<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Hund Archive - Dr. Rogalla + Dr. Rummel</title>
	<atom:link href="https://www.rogalla-rummel.de/haustiere/hund/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description>Das Wohlergehen Ihrer kleinen und großen Tiere liegt uns am Herzen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 15 Sep 2022 12:13:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>Arthrose &#8211; wenn Bewegung keine Freude mehr macht</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/arthrose-wenn-bewegung-keine-freude-mehr-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 14:42:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arthrose]]></category>
		<category><![CDATA[Arthrose Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Gelenke]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rogalla-rummel.de/?post_type=wissenswertes&#038;p=4385</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie merke ich, dass mein Tier Schmerzen hat? Das ist eine häufig gestellte Frage. Leider ist es außerordentlich schwer, die ersten Symptome zu erkennen, doch Sie sollten sich beunruhigen, wenn die Freude an der Bewegung insgesamt nachlässt. Bei Katzen ist das klinische Bild wesentlich unauffälliger als beim Hund (siehe den Artikel auf unserer homepage: Arthrose bei der Katze), oft treten die Veränderungen auch nur bei bestimmten Witterungsverhältnissen auf (Wetterfühligkeit der Arthrose). Häufig zeigen sich die ersten Symptome in kleinen Veränderungen: Das Aufstehen morgens ist schwerfälliger, die Gelenke brauchen „bis sie in Gang kommen“ das Springen wird vermieden, die Spielfreude lässt nach, manchmal erscheint Ihnen Ihr Freund missgelaunt, er möchte auf den Spaziergängen früher umkehren, nach Hause geht es auf einmal flotter als zum Feld hinaus Die Diagnose Arthrose in ihrem ganzen Ausmaß kann erst anhand von bildgebenden Verfahren wie Röntgen gestellt werden. Manchmal sind weitergehende Untersuchungen mit CT (Computertomographie) und MRT (Magnetresonanztomographie) vonnöten. Ratsam ist es, das Tier „durchzuröntgen“ (d.h., nicht nur eine Aufnahme von dem betroffenen Gelenk anzufertigen), da in der Regel weitere Gelenke mitbeschädigt sind. Das betroffene Gelenk muss auch immer in zwei Ebenen geröngt werden, da die Aufnahme sonst nicht immer aussagekräftig ist. Manche Gelenke (z. B. Ellbogen) benötigen sogar drei Lagerungen in bestimmter Winkelung. Die Diagnose Arthrose bei Ihrem Liebling ist immer ein Schock, da Sie ja jetzt wissen, dass Ihr Tier an Schmerzen leidet, doch muss es kein unabänderliches Schicksal sein, da Sie sehr viel dafür tun können, um die Gelenkschmerzen zu lindern. Es kommt darauf an, möglichst frühzeitig einzugreifen. Gelenke Einige Gelenke &#8211; wie vorne Ellbogen- und Schultergelenk und hinten Hüft- und Kniegelenk &#8211; tragen die Hauptlast des Körpergewichts, wobei beim Hund auf den Vordergelenken natürlicherweise 60% des Gewichts liegt. Mit zunehmendem Alter treten natürliche Abnutzungserscheinungen auf. Diese werden durch Faktoren wie Übergewicht, degenerative Gelenkerkrankungen, HD (Hüftdysplasie) ED (Ellbogendysplasie) oder Verletzungen wie Kreuzbandriß , Meniskusverletzung, Knorpelabsplitterung (Osteochondrose dissecans) begünstigt. Alle Hunde können unabhängig von Größe, Gewicht und Alter eine Arthrose entwickeln, doch bei den größeren Rassen besteht ein statistisch höheres Risiko. Entscheidend für die Funktion der Gelenke ist ein steter Wechsel zwischen Belastung und Entlastung. Die Gelenke sind hohen Belastungen ausgesetzt und damit die Bewegung geschmeidig und schmerzfrei ist, sind alle Strukturen: Knochen, Gelenkkapsel, Muskeln, Bänder und Sehnen, fein aufeinander abgestimmt. Der harte Knochen ist mit einem glatten, elastischem Knorpel überzogen, Gelenkflüssigkeit (Synovia) schützt den Knorpel vor Abrieb und versorgt ihn über Diffusion mit Nährstoffen. Tritt nun in einem dieser Gleichgewichtsfaktoren eine Störung auf, nimmt die Arthrose ihren Anfang. Die Versorgung des Knorpels ist unzureichend und winzige Knorpelteile werden abgerieben. Diese führen zu Verletzungen auf der glatten Knorpeloberfläche, die mit der Zeit immer größer werden. Es entwickeln sich Erosionen bis tief auf den Knochen, der nun keinen Schutz mehr hat. Gleichzeitig verändert auch die Gelenkflüssigkeit ihre Zusammensetzung, so dass sie ihre schützende Funktion als Gleitmittel nicht mehr erfüllen kann. Die Folgen sind verheerend, das Gelenk entzündet sich und die Entzündungszellen zerstören das Gelenk noch weiter. Das Gelenk ist grundsätzlich sehr schmerzunempfindlich, die Schmerzzellen reagieren sehr träge. Das muss so sein, da sonst ja jede Bewegung weh tut. Sind die Schmerzzellen aber einmal aktiviert, hören sie nicht auf, Schmerz zu melden. Gelingt es nicht diesen Prozess zügig zu unterbrechen, verschlimmert sich das Geschehen und der Hund hat eine chronische Schmerzkrankheit. Arthrosebehandlung Auch wenn ich seit 1996 den Arthroseschmerz mit sehr großem Erfolg mit der Goldakupunktur behandelt habe (bei Hunden UND Katzen), möchte ich doch über die bestehenden schulmedizinischen Möglichkeiten aufklären, die alle sinnvoll sind. Schmerz schädigt den gesamten Organismus, Schmerz macht krank und verändert Verhalten, Schmerz ist immer unerträglich und niemand (Mensch und Tier) gewöhnt sich an ihn, Ganz im Gegenteil: je länger er anhält, umso schlimmer wird er. Es bildet sich das sog. Schmerzgedächtnis aus, das dann auch auf kleine Reize mit großen Schmerzen reagiert. Therapie mit Hyaluronsäure Hyaluron ist eine Substanz, die von Natur aus in den Gelenken vorkommt, sie verbessert die Gleitfähigkeit und optimiert die Nährstoffversorgung. Sie wird direkt in das Gelenk injeziert. Dort ergänzt sie die krankhaft veränderte Gelenkflüssigkeit und regt zusätzlich die körpereigene Produktion an. Bei ausgeglichenen Tieren führen wir in unserer Praxis die Injektion ohne Sedation &#8211; also nur unter lokaler Betäubung &#8211; durch, denn die Injektion ist nicht schmerzhafter als eine normale Spritze. Allerdings muss der erste Ansatz „sitzen“, unter keinen Umständen darf der Knochen getroffen werden, da das hochgradig schmerzhaft ist. Einen zweiten Versuch toleriert das Tier nicht mehr, der Stress wäre zu groß. Eine solche Gelenkinjektion bedarf großer Erfahrung und vor allem Routine. Unter keinen Umständen darf daneben injeziert werden, das führt zu Entzündungen mit großen Scherzen! Zusätzlich wird dann Hyaluron oral gefüttert, eine solche Injektion kann im Abstand von 4 bis 6 Wochen wiederholt werden. Therapie mit Kortison Richtig angewendet, ist Kortison ein hervorragendes Medikament. Lange Zeit war Kortison als Gelenkinjektion sehr umstritten, weil oft ungeeignete Präparate angewandt wurden und häufig auch der Umgang damit unangemessen war. Die modernen Präparate sind aber nicht mehr so knorpelschädigend und sind hervorragend dazu geeignet, eine Entzündung auf schnellstem Wege zurückzudrängen. Häufig sind ist die Gelenkinjektion die einzige Möglichkeit, das dramatische Geschehen so schnell wie möglich einzudämmen. Denn je länger die Entzündung anhält, umso verheerender sind die Folgen für das Gelenk. Richtig angewandt, klingen die Beschwerden schon nach einigen Tagen ab. Das Kortison im Gelenk hat nur geringe Nebenwirkungen (Durst, vermehrten Appetit, mehr Urinabsatz); da es ja hauptsächlich direkt im Gelenk wirkt und nicht den gesamten Körper durchflutet. Allerdings dürfen diese Injektionen nur zwei- bis maximal dreimal in mehrwöchigem Abstand wiederholt werden. Ist die hochgradig schmerzhafte Entzündung erst einmal unter Kontrolle, kann dann ausgewogen mit anderen Präparaten weitergearbeitet werden. Therapie mit Schmerzmedikamenten Die nichtsteriodialen Entzündungshemmer (NSAIDs) haben sich in der modernen Schmerztherapie bewährt. Ihre Verträglichkeit ist oft gut. Wichtig ist es, diese Medikamente lang genug zu geben und dann nach Wirksamkeit zu titrieren, um Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten. Was lang genug ist, werden wir über Untersuchungen des Schmerzgeschehens entscheiden können. Ist der Arthroseschmerz ausreichend eingedämmt, beginnt ein Programm mit unterstützenden Substanzen (Chondroprotektiva) die verhindern sollen, das</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/arthrose-wenn-bewegung-keine-freude-mehr-macht/">Arthrose &#8211; wenn Bewegung keine Freude mehr macht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie merke ich, dass mein Tier Schmerzen hat?<br />
Das ist eine häufig gestellte Frage. Leider ist es außerordentlich schwer, die ersten Symptome zu erkennen, doch Sie sollten sich beunruhigen, wenn die Freude an der Bewegung insgesamt nachlässt.<br />
Bei Katzen ist das klinische Bild wesentlich unauffälliger als beim Hund (siehe den Artikel auf unserer homepage: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/arthrose-arthritis-bei-der-katze-ein-unerkanntes-problem-chronische-schmerzen-bei-der-katze/">Arthrose bei der Katze</a>), oft treten die Veränderungen auch nur bei bestimmten Witterungsverhältnissen auf (Wetterfühligkeit der Arthrose).</p>
<p>Häufig zeigen sich die ersten Symptome in kleinen Veränderungen:</p>
<ul>
<li>Das Aufstehen morgens ist schwerfälliger, die Gelenke brauchen „bis sie in Gang kommen“</li>
<li>das Springen wird vermieden,</li>
<li>die Spielfreude lässt nach,</li>
<li>manchmal erscheint Ihnen Ihr Freund missgelaunt,</li>
<li>er möchte auf den Spaziergängen früher umkehren, nach Hause geht es auf einmal flotter als zum Feld hinaus</li>
</ul>
<p>Die Diagnose Arthrose in ihrem ganzen Ausmaß kann erst anhand von bildgebenden Verfahren wie <b>Röntgen</b> gestellt werden. Manchmal sind weitergehende Untersuchungen mit <b>CT</b> (Computertomographie) und <b>MRT</b> (Magnetresonanztomographie) vonnöten. Ratsam ist es, das Tier „durchzuröntgen“ (d.h., nicht nur eine Aufnahme von dem betroffenen Gelenk anzufertigen), da in der Regel weitere Gelenke mitbeschädigt sind.<br />
Das betroffene Gelenk muss auch immer in zwei Ebenen geröngt werden, da die Aufnahme sonst nicht immer aussagekräftig ist. Manche Gelenke (z. B. Ellbogen) benötigen sogar drei Lagerungen in bestimmter Winkelung.<br />
Die Diagnose Arthrose bei Ihrem Liebling ist immer ein Schock, da Sie ja jetzt wissen, dass Ihr Tier an Schmerzen leidet, doch muss es kein unabänderliches Schicksal sein, da Sie sehr viel dafür tun können, um die Gelenkschmerzen zu lindern.<br />
<b>Es kommt darauf an, möglichst frühzeitig einzugreifen</b>.</p>
<h2>Gelenke</h2>
<p>Einige Gelenke &#8211; wie vorne Ellbogen- und Schultergelenk und hinten Hüft- und Kniegelenk &#8211; tragen die Hauptlast des Körpergewichts, wobei beim Hund auf den Vordergelenken natürlicherweise 60% des Gewichts liegt. Mit zunehmendem Alter treten natürliche Abnutzungserscheinungen auf. Diese werden durch Faktoren wie Übergewicht, degenerative Gelenkerkrankungen, HD<br />
(Hüftdysplasie) ED (Ellbogendysplasie) oder Verletzungen wie Kreuzbandriß , Meniskusverletzung, Knorpelabsplitterung<br />
(Osteochondrose dissecans) begünstigt.<br />
Alle Hunde können unabhängig von Größe, Gewicht und Alter eine Arthrose entwickeln, doch bei den größeren Rassen besteht ein statistisch höheres Risiko.<br />
Entscheidend für die Funktion der Gelenke ist ein steter Wechsel zwischen Belastung und Entlastung.<br />
Die Gelenke sind hohen Belastungen ausgesetzt und damit die Bewegung geschmeidig und schmerzfrei ist, sind alle Strukturen: Knochen, Gelenkkapsel, Muskeln, Bänder und Sehnen, fein aufeinander abgestimmt.<br />
Der harte Knochen ist mit einem glatten, elastischem Knorpel überzogen, Gelenkflüssigkeit (Synovia) schützt den Knorpel vor Abrieb und versorgt ihn über Diffusion mit Nährstoffen.<br />
Tritt nun in einem dieser Gleichgewichtsfaktoren eine Störung auf, nimmt die Arthrose ihren Anfang.<br />
Die Versorgung des Knorpels ist unzureichend und winzige Knorpelteile werden abgerieben. Diese führen zu Verletzungen auf der glatten Knorpeloberfläche, die mit der Zeit immer größer werden. Es entwickeln sich Erosionen bis tief auf den Knochen, der nun keinen Schutz mehr hat. Gleichzeitig verändert auch die Gelenkflüssigkeit ihre Zusammensetzung, so dass sie ihre schützende Funktion als Gleitmittel nicht mehr erfüllen kann.<br />
Die Folgen sind verheerend, das Gelenk entzündet sich und die Entzündungszellen zerstören das Gelenk noch weiter.<br />
Das Gelenk ist grundsätzlich sehr schmerzunempfindlich, die Schmerzzellen reagieren sehr träge. Das muss so sein, da sonst ja jede Bewegung weh tut. Sind die Schmerzzellen aber einmal aktiviert, hören sie nicht auf, Schmerz zu melden. Gelingt es nicht diesen Prozess zügig zu unterbrechen, verschlimmert sich das Geschehen und der Hund hat eine <b>chronische Schmerzkrankheit</b>.</p>
<h2>Arthrosebehandlung</h2>
<p>Auch wenn ich seit 1996 den Arthroseschmerz mit sehr großem Erfolg mit der <a href="https://www.rogalla-rummel.de/schwerpunkte/goldimplantation/">Goldakupunktur</a> behandelt habe (bei Hunden <b>UND</b> Katzen), möchte ich doch über die bestehenden schulmedizinischen Möglichkeiten aufklären, die alle sinnvoll sind.</p>
<p><b>Schmerz schädigt den gesamten Organismus,<br />
Schmerz macht krank und verändert Verhalten,<br />
Schmerz ist immer unerträglich und niemand (Mensch und Tier) gewöhnt sich an ihn,<br />
Ganz im Gegenteil: je länger er anhält, umso schlimmer wird er.<br />
Es bildet sich das sog. Schmerzgedächtnis aus, das dann auch auf kleine Reize mit großen Schmerzen reagiert.</b></p>
<h2>Therapie mit Hyaluronsäure</h2>
<p>Hyaluron ist eine Substanz, die von Natur aus in den Gelenken vorkommt, sie verbessert die Gleitfähigkeit und optimiert die Nährstoffversorgung. Sie wird <b>direkt in</b> das Gelenk injeziert. Dort ergänzt sie die krankhaft veränderte Gelenkflüssigkeit und regt zusätzlich die körpereigene Produktion an.<br />
Bei ausgeglichenen Tieren führen wir in unserer Praxis die Injektion ohne Sedation &#8211; also nur unter lokaler Betäubung &#8211; durch, denn die Injektion ist nicht schmerzhafter als eine normale Spritze.<br />
Allerdings muss der erste Ansatz „sitzen“, unter keinen Umständen darf der Knochen getroffen werden, da das hochgradig schmerzhaft ist.<br />
Einen zweiten Versuch toleriert das Tier nicht mehr, der Stress wäre zu groß.<br />
Eine solche Gelenkinjektion bedarf großer Erfahrung und vor allem Routine. Unter keinen Umständen darf daneben injeziert werden, das führt zu Entzündungen mit großen Scherzen!<br />
Zusätzlich wird dann Hyaluron oral gefüttert, eine solche Injektion kann im Abstand von 4 bis 6 Wochen wiederholt werden.</p>
<h2>Therapie mit Kortison</h2>
<p>Richtig angewendet, ist Kortison ein hervorragendes Medikament.<br />
Lange Zeit war Kortison als Gelenkinjektion sehr umstritten, weil oft ungeeignete Präparate angewandt wurden und häufig auch der Umgang damit unangemessen war.<br />
Die modernen Präparate sind aber nicht mehr so knorpelschädigend und sind hervorragend dazu geeignet, eine Entzündung auf schnellstem Wege zurückzudrängen.<br />
Häufig sind ist die <b>Gelenkinjektion</b> die einzige Möglichkeit, das dramatische Geschehen so schnell wie möglich einzudämmen. Denn je länger die Entzündung anhält, umso verheerender sind die Folgen für das Gelenk.<br />
Richtig angewandt, klingen die Beschwerden schon nach einigen Tagen ab. Das Kortison im Gelenk hat nur geringe Nebenwirkungen<br />
(Durst, vermehrten Appetit, mehr Urinabsatz); da es ja hauptsächlich <b>direkt im Gelenk</b> wirkt und nicht den gesamten Körper durchflutet.<br />
Allerdings dürfen diese Injektionen nur zwei- bis maximal dreimal in mehrwöchigem Abstand wiederholt werden.<br />
Ist die hochgradig schmerzhafte Entzündung erst einmal unter Kontrolle, kann dann ausgewogen mit anderen Präparaten weitergearbeitet werden.</p>
<h2>Therapie mit Schmerzmedikamenten</h2>
<p>Die nichtsteriodialen Entzündungshemmer (NSAIDs) haben sich in der modernen Schmerztherapie bewährt.<br />
Ihre Verträglichkeit ist oft gut. Wichtig ist es, diese Medikamente lang genug zu geben und dann nach Wirksamkeit zu titrieren, um Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten.<br />
Was lang genug ist, werden wir über Untersuchungen des Schmerzgeschehens entscheiden können.</p>
<p>Ist der Arthroseschmerz ausreichend eingedämmt, beginnt ein Programm mit unterstützenden Substanzen (<b>Chondroprotektiva</b>)<br />
die verhindern sollen, das ein Entzündungsgeschehen wieder aufflammt.</p>
<h2>Langzeittherapie</h2>
<p><b>Die Arthrose ist nicht heilbar.</b><br />
Es kann uns nur gelingen, die Arthrose ruhig zu halten, so dass sie nicht wieder in einen schmerzhaften Prozess umschlägt.<br />
Die Arbeit mit Physiotherapie, <a href="https://www.rogalla-rummel.de/schwerpunkte/akupunktur/">Akupunktur</a>, <a href="https://www.rogalla-rummel.de/leistungen/pulsierende-magnetfeld-therapie-pmf/">Magnetfeldtherapie</a> ist sinnvoll, auch angemessene Bewegung und Schwimmen tut den Patienten gut.<br />
