<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Zahnerkrankung Archive - Dr. Rogalla + Dr. Rummel</title>
	<atom:link href="https://www.rogalla-rummel.de/themen/zahnerkrankung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description>Das Wohlergehen Ihrer kleinen und großen Tiere liegt uns am Herzen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 15 Sep 2022 10:32:14 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>Dentalröntgen bei der Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/dentalroentgen-bei-der-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2017 20:21:23 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.rogalla-rummel.de/?post_type=wissenswertes&#038;p=5746</guid>

					<description><![CDATA[<p>Warum Dentalröntgen gerade bei der Katze so wichtig ist Zu einer korrekten Zahnbehandlung der Katze gehört zwingend die Dentale Röntgendiagnostik, es kann sogar postuliert werden, dass ohne dentales Röntgen überhaupt keine korrekte Zahnbefundung und vor allem Zahnbehandlung bei der Katze möglich ist. Geröntgt wird mit einem speziellen dentalen Röntgengerät – die meisten kennen es von ihren eigenen zahnärztlichen Behandlungen – das übliche Röntgengerät ist nicht ausreichend. Nur mit dem dentalen Röntgengerät können überlagerungsfreie Einzelzahnbilder hergestellt werden. Zudem hat es den Vorteil, dass die Röntgenbestrahlung nur sehr gering ist, die Strahlenbelastung für die Katze ist minimal. Außerdem kann das Tier ohne weiteren Aufwand direkt auf der Zahnstation geröntgt werden. Ohne intraorales Dentalröntgen sieht man nur die „ Spitze des Eisberges“, denn 65 % der Zahnerkrankungen befinden sich im Zahnwurzel – und Kieferknochenbereich. Diese Bereiche sind aber in der klinischen Untersuchung unzugänglich. Ganz wichtig ist, dass immer alle Zähne im Ober – und Unterkiefer geröntgt werden. Nur so erkennen wir Probleme an Zähnen, die mit dem bloßem Auge klinisch unauffällig und gesund erscheinen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass 42 % der klinisch unauffälligen Zähne sich im Röntgen als krank erweisen. Das bedeutet, dass ohne Dentalröntgen kranke Zähne übersehen werden, die Katze nicht ausreichend behandelt wird und weiterhin an Schmerzen leidet. Eine Zahnbehandlung ohne Dentalröntgenaufnahmen &#8211; und dazu zählt auch die Zahnsteinentfernung -wird heutzutage als fehlerhaft angesehen. Zahnerkrankungen sind bei der Katze sehr häufig Erkrankungen der Maulhöhle sind keine Altersfrage, schon sehr junge Tiere haben Probleme mit dem – ganzallgemein formuliert – Maul (Kauapparat). Im Alter über 3 Jahren haben Untersuchungen zufolge 2 von 3 Katzen stomatologische Erkrankungen, Zahnfleischentzündung, Parodontitis Chronische Gingivostomatitis (eine idiopathisch bedingte hochgradige Entzündung des Zahnfleisches schon im ersten Lebensalter) Zahnstein mit Entzündung , Zahnwurzelschäden (FORL) , Knochenveränderungen Zubildungen (Tumore, Zysten…) wobei diese Erkrankungen im Alter noch zunehmen. Allen Erkrankungen gemeinsam ist, dass sie hochgradig schmerzhaft sind. Die häufigste Erkrankung ist hier FORL , auch resorptive Läsion RL genannt. Diese Krankheit ist die schmerzhafteste Krankheit der Katze überhaupt und sie beginnt immer unsichtbar unterhalb des Zahnfleisches im Wurzelbereich. Warum sie entsteht ist bis heute ungeklärt, doch sie schreitet schleichend fort. Nur durch Röntgen erkennen wir, in welchem Stadium sich die Krankheit befindet und davon anhängig ist die Behandlung. Erst im Röntgen erkennen wir, dass der letzte Backenzahn im Unterkiefer keine Wurzel mehr hat. Nehmen Sie die Maul – und Zahnveränderungen Ihrer Katze ernst Es gibt sichere Hinweise dafür, dass orale Erkrankungen bei der Katze zu systemischen Erkrankungen führen und die Allgemeingesundheit gefährdet. Aus diesem Grund ist es wichtig, orale Erkrankungen wie jede andere Erkrankung angemessen diagnostisch zu erfassen und anschließend adäquat zu therapieren. Abwarten und Beobachten ist immer eine falsche Entscheidung, frühzeitig erkannte Zahnschäden ersparen Ihrer Katze viel Leid.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/dentalroentgen-bei-der-katze/">Dentalröntgen bei der Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Warum Dentalröntgen gerade bei der Katze so wichtig ist</h2>
<p>Zu einer korrekten Zahnbehandlung der Katze gehört zwingend die Dentale Röntgendiagnostik, es kann sogar postuliert werden, dass ohne dentales Röntgen überhaupt keine korrekte Zahnbefundung und vor allem Zahnbehandlung bei der Katze möglich ist.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_1.png"><img loading="lazy" class="alignleft size-medium wp-image-5748" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_1-188x300.png" alt="" width="188" height="300" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_1-188x300.png 188w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_1.png 610w" sizes="(max-width: 188px) 100vw, 188px" /></a>Geröntgt wird mit einem speziellen dentalen Röntgengerät – die meisten kennen es von ihren eigenen zahnärztlichen Behandlungen – das übliche Röntgengerät ist nicht ausreichend.</p>
<p>Nur mit dem dentalen Röntgengerät können überlagerungsfreie Einzelzahnbilder hergestellt werden. Zudem hat es den Vorteil, dass die Röntgenbestrahlung nur sehr gering ist, die Strahlenbelastung für die Katze ist minimal. Außerdem kann das Tier ohne weiteren Aufwand direkt auf der Zahnstation geröntgt werden.</p>
<p><strong>Ohne intraorales Dentalröntgen sieht man nur die „ Spitze des Eisberges“, denn 65 % der Zahnerkrankungen befinden sich im Zahnwurzel – und Kieferknochenbereich. Diese Bereiche sind aber in der klinischen Untersuchung unzugänglich.</strong></p>
<p><strong>Ganz wichtig ist, dass immer alle Zähne im Ober – und Unterkiefer geröntgt werden. Nur so erkennen wir Probleme an Zähnen, die mit dem bloßem Auge klinisch unauffällig und gesund erscheinen.</strong></p>
<p><strong>Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass 42 % der klinisch unauffälligen Zähne sich im Röntgen als krank erweisen. Das bedeutet, dass ohne Dentalröntgen kranke Zähne übersehen werden, die Katze nicht ausreichend behandelt wird und weiterhin an Schmerzen leidet. Eine Zahnbehandlung ohne Dentalröntgenaufnahmen &#8211; und dazu zählt auch die Zahnsteinentfernung -wird heutzutage als fehlerhaft angesehen.</strong></p>
<h3 style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Zahnerkrankungen sind bei der Katze sehr häufig</span></h3>
<p>Erkrankungen der Maulhöhle sind keine Altersfrage, schon sehr junge Tiere haben Probleme mit dem – ganzallgemein formuliert – Maul (Kauapparat). Im Alter über 3 Jahren haben Untersuchungen zufolge 2 von 3 Katzen stomatologische Erkrankungen,</p>
<ul>
<li>Zahnfleischentzündung, Parodontitis</li>
<li>Chronische Gingivostomatitis (eine idiopathisch bedingte hochgradige Entzündung des Zahnfleisches schon im ersten Lebensalter)</li>
<li>Zahnstein mit Entzündung ,</li>
<li>Zahnwurzelschäden (FORL) ,</li>
<li>Knochenveränderungen</li>
<li>Zubildungen (Tumore, Zysten…)</li>
</ul>
<p>wobei diese Erkrankungen im Alter noch zunehmen.</p>
<p><strong>Allen Erkrankungen gemeinsam ist, dass sie hochgradig schmerzhaft sind.</strong></p>
<p>Die häufigste Erkrankung ist hier FORL , auch resorptive Läsion RL genannt.</p>
<p>Diese Krankheit ist die schmerzhafteste Krankheit der Katze überhaupt und sie beginnt immer unsichtbar unterhalb des Zahnfleisches im Wurzelbereich.</p>
<p>Warum sie entsteht ist bis heute ungeklärt, doch sie schreitet schleichend fort.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_2.png"><img loading="lazy" class="alignleft wp-image-5749" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_2-300x239.png" alt="" width="276" height="220" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_2-300x239.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_2.png 592w" sizes="(max-width: 276px) 100vw, 276px" /></a><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_3.png"><img loading="lazy" class="wp-image-5750 alignleft" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_3-300x221.png" alt="" width="300" height="221" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_3-300x221.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_3.png 655w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br style="clear: both;" /></p>
<p>Nur durch Röntgen erkennen wir, in welchem Stadium sich die Krankheit befindet und davon anhängig ist die Behandlung.</p>
<p><em>Erst im Röntgen erkennen wir, dass der letzte Backenzahn im Unterkiefer keine Wurzel mehr hat.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nehmen Sie die Maul – und Zahnveränderungen Ihrer Katze ernst</strong></span></p>
