tieres.</p>
<h2>Therapie</h2>
<p>Einzig sinnvolle Maßnahme ist eine Operation, bei der die Gebärmutter in toto entfernt wird (<b>Ovariohysterektomie</b>). Allerdings sollten bei Kaninchen mit Tumorverdacht vorher die Lungen geröntgt werden, um Metastasen in diesem Organ auszuschließen. <a id="infusionstherapie" name="infusionstherapie"></a>Empfehlenswert während der Operation ist auf jeden Fall eine Infusionstherapie, da durch den Eingriff ein großer Volumenverlust erfolgt.<br />
Je nach Zustand des Tieres ist diese Substitutionstherapie auch noch einige Tage nach dem Eingriff fortzusetzen. Ein Venenverweilkatheter für die Infusion ist gut einzuführen in die Vene des Vorderlaufes oder in die Ohrvene.</p>
<h3>Unser Rat</h3>
<p>Da bei den Kaninchen die Hormonstörungen und insbesondere bei den älteren Kaninchen auch noch sehr häufig Uterusadenokarzinome (bösartiger Gebärmutterkrebs) auftreten, empfehlen wir inzwischen die rechtzeitige Kastration auch der weiblichen Kaninchen.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/gebaermutteroperation-beim-kaninchen-april-2005/"><b>Siehe auch Fall des Monats April 2005 &#8211; Gebärmutteroperation</b></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kaninchen mit Harngrieß (Urolithiasis)</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kaninchen-mit-harngriess-urolithiasis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2015 16:32:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Harngrieß]]></category>
		<category><![CDATA[Kaninchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kaninchen leiden öfter an Konkrementen in den Harnorganen in Form von Harngrieß oder Blasen- oder Nierensteinen. Leider erkranken unsere Kaninchen sehr leicht daran, weil sie einen speziellen Kalziumstoffwechsel besitzen: Aus dem Darm wird nicht nur das Kalzium resorbiert, das der Körper benötigt, sondern auch überschüssiges ( mit der Nahrung zu viel aufgenommenes ) Kalzium wird mitresorbiert Da Kalzium hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird, lagern sich die kalziumhaltigen Konkremente in den Harnorganen ab und führen zu Beschwerden Basische ph-Werte des Urins begünstigen das Ausfällen von Kalziumkristallen Besonders betroffen sind natürlich Kaninchen, die sehr viel kalziumreiche Nahrung zu sich nehmen und / oder nicht ausreichend viel trinken, bzw. Wasser aufnehmen, das einen hohen Kalziumgehalt hat. Wie zeigt sich die Urolithiasis? Unsere kleinen Kaninchen zeigen oft Symptome einer Blasenentzündung. Die Blasensteine oder auch nur der Harngrieß reizen durch Scheuern die empfindliche Blasenschleimhaut, so dass sich sekundär Bakterien festsetzen und sich tatsächlich eine Blasenentzündung entwickelt. Das Tier lässt vermehrt Urin, ist in der Anogenitalregion wund, nass und verschmiert. Häufig ist zusätzlich das Allgemeinbefinden gestört, da die Entzündung sehr schmerzhaft sein kann. Wir beobachten aber nicht selten in der Praxis, das die kleinen Kerlchen trotz der Beschwerden gut fressen und putzmunter sind, einzige Auffälligkeit nur der stets nasse „Po“ ist. Verstopfen der Grieß oder gar ein Stein die Harnröhre, so hat das kleine Kaninchen Harnabsatzbeschwerden. Die Blase ist prall gefüllt und hart. Dieser Zustand kann sehr schnell gefährlich werden, da über den Rückstau die Nieren dauerhaft geschädigt werden können, und eine irreversible Niereninsuffizienz sich entwickeln kann. Ist die Harnröhre nicht vollständig verlegt und tröpfeln die Tiere ständig, so ist die Blase klein mit verdickten Blasenwänden, der Urin kann Blutbeimengungen enthalten oder gelb- grau schlammig verändert sein vom Harngrieß. Harngrieß im Nierenbecken führt zu krampfartigen, hoch schmerzhaften Koliken. Diagnostik Bei Verdacht auf eine Konkrementerkrankung ist eine Röntgenaufnahme in 2 Ebenen anzufertigen, um die Steine oder den Grieß zu lokalisieren (Ultraschalluntersuchungen sind nicht immer vonnöten). &#160; &#160; Eine Blutuntersuchung (insbesondere Nierenwerte) – und Harnuntersuchung (bakterielle Besiedlung , Keimbestimmung und Antibiogramm) sind anzuschließen. Therapie Es ist eine Zystitistherapie in der Regel mit Antibiotikaversorgung nach Antibiogramm , Infusionen und Schmerzmitteln einzuleiten. Sind die Konkremente klein, gehen sie via naturalis ab, bei großen Steinen muss natürlich ein chirurgischer Eingriff erfolgen. Für die Infusionstherapie nehmen wir die kleinen Patienten stationär auf, da sie mehrmals täglich über einen Venenverweilkatheter mit Infusionslösung versorgt werden. Gleichzeitig regen wir die Diurese (Harnproduktion) an, damit sehr viel Urin ausgespült wird. Wichtig bei dieser Therapie ist, dass die Blase stets manuell entleert wird, damit der Grieß durch den Blasenhals und durch die Harnröhre ausgedrückt wird. Eine Infusionstherapie ohne manuelle Blasenentleerung ist nur selten erfolgreich, da der Schlamm sich als schwerere Substanz auf dem Blasenboden absetzt und das Kaninchen von allein nur den klaren Überstand ausscheidet. Natürlich wird auch das Futter umgestellt. Kalziumhaltige Futtermittel wie Kohlrabiblätter, Broccoli, Luzerne und „Grünrollis“ sind zu reduzieren. Hingegen soll reichlich Wasser – möglichst stilles Wasser aus Flaschen- und Frischfutter mit hohem Flüssigkeitsgehalt angeboten werden , um die Harnproduktion zu fördern. Täglich mehrmalige Gaben von Vitamin C sind sinnvoll, da sie den Harn ansäuern. Cave Bei der Ernährung darf der Kalziumbedarf keinesfalls unterschritten werden. Kalzium ist lebensnotwendig. Ein Mangel führt zur lebensbedrohlichen Osteodystrophie (Knochenerweichung), erste Anzeichen sind in einer Veränderung der Zahnqualität zu erkennen. Bei weiblichen Tieren dürfen Flüssigkeitsabgänge (Blut, Schleim) aus der Gebärmutter nicht mit Urinveränderungen verwechselt werden. In solchen Fällen muss der kleine Patient an der Gebärmutter operiert werden.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kaninchen-mit-harngriess-urolithiasis/">Kaninchen mit Harngrieß (Urolithiasis)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaninchen leiden öfter an Konkrementen in den Harnorganen in Form von Harngrieß oder Blasen- oder Nierensteinen.<br />
Leider erkranken unsere Kaninchen sehr leicht daran, weil sie einen speziellen Kalziumstoffwechsel besitzen:</p>
<ul>
<li>Aus dem Darm wird nicht nur das Kalzium resorbiert, das der Körper benötigt, sondern auch überschüssiges ( mit der Nahrung zu viel aufgenommenes ) Kalzium wird mitresorbiert</li>
<li>Da Kalzium hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird,<br />