Doch am häufigsten habe ich mich für die <b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/schwerpunkte/goldimplantation/">Goldakupunktur</a></b> entschieden,&nbsp; die sich als äußerst erfolgreich in der Behandlung des arthrotischen Patienten herausgestellt hat.<br />
Aber leider sind nicht alle Patienten mit dieser Methode zu behandeln und dieser Artikel soll Ihnen aufzeigen, dass mit einem guten Schmerzmanagement Ihrem Liebling hervorragend geholfen werden kann.<br />
<b> Die Behandlung von Schmerzen ist heutzutage ein Spezialgebiet, begeben Sie sich deswegen in die Hände von Spezialisten, denn nichts ist schlimmer als Dauerschmerz. </b></p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/#rogalla"> Dr. M. Rogalla</a></p>
<p><strong>Siehe auch <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/arthrose-spondylose-co/">Arthrose, Spondylose &amp; Co.</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/arthrose-wenn-bewegung-keine-freude-mehr-macht/">Arthrose &#8211; wenn Bewegung keine Freude mehr macht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arthrose, Spondylose &#038; Co.</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/arthrose-spondylose-co/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Dec 2018 23:00:06 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.rogalla-rummel.de/?post_type=wissenswertes&#038;p=6144</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eines der größten Wunder der Evolution ist der Bewegungsapparat. Durch sehr enge, hoch komplizierte Verkettungen zahlreicher Körperteile miteinander sind die Tiere in der Lage, ihr eigenes Gewicht zu tragen und sich fortzubewegen. Das Wohlbefinden unserer Vierbeiner steht in direkter Abhängigköeit von der Gesundheit, also dem normalen Funktionieren dieses Systems. Aber gerade wegen seiner hohen Komplexität – den feinen Vernetzungen zahlreicher Strukturen miteinander – ist der Bewegungsapparat sehr anfällig für Störungen. Kleinste Imbalancen haben große Folgen: Jede Störung führt unweigerlich zu Schmerzen und mindert die Lebensqualität unserer Vierbeiner. Unsere Tiere leiden – und das ein Leben lang. Leider gehören Störungen des Bewegungsapparates, also Knochen- und Gelenkerkrankungen, inzwischen zu den häufigsten Erkrankungen in der tierärztlichen Praxis. Statistisch gesehen leidet jeder 4. Hund an Arthrose in Hüfte, Knie, Schulter oder Ellbogen, wobei große Hunde viel häufiger als kleine Rassen erkranken. Bei den großen Hunden über 7 Jahre sind sogar 40 % von schmerzhaften Veränderungen der Gelenke betroffen. Die Studien zu diesem Thema in der Katzenmedizin zeigen ähnlich aufrüttelnde Ergebnisse. 90 % der über 12 Jahre alten Katzen leiden an Gelenkerkrankungen, wobei die Hüftgelenksarthrose ähnlich wie beim Hund an erster Stelle steht. Oft werden für den Patientenbesitzer verwirrende Begriffe wie degenerative Gelenkerkrankung, (Osteo-) Arthrose (OA) oder Arthritis benutzt. Sie beschreiben alle die vielfältigen Veränderungen von Gelenkverschleiß, die letztendlich zu chronischen oder chronisch wiederkehrenden Schmerzen führen, die sich in Lahmheit, Einschränkung der Beweglichkeit, Gelenkverdickung, Steifigkeit und Verhaltensänderungen (insbesondere bei Katzen) manifestieren. Die Bezeichnung degenerative Gelenkerkrankung (degenerative joint disease = DJD) wird für Veränderungen von Gelenken jeden Typs angewandt, während der Begriff Osteoarthrose sich nur auf die krankhaften Veränderungen der diarthrischen, synovialen Gelenke bezieht. &#160; Arthrose Wissenschaftlich wird Arthrose in eine primäre und sekundäre Form eingeteilt: Bei der sog. Primärarthrose liegen klinisch-diagnostisch nicht erkennbar molekular- und zellbiologische Störungen im Gelenkknorpel vor. Man spricht auch von einer idiopathischen Arthrose. Diese wird allerdings bei den Tieren eher selten benannt. Für die sekundären Arthrosen werden definierte biomechanische Ursachen beschrieben. So können extreme, unphysiologische Kräfte (z.B. Fraktur), die auf ein normales Gelenk oder normale Kräfte, die auf ein pathologisch verändertes Gelenk einwirken, zu einer Osteoarthrose führen. Das kann ein Trauma sein (Verstauchung), eine Gelenksinstabilität, wie sie häufig im Knie zu finden ist, eine Stufe im Ellbogengelenk, eine Fehlstellung der Gelenkenden zueinander, eine angeborene Malformation wie bei der Hüftgelenksdysplasie oder eine Knorpelabsplitterung (OCD) oder Malposition ganzer Gliedmaße (O-Beine). Arthritis Arthritis ist die schmerzhafte Form von Arthrose, die mit Entzündung einhergeht. Bevor wir auf verschiedene Gelenkkrankheiten und ihre Entstehung eingehen, möchte ich einige Grundlagen erklären. Der gesunde Bewegungsapparat Bewegung wird gesteuert durch das Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Sehnen und Bindegewebe, wobei die Gelenke die Garanten der Flexibilität sind. Jede Art von Störung in diesen Strukturen schränkt die Beweglichkeit der Tiere ein und ist letztendlich schmerzhaft. Am häufigsten sind die echten Gelenke von krankhaften Veränderungen betroffen. Das gesunde Gelenk besteht aus Gelenkkapsel, Gelenkschmiere (Synovia) und Gelenkknorpel, der die Knochenoberflächen umschließt. Der Knorpel dient als Stoßdämpfer zwischen den Knochenenden, um die Belastung bei der Bewegung aufzufangen. Er besteht im Groben aus einem Netz (Matrix) von elastischen, kollagenen Fasern, in dessen Zwischenräume sich Proteoglycane, Glycosaminglycane, Chondroitin (jene Substanzen, die sich im Grünlippenmuschelkalk befinden) und Wasser befinden. Bei der Belastung wird der Knorpel wie ein Schwamm zusammengedrückt. Komplizierte molekulare Mechanismen verhindern, dass der Schwamm gänzlich leergequetscht wird, die Knochenflächen berühren sich nie! Bei der Entlastung saugt sich der „Schwamm“ sofort wieder voll und mit der Wasserbewegung werden wertvolle Nährstoffe fürs Gelenk eingebaut und Schlackenstoffe herausgespült. Nur durch die Balance von gleichmäßiger Belastung und Entlastung wird das Gelenk „gesund“ ernährt. So wird leicht verständlich, dass bloße Bewegungsminderung schwere Folgen für das Gelenk haben und warum die rechtzeitige Schmerzmittelgabe unabdingbar ist. Nur wenn ein gleichmäßiger Bewegungsfluss garantiert ist, kann das Gelenk gesund ernährt und folgenschwere Veränderungen verhindert werden. Die Kapsel ist hauptsächlich für die Stabilität des Gelenks zuständig und die Synovia dient der Schmierung des Gelenks. Sie bedeckt den Knorpel mit einem glatten Film, so dass die Flächen nicht aufeinander prallen können. Außerdem sind in der Kapsel Schmerzzellen eingebaut, die bei krankhaften Veränderungen sofort Alarm schlagen. Das kranke Gelenk Unabhängig von der Ursache reagiert das Gelenk auf einen Insult immer gleich. Zunächst verliert der Knorpel seine schüt- zende Pufferfunktion. Es entstehen zunächst winzig kleine Risse und Löcher in der Knorpeloberfläche, die sich immer weiter in die Tiefe ausdehnen. Der Knorpel verliert als erstes seine dynamischen Fähigkeiten, das Gelenk mit Nährstoffen zu versorgen und schädliche Schlackstoffe auszuspülen. Die Schadstoffe verbleiben im Gelenk und nun beginnt ein circulus vitiosus. Es beginnt direkt im Gelenk ein unaufhaltsamer Zerstörungsprozess, der allmählich auf alle Gelenkstrukturen übergreift. Diese Veränderungen treten sehr schnell – nur wenige Tage bis Wochen – nach der initialen Störung auf. Die Schlackstoffe bedingen eine Entzündung der Gelenkkapsel, diese verdickt und scheidet vermehrt Gelenkflüssigkeit aus, die allerdings von schlechter Qualität ist und die Entzündung weiter treibt. Das Gelenk füllt sich zunehmend mit Flüssigkeit und die Schmerzzellen schlagen Alarm. Nun wird das Gelenk geschont, das Tier beginnt zu lahmen. Parallel dazu wird der Knorpel immer dünner und kann dem Druck auf den Knochen nicht mehr standhalten. Nun wird der Knochen direkt angegriffen, er reagiert mit vermehrter Sklerotisierung und Osteophytenbildung (Auflagerungen am Knochen). Diese Veränderungen finden sich in den Bereichen von hoher mechanischer Krafteinwirkung. So finden wir z. B. beim Kreuzbandriss schnabelartige Randwulstbildungen im Bereich des Tibiaplateaus. Dies ist ein verzweifelter Versuch des Organismus, dem unnatürlichen Druck standzuhalten und das Gelenk zu stabilisieren – allerdings erfolglos. Die Zerstörung der Knor- pelschutzschicht schreitet unaufhaltsam fort, es kommt zu tiefen Verletzungen, den sog. Eburnifikationen, jetzt reibt Knochen auf Knochen – ein hoch schmerzhafter Zustand. Das Gelenk ist bleibend arthrotisch geschädigt, eine Rückentwicklung ist nicht mehr möglich. Leitsymptom der OA ist Schmerz Unsere Tiere sind nun chronisch krank. Für alle Tierarten ist der Schmerz das quälendste Symptom, allerdings wird er unterschiedlich von Tier zu Tier signalisiert. Das Kaninchen bewegt sich kaum noch und frisst schlecht, Verdauungsstörungen treten auf. Der Hund lahmt mehr oder weniger deutlich, ist unlustiger auf Spaziergängen, es zieht ihn schneller nach Hause als aufs Feld hinaus, er meidet das Springen, das Treppensteigen wirkt</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/arthrose-spondylose-co/">Arthrose, Spondylose &#038; Co.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eines der größten Wunder der Evolution ist der Bewegungsapparat. Durch sehr enge, hoch komplizierte Verkettungen zahlreicher Körperteile miteinander sind die Tiere in der Lage, ihr eigenes Gewicht zu tragen und sich fortzubewegen.</strong></p>
<p>Das Wohlbefinden unserer Vierbeiner steht in direkter Abhängigköeit von der Gesundheit, also dem normalen Funktionieren dieses Systems. Aber gerade wegen seiner hohen Komplexität – den feinen Vernetzungen zahlreicher Strukturen miteinander – ist der Bewegungsapparat sehr anfällig für Störungen. Kleinste Imbalancen haben große Folgen: Jede Störung führt unweigerlich zu Schmerzen und mindert die Lebensqualität unserer Vierbeiner. Unsere Tiere leiden – und das ein Leben lang. Leider gehören Störungen des Bewegungsapparates, also Knochen- und Gelenkerkrankungen, inzwischen zu den häufigsten Erkrankungen in der tierärztlichen Praxis. Statistisch gesehen leidet jeder 4. Hund an Arthrose in Hüfte, Knie, Schulter oder Ellbogen, wobei große Hunde viel häufiger als kleine Rassen erkranken. Bei den großen Hunden über 7 Jahre sind sogar 40 % von schmerzhaften Veränderungen der Gelenke betroffen.<br />
Die Studien zu diesem Thema in der Katzenmedizin zeigen ähnlich aufrüttelnde Ergebnisse. 90 % der über 12 Jahre alten Katzen leiden an Gelenkerkrankungen, wobei die Hüftgelenksarthrose ähnlich wie beim Hund an erster Stelle steht. Oft werden für den Patientenbesitzer verwirrende Begriffe wie degenerative Gelenkerkrankung, (Osteo-) Arthrose (OA) oder Arthritis benutzt. Sie beschreiben alle die vielfältigen Veränderungen von Gelenkverschleiß, die letztendlich zu chronischen oder chronisch wiederkehrenden Schmerzen führen, die sich in Lahmheit, Einschränkung der Beweglichkeit, Gelenkverdickung, Steifigkeit und Verhaltensänderungen (insbesondere bei Katzen) manifestieren.<br />
Die Bezeichnung degenerative Gelenkerkrankung (degenerative joint disease = DJD) wird für Veränderungen von Gelenken jeden Typs angewandt, während der Begriff Osteoarthrose sich nur auf die krankhaften Veränderungen der diarthrischen, synovialen Gelenke bezieht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Arthrose</h2>
<p>Wissenschaftlich wird Arthrose in eine primäre und sekundäre Form eingeteilt: Bei der sog. Primärarthrose liegen klinisch-diagnostisch nicht erkennbar molekular- und zellbiologische Störungen im Gelenkknorpel vor. Man spricht auch von einer idiopathischen Arthrose. Diese wird allerdings bei den Tieren eher selten benannt.<br />
Für die sekundären Arthrosen werden definierte biomechanische Ursachen beschrieben. So können extreme, unphysiologische Kräfte (z.B. Fraktur), die auf ein normales Gelenk oder normale Kräfte, die auf ein pathologisch verändertes Gelenk einwirken, zu einer Osteoarthrose führen.<br />
Das kann ein Trauma sein (Verstauchung), eine Gelenksinstabilität, wie sie häufig im Knie zu finden ist, eine Stufe im Ellbogengelenk, eine Fehlstellung der Gelenkenden zueinander, eine angeborene Malformation wie bei der Hüftgelenksdysplasie oder eine Knorpelabsplitterung (OCD) oder Malposition ganzer Gliedmaße (O-Beine).</p>
<h2>Arthritis</h2>
<p>Arthritis ist die schmerzhafte Form von Arthrose, die mit Entzündung einhergeht. Bevor wir auf verschiedene Gelenkkrankheiten und ihre Entstehung eingehen, möchte ich einige Grundlagen erklären.</p>
<h2>Der gesunde Bewegungsapparat</h2>
<p>Bewegung wird gesteuert durch das Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Sehnen und Bindegewebe, wobei die Gelenke die Garanten der Flexibilität sind. Jede Art von Störung in diesen Strukturen schränkt die Beweglichkeit der Tiere ein und ist letztendlich schmerzhaft. Am häufigsten sind die echten Gelenke von krankhaften Veränderungen betroffen. Das gesunde Gelenk besteht aus Gelenkkapsel, Gelenkschmiere (Synovia) und Gelenkknorpel, der die Knochenoberflächen umschließt. Der Knorpel dient als Stoßdämpfer zwischen den Knochenenden, um die Belastung bei der Bewegung aufzufangen. Er besteht im Groben aus einem Netz (Matrix) von elastischen, kollagenen Fasern, in dessen Zwischenräume sich Proteoglycane, Glycosaminglycane, Chondroitin (jene Substanzen, die sich im Grünlippenmuschelkalk befinden) und Wasser befinden. Bei der Belastung wird der Knorpel wie ein Schwamm zusammengedrückt. Komplizierte molekulare Mechanismen verhindern, dass der Schwamm gänzlich leergequetscht wird, die Knochenflächen berühren sich nie!<br />
Bei der Entlastung saugt sich der „Schwamm“ sofort wieder voll und mit der Wasserbewegung werden wertvolle Nährstoffe fürs Gelenk eingebaut und Schlackenstoffe herausgespült. Nur durch die Balance von gleichmäßiger Belastung und Entlastung wird das Gelenk „gesund“ ernährt. So wird leicht verständlich, dass bloße Bewegungsminderung schwere Folgen für das Gelenk haben und warum die rechtzeitige Schmerzmittelgabe unabdingbar ist. Nur wenn ein gleichmäßiger Bewegungsfluss garantiert ist, kann das Gelenk gesund ernährt und folgenschwere Veränderungen verhindert werden. Die Kapsel ist hauptsächlich für die Stabilität des Gelenks zuständig und die Synovia dient der Schmierung des Gelenks. Sie bedeckt den Knorpel mit einem glatten Film, so dass die Flächen nicht aufeinander prallen können. Außerdem sind in der Kapsel Schmerzzellen eingebaut, die bei krankhaften Veränderungen sofort Alarm schlagen.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_02.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6166 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_02-1024x505.png" alt="" width="1024" height="505" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_02-1024x505.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_02-300x148.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_02-768x379.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<h2>Das kranke Gelenk</h2>
<p>Unabhängig von der Ursache reagiert das Gelenk auf einen Insult immer gleich. Zunächst verliert der Knorpel seine schüt- zende Pufferfunktion. Es entstehen zunächst winzig kleine Risse und Löcher in der Knorpeloberfläche, die sich immer weiter in die Tiefe ausdehnen. Der Knorpel verliert als erstes seine dynamischen Fähigkeiten, das Gelenk mit Nährstoffen zu versorgen und schädliche Schlackstoffe auszuspülen. Die Schadstoffe verbleiben im Gelenk und nun beginnt ein circulus vitiosus. Es beginnt direkt im Gelenk ein unaufhaltsamer Zerstörungsprozess, der allmählich auf alle Gelenkstrukturen übergreift. Diese Veränderungen treten sehr schnell – nur wenige Tage bis Wochen – nach der initialen Störung auf. Die Schlackstoffe bedingen eine Entzündung der Gelenkkapsel, diese verdickt und scheidet vermehrt Gelenkflüssigkeit aus, die allerdings von schlechter Qualität ist und die Entzündung weiter treibt. Das Gelenk füllt sich zunehmend mit Flüssigkeit und die Schmerzzellen schlagen Alarm. Nun wird das Gelenk geschont, das Tier beginnt zu lahmen. Parallel dazu wird der Knorpel immer dünner und kann dem Druck auf den Knochen nicht mehr standhalten. Nun wird der Knochen direkt angegriffen, er reagiert mit vermehrter Sklerotisierung und Osteophytenbildung (Auflagerungen am Knochen). Diese Veränderungen finden sich in den Bereichen von hoher mechanischer Krafteinwirkung. So finden wir z. B. beim Kreuzbandriss schnabelartige Randwulstbildungen im Bereich des Tibiaplateaus. Dies ist ein verzweifelter Versuch des Organismus, dem unnatürlichen Druck standzuhalten und das Gelenk zu stabilisieren – allerdings erfolglos. Die Zerstörung der Knor- pelschutzschicht schreitet unaufhaltsam fort, es kommt zu tiefen Verletzungen, den sog. Eburnifikationen, jetzt reibt Knochen auf Knochen – ein hoch schmerzhafter Zustand. Das Gelenk ist bleibend arthrotisch geschädigt, eine Rückentwicklung ist nicht mehr möglich.</p>