<p>Es gibt sichere Hinweise dafür, dass orale Erkrankungen bei der Katze zu systemischen Erkrankungen führen und die Allgemeingesundheit gefährdet.</p>
<p>Aus diesem Grund ist es wichtig, orale Erkrankungen wie jede andere Erkrankung angemessen diagnostisch zu erfassen und anschließend adäquat zu therapieren.</p>
<p>Abwarten und Beobachten ist immer eine falsche Entscheidung, frühzeitig erkannte Zahnschäden ersparen Ihrer Katze viel Leid.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/dentalroentgen-bei-der-katze/">Dentalröntgen bei der Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zahnkrankheiten der Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/zahnkrankheiten-der-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2016 03:22:36 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.rogalla-rummel.de/?post_type=wissenswertes&#038;p=5133</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zahnkrankheiten bei Haustieren Zahnerkrankungen sind extrem häufig bei unseren Haustieren. Unabdingbar zur korrekten Diagnose ist das Dentalröntgen. Bei unseren Katzen leiden ab dem dritten Lebensjahr 85 % der Katzen an Zahnkrankheiten, bei den Hunden ist eher der ältere Hund – je nach Rasse ab dem 4.-6. Lebensjahr &#8211; davon betroffen. Nicht alle Erkrankungen treten bei beiden Spezies gleich auf. So finden wir Erkrankungen bei der Katze, an denen Hunde nicht leiden (z.B. FORL). Auch bei unseren Tieren bleiben nach jeder Mahlzeit Nahrungsreste an den Zähnen kleben. Diese Rückstände sind ein idealer Herd für Bakterien. Es entstehen übelriechende Gase (das Tier riecht unangenehm aus dem Maul) und Toxine, die das Zahnfleisch und die Zähne schädigen. Das Zahnfleisch entzündet sich und löst sich vom Zahn (Parodontose). Es entstehen Hohlräume, in denen sich die Bakterien weiter ausbreiten. So wird nicht nur der Zahn, sondern auch der Kieferknochen angegriffen. Am Zahn selbst entstehen gelbliche- zunächst weiche und mit der Zeit harte Belege = Zahnstein. Dieser Zahnstein hält die Entzündung im Maul weiter aufrecht und der Zustand von Zahnfleisch und Zähnen verschlechtert sich fortschreitend. &#160; Unsere kleinen Lieblinge leiden dann ebenso wie wir unter großen Schmerzen. Leider zeigen sie es ihren Besitzern oft nicht deutlich genug. So sollten Sie Ihren kleinen Lieblingen regelmäßig ins Maul schauen und bei Auffälligkeiten Ihr Tier in der Praxis vorstellen. Nur so können wir gemeinsam größere Schäden vermeiden! Doch nicht nur die Zähne sind in Gefahr! Die Bakterienherde im Zahnstein und in den Zahnfleischtaschen verteilen ihre Krankheitskeime über die Blutbahn im gesamten Körper und schädigen so lebenswichtige Organe wie Herzklappen, Leber, Nieren und Gelenke. Wichtigste Vorsorge ist natürlich auch hier wie beim Menschen das Zähneputzen. Haben sich jedoch erst einmal Zahnstein und Zahnfleischtaschen gebildet, hilft das Putzen auch nicht mehr. Nun muss eine gründliche, professionelle Zahnsanierung unter Narkose erfolgen. &#160; Zahnsteinentfernung Der Zahnstein wird mit einem Ultraschallgerät entfernt, die Zähne werden anschließend gründlich poliert und fluoridiert, Zahnfleischtaschen müssen chirurgisch beseitigt werden. Manche Zähne müssen leider auch gezogen werden. Zahnerkrankungen bei der Katze: Die Zähne von Katzen sollten idealerweise einmal im Jahr tierärztlich kontrolliert werden, Katzen, die schon Zahnprobleme hatten, sollten alle 6 Monate kontrolluntersucht werden. Infektionskrankheiten: Einige Infektionskrankheiten gehen mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) einher, wie FIV (Feline Infektiöse Virusinfektion = Katzen- AIDS) FeLV (Feline Leukose- Virus = Leukose) und die Feline Calici – Virusinfektion. Insofern sind Zahnfleischentzündungen bei der jungen Katze immer verdächtig, und es muß eine Blutuntersuchung auf diese Erkrankungen durchgeführt werden. Kleine Kätzchen um den 5. Monat herum zeigen oft eine leichte Gingivitis und riechen aus dem Maul. Das ist absolut normal, denn jetzt brechen die bleibenden Zähne durch. In der Regel dauert der Zahnwechsel um die 6 Wochen. Peridontalerkrankungen: Unter Peridontalerkrankungen versteht man die Erkrankungen um den Zahn herum: Gingivitis: Unter Gingiva versteht man das Zahnfleisch, das den Zahn umrundet. Eine Gingivitis entsteht sehr schnell, sie kann sich innerhalb von 48 Stunden entwickeln. Geht die Entzündung nicht zurück, entstehen Zahntaschen, in denen sich Futterreste und Bakterien festsetzen. Eine fortgeschrittene Gingivitis ist sehr schmerzhaft. Die Katzen speicheln vermehrt, riechen unangenehm aus dem Maul, sind oft mit den Pfoten im Maulbereich aktiv und haben im fortgeschrittenem Stadium Schwierigkeiten beim Fressen. In diesem Stadium müssen die Zähne und das Zahnfleisch in Narkose saniert werden. Dazu gehört ein gründliches Scaling mit einem Ultraschallgerät, eine Politur und eine Fluoridierung der Zähne. Zahnfleischtaschen werden chirurgisch entfernt und antibiotisch versorgt. Eine Röntgenaufnahme dient dazu, festzustellen, ob die angegriffenen Zähne noch wurzelgesund sind. Sind die Wurzeln mitbeschädigt, so müssen die erkrankten Zähne leider extrahiert werden, um der Katze weitere Schmerzen zu ersparen. Peridonditis: Unter Peridonditis verstehen wir eine weit fortgeschrittene Zahnfleischentzündung wie wir sie häufig bei der älteren Katze vorfinden. Das Zahnfleisch ist stark entzündet und die Zähne sind mit dickem Zahnstein belegt, das Zahnfleisch hat sich weit zurückgezogen, sodass die Wurzeln nicht mehr vollständig bedeckt sind. Die Zähne sind in der Regel eitrig entzündet. Der Zahn muß dann gezogen werden. Stomatitis: Eine Stomatitis ist eine Entzündung des gesamten Maulbereiches. Katzen leiden unter diesen Erscheinungen bei dem sog. Lymphozytärem Plasma &#8211; Stomatitis Komplex (LPGC = Lymphozytic Plasmazytic Gingivitis Stomatitis Complex). Das ist eine immuninduzierte , extrem starke Entzündung des gesamten Maulbereichen, deren Ursache bis heute nicht geklärt ist. Die Katzen haben eine feuerrot entzündete Maulhöhle, speicheln vermehrt, stecken die Pfoten ins Maul oder zeigen andere Schmerzäußerungen, haben verringerten Appetit und verlieren mit der Zeit an Gewicht. Einzige Behandlungsform ist zunächst alle Zähne zu reinigen, alle erkrankten Zähne zu ziehen (manchmal sind es alle Backenzähne), wenn möglich tägliche Spülungen mit Chlorhexidin durchzuführen und Antibiotika und Kortison zu verabreichen. FORL = Feline Odontoklastische Resorptive Läsion FORL ist sehr häufig sowohl bei jungen wie auch bei alten Katzen. Es wird geschätzt, dass 72 % aller Katzen über 5 Jahre daran leiden. Bei dieser Erkrankung lösen sich die Zähne von selbst auf, es entstehen Löcher, vor allem im Wurzel- und Zahnhalsbereich. Die Zähne sind wie “angefressen“, die Wurzel in Auflösung, rund um den Zahn ist das Zahnfleisch entzündet (Gingivitis). Oft werden diese Löcher von überwucherndem Zahnfleisch geschlossen. Die Zähne werden mürbe und brechen schließlich ab. Die Wurzel steckt aber noch im Zahnfleisch und löst gemeinsam mit der umgebenden Zahnfleischentzündung Schmerzen aus. Die Katzen zeigen dann ähnliche Symptome wie bei der Peridontitis. Vielen Besitzern fällt auf, dass Ihr Liebling einseitig kaut oder das Futter im Maul herumschiebt. Die Löcher, die durch FORL entstehen, können nicht wie beim Menschen geschlossen werden, da der Auflöseprozess ungehindert fortschreitet. Diese Zähne müssen gezogen werden. Außerdem ist auch hier eine Röntgenaufnahme nötig, um alle betroffenen Zähne zu entdecken und in einer Behandlung unter Narkose zu entfernen. Die Auflösung beginnt immer im Wurzelbereich, so dass sie lange dem Auge verborgen bleiben. Erst beim Einbeziehen der Krone wird die resorptive Läsion als „Loch“ sichtbar, in der Regel sind die Läsionenen multipel und außerordentlich schmerzhaft. Zahnsanierung / Entfernen des Zahnsteins: &#160; Zahnbehandlungen haben immer unter Narkose zu erfolgen. Unsere kleinen Vierbeiner öffnen nicht das Maul, halten still und lassen ihre Zähne behandeln. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass erkrankte Zähne schmerzen. So ist auch nicht ein Abkratzen der</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/zahnkrankheiten-der-katze/">Zahnkrankheiten der Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/cat_zahnbuerste.jpg" rel="attachment wp-att-4062"><img loading="lazy" class=" wp-image-4062 alignright" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/cat_zahnbuerste.jpg" alt="cat_zahnbuerste" width="410" height="272" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/cat_zahnbuerste.jpg 800w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/cat_zahnbuerste-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 410px) 100vw, 410px" /></a></p>
<h2>Zahnkrankheiten bei Haustieren</h2>