lagern sich die kalziumhaltigen Konkremente in den Harnorganen ab und führen zu Beschwerden</li>
<li>Basische ph-Werte des Urins begünstigen das Ausfällen von Kalziumkristallen<br />
Besonders betroffen sind natürlich Kaninchen, die sehr viel kalziumreiche Nahrung zu sich nehmen und / oder nicht ausreichend viel trinken, bzw. Wasser aufnehmen, das einen hohen Kalziumgehalt hat.</li>
</ul>
<h2>Wie zeigt sich die Urolithiasis?<b><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></b></h2>
<p>Unsere kleinen Kaninchen zeigen oft Symptome einer Blasenentzündung. Die Blasensteine oder auch nur der Harngrieß reizen durch Scheuern die empfindliche Blasenschleimhaut, so dass sich sekundär Bakterien festsetzen und sich tatsächlich eine Blasenentzündung entwickelt.<br />
Das Tier lässt vermehrt Urin, ist in der Anogenitalregion wund, nass und verschmiert. Häufig ist zusätzlich das Allgemeinbefinden gestört, da die Entzündung sehr schmerzhaft sein kann. Wir beobachten aber nicht selten in der Praxis, das die kleinen Kerlchen trotz der Beschwerden gut fressen und putzmunter sind, einzige Auffälligkeit nur der stets nasse „Po“ ist.<br />
Verstopfen der Grieß oder gar ein Stein die Harnröhre, so hat das kleine Kaninchen Harnabsatzbeschwerden. Die Blase ist prall gefüllt und hart. Dieser Zustand kann sehr schnell gefährlich werden, da über den Rückstau die Nieren dauerhaft geschädigt werden können, und eine irreversible Niereninsuffizienz sich entwickeln kann.<br />
Ist die Harnröhre nicht vollständig verlegt und tröpfeln die Tiere ständig, so ist die Blase klein mit verdickten Blasenwänden, der Urin kann Blutbeimengungen enthalten oder gelb- grau schlammig verändert sein vom Harngrieß.<br />
Harngrieß im Nierenbecken führt zu krampfartigen, hoch schmerzhaften Koliken.</p>
<h2>Diagnostik</h2>
<p>Bei Verdacht auf eine Konkrementerkrankung ist eine Röntgenaufnahme in 2 Ebenen anzufertigen, um die Steine oder den Grieß zu lokalisieren (Ultraschalluntersuchungen sind nicht immer vonnöten).</p>
<div style="width: 173px" class="wp-caption alignleft"><img src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_kaninchenharngriess_01.jpg" alt="" width="163" height="100" border="0" /><p class="wp-caption-text">Blasensteine</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<div style="width: 176px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_kaninchenharngriess_02.jpg" alt="" width="166" height="100" border="0" /><p class="wp-caption-text">Blase mit Harngrieß</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<div style="clear:both;"></div>
<p>Eine Blutuntersuchung (insbesondere Nierenwerte) – und Harnuntersuchung (bakterielle Besiedlung , Keimbestimmung und Antibiogramm) sind anzuschließen.<b></b></p>
<h2>Therapie</h2>
<p>Es ist eine Zystitistherapie in der Regel mit Antibiotikaversorgung nach Antibiogramm , Infusionen und Schmerzmitteln einzuleiten.<br />
Sind die Konkremente klein, gehen sie via naturalis ab, bei großen Steinen muss natürlich ein chirurgischer Eingriff erfolgen.<br />
Für die Infusionstherapie nehmen wir die kleinen Patienten stationär auf, da sie mehrmals täglich über einen Venenverweilkatheter mit Infusionslösung versorgt werden. Gleichzeitig regen wir die Diurese<br />
(Harnproduktion) an, damit sehr viel Urin ausgespült wird.</p>
<p><b><span style="text-decoration: underline;">Wichtig bei dieser Therapie ist, dass die Blase stets manuell entleert wird, damit der Grieß durch den Blasenhals und durch die Harnröhre ausgedrückt wird.<br />
</span></b><br />
<b>Eine Infusionstherapie ohne manuelle Blasenentleerung ist nur selten erfolgreich</b>, da der Schlamm sich als schwerere Substanz auf dem Blasenboden absetzt und das Kaninchen von allein nur den klaren Überstand ausscheidet.<br />
<b>Natürlich wird auch das Futter umgestellt</b>.<br />
Kalziumhaltige Futtermittel wie Kohlrabiblätter, Broccoli, Luzerne und „Grünrollis“ sind zu reduzieren. Hingegen soll reichlich Wasser – möglichst stilles Wasser aus Flaschen- und Frischfutter mit hohem Flüssigkeitsgehalt angeboten werden , um die Harnproduktion zu fördern.<br />
Täglich mehrmalige Gaben von Vitamin C sind sinnvoll, da sie den Harn ansäuern.</p>
<h2>Cave</h2>
<ul>
<li>Bei der Ernährung darf der Kalziumbedarf keinesfalls unterschritten werden. Kalzium ist lebensnotwendig. Ein Mangel führt zur lebensbedrohlichen Osteodystrophie (Knochenerweichung), erste Anzeichen sind in einer Veränderung der Zahnqualität zu erkennen.</li>
<li>Bei weiblichen Tieren dürfen Flüssigkeitsabgänge (Blut, Schleim) aus der Gebärmutter nicht mit Urinveränderungen verwechselt werden. In solchen Fällen muss der kleine Patient an der Gebärmutter operiert werden.</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kaninchen-mit-harngriess-urolithiasis/">Kaninchen mit Harngrieß (Urolithiasis)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Impfung beim Kaninchen</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/impfung-beim-kaninchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 18:23:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Kaninchenschnupfen]]></category>
		<category><![CDATA[Myxomatose]]></category>
		<category><![CDATA[RHD Rabbit Haemorrhagie Disease]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist selbstverständlich, dass Kaninchen in Grossbeständen zum Schutz gegen virale Erkrankungen geimpft werden. Diese Selbstverständlichkeit finden wir in der Heimtierhaltung nicht. Bei vielen Besitzern besteht eine große Unsicherheit darüber, ob Kaninchen, die keinen Kontakt zu Wildkaninchen haben können &#8211; wie es bei der reinen Wohnungshaltung der Fall ist &#8211; sich überhaupt infizieren können. Auch ist die Angst vor schädlichen Nebenwirkungen weit verbreitet. Wir haben dafür Verständnis und möchten Sie bitten, mit uns über Ihre Bedenken zu sprechen, um gemeinsam sorgfältig die Nutzen und Risiken einer Impfung abzuwägen. Grundsätzlich erfolgt eine Impfung frühestens ab der 4. &#8211; 6. Lebenswoche. Um unerwünschte Nebenwirkungen oder gar ein Fehlschlagen der Impfung zu vermeiden, ist unbedingt eine gründliche Allgemeinuntersuchung inklusive einer Kotuntersuchung (insbes. Kokzidien) Ihres kleinen Häschens nötig, wie es grundsätzlich bei jeder Impfung bei allen Tieren unablässig ist! Das ist der Grund, warum Impfungen der Obhut der Tierarzte unterliegen. Impfschema Kaninchenschnupfen als Erstimpfung zwei Injektionen im Abstand von 14 Tagen danach Auffrischung alle _ Jahr diese Impfung hat getrennt von RHD und Myxomatose zu erfolgen Myxomatose Grundimmunisierung im Abstand von 6 Wochen wird der Kombinationsimpfstoff (RHD plus Myxomatose) verwendet, sollte die Erstimpfung eine reine Myxomatose &#8211; Impfung sein und die zweite Grundimmunisierung mit der Kombinationsvakzine erfolgen. Wiederholung im Abstand von 4 &#8211; 6 Monaten Rabbit- Haemorragic disease: RHD (China Seuche) zweimalige Grundimmunisierung alle 6 Monate Wiederholungsimpfung Unerwünschte Nebenwirkungen bei RHD und Kaninchenschnupfen beschränken sich meist auf lokale Schwellungen an der Injektionsstelle manchmal erhöht sich die Körpertemperatur für 2 &#8211; 3 Tage bei der Myxomatose hingegen kann es bei latent infizierten Tieren zum Ausbruch der Krankheit führen. Hier zeigt sich, wie wichtig die Allgemeinuntersuchung ist, da bei Verdachtsanzeichen natürlich nicht geimpft wird. erfahrungsgemäß ist allerdings eine latente Infektion mit Myxomatose selten bei unseren Heimtieren vorhanden andere Faktoren wie Stress, unerkannte Parasiten, latente Infektionen können den Immunstatus des Kaninchens beeinflussen und die Wirksamkeit einer Impfung beeinträchtigen Informationen zu den Krankheiten Kaninchenschnupfen ansteckende Infektion der Atemwege durch eine Vielzahl von Erregern (oft multiresistente Keime wie Bortadella, Pseudomonas, Pasteurella multicoida, Mykoplasmen) Symptome: mittel &#8211; bis hochgradiger eitriger Nasenausfluss, Bronchitis, Bronchopneumonie Therapie: in den meistem Fallen ist nur eine Verbesserung der Symptomatik möglich, eine vollständige Heilung erfolgt selten, Rezidive sind sehr häufig grundsätzlich hat eine antibiotische Behandlung nur nach Resistenztest zu erfolgen, Immunstimulantien und eine Optimierung der Haltungsbedingungen (Dampfbäder, Luftbefeuchter) helfen den Allgemeinzustand Ihres Kaninchens zu verbessern ausgelöst wird die Krankheit oft durch Übertragung vom Menschen oder von anderen Heimtieren oder durch Feuchtigkeit, Zug, Kälte RHD &#8211; Rabbit Haemorrhagic Disease diese Erkrankung wurde erstmals 1984 in China, ab 1988 auch bei uns in Deutschland beobachtet (daher auch der Name &#8222;CHINASEUCHE&#8220;) die Krankheit tritt ganz plötzlich auf: Inkubationszeit 1 &#8211; 2 Tage, in der Regel bei Tieren älter als 2 &#8211; 3 Monate typisch ist der rasante Krankheitsverlauf: oft versterben die Tiere innerhalb von wenigen Stunden, ohne dass sich eine Symptomatik ausgebildet hat selten verläuft die Krankheit perakut mit Fieber, zentralnervösen Krämpfen, blutigem Urin, Nasenausfluss eine Therapie ist nicht möglich ausgelöst wird diese Krankheit durch einen Calicivirus, der durch Kot, Urin, Speichel infizierter Tiere, aber auch durch Fliegen und Mücken übertragen wird kontaminiertes Frischfutter und Schuhsohlen der Besitzer können auch zur Ansteckung dieser tödlichen Krankheit führen Myxomatose die Erkrankung wird ausgelöst durch den Leporipovirus typisch ist die kutane Verlaufsform: ödematose Schwellungen an Ohren, Augenlider, Lippen, Nase und Genitalien je nach Erregerstatus und Allgemeinzustand versterben die Kaninchen innerhalb weniger Tage bei der milden Verlaufsform können die klinischen Symptome innerhalb einiger Wochen abheilen eine gezielte Therapie ist nicht möglich, bei den leicht erkrankten Fallen wird symptomatisch durch Immunstimulantien (immunstärkende Medikamente, Homöopatika, Akupunktur, Magnetwelle&#8230;) und zur Unterdrückung von Sekundarinfektionen gezielt mit Antibiotika (Resistenztest!) behandelt die Hauptübertragung erfolgt vom infiziertem Wildkaninchen zum Heimtier durch die Stechmücke, in deren Speichel das Virus bis zu 4 Wochen infektiös bleibt eine häufige Ansteckungsquelle ist auch kontaminiertes, draußen gesammeltes Grünfutter</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/impfung-beim-kaninchen/">Impfung beim Kaninchen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist selbstverständlich, dass Kaninchen in Grossbeständen zum Schutz gegen virale Erkrankungen geimpft werden. Diese Selbstverständlichkeit finden wir in der Heimtierhaltung nicht.<br />
Bei vielen Besitzern besteht eine große Unsicherheit darüber, ob Kaninchen, die keinen Kontakt zu Wildkaninchen haben können &#8211; wie es bei der reinen Wohnungshaltung der Fall ist &#8211; sich überhaupt infizieren können. Auch ist die Angst vor schädlichen Nebenwirkungen weit verbreitet.<br />
Wir haben dafür Verständnis und möchten Sie bitten, mit uns über Ihre Bedenken zu sprechen, um gemeinsam sorgfältig die Nutzen und Risiken einer Impfung abzuwägen.<b><br />
Grundsätzlich erfolgt eine Impfung frühestens ab der 4. &#8211; 6. Lebenswoche. </b>Um unerwünschte Nebenwirkungen oder gar ein Fehlschlagen der Impfung zu vermeiden, ist unbedingt eine gründliche Allgemeinuntersuchung inklusive einer Kotuntersuchung (insbes. Kokzidien) Ihres kleinen Häschens nötig, wie es grundsätzlich bei jeder Impfung bei allen Tieren unablässig ist!<br />
Das ist der Grund, warum Impfungen der Obhut der Tierarzte unterliegen.</p>
<h2>Impfschema<b></b></h2>
<h3>Kaninchenschnupfen</h3>
<ul>
<li type="disc">als Erstimpfung zwei Injektionen im Abstand von 14 Tagen</li>
<li type="disc">danach Auffrischung alle _ Jahr</li>
<li type="disc">diese Impfung hat getrennt von <b>RHD</b> und <b>Myxomatose</b> zu erfolgen</li>
</ul>
<h3>Myxomatose<b><br />
</b></h3>
<ul>
<li type="disc">Grundimmunisierung im Abstand von 6 Wochen</li>
<li type="disc">wird der Kombinationsimpfstoff (RHD plus Myxomatose) verwendet, sollte die Erstimpfung eine reine Myxomatose &#8211; Impfung sein und die zweite Grundimmunisierung mit der Kombinationsvakzine erfolgen.</li>
<li type="disc">Wiederholung im Abstand von 4 &#8211; 6 Monaten</li>
</ul>
<h3>Rabbit- Haemorragic disease: RHD (China Seuche)<b><br />
</b></h3>
<ul>
<li type="disc">zweimalige Grundimmunisierung</li>
<li type="disc">alle 6 Monate Wiederholungsimpfung</li>
</ul>
<h2>Unerwünschte Nebenwirkungen<span style="text-decoration: underline;"><b><br />
</b></span></h2>
<ul>
<li type="disc">bei RHD und Kaninchenschnupfen beschränken sich meist auf lokale Schwellungen an der Injektionsstelle</li>
<li type="disc">manchmal erhöht sich die Körpertemperatur für 2 &#8211; 3 Tage</li>
<li type="disc">bei der Myxomatose hingegen kann es bei latent infizierten Tieren zum Ausbruch der Krankheit führen. Hier zeigt sich, wie wichtig die Allgemeinuntersuchung ist, da bei Verdachtsanzeichen natürlich nicht geimpft wird.</li>