<h2>Leitsymptom der OA ist Schmerz</h2>
<p>Unsere Tiere sind nun chronisch krank. Für alle Tierarten ist der Schmerz das quälendste Symptom, allerdings wird er unterschiedlich von Tier zu Tier signalisiert. Das Kaninchen bewegt sich kaum noch und frisst schlecht, Verdauungsstörungen treten auf. Der Hund lahmt mehr oder weniger deutlich, ist unlustiger auf Spaziergängen, es zieht ihn schneller nach Hause als aufs Feld hinaus, er meidet das Springen, das Treppensteigen wirkt steifer. Die Katze reduziert nahezu unauffällig ihre Aktivität, sucht niedrigere Sitzplätze, schläft mehr, nimmt weniger am alltäglichen Trubel teil und kann deutlich an Gewicht zulegen.</p>
<h2>Degenerative Erkrankungen bei Hund und Katze</h2>
<h3>Ellbogendysplasie (ED)</h3>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6169 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05-1024x285.png" alt="" width="1024" height="285" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05-1024x285.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05-300x84.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05-768x214.png 768w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05.png 2010w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>Bei jungen Hunden mittelgroßer bis großer Rassen ist die ED die häufigste erbliche Erkrankung, betroffen sind vor allem Golden Retriever, Rottweiler, Neufundländer, Berner Sennenhund und Schäferhund. Die ersten klinischen Symptome treten im Alter von 4–8 Monaten auf. Obwohl häufig beide Gelenke betroffen sind, zeigt sich die Störung in der Regel auf nur einer Seite. Die Lahmheit ist in der Regel nur subtil ausgeprägt, pathognostisch kann die Adduktion des Ellbogengelenks sein, ein Ausweichverhalten, welches die extreme Streckung und Beugung des Ellbogengelenks verhindert. Nach Ruhe oder stärkerer Belastung ist die Lahmheit hochgradiger ausgeprägt. Häufig werden die Hunde auch erst im höheren Alter auffällig, dann ist das Gelenk schon stark arthrotisch verändert und der Bewegungsradius stark eingeschränkt (Reduktion des Beugungswinkels auf 30–40 %).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein diagnostischer Indikator ist die reproduzierbare Schmerzreaktion des Patienten bei mäßig gebeugtem Ellbogen durch die Drehung des Carpus nach außen bei fixiertem Ellbogen und / oder durch Druck auf die Ansatzstelle des Biceps medial. Die Röntgenuntersuchung ist obligat, ist diese nicht eindeutig, empfiehlt sich CT oder Arthroskopie.<br />
Therapie: In vielen Fällen besteht die Therapie in einer Kombination von chirurgischem Eingriff und Medikamenten. Bemerkt werden muss, dass unabhängig von der chirurgischen Technik sich immer eine schwere Arthrose entwickelt. Es scheint durchaus gerechtfertigt zu sein, frühzeitig konservative Maßnahmen zu ergreifen und je nach Verlauf die chirurgische Intervention abzuwarten. Zu diesem Krankheitskomplex zählen 4 unterschiedliche Haupterkrankungen:</p>
<h3>Ellbogeninkongruenz (EI)</h3>
<p>Ulna und Radius entwickeln sich ungleich, eine mehr oder minder ausgeprägte Stufe entsteht, in der Bewegung entstehen Zonen erhöhten Drucks, so dass die folgend beschriebenen Krankheiten sich entwickeln können.</p>
<h3>FCP (fragmentierter processus coronoideus)</h3>
<p>Unter diesem Begriff werden alle Veränderungen des medialen Coronoids zusammengefasst, die letztendlich zu einer Fissurenbildung und /oder Fragmentierung führt.</p>
<h3>OCD (Osteochondrosis dissicans) des medialen Condylus humeri</h3>
<p>In der jungen Knochenentwicklung vereinigen sich aufgrund einer Knorpelstörung Knochen und Knorpel nicht.</p>
<h3>IPA: isolierter Processus anconeus</h3>
<p>Im Alter von 20 Wochen hat immer noch keine Union von Processus und Ulna stattgefunden. In diesem Fall ist die Chirurgie die Methode der Wahl. Der Processus kann sowohl fixiert als auch entfernt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der dynamischen Ulnaosteotomie. Im Allgemeinen werden die besten Erfolge bei Operationen unter 6 Monaten erzielt. Bei jungen Hunden wird der Erhalt des PA angestrebt.<br />
Bei der Katze können wir die Degeneration des Ellbogengelenkes nach diesen Parametern nicht festlegen. Bis dato liegen keine Untersuchungen vor. Katzen leiden allerdings auch an Ellbogenarthrose, aber in der Regel wird sie erst beim älteren Tier diagnostiziert. Vorsorgeuntersuchungen, wie sie beim Rassehund teils vorgeschrieben sind, sind bei der Katze leider noch nicht üblich. Das wird sich sicherlich in Zukunft ändern.</p>
<h3>Kniegelenk (Gonarthrose)</h3>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_01.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6165 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_01-1024x366.png" alt="" width="1024" height="366" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_01-1024x366.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_01-300x107.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_01-768x275.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>Bei Hunden mittleren Alters konzentrieren sich die degenerativen Gelenkerkrankungen hauptsächlich aufs Kniegelenk. In der Regel entwickelt sich eine Arthrose im Kniegelenk aufgrund traumatischer Kontussion oder eines Kreuzbandrisses. Leider verhindert die notwendige Kreuzbandoperation nicht die Arthroseentwicklung – unabhängig von der Operationsmethode.<br />
Bei den großen Hunden erfolgt der Bandriss meist zwischen dem 5. – 7. Lebensjahr, bei den kleinen Rassen erst im höheren Alter (&gt; 9 Jahre).<br />
Bei den Katzen finden wir Kreuzbandschädigungen in der Regel als Folge eines schweren Traumas. Nur die großen Maincoonkatzen zeigen iatrogen Degeneration im Kniegelenk aufgrund ihres Körpergewichts.</p>
<h3>Hüftgelenksdysplasie (HD)</h3>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6167 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03-1024x424.png" alt="" width="1024" height="424" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03-1024x424.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03-300x124.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03-768x318.png 768w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03.png 2026w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>Die HD gehört zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen bei Hund und Katze, klinische Bewegungsstörungen treten in der Regel erst im fortgeschrittenem Alter auf, obwohl die HD genetisch vorbestimmt ist. Allerdings können optimale Haltungs- und Ernährungsbedingungen die Arthroseentwicklung beeinflussen.<br />
Bei der HD liegt eine ausgeprägte Laxität der Hüfte vor: Die minder ausgeprägte Pfanne hält den Femurkopf nicht in Position und erlaubt ihm im schlimmsten Fall nach dorsal zu luxieren. Jeder Schritt belastet das Gelenk unphysiologisch, sodass sich mit der Zeit eine schwere Arthrose entwickelt. Die Diagnose HD wird im ersten Lebensjahr mittels Röntgen festgestellt. Es gibt schwere Fälle der HD, bei denen schon der junge Hund vor Vollendung des ersten Lebensjahres episodisch Lahmheit zeigt, bzw. schwer aufsteht, widerwillig läuft und Treppen vermeidet. Statt Galopp zeigt der Hund das sog. Bunny hopping: beide Hinterläufe werden im Rennen gleichzeitig vorgeführt. Auffällig ist bei allen Hunden mit zunehmendem Alter die Gewichtsverlagerung auf die Vorhand und der kurzgreifende Schritt der Hinterhand. Zusätzlich ist der Hüftschwung stark ausgeprägt. Die Entlastung der Hinterhand führt zusätzlich zur Muskelatrophie der Oberschenkelmuskulatur. Die Hunde zeigen einen breit ausgeprägten Brustkorb und eine schmale Hinterhand. Je nach Schweregrad der Arthrose zeigen sich die ersten Beschwerden ab dem 5. Lebensjahr.<br />
An chirurgischen Maßnahmen beim jungen Hund können eingesetzt werden: das künstliche Hüftgelenk (Endoprothese), die dreifache Beckenosteotomie (DBO), Femurkopf halsresektion (FKR). Die FKR ist eine gute Option für Hunde unter 20 kg, bei denen die arthrotischen Veränderungen schon sehr fortgeschritten sind.<br />
Die DBO wird beim sehr jungen, noch wachsenden Hund durchgeführt. Als Komplikation treten Schraubenlockerung und verzögerte Heilung auf, eine weitere arthrotische Entwicklung des Gelenks ist nicht auszuschließen. Vorzuziehen ist die Totalendoprothese, die den Tieren in großem Maße zu Schmerzfreiheit verhilft. Beim älteren Tier sind wir auf konservative Maßnahmen angewiesen. Voraussetzung für ein erfolgreiches Vorgehen ist als erstes Idealgewicht.<br />
Die Schulmedizin bietet die Behandlung mit Schmerzmitteln an. Erleichternd sind auf jeden Fall physikalische Therapien, welche die Beweglichkeit fördern. Chronische Schmerzen werden am besten mit Akupunktur behandelt. Die Goldakupunktur ist als prophylaktische und therapeutische Maßnahme eine weitere Option.</p>
<h3>Spondylose</h3>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6168 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04-1024x260.png" alt="" width="1024" height="260" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04-1024x260.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04-300x76.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04-768x195.png 768w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04.png 2008w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>Unter Spondylose versteht man die Beeinträchtigung der Wirbelartikulation. Im Fall der Spondylose werden die elastischen Elemente (Bänder, Zwischenwirbelscheiben) der Wirbelsäule abgebaut und knöchernde Zubildungen (Enthesiophyten) entstehen. Die Umbauprozesse beginnen in der Regel an der Unterseite der Wirbel. Diese Spondylosen können sich erheblich ausdehnen und im Seitenbereich der Wirbelkörper bis in die Region der Nervenabgänge hineinreichen. Werden ganze Wirbelsäulenabschnitte durch eine massive Knochenbrücke starr miteinander verbunden, dann spricht man von Ankylose. Bei einer Spondylarthrose sind auch die kleinen Wirbelgelenke oberhalb der Nervenabgänge in das degenerative Geschehen einbezogen. Diese Verknöcherungen entstehen an den Stellen der stärksten Belastung. Im Prinzip ist das ein Selbstschutz des Körpers, denn an den versteiften Wirbeln können keine Einquetschungen der Nerven mehr erfolgen. Leider braucht dieser Prozess lang und in der Zwischenzeit können erhebliche Schmerzen mit partiellen Lähmungserscheinungen auftreten. Hier besteht immer akuter dringender Behandlungsbedarf. Werden die sensiblen Strukturen im letzten Lendenwirbel und Sacrum eingeengt, spricht man vom Cauda Equina Syndrom (CES).<br />
Arthrotische Veränderungen sind von Tumorerkrankungen zu differenzieren. Jede Art der Verdickung eines Gelenks verlangt eine weiterführende Diagnostik. Häufig kann schon ein einfaches Röntgenbild Klarheit verschaffen und das Tier vor weiterem Leid bewahren.</p>
<h2>Degenerative Gelenkerkrankungen bei der Katze</h2>
<p>In der Vergangenheit wurden degenerative Erkrankungen bei der Katze deutlich unterschätzt, wenn nicht gar übersehen und ignoriert. Weil die Katze leicht und wendig ist, kann sie selbst schwere orthopädische Probleme kaschieren. Es lag ein großes Unverständnis zum Schmerzverhalten von Katzen vor. Im Gegensatz zum Hund signalisieren Katzen Gelenkschmerz selten nach außen. Klinische Lahmheitssymptome erleben wir nur bei akuten Traumata oder Kreuzbandriss, ansonsten leiden unsere Katzen still.<br />
In einer Studie von Katzen mit einem starken osteoarthrotischen Befund zeigten nur 33 % klinische Lahmheitssymptome. Auffälligstes Symptom für Arthroseschmerz sind vielmehr Verhaltensänderungen, die allerdings sehr subtil sein können. Oft widersetzen die Katzen sich beim Handling oder entziehen sich den Zuwendungen durch ihre Besitzer, in der Regel werden sie nur ruhiger, ziehen sich zurück und schlafen mehr, grenzen ihren Aktionsradius ein, was aber selten wahrgenommen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6170 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06-1024x269.png" alt="" width="1024" height="269" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06-1024x269.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06-300x79.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06-768x202.png 768w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06.png 2020w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<h3>Leitsymptom von Schmerz ist bei der Katze Unauffälligkeit.</h3>
<p>Gelenkveränderungen zeigen sich bei der Katze vorwiegend im höheren Alter – wir sprechen von einer Prävalenz von 90 %. Dabei sind genau wie beim Hund in erster Linie die Hüften betroffen, Katzen über 6 kg entwickeln eher eine Coxarthrose als kleinere Tiere.<br />
Die zweithäufigste Gelenkerkrankung bei der Katze ist die Spondylose deformans der Wirbelsäule, dabei befinden sich die Veränderungen sowohl an den Brust- wie an den Lendenwirbeln. Arthrosen in Ellbogen- und Kniegelenken zeigen sich ebenfalls vermehrt mit zunehmendem Alter, allerdings ohne klinische Symptomatik.<br />
All diese Untersuchungen zeigen, dass auch Katzen eine starke Tendenz zu osteoarthrotischen Veränderungen aufweisen und diese in Zukunft in den diagnostischen Untersuchungsgang mit einbezogen werden müssen. Die ältere Katze sollte genau wie der Hund routinemäßig geröngt werden. Die Besitzer sind diesbezüglich zu sensibilisieren, da sie Schmerzveränderungen bei ihren Tieren schwer wahrnehmen können. Gezielte Verhaltensfragebögen können ihnen helfen, Schmerzen bei ihren Katzen zu erkennen. Neoplasien des Skelettsystems sind bei der Katze eher selten. Primäre Osteosarkome zeigen sich im Bereich der Beckengliedmaße häufiger als in der Vorhand. Die häufigsten Lokalisationen sind distaler Femur, proximale Tibia und proximaler Humerus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<h3>Folgen der OA für den gesamten Bewegungsapparat</h3>
<p>Die OA beschränkt sich leider nicht nur auf das ursprünglich „kranke“ Gelenk, sondern schädigt entlang der Bewegungsachse weitere Gelenke. Je größer die Gewichtsklasse, umso dramatischer sind die Folgen der OA auf die Lebensspanne des Tieres einzustufen. Auch Katzen entwickelt ähnlich wie der Hund mit zunehmendem Alter Folgearthrosen in ursächlich nicht betroffenen Gelenken. Dem Arthroseschmerz wird stets ausgewichen, indem das betroffene Gelenk geschont wird. Schmerzen in der Hinterhand führen zu einer vermehrten Gewichtsbelastung in den Ellbogengelenken, ursächlich dysplastische Gelenkveränderungen in einem Ellbogen hingegen zu einer Fehlbelastung des anderen Ellbogens sowie der kollateralen Hinterhand, insbesondere des Kniegelenks. Die überbelasteten Gelenke reagieren auf den mechanischen Stress genau wie das kranke Gelenk mit Synovialitis, Kapselverdickung, Knorpel- und Knochendeformationen, die bald auch im Röntgenbild nachweisbar sind. Zusätzlich werden durch die permanente Fehlbelastung die weiteren Stellgrößen des Bewegungsapparates wie Sehnen und Muskeln in das Krankheitsgeschehen mit einbezogen. Muskelverkürzungen und Muskelhartspann, Verspannungen und Verkalkungen der Sehnen aggravieren die Situation und vergrößern den Schmerzradius. Wir sprechen nun vom chronischen Schmerzpatienten.<br />
Eigene Röntgenuntersuchungen an 400 Hunden mit degenerativen Gelenkerkrankungen haben ergeben,</p>
<ul>
<li>dass 80 % der Hunde, die im Jugendalter nur eine Hüftgelenksdysplasie gezeigt haben, im Alter von 5 bis 7 Jahren zusätzlich eine Arthrose im Ellbogengelenk entwickelt haben,</li>
<li>dass 15 % der Hunde mit einer einseitigen Ellbogendysplasie im Alter arthrotische Veränderungen im anderen Ellbogen und kollateralem Knie bis hin zum Kreuzbandriss (8%) aufwiesen,</li>
<li>dass selbst bei solchen Hunden, die im Hauptröntgen HD- frei befunden wurden, und die nur eine Arthrose in der Vorhand zeigten (in der Regel im Ellbogen), sich die Femurköpfe durch die Fehlbelastung deformiert haben – auch sie zeigten im höherem Alter coxarthrotische Malformation.</li>
</ul>
<p>Dabei ist es unbedeutend, ob sich die Arthrose aufgrund der Dysplasie oder eines chirurgischen Eingriffs (OCD-, FCP-Operation) entwickelt hat.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6171 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07-1024x282.png" alt="" width="1024" height="282" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07-1024x282.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07-300x83.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07-768x211.png 768w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07.png 2014w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<h3>Therapie der Osteoarthrose</h3>