<p>Zahnerkrankungen sind extrem häufig bei unseren Haustieren. Unabdingbar zur korrekten Diagnose ist das Dentalröntgen. Bei unseren Katzen leiden ab dem dritten Lebensjahr 85 % der Katzen an Zahnkrankheiten, bei den Hunden ist eher der ältere Hund – je nach Rasse ab dem 4.-6. Lebensjahr &#8211; davon betroffen.<br />
Nicht alle Erkrankungen treten bei beiden Spezies gleich auf. So finden wir Erkrankungen bei der Katze, an denen Hunde nicht leiden (z.B. FORL).<br />
Auch bei unseren Tieren bleiben nach jeder Mahlzeit Nahrungsreste an den Zähnen kleben. Diese Rückstände sind ein idealer Herd für Bakterien. Es entstehen übelriechende Gase (das Tier riecht unangenehm aus dem Maul) und Toxine, die das Zahnfleisch und die Zähne schädigen. Das Zahnfleisch entzündet sich und löst sich vom Zahn (Parodontose). Es entstehen Hohlräume, in denen sich die Bakterien weiter ausbreiten. So wird nicht nur der Zahn, sondern auch der Kieferknochen angegriffen.<br />
Am Zahn selbst entstehen gelbliche- zunächst weiche und mit der Zeit harte Belege = Zahnstein. Dieser Zahnstein hält die Entzündung im Maul weiter aufrecht und der Zustand von Zahnfleisch und Zähnen verschlechtert sich fortschreitend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="width: 214px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_01.jpg" alt="" width="204" height="290" border="0"><p class="wp-caption-text">Gezogene Eckzähne eines Hundes, der Zahnstein und der Eiter mit Futterresten sind durch die Zahnfleischtaschen (Parodontose) bis in die Tiefe der Wurzeln gezogen, der sichtbare Zahn (der Rand ist deutlich erkennbar) wirkte gar nicht so gravierend verändert.</p></div>
<p>Unsere kleinen Lieblinge leiden dann ebenso wie wir unter großen Schmerzen. Leider zeigen sie es ihren Besitzern oft nicht deutlich genug.</p>
<p>So sollten Sie Ihren kleinen Lieblingen regelmäßig ins Maul schauen und bei Auffälligkeiten Ihr Tier in der Praxis vorstellen. Nur so können wir gemeinsam größere Schäden vermeiden!<br />
Doch nicht nur die Zähne sind in Gefahr! Die Bakterienherde im Zahnstein und in den Zahnfleischtaschen verteilen ihre Krankheitskeime über die Blutbahn im gesamten Körper und schädigen so lebenswichtige Organe wie Herzklappen, Leber, Nieren und Gelenke.<br />
Wichtigste Vorsorge ist natürlich auch hier wie beim Menschen das Zähneputzen. Haben sich jedoch erst einmal Zahnstein und Zahnfleischtaschen gebildet, hilft das Putzen auch nicht mehr.<br />
Nun muss eine gründliche, professionelle Zahnsanierung unter Narkose erfolgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table cellspacing="0" cellpadding="3" border="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3" align="center"><strong><i>Zahnsteinentfernung</i></strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="153">
<div style="width: 163px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_03.jpg" alt="" width="153" height="144" border="0"><p class="wp-caption-text">mit Ultraschall und</p></div></td>
<td width="160">
<div style="width: 163px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_04.jpg" alt="" width="153" height="138" border="0"><p class="wp-caption-text">anschließender Politur</p></div></td>
<td>
<div style="width: 154px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_02.jpg" alt="" width="144" height="144" border="0"><p class="wp-caption-text">mit Fluoridierung</p></div></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Zahnstein wird mit einem Ultraschallgerät entfernt, die Zähne werden anschließend gründlich poliert und fluoridiert, Zahnfleischtaschen müssen chirurgisch beseitigt werden. Manche Zähne müssen leider auch gezogen werden.</p>
<h2><a id="katze" name="katze"></a>Zahnerkrankungen bei der Katze:</h2>
<p>Die Zähne von Katzen sollten idealerweise einmal im Jahr tierärztlich kontrolliert werden, Katzen, die schon Zahnprobleme hatten, sollten alle 6 Monate kontrolluntersucht werden.</p>
<h3>Infektionskrankheiten:</h3>
<p>Einige Infektionskrankheiten gehen mit einer Zahnfleischentzündung<br />
(Gingivitis) einher, wie FIV (<span class="gruen"><b>F</b></span>eline <b><span class="gruen">I</span></b>nfektiöse <b><span class="gruen">V</span></b>irusinfektion = Katzen- AIDS) FeLV (<b><span class="gruen">F</span></b>eline <b><span class="gruen">L</span></b>eukose- <b><span class="gruen">V</span></b>irus = Leukose) und die Feline Calici – Virusinfektion.<br />
Insofern sind Zahnfleischentzündungen bei der jungen Katze immer verdächtig, und es muß eine Blutuntersuchung auf diese Erkrankungen durchgeführt werden.<br />
Kleine Kätzchen um den 5. Monat herum zeigen oft eine leichte Gingivitis und riechen aus dem Maul. Das ist absolut normal, denn jetzt brechen die bleibenden Zähne durch. In der Regel dauert der Zahnwechsel um die 6 Wochen.</p>
<h3>Peridontalerkrankungen:</h3>
<p>Unter Peridontalerkrankungen versteht man die Erkrankungen um den Zahn herum:</p>
<h4><a id="gingivitis" name="gingivitis"></a>Gingivitis:</h4>
<p>Unter Gingiva versteht man das Zahnfleisch, das den Zahn umrundet.<br />
Eine Gingivitis entsteht sehr schnell, sie kann sich innerhalb von 48 Stunden entwickeln.<br />
Geht die Entzündung nicht zurück, entstehen Zahntaschen, in denen sich Futterreste und Bakterien festsetzen.<br />
Eine fortgeschrittene Gingivitis ist sehr schmerzhaft. Die Katzen speicheln vermehrt, riechen unangenehm aus dem Maul, sind oft mit den Pfoten im Maulbereich aktiv und haben im fortgeschrittenem Stadium Schwierigkeiten beim Fressen.<br />
In diesem Stadium müssen die Zähne und das Zahnfleisch in Narkose saniert werden. Dazu gehört ein gründliches Scaling mit einem Ultraschallgerät, eine Politur und eine Fluoridierung der Zähne. Zahnfleischtaschen werden chirurgisch entfernt und antibiotisch versorgt.<br />
Eine Röntgenaufnahme dient dazu, festzustellen, ob die angegriffenen Zähne noch wurzelgesund sind. Sind die Wurzeln mitbeschädigt, so müssen die erkrankten Zähne leider extrahiert werden, um der Katze weitere Schmerzen zu ersparen.</p>
<h4>Peridonditis:</h4>
<p>Unter Peridonditis verstehen wir eine weit fortgeschrittene Zahnfleischentzündung wie wir sie häufig bei der älteren Katze vorfinden. Das Zahnfleisch ist stark entzündet und die Zähne sind mit dickem Zahnstein belegt, das Zahnfleisch hat sich weit zurückgezogen, sodass die Wurzeln nicht mehr vollständig bedeckt sind. Die Zähne sind in der Regel eitrig entzündet.<br />
Der Zahn muß dann gezogen werden.</p>
<h4><a id="stomatitis" name="stomatitis"></a>Stomatitis:</h4>
<p>Eine Stomatitis ist eine Entzündung des gesamten Maulbereiches.<br />
Katzen leiden unter diesen Erscheinungen bei dem sog. <b>Lymphozytärem Plasma &#8211; Stomatitis Komplex</b></p>
<p><b>(LPGC = <span class="gruen">L</span>ymphozytic <span class="gruen">P</span>lasmazytic <span class="gruen">G</span>ingivitis Stomatitis <span class="gruen">C</span>omplex). Das ist eine immuninduzierte , extrem starke Entzündung des gesamten Maulbereichen, deren Ursache bis heute nicht geklärt ist.<br />
</b>Die Katzen haben eine feuerrot entzündete Maulhöhle, speicheln vermehrt, stecken die Pfoten ins Maul oder zeigen andere Schmerzäußerungen, haben verringerten Appetit und verlieren mit der Zeit an Gewicht.<br />
Einzige Behandlungsform ist zunächst alle Zähne zu reinigen, alle erkrankten Zähne zu ziehen (manchmal sind es alle Backenzähne), wenn möglich tägliche Spülungen mit Chlorhexidin durchzuführen und Antibiotika und Kortison zu verabreichen.</p>
<h2><a id="FORL" name="FORL"></a>FORL = <span class="gruen">F</span>eline <span class="gruen">O</span>dontoklastische <span class="gruen">R</span>esorptive <span class="gruen">L</span>äsion</h2>
<p><b>FORL ist sehr häufig sowohl bei jungen wie auch bei alten Katzen.<br />
Es wird geschätzt, dass 72 % aller Katzen über 5 Jahre daran leiden.<br />
</b>Bei dieser Erkrankung lösen sich die Zähne von selbst auf, es entstehen Löcher, vor allem im Wurzel- und Zahnhalsbereich.</p>
<table cellspacing="0" cellpadding="3" border="0">
<tbody>
<tr>
<td width="258"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_06.jpg" alt="" width="234" height="192" border="0"></td>
<td>
<div><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_05.jpg" alt="" width="94" height="87" border="0"></div>
<p><i>Die Zähne sind wie “angefressen“, die Wurzel in Auflösung, rund um den Zahn ist<br />
das Zahnfleisch entzündet (Gingivitis).<br />
</i></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Oft werden diese Löcher von überwucherndem Zahnfleisch geschlossen.<br />
Die Zähne werden mürbe und brechen schließlich ab. Die Wurzel steckt aber noch im Zahnfleisch und löst gemeinsam mit der umgebenden Zahnfleischentzündung Schmerzen aus.<br />
Die Katzen zeigen dann ähnliche Symptome wie bei der Peridontitis.<br />
Vielen Besitzern fällt auf, dass Ihr Liebling einseitig kaut oder das Futter im Maul herumschiebt.<br />