<li type="disc">erfahrungsgemäß ist allerdings eine latente Infektion mit Myxomatose selten bei unseren Heimtieren vorhanden</li>
<li type="disc">andere Faktoren wie Stress, unerkannte Parasiten, latente Infektionen können den Immunstatus des Kaninchens beeinflussen und die Wirksamkeit einer Impfung beeinträchtigen</li>
</ul>
<h2>Informationen zu den Krankheiten</h2>
<h3>Kaninchenschnupfen<b><br />
</b></h3>
<ul>
<li type="disc">ansteckende Infektion der Atemwege durch eine Vielzahl von Erregern (oft multiresistente Keime wie Bortadella, Pseudomonas, Pasteurella multicoida, Mykoplasmen)</li>
<li type="disc">Symptome: mittel &#8211; bis hochgradiger eitriger Nasenausfluss, Bronchitis, Bronchopneumonie</li>
<li type="disc">Therapie: in den meistem Fallen ist nur eine Verbesserung der Symptomatik möglich, eine vollständige Heilung erfolgt selten, Rezidive sind sehr häufig</li>
<li type="disc">grundsätzlich hat eine antibiotische Behandlung nur nach Resistenztest zu erfolgen, Immunstimulantien und eine Optimierung der Haltungsbedingungen</li>
<li type="disc">(Dampfbäder, Luftbefeuchter) helfen den Allgemeinzustand Ihres Kaninchens zu verbessern</li>
<li type="disc">ausgelöst wird die Krankheit oft durch Übertragung vom Menschen oder von anderen Heimtieren oder durch Feuchtigkeit, Zug, Kälte</li>
</ul>
<h3>RHD &#8211; Rabbit Haemorrhagic Disease<b><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></b></h3>
<ul>
<li type="disc">diese Erkrankung wurde erstmals 1984 in China, ab 1988 auch bei uns in Deutschland beobachtet (daher auch der Name &#8222;CHINASEUCHE&#8220;)</li>
<li type="disc">die Krankheit tritt ganz plötzlich auf: Inkubationszeit 1 &#8211; 2 Tage, in der Regel bei Tieren älter als 2 &#8211; 3 Monate</li>
<li type="disc">typisch ist der rasante Krankheitsverlauf: oft versterben die Tiere innerhalb von wenigen Stunden, ohne dass sich eine Symptomatik ausgebildet hat</li>
<li type="disc">selten verläuft die Krankheit perakut mit Fieber, zentralnervösen Krämpfen, blutigem Urin, Nasenausfluss</li>
<li type="disc">eine Therapie ist nicht möglich</li>
<li type="disc">ausgelöst wird diese Krankheit durch einen Calicivirus, der durch Kot, Urin, Speichel infizierter Tiere, aber auch durch Fliegen und Mücken übertragen wird</li>
<li type="disc">kontaminiertes Frischfutter und Schuhsohlen der Besitzer können auch zur Ansteckung dieser tödlichen Krankheit führen</li>
</ul>
<h3><a id="myxomatose" name="myxomatose"></a>Myxomatose<b><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></b></h3>
<ul>
<li type="disc">die Erkrankung wird ausgelöst durch den Leporipovirus</li>
<li type="disc">typisch ist die kutane Verlaufsform: ödematose Schwellungen an Ohren, Augenlider, Lippen, Nase und Genitalien</li>
<li type="disc">je nach Erregerstatus und Allgemeinzustand versterben die Kaninchen innerhalb weniger Tage</li>
<li type="disc">bei der milden Verlaufsform können die klinischen Symptome innerhalb einiger Wochen abheilen</li>
<li type="disc">eine gezielte Therapie ist nicht möglich,</li>
<li type="disc">bei den leicht erkrankten Fallen wird symptomatisch durch Immunstimulantien (immunstärkende Medikamente, Homöopatika, Akupunktur, Magnetwelle&#8230;) und zur Unterdrückung von Sekundarinfektionen gezielt mit Antibiotika (Resistenztest!) behandelt</li>
<li type="disc">die Hauptübertragung erfolgt vom infiziertem Wildkaninchen zum Heimtier durch die Stechmücke, in deren Speichel das Virus bis zu 4 Wochen infektiös bleibt</li>
<li type="disc">eine häufige Ansteckungsquelle ist auch kontaminiertes, draußen gesammeltes Grünfutter</li>
</ul>
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		<title>Kaninchen, Meerschweinchen &#038; Chinchilla: bei richtiger Ernährung bleiben unsere Heimtiere gesund</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kaninchen-meeerschweinchen-chinchilla-bei-richtiger-ernaehrung-bleiben-unsere-heimtiere-gesund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2018 19:29:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dr. Rogalla aus der Kleintierpraxis Dr. Rogalla und Dr. Rummel in Nidderau – Heldenbergen Am wichtigsten zu wissen ist, dass diese kleinen Heimtiere reine Pflanzenfresser sind, ihr Speiseplan besteht aus Heu, Gras, Kräutern und Blattpflanzen, der aufgewertet wird mit Wurzeln und Früchten. Sie brauchen keine Körner! Denn Kaninchen, Chinchillas und Meerschweinchen stammen ursprünglich aus warmen und heißen Regionen, in denen das Futterangebot sehr karg und trocken ist. Ihr gesamter Verdauungstrakt ist auf dieses nährstoffarme Angebot ausgerichtet: 1. Um ihren Nährstoffbedarf zu decken, knabbern und mümmeln sie ununterbrochen; sie nehmen 80 – 100 Mahlzeiten pro Tag zu sich. Das Fressen beschäftigt die Kleinen den ganzen Tag und deswegen muss auch immer Futter im Käfig sein! Mindestens einmal täglich muss der Napf entleert, gesäubert und wieder frisch aufgefüllt werden. Bemerken Sie, dass Ihr kleiner Schützling weniger oder gar nichts frisst, ist dies immer ein Notfall, der sofort in tierärztliche Behandlung gehört. 2. Unsere Nager verdauen ihr Futter gleich zweimal. In den großen Blinddärmen werden die harten Pflanzenfasern von Mikroben zersetzt und gleichzeitig wertvolle Vitamine gebildet. Dieser nun leicht verdauliche Futterbrei wird als weicher, klebriger Blinddarmkot ausgeschieden, der direkt von After wieder aufgefressen wird. Mit diesen Kotbällchen nehmen sie dann die lebenswichtigen Nährstoffe auf. So wird leicht verständlich, dass Verdauungsstörungen sehr schnell lebensbedrohlich werden können, auch hier darf nicht gewartet werden und das Tier muss sofort in der Praxis behandelt werden. Der größte Fehler, der gemacht wird, ist, dass die Kleinen überfüttert werden – ein zu reichlich gedeckter Tisch macht sie krank! Süßes Obst, Getreide, Honig – oder Joghurtdrops gehören absolut nicht auf den Teller von Kaninchen, Meerschwein und Chinchilla, insbesondere Chinchillas reagieren sehr empfindlich auf Süßes. Bananen und Brot werden nicht vertragen. Solch zucker- und stärkehaltige Kost bringt die Verdauung völlig durcheinander, es kommt zu Durchfall und Blähungen, an denen die Kleinen sterben können. Außerdem werden die Tiere leicht zu dick, das Übergewicht führt dann zu Schmerzen in den Gelenken. HEU als Basisfutter Das ideale Grundfutter für Meerschweinchen, Kaninchen und Chinchillas ist reichlich Heu, es soll 2/3 der gesamten Futtermenge ausmachen, damit der empfindliche Darm und die Darmflora gesund bleiben. Außerdem müssen die Tiere ständig kauen, damit