<p>Wir sprechen heutzutage von einer multimodalen Schmerztherapie, bei der sich Schulmedizin und Regulationsmedizin sinnvoll ergänzen. Leider sind wir medizinisch immer noch auf dem Stand, dass eine OA nicht geheilt werden kann. Somit ist das wichtigste Ziel der Therapie, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit der Gelenke zu fördern.</p>
<p><span class="unterlegtgrau titelrot">Jede Beeinträchtigung der Biomechanik eines Gelenkes hat Folgen. Dazu gehören auch unsere Operationen. Jede Gelenkoperation – egal welche Methode eingesetzt wird – führt letztendlich zu einer Osteoarthrose. Die biomechanischen Stellgrößen der Gelenke sind zu sensibel, als dass sie eine Manipulation verzeihen. Deshalb lautet der oberste Grundsatz in der Orthopädie vor jeder Therapie: „never change a running system“.</span></p>
<p>Die Therapie beinhaltet diätetische Maßnahmen (Idealgewicht ist das Tor zum Erfolg), Medikamenteneinsatz, Therapien aus der Regulationsmedizin und, wenn unumgänglich, auch die chirurgische Intervention. Dazu stehen uns schulmedizinisch viele Medikamente, die lokal oder systemisch eingesetzt werden können, zur Verfügung. Die Medikamente reichen von Chondroprotektiva, Pflanzenpräparaten zum Schutz von Knorpel und Knochen über Schmerzmittel unterschiedlicher Stärke, die als Tabletten verabreicht werden können oder direkt ins Gelenk instilliert werden.<br />
Da der chronische Schmerz von der Schulmedizin oft nicht ausreichend gelindert werden kann, sind zusätzlich Behandlungen mit Akupunktur, Goldakupunktur, Homöopathie, Physiotherapie und Osteopathie anzuraten. Mit Hilfe dieser Methoden kann häufig der Medikamenteneinsatz deutlich verringert und somit gefürchtete Nebenwirkungen reduziert werden. Eine Schmerztherapie verlangt immer eine kontinuierliche Betreuung der Patienten, die am besten von einer auf Schmerz spezialisierten Praxis durchgeführt wird.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_08.png"><img loading="lazy" class="img-responsive wp-image-6172 size-large alignnone" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_08-1024x439.png" alt="" width="1024" height="439" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_08-1024x439.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_08-300x128.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_08-768x329.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/#rogalla">Dr. M. Rogalla</a></p>
<p>Dieser Artikel erschien auch in der Zeitschrift: Leben mit Tieren 01-2016.<br />
<a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2016/04/lebenmittieren_201601_arthrose_spondylose_u_co.pdf">Download pdf</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/arthrose-spondylose-co/">Arthrose, Spondylose &#038; Co.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bissverletzungen bei Hund und Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/bissverletzungen-bei-hund-und-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 14:54:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Biss]]></category>
		<category><![CDATA[Bissverletzung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rogalla-rummel.de/?post_type=wissenswertes&#038;p=4390</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es ist nicht selten, das unsere kleinen Lieblinge Bissverletzungen erleiden. Bei den Hunden wird es immer bemerkt- ein mehr oder weniger heftiges Gerangel oder gar ein Kampf geht der Verletzung voraus. Bei der Katze bemerkt man die Verletzungen nicht immer sofort. Die kleinen Zähne machen nur kleine Löcher, die sich sehr schnell wieder schließen. Doch das Drama spielt sich unter der Haut ab. Bakterien sind über den Biss in die Tiefe eingedrungen und finden hier ihr ideales Milieu vor: es ist feucht und warm und hier können sie sich rapid vermehren und rufen starke Entzündungen hervor. Ein kleiner Katzenbiß (auch von Ratte oder Maus) in die Pfote kann sich innerhalb von 1 bis 2 Tagen in eine Phlegmone verwandeln, das heißt, das gesamte Bein ist bis in die Tiefe entzündet und schwillt an. Die Tiere bekommen über 40° Fieber, werden lethargisch und belasten das Bein nicht mehr. Unbehandelt kann es bis zur Sepsis (Blutvergiftung) führen, an der Ihr kleiner Liebling auch sterben kann. Besonders gefährlich sind jene Bakterien, die sich unter Luftabschluß vermehren = Anärobier. Sie lösen den lebensgefährlichen Wundbrand aus. Luftabschluß ist immer dann gegeben, wenn sich die Wunden schließen. Da die Löcher durch die Eckzähne sehr klein sind (insbes. bei Katzenbissen) passiert das sehr schnell. Doch auch Quetschwunden können sehr gefährlich werden. Diese finden wir sehr häufig bei Hunden, die sich bei einem Gerangel heftig durchschütteln. Das unter der Haut liegende Fettgewebe wird so heftig gequetscht, dass die feine Butversorgung zerstört wird und das Gewebe abstirbt. Die toten Zellen führen zu einer starken, sehr schmerzhaften Entzündung, suppiges Entzündungsexsudat entsteht, das die darüberliegende Haut absterben lässt und nach außen durchbricht &#8211; so wie es bei Bella der Fall war. Sind die Verletzungen heftig &#8211; es blutet stark und es ist ein großes Loch entstanden &#8211; ist die Entscheidung, Ihren Hund in der Praxis vorzustellen, klar – doch bei kleineren Verletzungen wird häufig gedacht, das man auf den tierärztlichen Besuch verzichten kann. Doch das ist grundsätzlich falsch. So wie beim Menschen jede Bissverletzung antibiotisch versorgt werden muss, so ist es beim Tier auch unbedingt erforderlich. Auch die kleinste Bissverletzung kann große Folgen haben. Diese zeigen sich oft erst Tage später. Hat sich die Entzündung erst ausgebreitet oder fistelt sie in die Tiefe, sind oft Operationen nötig. So ist es immer besser, eine Verletzung tierärztlich untersuchen zu lassen. Nur so sind Sie sicher, dass eine fachlich korrekte Versorgung erfolgt und Sie ersparen Ihrem Liebling viele unnötige Schmerzen. Wir können die Keime untersuchen, ein Antibiogramm erstellen und somit gleich das wirksame Antibiotika einsetzen. Natürlich erhält Ihr Tier auch immer ein Schmerzmittel. Richtig behandelt, heilt eine Bissverletzung in der Regel schnell und ohne Komplikationen ab. Siehe auch: Fall des Monats Februar 2008: Bissverletzung beim Hund</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/bissverletzungen-bei-hund-und-katze/">Bissverletzungen bei Hund und Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nicht selten, das unsere kleinen Lieblinge Bissverletzungen erleiden. Bei den Hunden wird es immer bemerkt- ein mehr oder weniger heftiges Gerangel oder gar ein Kampf geht der Verletzung voraus.<br />
Bei der Katze bemerkt man die Verletzungen nicht immer sofort. Die kleinen Zähne machen nur kleine Löcher, die sich sehr schnell wieder schließen.<br />
Doch das Drama spielt sich unter der Haut ab. Bakterien sind über den Biss in die Tiefe eingedrungen und finden hier ihr ideales Milieu vor: es ist feucht und warm und hier können sie sich rapid vermehren und rufen starke Entzündungen hervor.<br />
Ein kleiner Katzenbiß (auch von Ratte oder Maus) in die Pfote kann sich innerhalb von 1 bis 2 Tagen in eine Phlegmone verwandeln, das heißt, das gesamte Bein ist bis in die Tiefe entzündet und schwillt an. Die Tiere bekommen über 40° Fieber, werden lethargisch und belasten das Bein nicht mehr. Unbehandelt kann es bis zur Sepsis (Blutvergiftung) führen, an der Ihr kleiner Liebling auch sterben kann.</p>
<p>Besonders gefährlich sind jene Bakterien, die sich unter Luftabschluß vermehren = Anärobier. Sie lösen den lebensgefährlichen Wundbrand aus. Luftabschluß ist immer dann gegeben, wenn sich die Wunden schließen. Da die Löcher durch die Eckzähne sehr klein sind (insbes. bei Katzenbissen) passiert das sehr schnell.<br />
Doch auch Quetschwunden können sehr gefährlich werden. Diese finden wir sehr häufig bei Hunden, die sich bei einem Gerangel heftig durchschütteln. Das unter der Haut liegende Fettgewebe wird so heftig gequetscht, dass die feine Butversorgung zerstört wird und das Gewebe abstirbt. Die toten Zellen führen zu einer starken, sehr schmerzhaften Entzündung, suppiges Entzündungsexsudat entsteht, das die darüberliegende Haut absterben lässt und nach außen durchbricht &#8211; so wie es bei <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/bissverletzung-beim-hund-februar-2008/">Bella</a> der Fall war.</p>
<p>Sind die Verletzungen heftig &#8211; es blutet stark und es ist ein großes Loch entstanden &#8211; ist die Entscheidung, Ihren Hund in der Praxis vorzustellen, klar – doch bei kleineren Verletzungen wird häufig gedacht, das man auf den tierärztlichen Besuch verzichten kann.<br />
Doch das ist grundsätzlich falsch.<br />
So wie beim Menschen jede Bissverletzung antibiotisch versorgt werden muss, so ist es beim Tier auch unbedingt erforderlich.</p>
<p><b>Auch die kleinste Bissverletzung kann große Folgen haben.</b><br />
Diese zeigen sich oft erst Tage später. Hat sich die Entzündung erst ausgebreitet oder fistelt sie in die Tiefe, sind oft Operationen nötig.<br />
<b>So ist es immer besser, eine Verletzung tierärztlich untersuchen zu lassen.</b></p>
<p><b>Nur so sind Sie sicher, dass eine fachlich korrekte Versorgung erfolgt und Sie ersparen Ihrem Liebling viele unnötige Schmerzen.</b><br />
Wir können die Keime untersuchen, ein Antibiogramm erstellen und somit gleich das wirksame Antibiotika einsetzen. Natürlich erhält Ihr Tier auch immer ein Schmerzmittel. Richtig behandelt, heilt eine Bissverletzung in der Regel schnell und ohne Komplikationen ab.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/bissverletzung-beim-hund-februar-2008/"><b>Siehe auch: Fall des Monats Februar 2008: Bissverletzung beim Hund</b></a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/bissverletzungen-bei-hund-und-katze/">Bissverletzungen bei Hund und Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blasensteine beim Hund (Urolithiasis)</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/blasensteine-beim-hund-urolithiasis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2015 19:26:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blasensteine]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Urolithiasis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://[caption%20id=%20align=alignnone%20width=354]</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Harnsteine, v.a. in der Blase und Urethra, zählen zu den häufigsten Erkrankungen der ableitenden Harnorgane. Man unterscheidet nach ihrer mineralischen Zusammensetzung Calziumoxalatsteine Cystinsteine Uratsteine Kalziumcarbonatsteine Magnesiumammoniumphosphatsteine Ammoniumuratsteine Am häufigsten treten Phosphatsteine, sog. Tripelphosphate (Magnesium- / Calzium –phospahate) auf, gefolgt von Oxalat und Carbonatsteinen. Uratsteine kommen vorwiegend beim Dalmatiner vor, da er als einzige Hunderasse im Stoffwechsel die Purine (bestimmte Eiweisse) nicht abbauen kann und als Harnsäüre ausscheidet. Cystinsteine sind recht selten. Die Steine können sich festsetzen in den Nieren, im Harnleiter, in der Regel finden wir sie jedoch in der Blase und / oder Harnröhre. Symptome Die Symptome sind wie bei der Blasenentzündung (Cystitis), die auch immer mit vorliegt. Die Hunde zeigen vor allem häufigen Harndrang, ohne dass viel Urin abgesetzt wird, je nach Schweregrad der Erkrankung ist Blut beigemengt. Der Harnabsatz ist schmerzhaft. Die ständige Reizung der Blase führt zur chronischen Hypertrophie der Blasenwand. Bei der Hündin ist das Leitsymptom blutiger Urin (Hämaturie). Heftige , akute Symptome, wie wir sie beim Rüden kennen, sind bei der Hündin wegen der dehnbaren und kurzen Harnröhre selten. Beim Rüden hingegen verlegen die Steine die Harnröhre teilweise oder sogar vollständig. Die Blase ist dann prall gefüllt und das gesamte Abdomen gespannt und sehr schmerzhaft. Wird die Verlegung nicht schnell behoben, so kann eine postrenale Urämie entstehen, die zum Tode führen kann. Diagnose Die Steine können einfach durch Röntgen und durch die Ultraschalluntersuchung diagnostiziert werden. Therapie Die Blasensteine müssen chirurgisch entfernt werden. Dafür ist die Blase zu eröffnen und die Steine mit der Klemme zu entfernen. Das erfordert viel Geduld, da insbesondere die kleineren Steine immer wieder in den Blasenhals zurückfallen, wichtig ist von daher die retrograde Spülung durch den Blasenkatheter, der vor der Operation eingesetzt wird. Hierdurch werden auch die kleinsten Steine aufgewirbelt, die dann abgesaugt werden können. Erst wenn alle Steine entfernt sind, kann die Blase wieder verschlossen werden. Nun wird die Blase noch auf Ihre Dichtigkeit überprüft, wieder in den Bauchraum zurückverlagert und die Bauchnaht geschlossen. Die abschließende Röntgenaufnahme zeigt, dass keine Steine mehr vorhanden sind. Für die postoperative Therapie sind Schmerzmittel und Antibiotikagabe nach Resistenztestung obligat. Für die Zukunft muss der Hund eine Spezialdiät fressen, auf dass sich die Steine nicht wiederbilden. Die Diät ergibt sich aus der Steinanalyse, die im Labor durchgeführt wird, denn je nach Steinzusammensetzung, sieht die Diät unterschiedlich aus. Prognose Die Prognose hängt vor allen vom Allgemeinzustand und vom Nierenfunktionszustand ab. Statistisch sterben während der ersten Tage nach der Operation 15 % an Nierenversagen. Deswegen sind die postoperativen Blutkontrolluntersuchungen so wichtig und selbstverständlich ist eine gezielte Flüssigkeitszufuhr mittels Infusionen auch noch einige Zeit nach der Operation angesagt. Leider kann es immer wieder zu Rezidiven kommen, doch hat Ihr Hund die Operation gut überstanden und hält sich an die Diät-Futtervorgaben, ist die Prognose für unsere kleinen Patienten sehr günstig; insbesondere wenn wir regelmäßige Kontrollen durchführen. Sehr geeignet sind hierfür die Ultraschalluntersuchungen. Siehe auch: Fall des Monats Juli 2006: Blasensteine beim Hund</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/blasensteine-beim-hund-urolithiasis/">Blasensteine beim Hund (Urolithiasis)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div style="width: 364px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_blasensteinehund_01.jpg" alt="Blasensteine, die operativ aus einer Jack-Russelhündin entfernt wurden" width="354" height="330" border="0" /><p class="wp-caption-text">Blasensteine, die operativ aus einer Jack-Russelhündin entfernt wurden</p></div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p>Harnsteine, v.a. in der Blase und Urethra, zählen zu den häufigsten Erkrankungen der ableitenden Harnorgane. Man unterscheidet nach ihrer mineralischen Zusammensetzung</p>
<ul>
<li>Calziumoxalatsteine</li>
<li>Cystinsteine</li>
<li>Uratsteine</li>
<li>Kalziumcarbonatsteine</li>
<li>Magnesiumammoniumphosphatsteine</li>
<li>Ammoniumuratsteine</li>
</ul>
<p>Am häufigsten treten Phosphatsteine, sog. Tripelphosphate (Magnesium- / Calzium –phospahate) auf, gefolgt von Oxalat und Carbonatsteinen.<br />
Uratsteine kommen vorwiegend beim Dalmatiner vor, da er als einzige Hunderasse im Stoffwechsel die Purine (bestimmte Eiweisse) nicht abbauen kann und als Harnsäüre ausscheidet.<br />
Cystinsteine sind recht selten.<br />
Die Steine können sich festsetzen in den Nieren, im Harnleiter, in der Regel finden wir sie jedoch in der Blase und / oder Harnröhre.</p>
<h2>Symptome<b></b></h2>
<p>Die Symptome sind wie bei der Blasenentzündung (Cystitis), die auch immer mit vorliegt. Die Hunde zeigen vor allem häufigen Harndrang, ohne dass viel Urin abgesetzt wird, je nach Schweregrad der Erkrankung ist Blut beigemengt. Der Harnabsatz ist schmerzhaft.<br />
Die ständige Reizung der Blase führt zur chronischen Hypertrophie der Blasenwand.<br />
<b>Bei der Hündin ist das Leitsymptom blutiger Urin</b> (Hämaturie). Heftige , akute Symptome, wie wir sie beim Rüden kennen, sind bei der Hündin wegen der dehnbaren und kurzen Harnröhre selten.<br />
Beim Rüden hingegen verlegen die Steine die Harnröhre teilweise oder sogar vollständig. <b>Die Blase ist dann prall gefüllt und das gesamte Abdomen gespannt und sehr schmerzhaft</b>. Wird die Verlegung nicht schnell behoben, so kann eine <b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/chronische-niereninsuffizienz-cni-bei-der-katze/">postrenale Urämie</a> entstehen, die zum Tode führen kann</b>.</p>
<h2>Diagnose</h2>
<p>Die Steine können einfach durch Röntgen und durch die Ultraschalluntersuchung diagnostiziert werden.</p>
<h2>Therapie</h2>
<p>Die Blasensteine müssen chirurgisch entfernt werden. Dafür ist die Blase zu eröffnen und die Steine mit der Klemme zu entfernen. Das erfordert viel Geduld, da insbesondere die kleineren Steine immer wieder in den Blasenhals zurückfallen, wichtig ist von daher die retrograde Spülung durch den Blasenkatheter, der vor der Operation eingesetzt wird. Hierdurch werden auch die kleinsten Steine aufgewirbelt, die dann abgesaugt werden können. Erst wenn alle Steine entfernt sind, kann die Blase wieder verschlossen werden. Nun wird die Blase noch auf Ihre Dichtigkeit überprüft, wieder in den Bauchraum zurückverlagert und die Bauchnaht geschlossen.<br />