Die Löcher, die durch FORL entstehen, können nicht wie beim Menschen geschlossen werden, da der Auflöseprozess ungehindert fortschreitet. Diese Zähne müssen gezogen werden. Außerdem ist<br />
auch hier eine Röntgenaufnahme nötig, um alle betroffenen Zähne zu entdecken und in einer Behandlung unter Narkose zu entfernen.<br />
Die Auflösung beginnt immer im Wurzelbereich, so dass sie lange dem Auge verborgen bleiben. Erst beim Einbeziehen der Krone wird<br />
die resorptive Läsion als „Loch“ sichtbar, in der Regel sind die Läsionenen multipel und außerordentlich schmerzhaft.</p>
<h2>Zahnsanierung / Entfernen des Zahnsteins:</h2>
<div style="width: 261px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_07.jpg" alt="" width="251" height="251" border="0"><p class="wp-caption-text">Katze mit massiven Zahnsteinbefall</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Zahnbehandlungen haben immer unter Narkose zu erfolgen.</b><br />
Unsere kleinen Vierbeiner öffnen nicht das Maul, halten still und lassen ihre Zähne behandeln.<br />
Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass erkrankte Zähne schmerzen. So ist auch nicht ein Abkratzen der Zahnbeläge anzuraten. Unter dem Belag finden wir fast immer beschädigte Zähne, die bei der Berührung sehr schmerzhaft sind. Das grobe Abkratzen verursacht zusätzlich Schäden im Zahnschmelz, in diese kleinen Fissuren setzen sich dann viel schneller wieder neue Bakterien und neue Beläge bilden sich rascher. Deswegen ist immer eine Zahnreinigung mit dem schonendem Ultraschallgerät anzuraten.</p>
<p>Anschließend müssen die Zähne selbstverständlich poliert werden, um Mini-Kerbungen im Schmelz zu glätten. Zum weiteren Schutz wird der Zahn abschließend immer fluoridiert.<br />
An diesen Erfordernissen können Sie leicht erkennen, dass eine Narkose für eine fachgerechte Zahnbehandlung immer erforderlich ist.</p>
<div>
<h3><a id="zahnsanierung_alte_patienten" name="zahnsanierung_alte_patienten"></a>Zahnsanierung beim alten Patienten:</h3>
</div>
<p>Nun verstehen wir natürlich Ihre Angst vor der Narkose bei Ihren alten Gefährten. Oft leiden unsere kleinen Patienten aufgrund dieser Angst leider viel zu lange. Sie sollten schon bei den kleinsten Symptomen Ihr Tier kontrollieren lassen. Sind die Schäden nicht so groß, so ist der Eingriff auch viel kürzer und die Narkose ist schnell vorbei.<br />
Bedenken Sie auch , dass unsere kleinen Gefährten in größeren Zeiteinheiten altern. Warten Sie nur ein halbes Jahr, so ist Ihr Tier oft organmäßig viel mehr als ein ganzes Jahr gealtert.<br />
<a id="narkoserisiko" name="narkoserisiko"></a><b>Grundsätzlich aber hat jede Narkose ein Risiko, beim jungen Tier ist es natürlich geringer als beim älteren Patienten.<br />
Das ist bei uns Menschen nicht anders. Aufgrund dieses<br />
generellen Narkoserisikos verlangt auch jeder Human-Arzt von Ihnen eine Einverständniserklärung vor jeder Narkose.<br />
Wir als Ärzte sind verpflichtet dieses Risiko so gering wie möglich zu halten.</b></p>
<p><b>Siehe auch: </b><b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/zahnerkrankung-bei-der-katze-september-2005/">Fall des Monats : September 2005</a></b></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/zahnkrankheiten-der-katze/">Zahnkrankheiten der Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zahnerkrankungen bei Nagern</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/zahnerkrankungen-bei-nagern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2015 19:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nagetiere]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnerkrankungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://Auch%20unsere%20Kleinsten%20können%20Zahnprobleme%20haben.%20Häufig%20werden%20Kanin</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auch unsere Kleinsten können Zahnprobleme haben. Häufig werden Kaninchen oder andere Nager in der Praxis vorgestellt, weil sie nicht mehr richtig fressen oder Verdickungen am Kinn oder Hals haben. Manchmal ist der gesamte Maulbereich nass und entzündet. Die kleinen Freunde haben abgenommen. Da ihr Futterschälchen immer gefüllt ist mit Heu, Gemüse, Salat und Körnern, fällt es immer erst sehr spät auf, dass die kleinen Nager nicht mehr richtig fressen. Doch meistens tun sie das schon seit längerer Zeit, und zwar weil sie Zahnschmerzen haben. Doch wie kommt es dazu? Bei unseren Heimtieren wie Kaninchen, Meerschweinchen, Degu, Maus, Hamster, Ratte, Chinchilla wachsen die Schneidezähne ein Leben lang nach, bis zu 3 mm pro Woche. Durch ständige „Arbeit“ (mümmeln und knabbern) reiben sich die Zähne ab, so dass das Gebiß gesund bleibt. Das ist möglich, weil die Nager im Gegensatz zu Hund und Katze, die Kiefer stark seitlich gegeneinander verschieben können. Man nennt das Schlittengelenk. Das macht das Mümmeln aus, was Hund und Katze nun mal nicht zustande bringen! Beim Kaninchen und beim Meerschweinchen, Chinchilla und Degu wachsen aber auch noch die Backenzähne ständig weiter. Durch ständiges Mümmeln bleiben die Backenzahnoberflächen gerade und die oberen und unteren Schneidezähne bleiben gleich lang. Stehen die Zähne aber nicht in einer korrekten Position zueinander, so entwickeln sich schwerwiegende Probleme, die sogar zum Tod Ihres Lieblings führen können. Reiben sich die Schneidzähne (SZ) des Unterkiefers nicht richtig ab, so rollen sich die oberen Zähne nach innen und die unteren Zähne sprießen nach vorn. Die unteren Backenzähne bekommen Zacken, die auf die Zunge zuwachsen und sie wie in einer Röhre einkeilen (sog.Brückenbildung). Wird das nicht rechtzeitig bemerkt, und die Zunge nicht durch Abschleifen der Spitzen (Brücke) befreit, so kann diese gelähmt bleiben, dann wird das Tier auch nach korrekter Zahnbehandlung nicht mehr fressen und trinken können. Die oberen Backenzähne wachsen nach außen in Richtung Wange und spießen sich dort ein, was zu sehr schmerzhaften Verletzungen und Entzündungen führt. Auch diese Zähne müssen wieder in Form geschliffen werden. Diese Zahnbehandlungen erfolgen immer in Narkose mit Spezialzahnwerkzeugen für Nager, das entsprechend klein ist. Manche Kaninchen haben eine angeborene Fehlstellung, der Oberkiefer ist zu kurz. Solche Tiere müssen natürlich regelmäßig vorgestellt werden, und die verformten Zähne können mit einer rotierenden kleinen Diamantscheibe korrigiert werden. Das Abknipsen mit einer Zange ist nicht unbedingt anzuraten, da die kräftigen Schneidezähne leicht splittern und es dann bei Zahnfrakturen zu Wurzelentzündungen im Kiefer kommen kann. Solche Fälle sind zum Glück nicht häufig. Häufigste Ursache für Zahnprobleme bei unseren ganz kleinen Lieblingen sind Fütterungsfehler. Wildkaninchen kauen nur auf Gras, Heu und Pflanzensamen, unsere Heimtiere haben aber auch noch viele Leckerchen wie Joghurtdrops und oft viel zu viel Körnerfutter im Angebot. Es muss unbedingt ausreichen Hartfutter zur Verfügung gestellt werden. Dazu zählt getrocknetes, hartes Brot, frisches Heu, geschälte und abgebürstete Zweige von Obstbäumen, Weiden oder Buchen. Das Verhältnis von Heu / Grünfutter zu Körner sollte max 2/3 zu 1/3 sein. Körner sind immer nur eine kleine Zugabe. Gekauftes Fertigfutter ist viel zu energiereich, die Kleinen sind schnell satt und mümmeln nicht mehr. Die Tiere müssen sehr viel Heu und Frischfutter in Form von Obst, Gemüse und Kräuter erhalten und dürfen nur sehr wenig Körner fressen; ein Teelöffel / Tag reicht dem Meerschweinchen, ein Esslöffel dem kleinen Kaninchen. Sind die Tiere zu schnell satt, trinken sie auch zu wenig, was dann wiederum zu Harngrieß oder Harnsteinen führen kann. Werden die Zähne nicht gleichmäßig abgerieben, so entsteht Schiefstellung, beim Aufeinanderbeißen verkippen die Zähne gegeneinander. Auf Dauer führt das zu einer leichten Lockerung im Zahnfach und durch diese Spalten dringen dann Bakterien in den Kiefer. Auf Dauer entstehen oft eitrige Zahnabszesse, die dann chirurgisch beseitigt werden müssen. &#160; Leider entstehen manchmal trotz bester Behandlung nach einiger Zeit wieder neue Abszesse, die dann erneut behandelt werden müssen. In der Regel fressen die Tiere nicht sofort nach einer Zahnsanierung. Dann müssen Sie unbedingt zwangsgefüttert werden. Da die Tiere nach den Eingriffen bei uns immer stationär bleiben, erfolgt es bei uns schon nach dem Aufwachen in der Praxis. Es gibt inzwischen sehr gute Fertigfutter, mit denen das sehr leicht möglich ist, sodass sie bald wieder munter sind. Gelingt es, die Zahnprobleme zu beheben, so können Sie noch lange Freude an Ihren Meerschweinchen oder Kaninchen haben. &#160; Siehe auch: Wissenswertes: Kieferabszesse bei Nagern</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/zahnerkrankungen-bei-nagern/">Zahnerkrankungen bei Nagern</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnerkrankungen_nager_01.jpg" alt="" width="370" height="172" border="0" /></p>