die Zähne abgenutzt werden, denn auch das ist eine Besonderheit: die Zähne dieser Tiere wachsen ständig nach. Werden sie übers Zermalmen von Futter nicht gleichmäßig abgeschliffen, können scharfe Spitzen entstehen, die tiefe Wunden in die Mund- und Backenschleimhaut stoßen. Wachsen die Zähne nach innen, klemmen sie die Zunge ein und das Tier kann nicht mehr kauen und trinken. Es verhungert buchstäblich vor vollem Napf. Wenn die Kleinen sich ständig das Mäulchen putzen und im Maulbereich nass sind, sind meistens die Zähne nicht in Ordnung. Auch hier muss sofort tierärztlich eingegriffen werden. Die Tiere erhalten eine lebensrettende Zahnbehandlung in Narkose. Grünfutter, Kräuter, Gemüse und Obst Zusätzlich zum Heu brauchen unsere kleinen Nager frisches Grün, sehr gut eignen sich Gras, Salate und Möhrengrün, ebenso Wild- und Küchenkräuter wie Klee und Petersilie. Ergänzt wird das Grün mit frischem Gemüse und Obst: Karotte, Salatgurke, reife! Tomaten und Äpfel. (Keine Kirschen, Zwiebelgewächse, rohe Bohnen, auch Kohl kann gefährlich werden, da es zu gefährlichen Blähungen führt). Grundsätzlich ist immer auf eine ausgewogene Mischung zu achten. Zu große Mengen von kalziumreichem Futter (Luzerne, Petersilie, Dill, Löwenzahn, Brokkoli, Fenchel) führen zu Harngries oder gar Harnsteinen, verlegen diese die Niere oder die feinen Harnleiter, so führt das unweigerlich zu Nierenversagen. Bei Tieren mit Harnsteinveranlagung lassen Sie sich am besten zur Fütterung in der Praxis beraten. Wird 1x/ Woche Paprika oder Hagebutte zugefüttert, ist auch der Bedarf an Vit C gedeckt. Ist der Teller Ihrer Schützlinge so abwechslungsreich gefüllt, brauchen sie vom Fertigfutter nicht mehr als einen Eßlöffel / Tag zusätzlich. Fertigfutter ist sehr kalorienreich und führt zur schnellen Sättigung mit Kauunlust, was fatale Auswirkungen auf die Verdauung und Gesundheit hat. Ganz wichtig ist natürlich frisches Wasser, es muss täglich erneuert und die Trinkflasche auch täglich gründlich gereinigt werden, in Gegenden mit sehr kalziumreichen Trinkwasser, sollte auf stilles Wasser mit geringem Kalziumgehalt umgestellt werden, damit sich keine Harnsteine bilden können. Am besten ist es, wenn Sie sich stets vor Augen führen, was Ihr Schützling in freier Natur frisst, da kommen Sie der artgerechten Ernährung sehr nah und entlarven so manche Futterpackung als ungeeignet.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dr. Rogalla aus der Kleintierpraxis Dr. Rogalla und Dr. Rummel in Nidderau – Heldenbergen</em></p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_01.png"><img loading="lazy" class="alignleft size-medium wp-image-6109" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_01-262x300.png" alt="" width="262" height="300" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_01-262x300.png 262w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_01.png 280w" sizes="(max-width: 262px) 100vw, 262px" /></a>Am wichtigsten zu wissen ist, dass diese kleinen Heimtiere reine Pflanzenfresser sind, ihr Speiseplan besteht aus Heu, Gras, Kräutern und Blattpflanzen, der aufgewertet wird mit Wurzeln und Früchten. Sie brauchen keine Körner!</p>
<p>Denn Kaninchen, Chinchillas und Meerschweinchen stammen ursprünglich aus warmen und heißen Regionen, in denen das Futterangebot sehr karg und trocken ist.</p>
<p>Ihr gesamter Verdauungstrakt ist auf dieses nährstoffarme Angebot ausgerichtet:</p>
<p>1. Um ihren Nährstoffbedarf zu decken, knabbern und mümmeln sie ununterbrochen; sie nehmen 80 – 100 Mahlzeiten pro Tag zu sich. Das Fressen beschäftigt die Kleinen den ganzen Tag und deswegen muss auch <span style="text-decoration: underline;"><strong>immer</strong></span> Futter im Käfig sein!</p>
<p>Mindestens einmal täglich muss der Napf entleert, gesäubert und wieder frisch aufgefüllt werden.</p>
<p><span class="titelrot"><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_02.png"><img loading="lazy" class="size-medium wp-image-6110 alignright" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_02-250x300.png" alt="" width="250" height="300" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_02-250x300.png 250w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_02.png 318w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a>Bemerken Sie, dass Ihr kleiner Schützling weniger oder gar nichts frisst, ist dies immer ein Notfall, der sofort in tierärztliche Behandlung gehört.</span></p>
<p>2. Unsere Nager verdauen ihr Futter gleich zweimal. In den großen Blinddärmen werden die harten Pflanzenfasern von Mikroben zersetzt und gleichzeitig wertvolle Vitamine gebildet. Dieser nun leicht verdauliche Futterbrei wird als weicher, klebriger Blinddarmkot ausgeschieden, der direkt von After wieder aufgefressen wird. Mit diesen Kotbällchen nehmen sie dann die lebenswichtigen Nährstoffe auf.</p>
<p><span class="titelrot">So wird leicht verständlich, dass Verdauungsstörungen sehr schnell lebensbedrohlich werden können, auch hier darf nicht gewartet werden und das Tier muss sofort in der Praxis behandelt werden.</span></p>
<p>Der größte Fehler, der gemacht wird, ist, dass die Kleinen überfüttert werden – <span class="titelrot">ein zu reichlich gedeckter Tisch macht sie krank!</span></p>
<p><br style="clear: both;"></p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_03.png"><img loading="lazy" class="alignleft size-medium wp-image-6111" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_03-252x300.png" alt="" width="252" height="300" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_03-252x300.png 252w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_03.png 318w" sizes="(max-width: 252px) 100vw, 252px" /></a>Süßes Obst, Getreide, Honig – oder Joghurtdrops gehören absolut nicht auf den Teller von Kaninchen, Meerschwein und Chinchilla, insbesondere Chinchillas reagieren sehr empfindlich auf Süßes.</p>
<p>Bananen und Brot werden nicht vertragen.</p>
<p><br style="clear: both;"></p>
<p>Solch zucker- und stärkehaltige Kost bringt die Verdauung völlig durcheinander, es kommt zu Durchfall und Blähungen, an denen die Kleinen sterben können.</p>
<p>Außerdem werden die Tiere leicht zu dick, das Übergewicht führt dann zu Schmerzen in den Gelenken.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>HEU als Basisfutter</strong></span></p>
<p><strong>Das ideale Grundfutter für Meerschweinchen, Kaninchen und Chinchillas ist reichlich Heu, es soll 2/3 der gesamten Futtermenge ausmachen, damit der empfindliche Darm und die Darmflora gesund bleiben.</strong></p>