Die abschließende Röntgenaufnahme zeigt, dass keine Steine mehr vorhanden sind.<br />
Für die postoperative Therapie sind Schmerzmittel und Antibiotikagabe nach Resistenztestung obligat.<br />
Für die Zukunft muss der Hund eine Spezialdiät fressen, auf dass sich die Steine nicht wiederbilden. Die Diät ergibt sich aus der Steinanalyse, die im Labor durchgeführt wird, denn je nach Steinzusammensetzung, sieht die Diät unterschiedlich aus.</p>
<h2>Prognose</h2>
<p>Die Prognose hängt vor allen vom Allgemeinzustand und vom Nierenfunktionszustand ab. Statistisch sterben während der ersten Tage nach der Operation 15 % an <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/chronische-niereninsuffizienz-cni-bei-der-katze/">Nierenversagen</a>. Deswegen sind die postoperativen Blutkontrolluntersuchungen so wichtig und selbstverständlich ist eine gezielte Flüssigkeitszufuhr mittels Infusionen auch noch einige Zeit nach der Operation angesagt.<br />
Leider kann es immer wieder zu Rezidiven kommen, doch hat Ihr Hund die Operation gut überstanden und hält sich an die Diät-Futtervorgaben, ist die Prognose für unsere kleinen Patienten sehr günstig; insbesondere wenn wir regelmäßige Kontrollen durchführen. Sehr geeignet sind hierfür die Ultraschalluntersuchungen.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/blasensteine-beim-hund-juli-2006/"><b>Siehe auch: Fall des Monats Juli 2006: Blasensteine beim Hund</b></a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/blasensteine-beim-hund-urolithiasis/">Blasensteine beim Hund (Urolithiasis)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cauda Equina Kompressionssyndrom</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cauda-equina-kompressionssyndrom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2015 19:49:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cauda Equina]]></category>
		<category><![CDATA[degenerative lumbosakrale Stenose]]></category>
		<category><![CDATA[DLSS]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Kompressionssyndrom]]></category>
		<guid isPermaLink="false"></guid>

					<description><![CDATA[<p>Synonym: degenerative lumbosakrale Stenose (DLSS) LAHMHEITEN der Hintergliedmaßen aufgrund von HD, Hüftarthrose, Bandscheibenvorfälle ( z.B. Dackellähme ) u.a. sind den meisten Hundebesitzern ein Begriff, doch die Bewegungsstörung der Hinterhand durch Kompression der Cauda &#8211; equina, wie wir sie häufig bei großen Hunderassen finden, ist nach wie vor wenig bekannt. 1 cauda equina 2 Nervenwurzeln treten aus den Wirbellöchern aus Als Cauda- equina wird die hintere Aufzweigung des Rückenmarks in verschiedene Nervenbündel bezeichnet (u.a. Ischiasnerv, Schwanznerven). Beim Hund verlaufen diese Nerven über die Länge von ein bis zwei Wirbelkörper im Wirbelkanal und treten dann aus den Zwischenwirbellöchern aus. Sie versorgen Teile der Muskeln der Hinterbeine, die Schwanzmuskulatur und regeln den Kot- und Harnabsatz. Der Übergang vom letzten Lendenwirbel (L7) zum Kreuzbein ist im Vergleich zur restlichen Wirbelsäule sehr beweglich, und ausgerechnet hier ist der biodynamische Punkt, wo die Kraft von den Hinterbeinen beim Schub nach vorne übertragen wird. Das Cauda-equina- Syndrom ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Erkrankungen des Übergangs der Lendenwirbel zum Kreuzbein, die zu einer Schädigung (Druck, Quetschung, Schwellung, Entzündung) dieses Rückenmark- Nervengebietes führen. &#160; Durch die Instabilität im lumbo-sakralem Wirbelbereich können folgende pathologischen Veränderungen hervorgerufen werden: reaktiven Verdickung des Ligamentum flavum und des Lig. Longitudinale dorsale (Bänder, die die Wirbel verbinden) sekundäre Protrusion des Anulus fibrosus (kleiner Bandscheibenvorfall) lumbosakrale Stufenbildung von ventral nach lateral umgreifende Spondylosen (Verknöcherung der Wirbelgelenke) von L7 und S1 All diese Veränderungen haben zur Folge, dass das Rückenmark zusammengedrückt wird, und es somit zu typischen neurologischen Ausfallerscheinungen führt. Betroffen sind vor allem große Rassen, am häufigsten der Deutsche Schäferhund, wobei zu berücksichtigen ist, das diese Rasse statistisch unter den großen Rassen am weitesten verbreitet ist. In der Regel treten die ersten klinischen Symptome ab dem 6. Lebensjahr auf, doch können auch jüngere (1 Jahr) und ältere Hunde (10 Jahre) erkranken. Die Krankheitssymptome entwickeln sich meist langsam über Wochen bis Monaten. Leitsymptome Die Hunde zeigen Schmerzen beim Aufstehen, weigern sich ins Auto zu springen, verweigern den Gehorsam bei Hindernissen oder bei der Mannarbeit, wollen nicht an der Kruppe angefasst werden und das Aufbiegen der Rute ist hoch schmerzhaft. Das sind alles Bewegungen, bei denen der Lendenwirbel- Kreuzbeinbereich stark belastet wird. &#160; &#160; Im weiteren Verlauf haben die Tiere Mühe aufzustehen, stehen schwach auf der Hinterhand, zeigen eine einseitige oder beidseitige Lahmheit (später sogar Lähmung) der Hintergliedmaße, laufen sehr untaktisch, schwankend, schleifen die Krallen ab, haben eine ohne Tonus hängende Rute – und noch später verlieren sie die Kontrolle über den Harn- und Kotabsatz. Hunde mit derart fortgeschrittenen Veränderungen haben schlechte Aussichten auf Heilung. &#160; &#160; Diagnose Es ist sehr wichtig die Cauda equina von anderen Krankheiten, insbesondere Hüfterkrankungen, Frakturen, Tumore des Rückenmarks abzugrenzen. Grundvoraussetzung ist die ausführliche neurologische Untersuchung. Typischerweise können folgende Befunde erhoben werden: Die Überprüfung der Reflexe der Hinterhand sind normal bis herabgesetzt Die Propriozeption (Bewusstsein darüber, wie die Gliedmaße im Raum steht) ist gestört, d.h., der Hund korrigiert die auf den Pfotenrücken aufgesetzte Pfote nicht nach Das Tiefenschmerzempfinden ist nicht gestört. Im Anschluß an die klinisch- neurologische Untersuchung werden Röntgenaufnahmen in Narkose angefertigt. Sichtbar werden die Stufenbildung zwischen letztem Lendenwirbel und Kreuzbein, Spondyloarthrosen, manchmal sind auch die Verdickungen der Bänder und Bandscheibenvorfälle erkennbar. Die endgültige Diagnose kann mit einer Kontrastuntersuchung wie der Myelographie und den technisch aufwendigen Untersuchungen der Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) gestellt werden. Manchmal allerdings kann erst die Chirurgie die letzte korrekte Aussage machen! Therapie Je nach Ausprägung der Symptome wird zunächst eine symptomatische und entzündungshemmende Therapie eingeleitet. Dabei kommen gleichermaßen mit den Medikamenten zusätzliche Methoden wie Akupunktur, Magnetwelle, Physiotherapie zur Anwendung. Ziel ist immer die Reduktion der Schmerzen und ein nachfolgender Muskelaufbau, damit der Hund sich wieder besser auf der Hinterhand trägt. Auch eine Operation ist in Betracht zu ziehen, vor allen in den Fällen, bei denen die Hoffnung besteht, die komprimierende Ursache chirurgisch beseitigen zu können. Der Erfolg des chirurgischen Eingriffs ist sehr stark abhängig von der Grunderkrankung! Siehe auch: Fall des Monats Juli 2004: Cauda Equina Syndrom</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cauda-equina-kompressionssyndrom/">Cauda Equina Kompressionssyndrom</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Synonym: degenerative lumbosakrale Stenose (DLSS)</h2>
<div style="width: 410px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_caudaequina_01.jpg" alt="DSH mit Cauda – equina mit typisch schlaff hängender Rute" width="400" height="300" border="0" /><p class="wp-caption-text">DSH mit Cauda – equina mit typisch schlaff hängender Rute</p></div>
<p><b>LAHMHEITEN der Hintergliedmaßen aufgrund von HD, Hüftarthrose, Bandscheibenvorfälle ( z.B. Dackellähme ) u.a. sind den meisten Hundebesitzern ein Begriff, doch die Bewegungsstörung der Hinterhand durch Kompression der Cauda &#8211; equina, wie wir sie häufig bei großen Hunderassen finden, ist nach wie vor wenig bekannt.</b></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="3">
<tbody>
<tr>
<td width="260"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_caudaequina_02.jpg" alt="" width="250" height="164" border="0" /></td>
<td><i><i><b>1 cauda equina<br />
2 Nervenwurzeln<br />
</b>treten aus den Wirbellöchern aus</i></i></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Als Cauda- equina wird die hintere Aufzweigung des Rückenmarks in verschiedene Nervenbündel bezeichnet (u.a. Ischiasnerv, Schwanznerven).<br />
Beim Hund verlaufen diese Nerven über die Länge von ein bis zwei Wirbelkörper im Wirbelkanal und treten dann aus den Zwischenwirbellöchern aus.</p>
<p>Sie versorgen Teile der Muskeln der Hinterbeine, die Schwanzmuskulatur und regeln den Kot- und Harnabsatz. Der Übergang vom letzten Lendenwirbel (L7) zum Kreuzbein ist im Vergleich zur restlichen Wirbelsäule sehr beweglich, und ausgerechnet hier ist der biodynamische Punkt, wo die Kraft von den Hinterbeinen beim Schub nach vorne übertragen wird.</p>
<p><b>Das Cauda-equina- Syndrom ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Erkrankungen des Übergangs der Lendenwirbel zum Kreuzbein, die zu einer Schädigung (Druck, Quetschung, Schwellung, Entzündung) dieses Rückenmark- Nervengebietes führen.</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" class=" alignleft" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_caudaequina_03.jpg" alt="" width="260" height="236" border="0" /></p>
<p>Durch die Instabilität im lumbo-sakralem Wirbelbereich können folgende<br />
pathologischen Veränderungen hervorgerufen werden:</p>
<ul>
<li>reaktiven Verdickung des Ligamentum flavum und des Lig. Longitudinale dorsale (Bänder, die die Wirbel verbinden)</li>
<li>sekundäre Protrusion des Anulus fibrosus (kleiner Bandscheibenvorfall)<br />
lumbosakrale Stufenbildung</li>
<li>von ventral nach lateral umgreifende Spondylosen (Verknöcherung der Wirbelgelenke) von L7 und S1
<div style="clear:both;"></div>
</li>
</ul>
<div style="width: 410px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_caudaequina_04.jpg" alt="" width="400" height="199" border="0" /><p class="wp-caption-text">Pfeile zeigen die Quetschung der cauda equina an der Stenose: myelographische Röntgenaufnahme</p></div>
<p><b>All diese Veränderungen haben zur Folge, dass das Rückenmark zusammengedrückt wird, und es somit zu typischen neurologischen Ausfallerscheinungen führt.<br />
</b></p>
<p>Betroffen sind vor allem große Rassen, am häufigsten der Deutsche Schäferhund, wobei zu berücksichtigen ist, das diese Rasse statistisch unter den großen Rassen am weitesten verbreitet ist.<br />
In der Regel treten die ersten klinischen Symptome ab dem 6. Lebensjahr auf, doch können auch jüngere (1 Jahr) und ältere Hunde (10 Jahre) erkranken. Die Krankheitssymptome entwickeln sich meist langsam über Wochen bis Monaten.</p>
<h2>Leitsymptome</h2>
<p>Die Hunde zeigen Schmerzen beim Aufstehen, weigern sich ins Auto zu springen, verweigern den Gehorsam bei Hindernissen oder bei der Mannarbeit, wollen nicht an der Kruppe angefasst werden und das Aufbiegen der Rute ist hoch schmerzhaft.</p>
<p><b>Das sind alles Bewegungen, bei denen der Lendenwirbel- Kreuzbeinbereich stark belastet wird.</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_caudaequina_05.jpg" alt="" width="220" height="232" border="0" /><p class="wp-caption-text">Abgeschliffene Krallen bei einem DSH</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im weiteren Verlauf haben die Tiere Mühe aufzustehen, stehen schwach auf der Hinterhand, zeigen eine einseitige oder beidseitige Lahmheit (später sogar Lähmung) der Hintergliedmaße, laufen sehr untaktisch, schwankend, schleifen die Krallen ab, haben eine ohne Tonus hängende Rute – und noch später verlieren sie die Kontrolle über den Harn- und Kotabsatz.</p>
<p><b>Hunde mit derart fortgeschrittenen Veränderungen haben schlechte Aussichten auf Heilung.<br />
</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="clear:both;"></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Diagnose</h2>
<p>Es ist sehr wichtig die Cauda equina von anderen Krankheiten, insbesondere Hüfterkrankungen, Frakturen, Tumore des Rückenmarks abzugrenzen.</p>
<p>Grundvoraussetzung ist die ausführliche neurologische Untersuchung. Typischerweise können folgende Befunde erhoben werden:</p>
<ul>
<li>Die Überprüfung der Reflexe der Hinterhand sind normal bis herabgesetzt</li>
<li>Die Propriozeption (Bewusstsein darüber, wie die Gliedmaße im Raum steht) ist gestört, d.h., der Hund korrigiert die auf den Pfotenrücken aufgesetzte Pfote nicht nach</li>
<li>Das Tiefenschmerzempfinden ist nicht gestört.</li>
</ul>
<div style="width: 410px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_caudaequina_06.jpg" alt="typisches Überköten der Pfoten (rechts hinten), unkontollierter Harnabsatz" width="400" height="290" border="0" /><p class="wp-caption-text">typisches Überköten der Pfoten (rechts hinten), unkontrollierter Harnabsatz</p></div>
<p>Im Anschluß an die klinisch- neurologische Untersuchung werden Röntgenaufnahmen in Narkose angefertigt. Sichtbar werden die Stufenbildung zwischen letztem Lendenwirbel und Kreuzbein, Spondyloarthrosen, manchmal sind auch die Verdickungen der Bänder und Bandscheibenvorfälle erkennbar.<br />
Die endgültige Diagnose kann mit einer Kontrastuntersuchung wie der Myelographie und den technisch aufwendigen Untersuchungen der Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) gestellt werden. Manchmal allerdings kann erst die Chirurgie die letzte korrekte Aussage machen!</p>
<h2>Therapie</h2>
<p>Je nach Ausprägung der Symptome wird zunächst eine symptomatische und entzündungshemmende Therapie eingeleitet.</p>
<p><b>Dabei kommen gleichermaßen mit den Medikamenten zusätzliche Methoden wie <a href="https://www.rogalla-rummel.de/schwerpunkte/akupunktur/">Akupunktur</a>, <a href="https://www.rogalla-rummel.de/leistungen/pulsierende-magnetfeld-therapie-pmf/">Magnetwelle</a>, <a href="https://www.rogalla-rummel.de/leistungen/physiotherapie/">Physiotherapie</a> zur Anwendung.</b></p>
<div style="width: 230px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_caudaequina_07.jpg" alt="" width="220" height="187" border="0" /><p class="wp-caption-text">Durch elektrische Impulse werden die Nervenleitungen aktiviert</p></div>
<p>Ziel ist immer die Reduktion der Schmerzen und ein nachfolgender Muskelaufbau, damit der Hund sich wieder besser auf der Hinterhand trägt.</p>
<p>Auch eine Operation ist in Betracht zu ziehen, vor allen in den Fällen, bei denen die Hoffnung besteht, die komprimierende Ursache chirurgisch beseitigen zu können. Der Erfolg des chirurgischen Eingriffs ist sehr stark abhängig von der Grunderkrankung!<br />
<b><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span>Siehe auch: Fall des Monats Juli 2004: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/akupunktur-juli-2004/">Cauda Equina Syndrom</a></b></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cauda-equina-kompressionssyndrom/">Cauda Equina Kompressionssyndrom</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cushing Syndrom</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cushing-syndrom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 15:05:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cortisol]]></category>
		<category><![CDATA[Cushing Syndrom]]></category>