</div>
<p>Auch unsere Kleinsten können Zahnprobleme haben. Häufig werden Kaninchen oder andere Nager in der Praxis vorgestellt, weil sie nicht mehr richtig fressen oder Verdickungen am Kinn oder Hals haben. Manchmal ist der gesamte Maulbereich nass und entzündet.<br />
Die kleinen Freunde haben abgenommen. Da ihr Futterschälchen immer gefüllt ist mit Heu, Gemüse, Salat und Körnern, fällt es immer erst sehr spät auf, dass die kleinen Nager nicht mehr richtig fressen.<br />
Doch meistens tun sie das schon seit längerer Zeit, und zwar weil sie Zahnschmerzen haben.</p>
<h3>Doch wie kommt es dazu?</h3>
<p><b>Bei unseren Heimtieren wie Kaninchen, Meerschweinchen, Degu, Maus, Hamster, Ratte, Chinchilla wachsen die Schneidezähne ein Leben lang nach, bis zu 3 mm pro Woche. Durch ständige „Arbeit“ (mümmeln und knabbern) reiben sich die Zähne ab, so dass das Gebiß gesund bleibt.</b></p>
<p>Das ist möglich, weil die Nager im Gegensatz zu Hund und Katze, die Kiefer stark seitlich gegeneinander verschieben können. Man nennt das Schlittengelenk.<br />
Das macht das Mümmeln aus, was Hund und Katze nun mal nicht zustande bringen!<br />
<b>Beim Kaninchen und beim Meerschweinchen, Chinchilla und Degu wachsen aber auch noch die Backenzähne ständig weiter.<br />
Durch ständiges Mümmeln bleiben die Backenzahnoberflächen gerade und die oberen und unteren Schneidezähne bleiben gleich lang.</b><br />
Stehen die Zähne aber nicht in einer korrekten Position zueinander, so entwickeln sich schwerwiegende Probleme, die sogar zum Tod Ihres Lieblings führen können.</p>
<table border="0" width="487" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnerkrankungen_nager_02.jpg" alt="" width="207" height="173" border="0" /></td>
<td><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnerkrankungen_nager_03.jpg" alt="" width="216" height="174" border="0" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Reiben sich die Schneidzähne (SZ) des Unterkiefers nicht richtig ab, so rollen sich die oberen Zähne nach innen und die unteren Zähne sprießen nach vorn.</p>
<p>Die <b>unteren Backenzähne</b> bekommen Zacken, die auf die Zunge zuwachsen und sie wie in einer Röhre einkeilen (sog.Brückenbildung).<br />
Wird das nicht rechtzeitig bemerkt, und die Zunge nicht durch Abschleifen der Spitzen (Brücke) befreit, so kann diese gelähmt bleiben, dann wird das Tier auch nach korrekter Zahnbehandlung nicht mehr fressen und trinken können.</p>
<p>Die <b>oberen Backenzähne</b> wachsen nach außen in Richtung Wange und spießen sich dort ein, was zu sehr schmerzhaften Verletzungen und Entzündungen führt. Auch diese Zähne müssen wieder in Form geschliffen werden.</p>
<p><b>Diese Zahnbehandlungen erfolgen immer in Narkose mit Spezialzahnwerkzeugen für Nager, das entsprechend klein ist</b>.</p>
<p>Manche Kaninchen haben eine angeborene Fehlstellung, der Oberkiefer ist zu kurz. Solche Tiere müssen natürlich regelmäßig vorgestellt werden, und die verformten Zähne können mit einer rotierenden kleinen Diamantscheibe korrigiert werden.<br />
Das Abknipsen mit einer Zange ist nicht unbedingt anzuraten, da die kräftigen Schneidezähne leicht splittern und es dann bei Zahnfrakturen zu Wurzelentzündungen im Kiefer kommen kann. Solche Fälle sind zum Glück nicht häufig.</p>
<p><b>Häufigste Ursache für Zahnprobleme bei unseren ganz kleinen Lieblingen sind Fütterungsfehler</b>.<br />
Wildkaninchen kauen nur auf Gras, Heu und Pflanzensamen, unsere Heimtiere haben aber auch noch viele Leckerchen wie Joghurtdrops und oft viel zu viel Körnerfutter im Angebot.<br />
Es muss unbedingt ausreichen Hartfutter zur Verfügung gestellt werden.<br />
Dazu zählt getrocknetes, hartes Brot, frisches Heu, geschälte und abgebürstete Zweige von Obstbäumen, Weiden oder Buchen.<br />
Das Verhältnis von Heu / Grünfutter zu Körner sollte max 2/3 zu 1/3 sein. Körner sind immer nur eine kleine Zugabe.</p>
<p>Gekauftes Fertigfutter ist viel zu energiereich, die Kleinen sind schnell satt und mümmeln nicht mehr. Die Tiere müssen sehr viel Heu und Frischfutter in Form von Obst, Gemüse und Kräuter erhalten und dürfen nur sehr wenig Körner fressen; ein Teelöffel / Tag reicht dem Meerschweinchen, ein Esslöffel dem kleinen Kaninchen.<br />
Sind die Tiere zu schnell satt, trinken sie auch zu wenig, was dann wiederum zu Harngrieß oder Harnsteinen führen kann.</p>
<div style="width: 199px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnerkrankungen_nager_04.jpg" alt="" width="189" height="148" align="left" border="0" hspace="20" /><p class="wp-caption-text">Meerschwein mit schief abgeriebenen Schneidezähnen</p></div>
<p>Werden die Zähne nicht gleichmäßig abgerieben, so entsteht Schiefstellung, beim Aufeinanderbeißen verkippen die Zähne gegeneinander. Auf Dauer führt das zu einer leichten Lockerung im Zahnfach und durch diese Spalten dringen dann Bakterien in den Kiefer.</p>
<div style="width: 235px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnerkrankungen_nager_05.jpg" alt="" width="225" height="139" align="left" border="0" hspace="20" /><p class="wp-caption-text">Zähne mit Wurzelentzündung und Wurzeldeformation</p></div>
<div style="width: 163px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnerkrankungen_nager_06.jpg" alt="" width="153" height="145" align="right" border="0" hspace="20" /><p class="wp-caption-text">Zahn mit anhängendem Abszess</p></div>
<p>Auf Dauer entstehen oft eitrige Zahnabszesse, die dann chirurgisch beseitigt werden müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Leider entstehen manchmal trotz bester Behandlung nach einiger Zeit wieder neue Abszesse, die dann erneut behandelt werden müssen.</p>
<p>In der Regel fressen die Tiere nicht sofort nach einer Zahnsanierung. Dann müssen Sie unbedingt zwangsgefüttert werden. Da die Tiere nach den Eingriffen bei uns immer stationär bleiben, erfolgt es bei uns schon nach dem Aufwachen in der Praxis.<br />
Es gibt inzwischen sehr gute Fertigfutter, mit denen das sehr leicht möglich ist, sodass sie bald wieder munter sind.</p>
<div style="width: 218px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnerkrankungen_nager_07.jpg" alt="" width="208" height="123" align="left" border="0" hspace="20" /><p class="wp-caption-text">Zwei unzertrennliche Freunde</p></div>
<p>Gelingt es, die Zahnprobleme zu beheben, so können Sie noch lange Freude an Ihren Meerschweinchen oder Kaninchen haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Siehe auch: Wissenswertes: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kieferabszesse-bei-nagern/">Kieferabszesse bei Nagern</a></b></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/zahnerkrankungen-bei-nagern/">Zahnerkrankungen bei Nagern</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zahnkrankheiten</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/zahnkrankheiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2015 13:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Epulis]]></category>
		<category><![CDATA[Forl]]></category>
		<category><![CDATA[Gingivitis]]></category>
		<category><![CDATA[Karies]]></category>
		<category><![CDATA[Peridonditis]]></category>
		<category><![CDATA[Stomatitis]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnerkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnstein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rogalla-rummel.de/?post_type=wissenswertes&#038;p=4305</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zahnkrankheiten bei  Haustieren Zahnerkrankungen sind extrem häufig bei unseren Haustieren. Unabdingbar zur korrekten Diagnose ist das Dentalröntgen. Bei unseren Katzen leiden ab dem dritten Lebensjahr 85 % der Katzen an Zahnkrankheiten, bei den Hunden ist eher der ältere Hund – je nach Rasse ab dem 4.