<p>Außerdem müssen die Tiere ständig kauen, damit die Zähne abgenutzt werden, denn auch das ist eine Besonderheit: die Zähne dieser Tiere wachsen ständig nach. Werden sie übers Zermalmen von Futter nicht gleichmäßig abgeschliffen, können scharfe Spitzen entstehen, die tiefe Wunden in die Mund- und Backenschleimhaut stoßen. Wachsen die Zähne nach innen, klemmen sie die Zunge ein und das Tier kann nicht mehr kauen und trinken. Es verhungert buchstäblich vor vollem Napf.</p>
<p>Wenn die Kleinen sich ständig das Mäulchen putzen und im Maulbereich nass sind, sind meistens die Zähne nicht in Ordnung.</p>
<p><span class="titelrot">Auch hier muss sofort tierärztlich eingegriffen werden. Die Tiere erhalten eine lebensrettende Zahnbehandlung in Narkose.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Grünfutter, Kräuter, Gemüse und Obst</strong></span></p>
<p>Zusätzlich zum Heu brauchen unsere kleinen Nager frisches Grün, sehr gut eignen sich Gras, Salate und Möhrengrün, ebenso Wild- und Küchenkräuter wie Klee und Petersilie.</p>
<p>Ergänzt wird das Grün mit frischem Gemüse und Obst: Karotte, Salatgurke, reife! Tomaten und Äpfel. (Keine Kirschen, Zwiebelgewächse, rohe Bohnen, auch Kohl kann gefährlich werden, da es zu gefährlichen Blähungen führt).</p>
<div id="attachment_6112" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_04.png"><img aria-describedby="caption-attachment-6112" loading="lazy" class="wp-image-6112 size-medium" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_04-300x225.png" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_04-300x225.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_04.png 433w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-6112" class="wp-caption-text">Kan. mit Nierensteinen</p></div>
<p>Grundsätzlich ist immer auf eine ausgewogene Mischung zu achten. Zu große Mengen von kalziumreichem Futter (Luzerne, Petersilie, Dill, Löwenzahn, Brokkoli, Fenchel) führen zu Harngries oder gar Harnsteinen, verlegen diese die Niere oder die feinen Harnleiter, so führt das unweigerlich zu Nierenversagen.</p>
<p><span class="titelrot">Bei Tieren mit Harnsteinveranlagung lassen Sie sich am besten zur Fütterung in der Praxis beraten.</span></p>
<p>Wird 1x/ Woche Paprika oder Hagebutte zugefüttert, ist auch der Bedarf an Vit C gedeckt.</p>
<p>Ist der Teller Ihrer Schützlinge so abwechslungsreich gefüllt, brauchen sie vom Fertigfutter nicht mehr als einen Eßlöffel / Tag zusätzlich.</p>
<p>Fertigfutter ist sehr kalorienreich und führt zur schnellen Sättigung mit Kauunlust, was fatale Auswirkungen auf die Verdauung und Gesundheit hat.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_05.png"><img loading="lazy" class="alignleft size-medium wp-image-6113" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_05-300x189.png" alt="" width="300" height="189" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_05-300x189.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/11/kaninchen_ernaehrung_05.png 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Ganz wichtig ist natürlich frisches Wasser, es muss täglich erneuert und die Trinkflasche auch täglich gründlich gereinigt werden, in Gegenden mit sehr kalziumreichen Trinkwasser, sollte auf stilles Wasser mit geringem Kalziumgehalt umgestellt werden, damit sich keine Harnsteine bilden können.</p>
<p><strong>Am besten ist es, wenn Sie sich stets vor Augen führen, was Ihr Schützling in freier Natur frisst, da kommen Sie der artgerechten Ernährung sehr nah und entlarven so manche Futterpackung als ungeeignet.</strong></p>
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		<title>Kastration des männlichen und weiblichen Kaninchens</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-des-maennlichen-und-weiblichen-kaninchens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2015 20:10:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kaninchen]]></category>
		<category><![CDATA[Kastration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kastration des männliche Kaninchens Kommt ein männliches Kaninchen ins Haus, so stellt sich schnell die Frage der Kastration. Sie ist sinnvoll und tierschutzgerecht, wenn mehrer Böcke zusammengehalten werden und wenn Nachwuchs verhindert werden soll. Es ist ratsam beim Kauf eines kleiner Kaninchen, sie rechtzeitig in der Praxis zur Geschlechtsbestimmung vorzustellen. Die Geschlechtsbestimmung bei den ganz kleinen Babies ist oft schwer, sodass manchmal ungewollt das falsche Geschlecht erworben wird: bei einem Päarchen kann es schnell zu Nachwuchs führen (Kaninchen sind schon im dritten! Monat zeugungsfähig) und bei zwei Rammlern zu heftigen Rangordnungskämpfen, die nicht immer friedlich ausgehen. Unkastrierte Böcke neigen zu heftigen Auseinandersetzungen, beißen sich oft gegenseitig in die Hoden und fügen sich schwere Verletzungen zu. Das Aggressionsverhalten wird durch das männliche Geschlechtshormon Testosteron deutlich beeinflusst. Tiere, die Aggression gegenüber Ihren Besitzern zeigen, sollten kastriert werden. Auch verbessert sich deutlich das durch Testosteron gesteuerte Markierverhalten in der Wohnung. Es ist allerdings anzuraten, eine Kastration so früh wie möglich durchführen zu lassen, da jahrelange Angewohnheiten sich häufig durch eine Kastration auch nicht mehr ausmerzen lassen. Die Hoden der Rammler liegen beidseits in einer Hauttasche unter der Haut, einen Hodensack wie bei Hund und Kater gibt es nicht. Kaninchenböcke können ihre Hoden in die Bauchhöhle einziehen. Bei der Kastration erhält ihr Liebling eine leichte Sedation. Das Schmerzmittel wird auch schon vor dem Eingriff verabreicht. Ist der kleine Kerl müde, bekommt er eine kleine Inhalationsnarkose. Nun schläft er tief. In beide Hoden wird ein Lokalanästhetikum injeziert, sodass absolut kein Schmerz entstehen kann, und die Hoden werden mit einem kleinen Hautschnitt vorgelagert und unter Abbindung abgetrennt. Der kleine Kerl bleibt noch solange auf der Wärmedecke liegen und erhält Sauerstoff bis er wach wird. Dann kommt er auf die Station unter Rotlicht. In der Regel fressen die kleinen Kerle schon gleich wieder nach dem Aufwachen, tun sie es nicht sofort von alleine, werden sie von uns angefüttert. Kastration des weiblichen Kaninchens Weibliche Kaninchen haben keinen Geschlechtszyklus, sie können daher nahezu jederzeit erfolgreich gedeckt werden. Die Eierstöcke weisen viele unterschiedliche große Follikel auf, und einige von ihnen sind immer