		<category><![CDATA[Hypercortisolismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.rogalla-rummel.de/?post_type=wissenswertes&#038;p=4396</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Cushing Syndrom ist eine der häufigsten endokrinen Erkrankungen des Hundes. Es wird einfach zuviel körpereigenes Cortisol, auch Glukokortikoide genannt, produziert. Als Krankheitsbild hat es keine eindeutige Erscheinung, es umfasst alle Bilder, die durch zuviel Cortison im Körper entstehen (Hypercortisolismus). In der Regel finden wir diese Erkrankung bei Hunden mittleren Alters und bestimmte Rassen wie Dackel, Pudel, Terrier, Cocker und Schäferhunde sind öfter davon betroffen (Rassedisposition) als andere Rassen. Um die Krankheit zu verstehen , müssen wir uns ein wenig mit der Funktion der Nebennieren beschäftigen. Diese befinden sich, auf beiden Seiten der Aorta neben den Nieren. Mit dem Ultraschall sind sie darstellbar und Veränderungen wie Tumore können so festgestellt werden. Diese paarigen Nebennieren bestehen aus einer Markschicht innen und sind umgeben von einer äußeren Rindenschicht. Beide Anteile produzieren unterschiedliche Hormone : Das Mark ist für Katecholamine verantwortlich. Die Rinde produziert die körpereigen Glukokortikoide, auch Cortisol genannt. Aufgefordert zur Produktion von Cortisol wird die Nebenniere vom Hypothalamus (eine Zone im Gehirn), von hier wird ein Botenstoff CRH zu einer weiteren Schaltstelle, der Hypophyse, gesandt, die nun ACTH produziert. Dieses ACTH fordert die Nebennieren auf, Cortisol zu produzieren. Ist genug Cortisol im Blut, produziert die Hypophyse auch kein ACTH, um die Nebennieren zu stimulieren, sobald zu wenig Cortisol im Blut ist, wird wieder ACTH ausgesandt, um die Nebennieren zur erneuten Produktion aufzufordern. Nun können mehrere Funktionen der Störungen auftreten: Die Hypophyse ist tumorös entartet und produziert ununterbrochen ACTH. Dann werden die Nebennieren ständig aufgefordert neues Cortisol zu produzieren, auch wenn längst genug davon im Blut ist. Der sich selbst hemmende Regelmechanismus funktioniert nicht mehr und im Körper ist immer zuviel Cortisol im Blut. Die Nebennierenrinde selbst vergrößert sich durch die ständige Produktionsarbeit. Da der Defekt in der Zentrale (Hypophyse) liegt, spricht man vom zentralen oder hypophysären Cushing Syndrom. 80 % der CS sind so bedingt. Die Nebenniere hat sich zurückgebildet und produziert kein Cortisol mehr. Der Körper braucht aber Cortison und die Krankheit, die sich dann entwickelt heißt Morbus Addison. Bei 15-20 % entsteht in der Rinde einer Nebenniere selbst ein Tumor, der ununterbrochen Cortisol produziert. Dadurch schickt die Schaltstelle Hypophyse kein ACTH mehr aus. Die zweite Nebenniere stellt Ihre Arbeit ein und verkümmert. Circa 50% dieser Nebennierentumore sind bösartig. Es gibt auch noch einen sog. iatrogenen Cushing, der durch die Verabreichung von Cortison entsteht. Auch so kann die Produktionsachse Nebenniere &#8211; Hypophyse unterbrochen werden und so ein klinisches Bild von Cushing ausgelöst werden. Das Ausmaß der Krankheitserscheinungen ist dann von der Art der Glucocorticoide, der Dosis und der Wirkungsdauer anhängig. Sollte das eintreten, muss die Cortisontherapie abgebrochen werden. Das darf aber niemals abrupt geschehen, da sonst ein Morbus Addison entstehen kann. Die Nebennieren sind durch die Cortisongaben sozusagen eingeschlafen und müssen erst wieder lernen, Cortisol selbst zu produzieren, das Medikament darf nur langsam reduziert werden. Eine sehr kurzfristige Gabe von kurzwirksamen Cortison führt zu keinen Komplikationen, erst die Dauereinnahme von Cortison kann zu einem Cushing führen, die Erholung kann mehrere Wochen bis Monate dauern. Krankheitszeichen Die Symptome können bei jedem Tier anders sein, die einen zeigen eine Vielzahl der Anzeichen, andere wiederum nur sehr wenige der Symptome. Viel Durst / viel Urin (Polydipsie / Polyurie) sehr großer Appetit („Freßsucht“) (Polyphagie) Stammfettsucht: Hängebauch (Adipositas) Symmetrischer Haarausfall (Alopezie) Hautveränderungen Dünne Haut, v.a. Unterbauch Dunkle Hautstellen (Hyperpigmentierung) Lebervergrößerung (Hepatomegalie) Muskelschwäche Hodenatrophie / Anöstrus Die hier genannten Anzeichen können auch immer für andere Erkrankungen sprechen, deswegen sind eine Reihe von Untersuchungen nötig, um die richtige Diagnose zu stellen. Oft sind jedoch die Anzeichen jedoch so typisch gemischt, dass die Diagnose Cushing sehr nahe liegt. Im Ultraschall ist auch schon oft eine Aussage möglich, ob wir es mit einen hypophysärem CS oder NNR – Tumor zu tun haben. Sind beide Nebennieren symmetrisch verändert, spricht das für einen hypophysären Cushing, sind beide Nebennieren unterschiedlich groß, so liegt ein NNR- tumor vor. Röntgenaufnahmen von Bauch und Brustraum sollten auf jeden Fall durchgeführt werden. Bösartige NNR- Tumore metastasieren manchmal in die Lunge. Da die Therapie sehr aufwendig und risikoreich ist, müssen aber auf jeden Fall alle Untersuchungen durchgeführt werden, welche die Diagnose 100% sichern! Wir unterscheiden sog Screeningtests zur Diagnosesicherung und differenzierende Tests zur Unterscheidung von hypophysären CS oder NNR Tumor. Screening Tests ACTH- Stimulationstest Niedrigdosierter Dexamethson- Suppressionstestest Urinuntersuchung auf das Cortisol /Creatinin Verhältnisses Differenzierte Tests: Erweiterter niedrigdosierter Dexamethason-Suppressionstest Erweiterter Urintest Spezielle bildgebende Verfahren wie Computertomographie CT und Kernspintomographie MRT ermöglichen natürlich die Unterscheidung zwischen hypophysären CS und NNR- Tumor, sind aber manchmal gar nicht mehr nötig. Sollte dem Patienten jedoch bei einseitigem NNR Tumor operiert werden oder muss ein Hypophysentumor beurteilt werden, auch bezüglich der Behandlungsmöglichkeiten, sollte auch diese diagnostische Möglichkeit genutzt werden. Hypophysentumore werden derzeit nur an der Universität in Utrecht operiert. Therapie des Hypophysären Cushing Der hypophysäre Cushing wird mit Lysodren behandelt, ein Medikament das seit über 20 Jahren eingesetzt wird. Es zerstört selektiv den Teil der Nebennierenrinde, der das Cortisol produziert (zona fasciculata). Wir unterscheiden zwei Therapieprotokolle Totale Zerstörung der Nebennierenrinde (NNR) und Ergänzung des Nebennierenhormons mit Cortisonsacetat und Fludrocortison ,Vorteil dieser Therapie ist, dass sie einfach durchzuführen ist, aber der Patient braucht ein Leben lang sein Cortison ergänzt, da er sonst sehr schnell in einen lebensbedrohlichen Zustand gerät:2. Teilweise Zerstörung der Nebennierenrinde Bei dieser Therapie hofft man, dass im günstigsten Fall die NNR ihre Produktion wieder aufnimmt. Der Nachteil gegenüber erstgenannten Therapie ist , dass eine aufwändige Überwachung des Patienten bis zur richtigen Einstellung nötig ist. Er kann in die gefährliche Addison- Krise gelangen. Hier muss sofort mit Glukocortikoiden und evtl auch mit dem Mineralocorticoid Fludrocortison behandelt werden. Als Dauertherapie erhält der Hund lebenslang Lysodren, die richtige Erhaltungsdosis muß immer wieder dem aktuellen Bedarf angepasst werden. Dazu ist immer wieder ein ACTH- Test nötig. Bei gut eingestellten Patienten reicht eine Kontrolle 2-3mal / Jahr aus. Trilostane: Dieses Medikament wird seit einigen Jahren mit gutem Therapieerfolg eingesetzt. Es wirkt darüber, das es die Zusammensetzung der Bausteine der Steroide hemmt, dazu gehören auch das Cortisol. Die Wirkung ist jederzeit reversibel. Vorteil ist, das es noch gesundes Gewebe der NNr nicht zerstört, Nachteil, dass die Dosis,</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cushing-syndrom/">Cushing Syndrom</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Das Cushing Syndrom ist eine der häufigsten endokrinen Erkrankungen des Hundes. Es wird einfach zuviel körpereigenes Cortisol, auch Glukokortikoide genannt, produziert.</b></p>
<p>Als Krankheitsbild hat es keine eindeutige Erscheinung, es umfasst alle Bilder, die durch zuviel Cortison im Körper entstehen (<b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/cushing-syndrom-beim-hund-april-2007/">Hypercortisolismus</a></b>).<br />
In der Regel finden wir diese Erkrankung bei Hunden mittleren Alters und bestimmte Rassen wie Dackel, Pudel, Terrier, Cocker und Schäferhunde sind öfter davon betroffen (Rassedisposition) als andere Rassen.<br />
Um die Krankheit zu verstehen , müssen wir uns ein wenig mit der Funktion der <b>Nebennieren</b> beschäftigen. Diese befinden sich, auf beiden Seiten der Aorta neben den Nieren. Mit dem Ultraschall sind sie darstellbar und Veränderungen wie Tumore können so festgestellt werden.</p>
<p><b>Diese paarigen Nebennieren bestehen aus einer Markschicht innen und sind umgeben von einer äußeren Rindenschicht.</b> Beide Anteile produzieren unterschiedliche Hormone :<br />
Das <b>Mark</b> ist für Katecholamine verantwortlich.<br />
Die <b>Rinde</b> produziert die körpereigen Glukokortikoide, auch Cortisol genannt. Aufgefordert zur Produktion von Cortisol wird die Nebenniere vom Hypothalamus (eine Zone im Gehirn), von hier wird ein Botenstoff CRH zu einer weiteren Schaltstelle, der Hypophyse, gesandt, die nun ACTH produziert. Dieses ACTH fordert die Nebennieren auf, Cortisol zu produzieren.<br />
Ist genug Cortisol im Blut, produziert die Hypophyse auch kein ACTH, um die Nebennieren zu stimulieren, sobald zu wenig Cortisol im Blut ist, wird wieder ACTH ausgesandt, um die Nebennieren zur erneuten Produktion aufzufordern.</p>
<p>Nun können mehrere Funktionen der Störungen auftreten:</p>
<ul>
<li>Die Hypophyse ist tumorös entartet und produziert ununterbrochen ACTH. Dann werden die Nebennieren ständig aufgefordert neues Cortisol zu produzieren, auch wenn längst genug davon im Blut ist. Der sich selbst hemmende Regelmechanismus funktioniert nicht mehr und im Körper ist immer zuviel Cortisol im Blut. Die Nebennierenrinde selbst vergrößert sich durch die ständige Produktionsarbeit.<br />
Da der Defekt in der Zentrale (Hypophyse) liegt, spricht man vom zentralen oder hypophysären Cushing Syndrom.<br />
80 % der CS sind so bedingt.</li>
<li>Die Nebenniere hat sich zurückgebildet und produziert kein Cortisol mehr. Der Körper braucht aber Cortison und die Krankheit, die sich dann entwickelt heißt Morbus Addison.</li>
<li>Bei 15-20 % entsteht in der Rinde einer Nebenniere selbst ein Tumor, der ununterbrochen Cortisol produziert. Dadurch schickt die Schaltstelle Hypophyse kein ACTH mehr aus. Die zweite Nebenniere stellt Ihre Arbeit ein und verkümmert. Circa 50% dieser Nebennierentumore sind bösartig.</li>
</ul>
<p>Es gibt auch noch einen sog. <b>iatrogenen Cushing</b>, der durch die Verabreichung von Cortison entsteht. Auch so kann die Produktionsachse Nebenniere &#8211; Hypophyse unterbrochen werden und so ein klinisches Bild von Cushing ausgelöst werden.<br />
Das Ausmaß der Krankheitserscheinungen ist dann von der Art der Glucocorticoide, der Dosis und der Wirkungsdauer anhängig.<br />
Sollte das eintreten, muss die Cortisontherapie abgebrochen werden. Das darf aber niemals abrupt geschehen, da sonst ein Morbus Addison entstehen kann. Die Nebennieren sind durch die Cortisongaben sozusagen eingeschlafen und müssen erst wieder lernen, Cortisol selbst zu produzieren, das Medikament darf nur langsam reduziert werden.<br />
Eine sehr kurzfristige Gabe von kurzwirksamen Cortison führt zu keinen Komplikationen, erst die Dauereinnahme von Cortison kann zu einem Cushing führen, die Erholung kann mehrere Wochen bis Monate dauern.</p>
<h2>Krankheitszeichen</h2>
<p>Die Symptome können bei jedem Tier anders sein, die einen zeigen eine Vielzahl der Anzeichen, andere wiederum nur sehr wenige der Symptome.</p>
<ul>
<li>Viel Durst / viel Urin (Polydipsie / Polyurie)</li>
<li>sehr großer Appetit („Freßsucht“) (Polyphagie)</li>
<li>Stammfettsucht: Hängebauch (Adipositas)</li>
<li>Symmetrischer Haarausfall (Alopezie)</li>
<li>Hautveränderungen</li>
<li>Dünne Haut, v.a. Unterbauch</li>
<li>Dunkle Hautstellen (Hyperpigmentierung)</li>
<li>Lebervergrößerung (Hepatomegalie)</li>
<li>Muskelschwäche</li>
<li>Hodenatrophie / Anöstrus</li>
</ul>
<p>Die hier genannten Anzeichen können auch immer für andere Erkrankungen sprechen, deswegen sind eine Reihe von Untersuchungen nötig, um die richtige Diagnose zu stellen.<br />
Oft sind jedoch die Anzeichen jedoch so typisch gemischt, dass die Diagnose Cushing sehr nahe liegt.<br />
Im Ultraschall ist auch schon oft eine Aussage möglich, ob wir es mit einen hypophysärem CS oder NNR – Tumor zu tun haben. Sind beide Nebennieren symmetrisch verändert, spricht das für einen hypophysären Cushing, sind beide Nebennieren unterschiedlich groß, so liegt ein NNR- tumor vor.<br />
Röntgenaufnahmen von Bauch und Brustraum sollten auf jeden Fall durchgeführt werden. Bösartige NNR- Tumore metastasieren manchmal in die Lunge.<br />
Da die Therapie sehr aufwendig und risikoreich ist, müssen aber auf jeden Fall alle Untersuchungen durchgeführt werden, welche die Diagnose 100% sichern!</p>
<p>Wir unterscheiden sog Screeningtests zur Diagnosesicherung und differenzierende Tests zur Unterscheidung von hypophysären CS oder NNR Tumor.</p>
<h3>Screening<b> Tests </b></h3>
<p>ACTH- Stimulationstest<br />
Niedrigdosierter Dexamethson- Suppressionstestest<br />
Urinuntersuchung auf das Cortisol /Creatinin Verhältnisses</p>
<h3>Differenzierte Tests:</h3>
<p>Erweiterter niedrigdosierter Dexamethason-Suppressionstest<br />
Erweiterter Urintest</p>
<p>Spezielle bildgebende Verfahren wie <b>Computertomographie CT</b> und <b>Kernspintomographie MRT</b> ermöglichen natürlich die Unterscheidung zwischen hypophysären CS und NNR- Tumor, sind aber manchmal gar nicht mehr nötig.<br />
Sollte dem Patienten jedoch bei einseitigem NNR Tumor operiert werden oder muss ein Hypophysentumor beurteilt werden, auch bezüglich der Behandlungsmöglichkeiten, sollte auch diese diagnostische Möglichkeit genutzt werden. Hypophysentumore werden derzeit nur an der Universität in Utrecht operiert.</p>
<h2>Therapie des Hypophysären Cushing</h2>
<p>Der hypophysäre Cushing wird mit Lysodren behandelt, ein Medikament das seit über 20 Jahren eingesetzt wird. Es zerstört selektiv den Teil der Nebennierenrinde, der das Cortisol produziert (zona fasciculata).</p>
<p>Wir unterscheiden zwei Therapieprotokolle</p>
<ol>
<li>Totale Zerstörung der <b>N</b>eben<b>n</b>ieren<b>r</b>inde (NNR) und Ergänzung des Nebennierenhormons mit Cortisonsacetat und Fludrocortison ,Vorteil dieser Therapie ist, dass sie einfach durchzuführen ist, aber der Patient braucht ein Leben lang sein Cortison ergänzt, da er sonst sehr schnell in einen lebensbedrohlichen Zustand gerät:2.</li>
<li><b><span style="text-decoration: underline;">Teilweise Zerstörung der Nebennierenrinde<br />
</span></b>Bei dieser Therapie hofft man, dass im günstigsten Fall die NNR ihre Produktion wieder aufnimmt. Der Nachteil gegenüber erstgenannten Therapie ist , dass eine aufwändige Überwachung des Patienten bis zur richtigen Einstellung nötig ist. Er kann in die gefährliche Addison- Krise gelangen. Hier muss sofort mit Glukocortikoiden und evtl auch mit dem Mineralocorticoid Fludrocortison behandelt werden.<br />
Als Dauertherapie erhält der Hund lebenslang Lysodren, die richtige Erhaltungsdosis muß immer wieder dem aktuellen Bedarf angepasst werden. Dazu ist immer wieder ein ACTH- Test nötig. Bei gut eingestellten Patienten reicht eine Kontrolle 2-3mal / Jahr aus.</li>
</ol>
<p>Trilostane:<br />
Dieses Medikament wird seit einigen Jahren mit gutem Therapieerfolg eingesetzt. Es wirkt darüber, das es die Zusammensetzung der Bausteine der Steroide hemmt, dazu gehören auch das Cortisol.<br />
Die Wirkung ist jederzeit reversibel.<br />
Vorteil ist, das es noch gesundes Gewebe der NNr nicht zerstört, Nachteil, dass die Dosis, die die tiere brauchensehr individuell sind und von daher in den ersten 3-4Monaten sehr engmschig kontrolliert werden muss, bis die richtige Erhaltungsdosis gefunden ist. Dann erfolgt die Gabe dieser Dosis täglich und weitere Kontrollen erfolgen in 3 – 4 monatigen Abständen.</p>
<h2>Therapie von Nebennierentumoren</h2>
<p>Bei einseitigen Tumoren ohne invasives Wachstum ins umliegende Gewebe und ohne Metastasen ist die Operation die Therapie der Wahl. Die Komplikationsrate in und nach der Operation ist relativ hoch.<br />
Bei beidseitigen Tumoren und infiltrativen Wachstum ist die medikamentöse Behandlung mit Lysodren durchzuführen.<br />
Da die Tumore in der Regel resistenter gegenüber der zerstörerischen Wirkung von Lysodren sind, ist oft eine höhere Dosierung nötig als bei den Vergrößerungen der NNR durch hypophysäre Tumore.</p>
<p>Bei hypophysärer CS ist die Prognose für 80 % unserer Patienten als günstig einzuschätzen. Bei guter Therapiekontrolle können sie durchaus noch mehrere Jahre sehr gut leben.<br />
Bei den Nebennierentumoren kommt es auf den Charakter des Tumors an.</p>
<p><b>Ohne Therapie verschlechtert sich der Zustand der Hunde allerdings sehr schnell.</b></p>
<p>Siehe auch: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/cushing-syndrom-beim-hund-april-2007/">Fall des Monats April 2007</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cushing-syndrom/">Cushing Syndrom</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die elektronische Tierkennzeichnung</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/die-elektronische-tierkennzeichnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2015 21:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[chippen]]></category>
		<category><![CDATA[elektronische Tierkennzeichnung]]></category>