-6. Lebensjahr &#8211; davon betroffen. Nicht alle Erkrankungen treten bei beiden Spezies gleich auf. So finden wir Erkrankungen bei der Katze, an denen Hunde nicht leiden (z.B. FORL). Auch bei unseren Tieren bleiben nach jeder Mahlzeit Nahrungsreste an den Zähnen kleben. Diese Rückstände sind ein idealer Herd für Bakterien. Es entstehen übelriechende Gase (das Tier riecht unangenehm aus dem Maul) und Toxine, die das Zahnfleisch und die Zähne schädigen. Das Zahnfleisch entzündet sich und löst sich vom Zahn (Parodontose). Es entstehen Hohlräume, in denen sich die Bakterien weiter ausbreiten. So wird nicht nur der Zahn, sondern auch der Kieferknochen angegriffen. Am Zahn selbst entstehen gelbliche- zunächst weiche und mit der Zeit harte Belege = Zahnstein. Dieser Zahnstein hält die Entzündung im Maul weiter aufrecht und der Zustand von Zahnfleisch und Zähnen verschlechtert sich fortschreitend. &#160; Unsere kleinen Lieblinge leiden dann ebenso wie wir unter großen Schmerzen. Leider zeigen sie es ihren Besitzern oft nicht deutlich genug. So sollten Sie Ihren kleinen Lieblingen regelmäßig ins Maul schauen und bei Auffälligkeiten Ihr Tier in der Praxis vorstellen. Nur so können wir gemeinsam größere Schäden vermeiden! Doch nicht nur die Zähne sind in Gefahr! Die Bakterienherde im Zahnstein und in den Zahnfleischtaschen verteilen ihre Krankheitskeime über die Blutbahn im gesamten Körper und schädigen so lebenswichtige Organe wie Herzklappen, Leber, Nieren und Gelenke. Wichtigste Vorsorge ist natürlich auch hier wie beim Menschen das Zähneputzen. Haben sich jedoch erst einmal Zahnstein und Zahnfleischtaschen gebildet, hilft das Putzen auch nicht mehr. Nun muss eine gründliche, professionelle Zahnsanierung unter Narkose erfolgen. &#160; Zahnsteinentfernung Der Zahnstein wird mit einem Ultraschallgerät entfernt, die Zähne werden anschließend gründlich poliert und fluoridiert, Zahnfleischtaschen müssen chirurgisch beseitigt werden. Manche Zähne müssen leider auch gezogen werden. Zahnerkrankungen bei der Katze: Die Zähne von Katzen sollten idealerweise einmal im Jahr tierärztlich kontrolliert werden, Katzen, die schon Zahnprobleme hatten, sollten alle 6 Monate kontrolluntersucht werden. Infektionskrankheiten: Einige Infektionskrankheiten gehen mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) einher, wie FIV (Feline Infektiöse Virusinfektion = Katzen- AIDS) FeLV (Feline Leukose- Virus = Leukose) und die Feline Calici – Virusinfektion. Insofern sind Zahnfleischentzündungen bei der jungen Katze immer verdächtig, und es muß eine Blutuntersuchung auf diese Erkrankungen durchgeführt werden. Kleine Kätzchen um den 5. Monat herum zeigen oft eine leichte Gingivitis und riechen aus dem Maul. Das ist absolut normal, denn jetzt brechen die bleibenden Zähne durch. In der Regel dauert der Zahnwechsel um die 6 Wochen. Peridontalerkrankungen: Unter Peridontalerkrankungen versteht man die Erkrankungen um den Zahn herum: Gingivitis: Unter Gingiva versteht man das Zahnfleisch, das den Zahn umrundet. Eine Gingivitis entsteht sehr schnell, sie kann sich innerhalb von 48 Stunden entwickeln. Geht die Entzündung nicht zurück, entstehen Zahntaschen, in denen sich Futterreste und Bakterien festsetzen. Eine fortgeschrittene Gingivitis ist sehr schmerzhaft. Die Katzen speicheln vermehrt, riechen unangenehm aus dem Maul, sind oft mit den Pfoten im Maulbereich aktiv und haben im fortgeschrittenem Stadium Schwierigkeiten beim Fressen. In diesem Stadium müssen die Zähne und das Zahnfleisch in Narkose saniert werden. Dazu gehört ein gründliches Scaling mit einem Ultraschallgerät, eine Politur und eine Fluoridierung der Zähne. Zahnfleischtaschen werden chirurgisch entfernt und antibiotisch versorgt. Eine Röntgenaufnahme dient dazu, festzustellen, ob die angegriffenen Zähne noch wurzelgesund sind. Sind die Wurzeln mitbeschädigt, so müssen die erkrankten Zähne leider extrahiert werden, um der Katze weitere Schmerzen zu ersparen. Peridonditis: Unter Peridonditis verstehen wir eine weit fortgeschrittene Zahnfleischentzündung wie wir sie häufig bei der älteren Katze vorfinden. Das Zahnfleisch ist stark entzündet und die Zähne sind mit dickem Zahnstein belegt, das Zahnfleisch hat sich weit zurückgezogen, sodass die Wurzeln nicht mehr vollständig bedeckt sind. Die Zähne sind in der Regel eitrig entzündet. Der Zahn muß dann gezogen werden. Stomatitis: Eine Stomatitis ist eine Entzündung des gesamten Maulbereiches. Katzen leiden unter diesen Erscheinungen bei dem sog. Lymphozytärem Plasma &#8211; Stomatitis Komplex (LPGC = Lymphozytic Plasmazytic Gingivitis Stomatitis Complex). Das ist eine immuninduzierte , extrem starke Entzündung des gesamten Maulbereichen, deren Ursache bis heute nicht geklärt ist. Die Katzen haben eine feuerrot entzündete Maulhöhle, speicheln vermehrt, stecken die Pfoten ins Maul oder zeigen andere Schmerzäußerungen, haben verringerten Appetit und verlieren mit der Zeit an Gewicht. Einzige Behandlungsform ist zunächst alle Zähne zu reinigen, alle erkrankten Zähne zu ziehen (manchmal sind es alle Backenzähne), wenn möglich tägliche Spülungen mit Chlorhexidin durchzuführen und Antibiotika und Kortison zu verabreichen. FORL = Feline Odontoklastische Resorptive Läsion FORL ist sehr häufig sowohl bei jungen wie auch bei alten Katzen. Es wird geschätzt, dass 72 % aller Katzen über 5 Jahre daran leiden. Bei dieser Erkrankung lösen sich die Zähne von selbst auf, es entstehen Löcher, vor allem im Wurzel- und Zahnhalsbereich. Die Zähne sind wie “angefressen“, die Wurzel in Auflösung, rund um den Zahn ist das Zahnfleisch entzündet (Gingivitis). Oft werden diese Löcher von überwucherndem Zahnfleisch geschlossen. Die Zähne werden mürbe und brechen schließlich ab. Die Wurzel steckt aber noch im Zahnfleisch und löst gemeinsam mit der umgebenden Zahnfleischentzündung Schmerzen aus. Die Katzen zeigen dann ähnliche Symptome wie bei der Peridontitis. Vielen Besitzern fällt auf, dass Ihr Liebling einseitig kaut oder das Futter im Maul herumschiebt. Die Löcher, die durch FORL entstehen, können nicht wie beim Menschen geschlossen werden, da der Auflöseprozess ungehindert fortschreitet. Diese Zähne müssen gezogen werden. Außerdem ist auch hier eine Röntgenaufnahme nötig, um alle betroffenen Zähne zu entdecken und in einer Behandlung unter Narkose zu entfernen. Die Auflösung beginnt immer im Wurzelbereich, so dass sie lange dem Auge verborgen bleiben. Erst beim Einbeziehen der Krone wird die resorptive Läsion als „Loch“ sichtbar, in der Regel sind die Läsionenen multipel und außerordentlich schmerzhaft. Zahnsanierung / Entfernen des Zahnsteins: &#160; Zahnbehandlungen haben immer unter Narkose zu erfolgen. Unsere kleinen Vierbeiner öffnen nicht das Maul, halten still und lassen ihre Zähne behandeln. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass erkrankte Zähne schmerzen. So ist auch nicht ein Abkratzen der</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/zahnkrankheiten/">Zahnkrankheiten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/cat_zahnbuerste.jpg" rel="attachment wp-att-4062"><img loading="lazy" class=" wp-image-4062 alignright" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/cat_zahnbuerste.jpg" alt="cat_zahnbuerste" width="410" height="272" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/cat_zahnbuerste.jpg 800w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/cat_zahnbuerste-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 410px) 100vw, 410px" /></a></p>
<h2>Zahnkrankheiten bei  Haustieren</h2>
<p>Zahnerkrankungen sind extrem häufig bei unseren Haustieren. Unabdingbar zur korrekten Diagnose ist das <a href="https://www.rogalla-rummel.de/leistungen/dentalroentgen/">Dentalröntgen</a>. Bei unseren Katzen leiden ab dem dritten Lebensjahr 85 % der Katzen an Zahnkrankheiten, bei den Hunden ist eher der ältere Hund – je nach Rasse ab dem 4.-6. Lebensjahr &#8211; davon betroffen.<br />
Nicht alle Erkrankungen treten bei beiden Spezies gleich auf. So finden wir Erkrankungen bei der Katze, an denen Hunde nicht leiden (z.B. FORL).<br />
Auch bei unseren Tieren bleiben nach jeder Mahlzeit Nahrungsreste an den Zähnen kleben. Diese Rückstände sind ein idealer Herd für Bakterien. Es entstehen übelriechende Gase (das Tier riecht unangenehm aus dem Maul) und Toxine, die das Zahnfleisch und die Zähne schädigen. Das Zahnfleisch entzündet sich und löst sich vom Zahn (Parodontose). Es entstehen Hohlräume, in denen sich die Bakterien weiter ausbreiten. So wird nicht nur der Zahn, sondern auch der Kieferknochen angegriffen.<br />
Am Zahn selbst entstehen gelbliche- zunächst weiche und mit der Zeit harte Belege = Zahnstein. Dieser Zahnstein hält die Entzündung im Maul weiter aufrecht und der Zustand von Zahnfleisch und Zähnen verschlechtert sich fortschreitend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="width: 214px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_01.jpg" alt="" width="204" height="290" border="0" /><p class="wp-caption-text">Gezogene Eckzähne eines Hundes, der Zahnstein und der Eiter mit Futterresten sind durch die Zahnfleischtaschen (Parodontose) bis in die Tiefe der Wurzeln gezogen, der sichtbare Zahn (der Rand ist deutlich erkennbar) wirkte gar nicht so gravierend verändert.</p></div>
<p>Unsere kleinen Lieblinge leiden dann ebenso wie wir unter großen Schmerzen. Leider zeigen sie es ihren Besitzern oft nicht deutlich genug.</p>
<p>So sollten Sie Ihren kleinen Lieblingen regelmäßig ins Maul schauen und bei Auffälligkeiten Ihr Tier in der Praxis vorstellen. Nur so können wir gemeinsam größere Schäden vermeiden!<br />