bereit zum Eisprung. Die Gebärmutter besteht aus einer doppelten Anlage (Uterus duplex). In die Scheide münden ein rechter und ein linker Muttermund, welche in den rechten, bzw. linken Uterus führen. Das ermöglicht zwei Würfe in zeitlichen Abständen, d.h., während der Trächtigkeit können am anderen Eierstock Follikel reifen, die noch während der Trächtigkeit befruchtet werden können. Bei unseren Hauskaninchen kommt das aber äußerst selten vor. Da das Geschlechtverhalten bei den unkastrierten weiblichen Tieren in der Regel nicht so ausgeprägt ist, und sie nicht so stark riechendes Geschlechtssekret produzieren, werden sie nicht so häufig zur Kastration in der Praxis vorgestellt. Doch ist die Kastration durchaus bei den weiblichen Tieren anzuraten, da es unter dem Einfluss der weiblichen Hormone (Östrogen und Progesteron) zu lebensgefährlichen Erkrankungen kommen kann wie: Gebärmutterentzündung, Eierstockzysten und Gebärmutterkrebs. Der Eisprung erfolgt in der Regel durch den Deckakt, jedoch kann er auch durch andere Reize verursacht werden: z.B. gegenseitiges Berammeln von Häsinnen, verlängertes Tageslicht im Frühjahr, Temperaturveränderungen. Kommt es nicht zur Befruchtung wird das Kaninchen scheinträchtig mit Zeichen von Nestbau, Anbildung des Gesäuges bis hin zur Milchproduktion. In solchen Phasen sind die Tiere wesensverändert, sehr häufig aggressiv gegenüber Ihren Stallgenossen, oft fressen sie auch schlecht und magern ab. Wiederholte und anhaltende Scheinträchtigkeiten stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, denn nicht nur äußerlich (Anbildung der Milchleiste) treten Veränderungen unter dem erhöhten Hormonspiegel auf, auch innerlich verändert sich die Gebärmutter – sie bereitet sich auf die Geburt vor – was nicht selten in Eierstockzysten, Hämometra, Pyometra oder Tumore endet. &#160; Dehnt sich die Gebärmutter aufgrund der vermehrten Füllung aus, kann es den Darm verdrängen. Plötzliche Darmkrämpfe (Kolik) sind die Folge. Oder der Darm wird so zusammengedrückt, dass die Tiere für ihren Bedarf nicht ausreichend Futter aufnehmen können. So ist der Bauch dick, aber die Tiere fühlen sich aufgrund der Abmagerung knochig an. Es ist immer ratsam, Kaninchen einmal die Woche zu wiegen, so bemerken Sie frühzeitig Gewichtsimbalanzen! Der Urin von Kaninchen ist trüb, kann sogar durch bestimmte Farbstoffe im Futter (Porphyrine) rötlich gefärbt sein. Das ist normal. Befindet sich jedoch Blut im Urin, so ist das ein Krankheitsanzeichen. Bei einer Blasenentzündung zeigen die Kleinen auch immer Harnabsatzbeschwerden, sie heben das Hinterteil an und oft stöhnen sie, und das Hinterteil ist in der Regel harnverschmiert. Befinden sich jedoch gelegentlich Blutstropfen im Urin, so darf das nicht mit einer Blasenentzündung verwechselt werden. Das Blut aus der Gebärmutter sammelt sich in der Scheide und wird dann mit dem Harnabsatz ausgeschieden. In solchen Fällen muß unbedingt kastriert werden! Jede Art von Scheidenausfluß ist pathologisch. Kaninchen haben nur während der Geburt Vaginalausfluß! Die Narkosevorbereitung ist bei den weiblichen Kaninchen wie bei den Männchen. Auch hier erfolgt wegen der besseren Verträglichkeit und Sicherheit der Eingriff unter Inhalationsnarkose. Für die kleinen Tiere gibt es ein extra kleines Narkoseset für die Inhalation. Das Abdomen wird in der Meridianen eröffnet. Da die meisten Kaninchen sehr viel intraabdominales Fett besitzen, ist das Auffinden der Eierstöcke oft nicht einfach. Bei der einfachen Kastration werden nur die Eierstöcke inklusive der extrem langen Eileiter entfernt. Finden wir Veränderungen, so muss die gesamte Gebärmutter mit entfernt werden. Die Ligatur erfolgt direkt hinter dem doppelten Muttermund, die Scheide ist ungewöhnlich lang und darf nicht verletzt werden, sie muss in Ihrer gesamten Länge erhalten bleiben. &#160; Risikopatienten erhalten wie Hund und Katze eine Infusion direkt in die Vene, beim Kaninchen ist das gut über die Ohrvene möglich. Und dann wird auf der Station noch einmal geschlafen, bis es nach Hause geht! Der Salat schmeckt auch schon wieder. &#160; Siehe auch: Fall des Monats 2008-10</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-des-maennlichen-und-weiblichen-kaninchens/">Kastration des männlichen und weiblichen Kaninchens</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_01.jpg" alt="" width="372" height="174" border="0" /></p>
</div>
<h3>Kastration des männliche Kaninchens</h3>
<p>Kommt ein männliches Kaninchen ins Haus, so stellt sich schnell die Frage der Kastration. Sie ist sinnvoll und tierschutzgerecht, wenn mehrer Böcke zusammengehalten werden und wenn Nachwuchs verhindert werden soll.<br />
Es ist ratsam beim Kauf eines kleiner Kaninchen, sie rechtzeitig in der Praxis zur Geschlechtsbestimmung vorzustellen.<br />
Die Geschlechtsbestimmung bei den ganz kleinen Babies ist oft schwer, sodass manchmal ungewollt das falsche Geschlecht erworben wird: bei einem Päarchen kann es schnell zu Nachwuchs führen<br />
(Kaninchen sind schon im dritten! Monat zeugungsfähig) und bei zwei Rammlern zu heftigen Rangordnungskämpfen, die nicht immer friedlich ausgehen.<br />
Unkastrierte Böcke neigen zu heftigen Auseinandersetzungen, beißen sich oft gegenseitig in die Hoden und fügen sich schwere Verletzungen zu. Das Aggressionsverhalten wird durch das männliche Geschlechtshormon Testosteron deutlich beeinflusst. Tiere, die Aggression gegenüber Ihren Besitzern zeigen, sollten kastriert werden.<br />
Auch verbessert sich deutlich das durch Testosteron gesteuerte Markierverhalten in der Wohnung.<br />
Es ist allerdings anzuraten, eine Kastration so früh wie möglich durchführen zu lassen, da jahrelange Angewohnheiten sich häufig durch eine Kastration auch nicht mehr ausmerzen lassen.<br />
<img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_02.jpg" alt="" width="156" height="102" align="left" border="0" hspace="10" vspace="10" />Die Hoden der Rammler liegen beidseits in einer Hauttasche unter der Haut, einen Hodensack wie bei Hund und Kater gibt es nicht.<br />
Kaninchenböcke können ihre Hoden in die Bauchhöhle einziehen.<br />
Bei der Kastration erhält ihr Liebling eine leichte Sedation. Das Schmerzmittel wird auch schon vor dem Eingriff verabreicht. Ist der kleine Kerl müde, bekommt er eine kleine Inhalationsnarkose. Nun schläft er tief. In beide Hoden wird ein Lokalanästhetikum injeziert, sodass absolut kein Schmerz entstehen kann, und die Hoden werden mit einem kleinen Hautschnitt vorgelagert und unter Abbindung abgetrennt. Der kleine Kerl bleibt noch solange auf der Wärmedecke liegen und erhält Sauerstoff bis er wach wird. Dann kommt er auf die Station unter Rotlicht. In der Regel fressen die kleinen Kerle schon gleich wieder nach dem Aufwachen, tun sie es nicht sofort von alleine, werden sie von uns angefüttert.</p>