		<guid isPermaLink="false"></guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Tier wird gechippt &#8211; Pflicht ab 2004 Das Europäische Parlament hat eine neue Verordnung erlassen: Hunde und Katzen, die innerhalb der EU transportiert werden, müssen ab 2004 bei Grenzübergang mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Innerhalb der Landesgrenzen ist übergangsweise noch die Kennzeichnung durch Tätowierung möglich, doch ab 2011 hat ausschließlich die Markierung durch MIKROCHIP zu erfolgen. Wer jetzt einen Welpen aufnimmt, sollte diese neuen Anforderungen gleich erfüllen und sein neues Familienmitglied mit dem Mikrochip dauerhaft kennzeichnen. Was ist ein Mikrochip? Der Chip ist ein ROM ( read only memory ), auf ihm sind per Laserstrahl ein weltweit einmalig vergebener Nummerncode eingebrannt, der nie mehr veränderbar ist. Damit die Kennung lesbar wird gehört zu dem Chip eine winzig kleine Antenne, welche die Kennung als Sender ausstrahlen kann. Das alles wird in einen Transponder aus Bioglas gepackt, wobei die Größe ein Reiskorn nicht überschreitet! Die Umkapselung mit Bioglas verhindert eine Abstoßungsreaktion. Unsere Tiere erhalten einen PASSIVEN TRANSPONDER, d.h., dass der Transponder im Ruhezustand keine Strahlung aussendet. Erst das eingeschaltete Lesegerät versorgt den Transponder mit der nötigen Energie, und erst jetzt werden die eingebrannten Daten übermittelt. Seit 1996 wurde weltweit der sog. ISO-standard eingeführt, wodurch Transponder auch verschiedener Hersteller von allen Lesegeräten erkannt werden. Die Kennung auf dem Chip ist nicht umschreibbar, und nur durch starke Mikrowellen oder Röntgenstrahlen in so hohen Dosen zu zerstören, dass diese auch für die Tiere selbst tödlich wären. Wie wird der Transponder implantiert? Der Transponder wird mit einem Applikator ( dickere Spritze ) unter die Haut oberhalb des linken Schulterblattes injeziert. &#160; Das ist für Hunde und Katzen ein schmerzloser Vorgang, der so leicht wie eine subkutane Injektion durchzuführen ist. In der Regel reagieren die Tiere kaum auf die Applikation. Registrieren Das beste Chippen ist nichts wert, wenn der Hund oder die Katze nicht sofort mit ihren Daten in den Zentralregistern gemeldet werden. In unserer Praxis füllen immer wir selbst die Formulare für Sie aus und senden diese dann an die entsprechenden Registrierstellen. So ist es zu 100% gesichert, dass Ihr Liebling nach kurzer Zeit zentral gemeldet ist. Ihre Aufgabe ist es jetzt nur noch, zukünftige Adressenänderungen von Ihnen der Zentralstelle mitzuteilen, so dass Ihr Liebling jederzeit bei Verlust an Sie zurückübermittelt werden kann. Wie hilfreich ein Chip sein kann, erfahren Sie von unserem „Bobby“ unter Aktuell im Dezember 2003. Unsere Praxis konnte den seit Tagen vermissten Hund Lea innerhalb einer halben Stunde wieder nach Hause vermitteln. Nähere Informationen zum Chippen: Tasso e.V. http://www.tiernotruf.org Siehe auch Bobby&#8217;s Story dazu (news von Dezember 2003)</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/die-elektronische-tierkennzeichnung/">Die elektronische Tierkennzeichnung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Tier wird gechippt &#8211; Pflicht ab 2004</h2>
<p>Das Europäische Parlament hat eine neue Verordnung erlassen: Hunde und Katzen, die innerhalb der EU transportiert werden, müssen ab 2004 bei Grenzübergang mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein.<br />
Innerhalb der Landesgrenzen ist übergangsweise noch die Kennzeichnung durch Tätowierung möglich, doch ab 2011 hat ausschließlich die Markierung durch <b>MIKROCHIP</b> zu erfolgen.<br />
Wer jetzt einen Welpen aufnimmt, sollte diese neuen Anforderungen gleich erfüllen und sein <b>neues Familienmitglied mit dem Mikrochip dauerhaft kennzeichnen</b>.</p>
<h3>Was ist ein Mikrochip?</h3>
<p>Der Chip ist ein ROM ( read only memory ), auf ihm sind per Laserstrahl ein weltweit einmalig vergebener Nummerncode eingebrannt, der nie mehr veränderbar ist. Damit die Kennung lesbar wird gehört zu dem Chip eine winzig kleine Antenne, welche die Kennung als Sender ausstrahlen kann. Das alles wird in einen Transponder aus Bioglas gepackt, wobei die Größe ein Reiskorn nicht überschreitet! Die Umkapselung mit Bioglas verhindert eine Abstoßungsreaktion.</p>
<div>
<div style="width: 143px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_chipping_01.jpg" alt="Transponder im Größenvergleich mit Reiskörnern" width="133" height="65" border="0" /><p class="wp-caption-text">Transponder im Größenvergleich mit Reiskörnern</p></div>
</div>
<p>Unsere Tiere erhalten einen <b>PASSIVEN TRANSPONDER, d.h., dass der Transponder im Ruhezustand keine Strahlung aussendet</b>.<br />
Erst das eingeschaltete Lesegerät versorgt den Transponder mit der nötigen Energie, und erst jetzt werden die eingebrannten Daten übermittelt. Seit 1996 wurde weltweit der sog. ISO-standard eingeführt, wodurch Transponder auch verschiedener Hersteller von allen Lesegeräten erkannt werden.<br />
Die Kennung auf dem Chip ist nicht umschreibbar, und nur durch starke Mikrowellen oder Röntgenstrahlen in so hohen Dosen zu zerstören, dass diese auch für die Tiere selbst tödlich wären.</p>
<h3>Wie wird der Transponder implantiert?</h3>
<p>Der Transponder wird mit einem Applikator ( dickere Spritze ) unter die Haut oberhalb des<br />
linken Schulterblattes injeziert.</p>
<div>
<div style="width: 143px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_chipping_02.jpg" alt="Applikator des Transponders" width="133" height="77" border="0" /><p class="wp-caption-text">Applikator des Transponders</p></div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p><b>Das ist für Hunde und Katzen ein schmerzloser Vorgang</b>, der so leicht wie eine subkutane Injektion durchzuführen ist. In der Regel reagieren die Tiere kaum auf die Applikation.</p>
<h3>Registrieren</h3>
<p>Das beste Chippen ist nichts wert, wenn der Hund oder die Katze nicht sofort mit ihren Daten in den Zentralregistern gemeldet werden.<br />
In unserer Praxis füllen immer wir selbst die Formulare für Sie aus und senden diese dann an die entsprechenden Registrierstellen. So ist es zu 100% gesichert, dass Ihr Liebling nach kurzer Zeit zentral gemeldet ist.<br />
Ihre Aufgabe ist es jetzt nur noch, zukünftige Adressenänderungen von Ihnen der Zentralstelle mitzuteilen, so dass Ihr Liebling jederzeit bei Verlust an Sie zurückübermittelt werden kann.<br />
Wie hilfreich ein Chip sein kann, erfahren Sie von unserem „Bobby“ unter Aktuell im Dezember 2003.<br />
Unsere Praxis konnte den seit Tagen vermissten Hund Lea innerhalb einer halben Stunde wieder nach Hause vermitteln.<br />
Nähere Informationen zum Chippen:<br />
Tasso e.V. <a href="http://www.tiernotruf.org" target="_blank" rel="noopener">http://www.tiernotruf.org</a></p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/dezember-2003/#chipping">Siehe auch Bobby&#8217;s Story dazu (news von Dezember 2003)</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/die-elektronische-tierkennzeichnung/">Die elektronische Tierkennzeichnung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Goldimplantation &#8211; Falldokumentation</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/goldimplantation-falldokumentation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2015 02:06:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Falldokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Goldakupunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Goldimplementation]]></category>
		<guid isPermaLink="false"></guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier ein konkretes Beispiel zur Dokumentation, mit Email Schriftverkehr und einigen Bildern: November 2009 Sehr geehrte Damen und Herren, mein 10 Monate alter Cane Corso Rüde (siehe Anlage) hat eine HD. Mein behandelnder Tierarzt empfahl mir eine Goldimplantation machen zu lassen. Wie ich auf ihrer Homepage gesehen habe, führen sie diese Behandlung durch. Da ich jedoch ca. 296 Km Anfahrtsweg habe, kann ich nicht mal einfach so in ihrer Sprechstunde reinschauen. Deshalb ein paar Fragen: Wie viele Termine wären für eine solche Behandlung incl. Untersuchungen notwendig? Kann mein Haus(tier)arzt notwendige Voruntersuchungen machen? Was kostet bei ihnen eine Goldimplantation? Für eine Beantwortung dieser Fragen wäre ich ihnen sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen Ernst Hoss Sehr geehrter Herr Hoss, da viele Besitzer so wie Sie mit ihren Hunden von sehr weit zu uns kommen, führen wir die Goldakupunktur an einem einzigen Termin durch. Das bedeutet, dass wir zunächst eine ausführliche Untersuchung und Analyse des Gangbildes durchführen, dann die noch &#8211; falls es sich als nötig erweist &#8211; Röntgenbilder erstellen , um dann entsprechend des Gesamtbildes eine Goldakupunktur auszuführen. Röntgenbilder, Blutuntersuchungen,&#8230;.. die Sie uns mitbringen oder vorab zusenden werden natürlich mit einbezogen und nicht nochmals ausgeführt. In der Regel beginnen wir um 8.00 Uhr und Sie können dann am gleichen Vormittag die Rückfahrt antreten, Ihr Hund wird entsprechend gemonitort und erst wenn er aus der Narkose wieder stabil ist, entlassen wir Ihren Rüden, in der Aufwachphase sind Sie in der Regel schon bei Ihrem Hund im Aufwachraum. Sie könnten mir schon vorab die Röntgenbilder zusenden, sodass ich mir schon ein Bild machen kann. Im Anhang erkläre ich Ihnen, wie sich die Kosten für eine Goldakupunktur zusammensetzen. Grundsätzlich ist anzumerken, dass eine Goldakupunktur um so erfolgreicher ist, je jünger der Hund ist. Genaueres können Sie in meinen wissenschaftlichen Untersuchungen nachlesen. Wir haben die Goldakupunktur 1996 in Deutschland eingeführt und entsprechende Langzeitstudien durchgeführt. Ihr Rüde ist im idealen Alter, da wir bei der Jugendgruppe immerhin einen statistischen Erfolg von 80% erzielen. Sie können mich für weitere Fragen gerne anrufen TEL: *06187 -27300* Es würde mich freuen, wenn ich Ihrem Cane corso &#8211; übrigens ein sehr schöner Hund &#8211; ich war in Rom tätig und diese Rasse häufig als Patienten vorgestellt bekommen &#8212; mit der Goldakupunktur unterstützen kann. mit freundlichem Gruß Dr. M. Rogalla Sehr geehrte Frau Dr. Rogalla, wegen der Vergoldung meines Cane Corso mit Namen Giacomo habe ich 6 Tierarztpraxen angeschrieben. Zwei von den eingegangenen Antworten haben mich überzeugt Bei Ihrer Antwort habe ich das Gefühl (und nur darauf kann ich meine Entscheidung treffen), dass mein Hund in guten Händen wäre. Fragen gibt es eigentlich keine, Sie haben das Procedere bestens erklärt, die Frage nach den Kosten ist nur zweitrangig. Interessanter ist die Frage nach einem Termin. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir mehrere Termine zur Auswahl mitteilen könnten. Mit freundlichen Grüßen Ernst Hoss Januar 2012 Sehr geehrter Herr Hoss, es ist nun lange her,dass Sie bei uns zur Goldakupuktur mit Ihrem Rüden waren. Nun mache ich erneut eine Valuierung und so moechte mich aus wissenschaftlich/statistischem Interesse nach dem Verlauf der Godakupunktur erkundigen. Hat die GA in ihren Augen die erwünschte Verbesserung erbracht? welche Note von 1 bis 6 würden Sie seinem Gangbild geben? Um wieviel Prozent läuft Ihr Hund besser? Wuerden Sie die Methode weiterempfehlen? Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen . Mit besten Gruessen Dr. M. Rogalla Sehr geehrte Frau Rogalla, gerne teile ich ihnen mit, wie es Giacomo geht. Zu Frage 1. Die GA hat die erwünschte Verbesserung gebracht. Zu Frage 2. Seinem Gangbild gebe ich die Note 1 (sehr gut). Zu Frage 3. 100 % Zu Frage 4. Ich kann die Behandlungsmethode bestens empfehlen. Mit freundlichen Grüßen aus Ostdorf Ernst Hoss</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/goldimplantation-falldokumentation/">Goldimplantation &#8211; Falldokumentation</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2></h2>
<p>Hier ein konkretes Beispiel zur Dokumentation, mit Email Schriftverkehr und einigen Bildern:</p>
<hr />
<p><strong>November 2009</strong></p>
<hr />
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>mein 10 Monate alter Cane Corso Rüde (siehe Anlage) hat eine HD. Mein behandelnder Tierarzt empfahl mir eine Goldimplantation machen zu lassen. Wie ich auf ihrer Homepage gesehen habe, führen sie diese Behandlung durch.<br />
Da ich jedoch ca. 296 Km Anfahrtsweg habe, kann ich nicht mal einfach so in ihrer Sprechstunde reinschauen.<br />
Deshalb ein paar Fragen:</p>
<ul>
<li>Wie viele Termine wären für eine solche Behandlung incl. Untersuchungen notwendig?</li>
<li>Kann mein Haus(tier)arzt notwendige Voruntersuchungen machen?</li>
<li>Was kostet bei ihnen eine Goldimplantation?</li>
</ul>
<p>Für eine Beantwortung dieser Fragen wäre ich ihnen sehr dankbar.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Ernst Hoss</p>
<p align="center"><img loading="lazy" class="alignleft" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2009/08/goldimpl_doku_giacomo_a.jpg" alt="" width="480" height="360" border="0" /></p>
<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2009/08/goldimpl_doku_giacomo_b.jpg" alt="" width="480" height="360" border="0" /></p>
<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2009/08/goldimpl_doku_giacomo_c.jpg" alt="" width="480" height="360" border="0" /></p>
<p><em>Sehr geehrter Herr Hoss,<br />
da viele Besitzer so wie Sie mit ihren Hunden von sehr weit zu uns kommen, führen wir die Goldakupunktur an einem einzigen Termin durch. Das bedeutet, dass wir zunächst eine ausführliche Untersuchung und Analyse des Gangbildes durchführen, dann die noch &#8211; falls es sich als nötig erweist &#8211; Röntgenbilder erstellen , um dann entsprechend des Gesamtbildes eine Goldakupunktur auszuführen. Röntgenbilder, Blutuntersuchungen,&#8230;.. die Sie uns mitbringen oder vorab zusenden werden natürlich mit einbezogen und nicht nochmals ausgeführt. In der Regel beginnen wir um 8.00 Uhr und Sie können dann am gleichen Vormittag die Rückfahrt antreten, Ihr Hund wird entsprechend gemonitort und erst wenn er aus der Narkose wieder stabil ist, entlassen wir Ihren Rüden, in der Aufwachphase sind Sie in der Regel schon bei Ihrem Hund im Aufwachraum. Sie könnten mir schon vorab die Röntgenbilder zusenden, sodass ich mir schon ein Bild machen kann.<br />
Im Anhang erkläre ich Ihnen, wie sich die Kosten für eine Goldakupunktur zusammensetzen.<br />
Grundsätzlich ist anzumerken, dass eine Goldakupunktur um so erfolgreicher ist, je jünger der Hund ist. Genaueres können Sie in meinen wissenschaftlichen Untersuchungen nachlesen. Wir haben die Goldakupunktur 1996 in Deutschland eingeführt und entsprechende Langzeitstudien durchgeführt. Ihr Rüde ist im idealen Alter, da wir bei der Jugendgruppe immerhin einen statistischen Erfolg von 80% erzielen.<br />
Sie können mich für weitere Fragen gerne anrufen TEL: *06187 -27300*<br />
Es würde mich freuen, wenn ich Ihrem Cane corso &#8211; übrigens ein sehr schöner Hund &#8211; ich war in Rom tätig und diese Rasse häufig als Patienten vorgestellt bekommen &#8212; mit der Goldakupunktur unterstützen kann. mit freundlichem Gruß Dr. M. Rogalla<br />
</em></p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. Rogalla,</p>
<p>wegen der Vergoldung meines Cane Corso mit Namen Giacomo habe ich 6 Tierarztpraxen angeschrieben. Zwei von den eingegangenen Antworten haben mich überzeugt Bei Ihrer Antwort habe ich das Gefühl (und nur darauf kann ich meine Entscheidung treffen), dass mein Hund in guten Händen wäre.<br />
Fragen gibt es eigentlich keine, Sie haben das Procedere bestens erklärt, die Frage nach den Kosten ist nur zweitrangig. Interessanter ist die Frage nach einem Termin. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir mehrere Termine zur Auswahl mitteilen könnten.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Ernst Hoss</p>
<hr />
<p><strong>Januar 2012</strong></p>
<hr />
<p><em>Sehr geehrter Herr Hoss, es ist nun lange her,dass Sie bei uns zur Goldakupuktur mit Ihrem Rüden waren. Nun mache ich erneut eine Valuierung und so moechte mich aus wissenschaftlich/statistischem Interesse nach dem Verlauf der Godakupunktur erkundigen.<br />
</em></p>
<ol>
<li><em>Hat die GA in ihren Augen die erwünschte Verbesserung erbracht?</em></li>
<li><em>welche Note von 1 bis 6 würden Sie seinem Gangbild geben?</em></li>
<li><em>Um wieviel Prozent läuft Ihr Hund besser?</em></li>
<li><em>Wuerden Sie die Methode weiterempfehlen?</em></li>
</ol>
<p><em>Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen .</em></p>
<p><em>Mit besten Gruessen Dr. M. Rogalla</em></p>
<p>Sehr geehrte Frau Rogalla,</p>
<p>gerne teile ich ihnen mit, wie es Giacomo geht.<br />
Zu Frage 1. Die GA hat die erwünschte Verbesserung gebracht.<br />
Zu Frage 2. Seinem Gangbild gebe ich die Note 1 (sehr gut).<br />
Zu Frage 3. 100 %<br />
Zu Frage 4. Ich kann die Behandlungsmethode bestens empfehlen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen aus Ostdorf</p>
<p>Ernst Hoss</p>
<p align="center"><img loading="lazy" class="alignleft" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2009/08/goldimpl_doku_canecorso_01.jpg" alt="" width="480" height="391" border="0" /></p>