Doch nicht nur die Zähne sind in Gefahr! Die Bakterienherde im Zahnstein und in den Zahnfleischtaschen verteilen ihre Krankheitskeime über die Blutbahn im gesamten Körper und schädigen so lebenswichtige Organe wie Herzklappen, Leber, Nieren und Gelenke.<br />
Wichtigste Vorsorge ist natürlich auch hier wie beim Menschen das Zähneputzen. Haben sich jedoch erst einmal Zahnstein und Zahnfleischtaschen gebildet, hilft das Putzen auch nicht mehr.<br />
Nun muss eine gründliche, professionelle Zahnsanierung unter Narkose erfolgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="3">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3" align="center"><strong><i>Zahnsteinentfernung</i></strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="153">
<div style="width: 163px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_03.jpg" alt="" width="153" height="144" border="0" /><p class="wp-caption-text">mit Ultraschall und</p></div></td>
<td width="160">
<div style="width: 163px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_04.jpg" alt="" width="153" height="138" border="0" /><p class="wp-caption-text">anschließender Politur</p></div></td>
<td>
<div style="width: 154px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_02.jpg" alt="" width="144" height="144" border="0" /><p class="wp-caption-text">mit Fluoridierung</p></div></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Zahnstein wird mit einem Ultraschallgerät entfernt, die Zähne werden anschließend gründlich poliert und fluoridiert, Zahnfleischtaschen müssen chirurgisch beseitigt werden. Manche Zähne müssen leider auch gezogen werden.</p>
<h2><a id="katze" name="katze"></a>Zahnerkrankungen bei der Katze:</h2>
<p>Die Zähne von Katzen sollten idealerweise einmal im Jahr tierärztlich kontrolliert werden, Katzen, die schon Zahnprobleme hatten, sollten alle 6 Monate kontrolluntersucht werden.</p>
<h3>Infektionskrankheiten:</h3>
<p>Einige Infektionskrankheiten gehen mit einer Zahnfleischentzündung<br />
(Gingivitis) einher, wie FIV (<span class="gruen"><b>F</b></span>eline <b><span class="gruen">I</span></b>nfektiöse <b><span class="gruen">V</span></b>irusinfektion = Katzen- AIDS) FeLV (<b><span class="gruen">F</span></b>eline <b><span class="gruen">L</span></b>eukose- <b><span class="gruen">V</span></b>irus = Leukose) und die Feline Calici – Virusinfektion.<br />
Insofern sind Zahnfleischentzündungen bei der jungen Katze immer verdächtig, und es muß eine Blutuntersuchung auf diese Erkrankungen durchgeführt werden.<br />
Kleine Kätzchen um den 5. Monat herum zeigen oft eine leichte Gingivitis und riechen aus dem Maul. Das ist absolut normal, denn jetzt brechen die bleibenden Zähne durch. In der Regel dauert der Zahnwechsel um die 6 Wochen.</p>
<h3>Peridontalerkrankungen:</h3>
<p>Unter Peridontalerkrankungen versteht man die Erkrankungen um den Zahn herum:</p>
<h4><a id="gingivitis" name="gingivitis"></a>Gingivitis:</h4>
<p>Unter Gingiva versteht man das Zahnfleisch, das den Zahn umrundet.<br />
Eine Gingivitis entsteht sehr schnell, sie kann sich innerhalb von 48 Stunden entwickeln.<br />
Geht die Entzündung nicht zurück, entstehen Zahntaschen, in denen sich Futterreste und Bakterien festsetzen.<br />
Eine fortgeschrittene Gingivitis ist sehr schmerzhaft. Die Katzen speicheln vermehrt, riechen unangenehm aus dem Maul, sind oft mit den Pfoten im Maulbereich aktiv und haben im fortgeschrittenem Stadium Schwierigkeiten beim Fressen.<br />
In diesem Stadium müssen die Zähne und das Zahnfleisch in Narkose saniert werden. Dazu gehört ein gründliches Scaling mit einem Ultraschallgerät, eine Politur und eine Fluoridierung der Zähne. Zahnfleischtaschen werden chirurgisch entfernt und antibiotisch versorgt.<br />
Eine <a href="https://www.rogalla-rummel.de/leistungen/dentalroentgen/">Röntgenaufnahme</a> dient dazu, festzustellen, ob die angegriffenen Zähne noch wurzelgesund sind. Sind die Wurzeln mitbeschädigt, so müssen die erkrankten Zähne leider extrahiert werden, um der Katze weitere Schmerzen zu ersparen.</p>
<h4>Peridonditis:</h4>
<p>Unter Peridonditis verstehen wir eine weit fortgeschrittene Zahnfleischentzündung wie wir sie häufig bei der älteren Katze vorfinden. Das Zahnfleisch ist stark entzündet und die Zähne sind mit dickem Zahnstein belegt, das Zahnfleisch hat sich weit zurückgezogen, sodass die Wurzeln nicht mehr vollständig bedeckt sind. Die Zähne sind in der Regel eitrig entzündet.<br />
Der Zahn muß dann gezogen werden.</p>
<h4><a id="stomatitis" name="stomatitis"></a>Stomatitis:</h4>
<p>Eine Stomatitis ist eine Entzündung des gesamten Maulbereiches.<br />
Katzen leiden unter diesen Erscheinungen bei dem sog. <b>Lymphozytärem Plasma &#8211; Stomatitis Komplex</b></p>
<p><b>(LPGC = <span class="gruen">L</span>ymphozytic <span class="gruen">P</span>lasmazytic <span class="gruen">G</span>ingivitis Stomatitis <span class="gruen">C</span>omplex). Das ist eine immuninduzierte , extrem starke Entzündung des gesamten Maulbereichen, deren Ursache bis heute nicht geklärt ist.<br />
</b>Die Katzen haben eine feuerrot entzündete Maulhöhle, speicheln vermehrt, stecken die Pfoten ins Maul oder zeigen andere Schmerzäußerungen, haben verringerten Appetit und verlieren mit der Zeit an Gewicht.<br />
Einzige Behandlungsform ist zunächst alle Zähne zu reinigen, alle erkrankten Zähne zu ziehen (manchmal sind es alle Backenzähne), wenn möglich tägliche Spülungen mit Chlorhexidin durchzuführen und Antibiotika und Kortison zu verabreichen.</p>
<h2><a id="FORL" name="FORL"></a>FORL = <span class="gruen">F</span>eline <span class="gruen">O</span>dontoklastische <span class="gruen">R</span>esorptive <span class="gruen">L</span>äsion</h2>
<p><b>FORL ist sehr häufig sowohl bei jungen wie auch bei alten Katzen.<br />
Es wird geschätzt, dass 72 % aller Katzen über 5 Jahre daran leiden.<br />
</b>Bei dieser Erkrankung lösen sich die Zähne von selbst auf, es entstehen Löcher, vor allem im Wurzel- und Zahnhalsbereich.</p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="3">
<tbody>
<tr>
<td width="258"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_06.jpg" alt="" width="234" height="192" border="0" /></td>
<td>
<div><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_05.jpg" alt="" width="94" height="87" border="0" /></div>
<p><i>Die Zähne sind wie “angefressen“, die Wurzel in Auflösung, rund um den Zahn ist<br />
das Zahnfleisch entzündet (Gingivitis).<br />
</i></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Oft werden diese Löcher von überwucherndem Zahnfleisch geschlossen.<br />
Die Zähne werden mürbe und brechen schließlich ab. Die Wurzel steckt aber noch im Zahnfleisch und löst gemeinsam mit der umgebenden Zahnfleischentzündung Schmerzen aus.<br />
Die Katzen zeigen dann ähnliche Symptome wie bei der Peridontitis.<br />
Vielen Besitzern fällt auf, dass Ihr Liebling einseitig kaut oder das Futter im Maul herumschiebt.<br />
Die Löcher, die durch FORL entstehen, können nicht wie beim Menschen geschlossen werden, da der Auflöseprozess ungehindert fortschreitet. Diese Zähne müssen gezogen werden. Außerdem ist<br />
auch hier eine <a href="https://www.rogalla-rummel.de/leistungen/dentalroentgen/">Röntgenaufnahme</a> nötig, um alle betroffenen Zähne zu entdecken und in einer Behandlung unter Narkose zu entfernen.<br />
Die Auflösung beginnt immer im Wurzelbereich, so dass sie lange dem Auge verborgen bleiben. Erst beim Einbeziehen der Krone wird<br />
die resorptive Läsion als „Loch“ sichtbar, in der Regel sind die Läsionenen multipel und außerordentlich schmerzhaft.</p>
<h2><a id="zahnstein"></a>Zahnsanierung / Entfernen des Zahnsteins:</h2>
<div style="width: 261px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_07.jpg" alt="" width="251" height="251" border="0" /><p class="wp-caption-text">Katze mit massiven Zahnsteinbefall</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Zahnbehandlungen haben immer unter Narkose zu erfolgen.</b><br />
Unsere kleinen Vierbeiner öffnen nicht das Maul, halten still und lassen ihre Zähne behandeln.<br />
Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass erkrankte Zähne schmerzen. So ist auch nicht ein Abkratzen der Zahnbeläge anzuraten. Unter dem Belag finden wir fast immer beschädigte Zähne, die bei der Berührung sehr schmerzhaft sind. Das grobe Abkratzen verursacht zusätzlich Schäden im Zahnschmelz, in diese kleinen Fissuren setzen sich dann viel schneller wieder neue Bakterien und neue Beläge bilden sich rascher. Deswegen ist immer eine Zahnreinigung mit dem schonendem Ultraschallgerät anzuraten.</p>
<p>Anschließend müssen die Zähne selbstverständlich poliert werden, um Mini-Kerbungen im Schmelz zu glätten. Zum weiteren Schutz wird der Zahn abschließend immer fluoridiert.<br />
An diesen Erfordernissen können Sie leicht erkennen, dass eine Narkose für eine fachgerechte Zahnbehandlung immer erforderlich ist.</p>