<h3>Kastration des weiblichen Kaninchens</h3>
<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_03.jpg" alt="" width="201" height="246" align="left" border="0" hspace="10" vspace="5" /><br />
Weibliche Kaninchen haben keinen Geschlechtszyklus, sie können daher nahezu jederzeit erfolgreich gedeckt werden. Die Eierstöcke weisen viele unterschiedliche große Follikel auf, und einige von ihnen sind immer bereit zum Eisprung.<br />
Die Gebärmutter besteht aus einer doppelten Anlage (Uterus duplex). In die Scheide münden ein rechter und ein linker Muttermund, welche in den rechten, bzw. linken Uterus führen. Das ermöglicht zwei Würfe in zeitlichen Abständen, d.h., während der Trächtigkeit können am anderen Eierstock Follikel reifen, die noch während der Trächtigkeit befruchtet werden können. Bei unseren Hauskaninchen kommt das aber äußerst selten vor.<br />
Da das Geschlechtverhalten bei den unkastrierten weiblichen Tieren in der Regel nicht so ausgeprägt ist, und sie nicht so stark riechendes Geschlechtssekret produzieren, werden sie nicht so häufig zur Kastration in der Praxis vorgestellt. Doch ist die Kastration durchaus bei den weiblichen Tieren anzuraten, da es unter dem Einfluss der weiblichen Hormone (Östrogen und Progesteron) zu lebensgefährlichen Erkrankungen kommen kann wie: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/gebaermutteroperation-beim-kaninchen-april-2005/">Gebärmutterentzündung</a>, Eierstockzysten und Gebärmutterkrebs.<br />
Der Eisprung erfolgt in der Regel durch den Deckakt, jedoch kann er auch durch andere Reize verursacht werden: z.B. gegenseitiges Berammeln von Häsinnen, verlängertes Tageslicht im Frühjahr, Temperaturveränderungen.<br />
Kommt es nicht zur Befruchtung wird das Kaninchen scheinträchtig mit Zeichen von Nestbau, Anbildung des Gesäuges bis hin zur Milchproduktion.<br />
In solchen Phasen sind die Tiere wesensverändert, sehr häufig aggressiv gegenüber Ihren Stallgenossen, oft fressen sie auch schlecht und magern ab.</p>
<div style="width: 262px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_04.jpg" alt="" width="252" height="163" align="left" border="0" hspace="10" vspace="5" /><p class="wp-caption-text">sehr große Eierstockzyste</p></div>
<p>Wiederholte und anhaltende Scheinträchtigkeiten stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, denn nicht nur äußerlich (Anbildung der Milchleiste) treten Veränderungen unter dem erhöhten Hormonspiegel auf, auch innerlich verändert sich die Gebärmutter – sie bereitet sich auf die Geburt vor – was nicht selten in Eierstockzysten, Hämometra, Pyometra oder Tumore endet.</p>
<div style="clear:left;"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dehnt sich die Gebärmutter aufgrund der vermehrten Füllung aus, kann es den Darm verdrängen. Plötzliche Darmkrämpfe (Kolik) sind die Folge. Oder der Darm wird so zusammengedrückt, dass die Tiere für ihren Bedarf nicht ausreichend Futter aufnehmen können. So ist der Bauch dick, aber die Tiere fühlen sich aufgrund der Abmagerung knochig an.<br />
<b>Es ist immer ratsam, Kaninchen einmal die Woche zu wiegen, so bemerken Sie frühzeitig Gewichtsimbalanzen</b>!<br />
Der Urin von Kaninchen ist trüb, kann sogar durch bestimmte Farbstoffe im Futter (Porphyrine) rötlich gefärbt sein. Das ist normal.<br />
Befindet sich jedoch Blut im Urin, so ist das ein Krankheitsanzeichen. Bei einer Blasenentzündung zeigen die Kleinen auch immer Harnabsatzbeschwerden, sie heben das Hinterteil an und oft stöhnen sie, und das Hinterteil ist in der Regel harnverschmiert. Befinden sich jedoch gelegentlich Blutstropfen im Urin, so darf das nicht mit einer Blasenentzündung verwechselt werden. Das Blut aus der Gebärmutter sammelt sich in der Scheide und wird dann mit dem Harnabsatz ausgeschieden.<br />
<b>In solchen Fällen muß unbedingt kastriert werden!<br />
Jede Art von Scheidenausfluß ist pathologisch. Kaninchen haben nur während der Geburt Vaginalausfluß!</b><br />
Die Narkosevorbereitung ist bei den weiblichen Kaninchen wie bei den Männchen. Auch hier erfolgt wegen der besseren Verträglichkeit und Sicherheit der Eingriff unter Inhalationsnarkose. Für die kleinen Tiere gibt es ein extra kleines Narkoseset für die Inhalation.<br />
Das Abdomen wird in der Meridianen eröffnet. Da die meisten Kaninchen sehr viel intraabdominales Fett besitzen, ist das Auffinden der Eierstöcke oft nicht einfach. Bei der einfachen Kastration werden nur die Eierstöcke inklusive der extrem langen Eileiter entfernt. Finden wir Veränderungen, so muss die gesamte Gebärmutter mit entfernt werden. Die Ligatur erfolgt direkt hinter dem doppelten Muttermund, die Scheide ist ungewöhnlich lang und darf nicht verletzt werden, sie muss in Ihrer gesamten Länge erhalten bleiben.</p>
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<div style="width: 302px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_05.jpg" alt="" width="292" height="147" border="0" /><p class="wp-caption-text">Damit die Wunde unversehrt bleibt, wurde ein Bauchverband angelegt.</p></div>
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<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_06.jpg" alt="" width="198" height="148" align="right" border="0" hspace="10" />Risikopatienten erhalten wie Hund und Katze eine Infusion direkt in die Vene, beim Kaninchen ist das gut über die Ohrvene möglich.</p>
<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_07.jpg" alt="" width="235" height="198" align="left" border="0" hspace="10" /></p>
<p>Und dann wird auf der Station noch einmal geschlafen, bis es nach Hause geht! Der Salat schmeckt auch schon wieder.</p>
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<p>Siehe auch: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/bobby-erzahlt-warum-kaninchen-kastriert-werden-oktober-2008/">Fall des Monats 2008-10</a><i><br />
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<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-des-maennlichen-und-weiblichen-kaninchens/">Kastration des männlichen und weiblichen Kaninchens</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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