<div>
<h3><a id="zahnsanierung_alte_patienten" name="zahnsanierung_alte_patienten"></a>Zahnsanierung beim alten Patienten:</h3>
</div>
<p>Nun verstehen wir natürlich Ihre Angst vor der Narkose bei Ihren alten Gefährten. Oft leiden unsere kleinen Patienten aufgrund dieser Angst leider viel zu lange. Sie sollten schon bei den kleinsten Symptomen Ihr Tier kontrollieren lassen. Sind die Schäden nicht so groß, so ist der Eingriff auch viel kürzer und die Narkose ist schnell vorbei.<br />
Bedenken Sie auch , dass unsere kleinen Gefährten in größeren Zeiteinheiten altern. Warten Sie nur ein halbes Jahr, so ist Ihr Tier oft organmäßig viel mehr als ein ganzes Jahr gealtert.<br />
<a id="narkoserisiko" name="narkoserisiko"></a><b>Grundsätzlich aber hat jede Narkose ein Risiko, beim jungen Tier ist es natürlich geringer als beim älteren Patienten.<br />
Das ist bei uns Menschen nicht anders. Aufgrund dieses<br />
generellen Narkoserisikos verlangt auch jeder Human-Arzt von Ihnen eine Einverständniserklärung vor jeder Narkose.<br />
Wir als Ärzte sind verpflichtet dieses Risiko so gering wie möglich zu halten.<br />
</b>So führen wir vor jeder Narkose in Absprache mit Ihnen Bluttests durch, wir checken vorab die Funktion lebenswichtiger Organe wie Herz (EKG, Herzultraschall), Leber und Niere.<br />
Da in der Narkose der Blutdruck absinkt und somit die Durchblutung wichtiger Organe gefährdet, bekommt Ihr Liebling bei uns immer eine intravenöse Infusion während der gesamten Narkose. Somit wird der Blutdruck stabil gehalten. Während der ganzen Narkosedauer werden Atmung, Puls, Sauerstoffsättigung im Blut und Herzaktion überprüft um mögliche Narkosezwischenfälle frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Risikopatienten werden stationär aufgenommen und länger betreut.<br />
Als Narkoseform wird immer die leicht verträglichste Narkose gewählt. Sehr häufig wird der ältere Patient an die Narkosemaschine<br />
(Inhalationsnarkose) angeschlossen.</p>
<p>Bis Ihr Liebling erwacht, wird er mit Sauerstoff durch einen Nasenkatheter versorgt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="width: 248px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_08.jpg" alt="" width="238" height="217" border="0" /><p class="wp-caption-text">Der herzkranke 13.jährige Chihuahua erwacht aus der Narkose auf der Station Die Sauerstoffversorgung erfolgt durch einen Nasenkatheter.</p></div>
<div></div>
<p>All diese Vorsorgemaßnahmen verringern das Narkoserisiko. So können Sie sich entschließen auch noch Ihre sehr alten Lieblinge von den schmerzenden Zähnen zu befreien.</p>
<p>Bitte sprechen Sie über Ihre Ängste mit uns, auf dass wir einen gemeinsamen Weg finden, Ihren kleinen Lieblingen zu helfen.</p>
<h2><a id="hund" name="hund"></a>Zahnerkrankungen beim Hund:</h2>
<p>Ebenso wie die Katze leidet der Hund an den Erkrankungen des Zahnhalteapparates und der Zähne. Auch bei unseren Hunden bildet sich Zahnstein, der dann das umliegende Gewebe entzündet und ebenso wie bei der Katze zu Peridontitis, Gingivitis, Stomatitis,<br />
Parodontose führt.<br />
Wird der Zahnstein nicht rechtzeitig entfernt, so wird auch hier bleibend der Zahn und Zahnhalteapparat geschädigt</p>
<div style="width: 391px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_09.jpg" alt="" width="381" height="237" border="0" /><p class="wp-caption-text">Zahnstein beim Hund (5 Jahre alt): am letzten Backenzahn hat sich das Zahnfleisch zurückgezogen (Parodontose), die Wurzel ist entzündet, eine Eiterfistel ist entstanden (roter Fleck am Zahnfleisch)</p></div>
<p><i><br />
</i><br />
Die Symptome sind ähnlich wie bei der Katze beschrieben; übler Geruch aus dem Maul, bei großen Schmerzen Schieben der Kopfes über den Boden, verminderte Futteraufnahme, vorsichtiges Kauen.<br />
Die Backenzähne können sich eitrig entzünden. Findet der Eiter keinen Abfluß nach unten, so bildet sich unterhalb des Auges eine kleine Erhebung.</p>
<h3>Karies:</h3>
<p>Hunde erkranken im Gegensatz zu Katzen auch wie wir Menschen an Karies. Doch tritt Karies bei den Hunden relativ (3 &#8211; 5%) selten auf. Beim Hund sind in viel stärkerem Ausmaß als beim Menschen innere Faktoren (Erblichkeit z.B. Scotch Terrier) , Rassedisposition<br />
(Border Collie, Fox Terrier, Labrador) dafür verantwortlich.<br />
Häufig ist der erste Backenzahn des Oberkiefers von Karies befallen Finden wir einen erkrankten Zahn auf der einen Seite, so ist in der Regel der Zahn der anderen Seite mitbetroffen. Hat man im Hundegebiß einen kariösen Zahn gefunden, müssen alle weiteren Zähne auf kleinste Anzeichen von Karies untersucht werden. Sind die weiteren Zähne gesund, sollten sie im Rahmen einer Kariesprophylaxe versiegelt werden; eine zusätzliche Fluoridierung ist sinnvoll.</p>
<h3><a id="epulis" name="epulis"></a>Epulis = Umfangsvermehrung des Zahnfleisches<b><br />
</b></h3>
<p>In der Maulhöhle des Hundes finden wir häufig tumorähnliche<br />
Umfangsvermehrungen. Diese Tumore können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein.<br />
Da maligne Tumore relativ selten sind, wollen wir uns hier auf die gutartigen Veränderungen beschränken.<br />
<b>Die am häufigsten vorkommende fibromatöse Epulis ist eine gutartige Wucherung vom Zahnfleisch. </b><br />
Die Veränderung geht vom Zahnfleischrand aus, ist langsam wachsend und von derber Konsistenz. Erst wenn der Tumor eine gewisse Größe erreicht hat oder sich entzündet hat, bereitet er unserem Hund Probleme. Er kann die Zähne verschieben und oft beißt der Hund sich mit den gegenüberliegenden Zähnen Verletzungen hinein. Zahnhygiene ist nicht mehr gewährleistet und die Zähne überziehen sich mit Zahnstein. Die Wucherungen mit ihren tiefen Taschen bilden einen idealen Herd für die Bakterien, die ja nicht nur die Maulhöhle schädigen, sondern auch zu schweren inneren Erkrankungen führen können (Herz-, Leber-, Nierenschäden).</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="width: 280px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/05/wiss_zahnkrankheiten_10.jpg" alt="" width="270" height="218" border="0" /><p class="wp-caption-text">Epulis/generelle Gingivahyperplasie mit massivem Zahnsteinbefall bei einem 13- Jährigem Hund</p></div>
<p>Das veränderte Gewebe wird chirurgisch entfernt. Bildet sich ein Rezidiv sollte die Extraktion des benachbarten Zahnes in Betracht gezogen werden, um das veränderte Gewebe in Gänze entfernen zu können.<br />
Da einem Tumor nie anzusehen ist, ob er gut– oder bösartig ist,<br />
muss immer eine histopathologische Untersuchung des Gewebes<br />
erfolgen.<br />
Der Boxer weist oft eine rassebedingt <b>generalisierte Gingivahyperplasie</b> (= das gesamte Zahnfleisch betreffend) auf. Manchmal werden die Zähne vollständig überwuchert. Auch hier ist eine chirurgische Sanierung der Maulhöhle durchzuführen.</p>
<h2>Wie können Sie die Zähne Ihres Lieblings schützen?</h2>
<p><b>Das Prinzip „wehret den Anfängen“ ist die beste Möglichkeit, Zahnproblemen vorzubeugen.</b><br />
Der eine Hund von 100 Tieren, der auch ohne Pflege keine Probleme hat, rechtfertigt nicht, dass bei den übrigen 99 keine Mundhygiene betrieben wird.<br />
Auch gibt es bis heute keine Wunderfuttermittel, welches die Bildung von Plaques vermeidet und Bakterien im Maul abtötet.<br />
Wünschen Sie sich einen zahngesunden Hund, so müssen Sie zur Zahnbürste und Hundezahnpasta, die abgeschluckt werden kann (normale Zahnpasta ist giftig!) greifen und <b>putzen</b>.<br />
Es ist sehr empfehlenswert mit dem Ritual des Zähneputzens beim Welpen anzufangen. Doch auch noch älteren Hunden ist das Zähneputzen beizubringen.</p>
<p><b>Das ist in vielfacher Hinsicht vorteilhaft:</b></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li>Ihr Hund hat nicht nur gesunde Zähne, sondern auch die Gefahr der lebensbedrohlichen Organerkrankung von Leber, Herz und Niere wird wirkungsvoll eingeschränkt.</li>
<li>Durch das regelmäßige Öffnen des Fangs wird Ihr Hund folgsamer und zudem kann die Fähigkeit des passiven Öffnens des Mauls manchmal sogar lebensrettend für Ihren Liebling sein<br />
(z.B. Fremdkörper im Maul, Aufnahme von Verdorbenem&#8230;)</li>
</ul>
<p><b>Siehe auch</b></p>
<ul>
<li><b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/zahnerkrankung-bei-der-katze-september-2005/">Fall des Monats : September 2005</a></b></li>
<li><b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/zahnbehandlung-beim-hund-oktober-2005/">Fall des Monats : Oktober 2005</a></b></li>
<li><strong>Praxisleistungen: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/leistungen/dentalroentgen/">Dentalröntgen</a></strong></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/zahnkrankheiten/">Zahnkrankheiten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