<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2009/08/goldimpl_doku_canecorso_02.jpg" alt="" width="480" height="360" border="0" /></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/goldimplantation-falldokumentation/">Goldimplantation &#8211; Falldokumentation</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hundegeburt</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/hundegeburt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2015 15:56:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hundegeburt]]></category>
		<category><![CDATA[Hündin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://[caption%20id=%20align=alignnone%20width=453]%20Es%20ist%20geschafft,%20die%20frisch%20geborenen%20Welpen</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Normaler Ablauf der Geburt Gegen Ende der Trächtigkeit kündigt sich die bevorstehende Geburt an: das Gesäuge wird größer beginnende Milchsekretion die Vulva schwillt an leichter Vaginalausfluß, der sich aus der Verflüssigung des Zervikalschleims ergibt die Beckenbänder werden weicher Die unmittelbar bevorstehende Geburt lässt sich jedoch am allerbesten durch regelmäßige Temperaturkontrolle (Messung im After) erkennen. Schon 8 – 10 Tage vor der Geburt sinkt die Körpertemperatur auf 38°, und etwa 12 – 24 Stunden direkt vor der Geburt kommt es zu einem auffälligen weiteren Abfall um 1° oder mehr. Mit Beginn der Öffnungsphase steigt die Temperatur wieder an. Öffnungsphase Diese Phase dauert 6 – 12 Stunden; die Hündinnen werden durch ein verändertes Verhalten auffällig wie z.B. Unruhe, Ängstlichkeit, Futterverweigerung, Aufsuchen eines ruhigen Platzes, Nestbau, manchmal Erbrechen, Durchfall&#8230; Die innerlichen Veränderungen sind nicht erkennbar, doch unabdingbar für einen reibungslosen Geburtsablauf: Dilatation der Zervix Ausfluß von Zervikalschleim Einsetzen der Wehen Weitung des Geburtskanals durch die Fruchtblase des ersten Welpen Austreibungsphase Rutscht der Welpe in den Zervixkanal, setzt automatisch die Bauchpresse ein. Der kleine Welpe ist umhüllt von zwei Fruchtblasen – Allantois und Amnion. Die Flüssigkeit dieser Blasen ist farblos. Nachdem jedoch die erste Nachgeburt ausgestoßen ist, werden die Fruchtwasser eher grünlich; hervorgerufen durch die Blutabbaustoffe. Die Allantois reißt in der Regel, sobald der Welpe durch die Vulva austritt, ausgestoßen wird der Kleine dann mit einigen kräftigen Wehen. Normalerweise beißt die Hündin mit den Schneidezähnen die Fruchtblase auf, leckt den Welpen frei und beißt die Nabelschnur durch. Sollte das nicht geschehen, muß der Welpe sofort aus der Fruchtblase befreit werden. Die Nachgeburt kommt in den nächsten 5 Minuten und wird von der Hündin gefressen. Manchmal kommen aber auch gleich zwei, drei Welpen direkt hintereinander und dann erst die Nachgeburten. Die Intervalle zwischen den einzelnen Welpen betragen im allgemeinen 30 min, aber auch mehrere Stunden. Etwa 60 % der Welpen kommen mit dem Kopf zuerst, doch auch eine Hinterendlage kann komplikationslos erfolgen. Trächtigskeitdauer: Durchschnittlich trägt die Hündin 63 Tage. Bei ungestörtem Allgemeinbefinden besteht bei längerer Tragzeit bis zum 69. Tag keine Notwendigkeit für einen Eingriff. CAVE: beim Hund besteht nicht die Möglichkeit zur Geburtseinleitung wie beim Menschen. Die Verabreichung von Oxytocin bei einer nicht in Geburt stehenden Hündin ist ein Kunstfehler! Die Kontrolle der Körpertemperatur ist ein guter Indikator, steigt die Temperatur über 39° oder ist der Allgemeinzustand gestört, so ist eine ausführliche geburtshilfliche Untersuchung angezeigt. Unsere diagnostischen Möglichkeiten (Ultraschall / Röntgen) sind dazu heutzutage hervorragend. Oft ist ein Kaiserschnitt vonnöten. Unter Antibiotikaschutz abzuwarten, verbessert nicht die Aussichten auf eine komplikationsfreie Geburt, sondern erhöht eher das Operationsrisiko. &#160; Geburtskomplikationen (Dystokien): Nicht jede Geburt verläuft reibungslos; es können Störungen im Ablauf auftreten , die durch Funktionsstörungen seitens der Mutter (Wehenschwäche, Scheidenenge, Torsio uteri, Uterusruptur (nicht selten nach fehlerhaft verabreichter Oxytoxingabe!) &#8230;oder durch die Welpen selbst (zu große Frucht, fehlerhafte Lagerung, abgestorbene Frucht&#8230;) verursacht sind. Die Wahl der tierärztlichen Maßnahmen richtet sich nach dem Zustand des Muttertieres. Es kann manuelle Geburtshilfe geleistet werden, doch ist das Allgemeinbefinden bereits gestört, bzw. eine schnelle Lösung durch manuelle Hilfe nicht zu erreichen, so ist auf jeden Fall eine Schnitteinbindung durchzuführen. Die Sectio caesarea (Kaiserschnitt) kann lebensrettend sein für Hündin und Welpen. &#160; Normales Puerperium Bei der normal verlaufenden Geburt zieht sich nach der Austreibung des letzten Welpen und dem Abgang der Nachgeburt der Uterus wieder zusammen. Palpiert man den Bauch der Hündin, so sind die Uterushörner als derbe Stränge spürbar. Der normale Ausfluß ( Lochien ) ist zunächst schwarz – grün, geruchlos und mit Blutgerinnseln durchsetzt. Der Uterus bildet sich in den Tagen nach der Geburt immer weiter zurück, der Ausfluß nimmt mengenmäßig ab und nach 2 Wochen wird nur noch sehr wenig, leicht rötliches Sekret abgesetzt. Die Lochien werden kaum bemerkt, da sie von der Hündin stets aufleckt werden. Nach 4 Wochen hat sich der Uterus vollständig zurückgebildet. Weiterhin ist die Hündin auch noch post partum gut zu beobachten, da auch dann noch Schwierigkeiten auftreten können, die das Leben von Muttertier und Welpen gefährden: Uterusruptur Scheidenverletzung (nicht erkannt, kann sie durch eine eitrige Entzündung zum Durchbruch zum Darm hin führen) Lochiometra (zieht die Gebärmutter sich nach der Geburt nicht ausreichend zusammen, verleiben die Lochien im Uterus und es kann zu einer lebensgefährliche Intoxikation der Hündin kommen. Da die Toxine in die Milch übergehen, sind auch die Welpen bedroht.) Plazentanekrose (bei Hündinnen, die jünger als 2,5 Jahre sind: auffällig ist das Persistieren eines blutig, wässrigen Scheidenausflusses _ es muß eine Ovariohysterektomie durchgeführt werden) Hämorrhagie (anhaltender, blutiger Ausfluß: schubweiser Abgang von frischem, teilweise geronnenem Blut aus der Scheide _ in der Regel muß operiert werden) Tetanie = Eklampsie (eine Stoffwechselstörung, deren Hauptmerkmal die Hypokalzämie ist, die zu starken Krämpfen führt. Sie tritt meist 2-5 Wochen nach der Geburt auf und betroffen sind hauptsächlich kleine Rassen mit guter Laktation _ lebensrettend ist die sofortige intravenöse Verabreichung von Calzium) Wir raten Ihnen, vor der Geburt mit uns ein Beratungsgespräch zu führen, damit Sie vorbereitet sind, falls die Geburt nicht ordnungsgemäß verläuft. Siehe auch Fall des Monats : Mai 2004</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/hundegeburt/">Hundegeburt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div style="width: 463px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_hundegeburt_01.jpg" alt="" width="453" height="265" border="0" /><p class="wp-caption-text">Es ist geschafft, die frisch geborenen Welpen saugen</p></div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<h2>Normaler Ablauf der Geburt</h2>
<p>Gegen Ende der Trächtigkeit kündigt sich die bevorstehende Geburt an:</p>
<ul>
<li>das Gesäuge wird größer</li>
<li>beginnende Milchsekretion</li>
<li>die Vulva schwillt an</li>
<li>leichter Vaginalausfluß, der sich aus der Verflüssigung des Zervikalschleims ergibt</li>
<li>die Beckenbänder werden weicher</li>
</ul>
<p>Die unmittelbar bevorstehende Geburt lässt sich jedoch am allerbesten durch <b>regelmäßige Temperaturkontrolle</b> (Messung im After) erkennen. Schon 8 – 10 Tage vor der Geburt sinkt die Körpertemperatur auf 38°, und etwa 12 – 24 Stunden direkt vor der Geburt kommt es zu einem auffälligen weiteren Abfall um 1° oder mehr.<br />
Mit Beginn der Öffnungsphase steigt die Temperatur wieder an.</p>
<h2>Öffnungsphase</h2>
<p>Diese Phase dauert 6 – 12 Stunden; die Hündinnen werden durch ein verändertes Verhalten auffällig wie z.B. Unruhe, Ängstlichkeit, Futterverweigerung, Aufsuchen eines ruhigen Platzes, Nestbau, manchmal Erbrechen, Durchfall&#8230;<br />
Die innerlichen Veränderungen sind nicht erkennbar, doch unabdingbar für einen reibungslosen Geburtsablauf:</p>
<ul>
<li>Dilatation der Zervix</li>
<li>Ausfluß von Zervikalschleim</li>
<li>Einsetzen der Wehen</li>
<li>Weitung des Geburtskanals durch die Fruchtblase des ersten Welpen</li>
</ul>
<h2>Austreibungsphase</h2>
<p>Rutscht der Welpe in den Zervixkanal, setzt automatisch die Bauchpresse ein.<br />
Der kleine Welpe ist umhüllt von zwei Fruchtblasen – Allantois und Amnion. Die Flüssigkeit dieser Blasen ist farblos.<br />
Nachdem jedoch die erste Nachgeburt ausgestoßen ist, werden die Fruchtwasser eher grünlich; hervorgerufen durch die Blutabbaustoffe.<br />
Die Allantois reißt in der Regel, sobald der Welpe durch die Vulva austritt, ausgestoßen wird der Kleine dann mit einigen kräftigen Wehen.<br />
Normalerweise beißt die Hündin mit den Schneidezähnen die Fruchtblase auf, leckt den Welpen frei und beißt die Nabelschnur durch.<br />
Sollte das nicht geschehen, muß der Welpe sofort aus der Fruchtblase befreit werden.<br />
Die Nachgeburt kommt in den nächsten 5 Minuten und wird von der Hündin gefressen. Manchmal kommen aber auch gleich zwei, drei Welpen direkt hintereinander und dann erst die Nachgeburten.<br />
Die Intervalle zwischen den einzelnen Welpen betragen im allgemeinen 30 min, aber auch mehrere Stunden.<br />
Etwa 60 % der Welpen kommen mit dem Kopf zuerst, doch auch eine Hinterendlage kann komplikationslos erfolgen.</p>
<div>
<div style="width: 262px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_hundegeburt_02.jpg" alt="" width="252" height="204" border="0" /><p class="wp-caption-text">Drei satte Kerlchen</p></div>
<p><i><br />
</i></p>
</div>
<p><b>Trächtigskeitdauer:<br />
</b>Durchschnittlich trägt die Hündin 63 Tage.<br />
Bei ungestörtem Allgemeinbefinden besteht bei längerer Tragzeit bis zum 69. Tag keine Notwendigkeit für einen Eingriff.</p>
<p><b>CAVE</b>: beim Hund besteht nicht die Möglichkeit zur Geburtseinleitung wie beim Menschen. Die Verabreichung von <b>Oxytocin bei einer nicht in Geburt stehenden Hündin ist ein Kunstfehler!</b><br />
Die Kontrolle der Körpertemperatur ist ein guter Indikator, steigt die Temperatur über 39° oder ist der Allgemeinzustand gestört, so ist eine ausführliche geburtshilfliche Untersuchung angezeigt. Unsere diagnostischen Möglichkeiten (Ultraschall / Röntgen) sind dazu heutzutage hervorragend.<br />
Oft ist ein Kaiserschnitt vonnöten.<br />
Unter Antibiotikaschutz abzuwarten, verbessert nicht die Aussichten auf eine komplikationsfreie Geburt, sondern erhöht eher das Operationsrisiko.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Geburtskomplikationen (Dystokien):</h3>
<p>Nicht jede Geburt verläuft reibungslos; es können Störungen im Ablauf auftreten , die durch Funktionsstörungen seitens der Mutter (Wehenschwäche, Scheidenenge, Torsio uteri, Uterusruptur (nicht selten nach fehlerhaft verabreichter Oxytoxingabe!) &#8230;oder durch die Welpen selbst (zu große Frucht, fehlerhafte Lagerung, abgestorbene Frucht&#8230;) verursacht sind.<br />
Die Wahl der tierärztlichen Maßnahmen richtet sich nach dem Zustand des Muttertieres. Es kann manuelle Geburtshilfe geleistet werden, doch ist das Allgemeinbefinden bereits gestört, bzw. eine schnelle Lösung durch manuelle Hilfe nicht zu erreichen, so ist auf jeden Fall eine Schnitteinbindung durchzuführen.<br />
<b>Die Sectio caesarea (Kaiserschnitt) kann lebensrettend sein für Hündin und Welpen.<br />
</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Normales Puerperium</h3>
<p>Bei der normal verlaufenden Geburt zieht sich nach der Austreibung des letzten Welpen und dem Abgang der Nachgeburt der Uterus wieder zusammen. Palpiert man den Bauch der Hündin, so sind die Uterushörner als derbe Stränge spürbar.<br />
Der normale Ausfluß ( Lochien ) ist zunächst schwarz – grün, geruchlos und mit Blutgerinnseln durchsetzt. Der Uterus bildet sich in den Tagen nach der Geburt immer weiter zurück, der Ausfluß nimmt mengenmäßig ab und nach 2 Wochen wird nur noch sehr wenig, leicht rötliches Sekret abgesetzt.<br />
Die Lochien werden kaum bemerkt, da sie von der Hündin stets aufleckt werden. Nach 4 Wochen hat sich der Uterus vollständig zurückgebildet.</p>
<p>Weiterhin ist die Hündin auch noch post partum gut zu beobachten, da auch dann noch Schwierigkeiten auftreten können, die das Leben von Muttertier und Welpen gefährden:</p>
<ul>
<li><b>Uterusruptur</b></li>
<li><b>Scheidenverletzung</b> (nicht erkannt, kann sie durch eine eitrige Entzündung zum Durchbruch zum Darm hin führen)</li>
<li><b>Lochiometra</b> (zieht die Gebärmutter sich nach der Geburt nicht ausreichend zusammen, verleiben die Lochien im Uterus und es kann zu einer lebensgefährliche Intoxikation der Hündin kommen. Da die Toxine in die Milch übergehen, sind auch die Welpen bedroht.)</li>
<li><b>Plazentanekrose</b> (bei Hündinnen, die jünger als 2,5 Jahre sind: auffällig ist das Persistieren eines blutig, wässrigen Scheidenausflusses _ es muß eine Ovariohysterektomie durchgeführt werden)</li>
<li><b>Hämorrhagie</b> (anhaltender, blutiger Ausfluß: schubweiser Abgang von frischem, teilweise geronnenem Blut aus der Scheide _ in der Regel muß operiert werden)</li>
<li><b>Tetanie = Eklampsie</b> (eine Stoffwechselstörung, deren Hauptmerkmal die Hypokalzämie ist, die zu starken Krämpfen führt. Sie tritt meist 2-5 Wochen nach der Geburt auf und betroffen sind hauptsächlich kleine Rassen mit guter Laktation _ lebensrettend ist die sofortige intravenöse Verabreichung von Calzium)</li>
</ul>
<div>
<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_hundegeburt_03.jpg" alt="" width="300" height="224" border="0" /><br />
<b>Wir raten Ihnen, vor der Geburt mit uns ein Beratungsgespräch zu führen, damit Sie vorbereitet sind, falls die Geburt nicht ordnungsgemäß verläuft.<br />
</b></p>
</div>
<p><b> Siehe auch <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/eine-hundegeburt-mai-2004/">Fall des Monats : Mai 2004</a></b></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/hundegeburt/">Hundegeburt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hydronephrose bei Hund und Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/hydronephrose-bei-hund-und-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2015 16:15:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hydronephrose]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://Unter%20Hydronephrose%20versteht%20man%20eine%20irreversible%20Erweiterung%20des%20Nierenbeckens%20mit%20Zerstörung%20des%20Nierenparenchyms,%20die%20über%20Harnrückstau%20entsteht.</guid>

					<description><![CDATA[<p>Unter Hydronephrose versteht man eine irreversible Erweiterung des Nierenbeckens mit Zerstörung des Nierenparenchyms, die über Harnrückstau entsteht. Entstehung der Hydronephrose Eine Hydronephrose kann sich entwickeln, wenn die oberen oder unteren Harnwege verlegt sind. Die Verlegung kann total oder partiell sein. Die Obstruktion der Harnwege kann z.B. durch Nieren-, Blasen-, Ureter- oder Urethrasteine, Tumore, Blutkoagula, Blasenlähmung… bedingt sein. Ist der ableitende Harnweg blockiert, staut sich der Harn zurück, die Harnproduktion geht aber weiter. Das Nierenbecken dilatiert und mit immer größer werdenden Druck wird das zarte Nierenfunktionsgewebe / Nierenparenchym zerstört. Je nach Lage der Obstruktion können nur eine Niere oder beide Nieren gestaut werden. Liegt die Ursache im Nierenbecken oder in einem Harnleiter (Ureter), entwickelt sich eine einseitige Hydronephrose. Die Funktionstörung wird von der zweiten gesunden Niere kompensiert. Liegt die Kompression jedoch tiefer im Blasenhals oder in der Harnröhre (Urethra), so entwickelt sich eine beidseitige Hydronephrose mit oft finaler Niereninsuffizienz. Symptome Eine einseitige Abflussstörung bleibt lange Zeit von den Besitzern unbemerkt, da die zweite Niere ja kompensatorisch die Arbeit übernimmt. Da die Blutwerte sich erst verändern, wenn mehr als 25% der gesamten Nierenfunktion (also von beiden Nieren) gestört ist, wird die Krankheit auch nicht im Routinecheck angezeigt. Erst die Ultraschalluntersuchung ergibt ein klares Ergebnis. Hier ist schon die kleinste Veränderung eindeutig diagnostizierbar. Bei einer beidseitigen partiellen Obstruktion entwickeln sich Symptome der chronischen Niereninsuffizienz (CNI), bei einer kompletten Blockierung kommt es zum postrenalen akuten Nierenversagen. Therapie Wie schon erwähnt ist der Ultraschall die Methode der Wahl zur Diagnosesicherung. Falls die Obstruktion der Harnabflusswege inkomplett, akut, oder beidseitig ist und die Nierenveränderung noch gering, so sollte die Abflussbehinderung chirurgisch behoben werden; ist die Niere allerdings zerstört, so muss sie komplett entfernt werden. Eine Punktion der Hydronephrose sollte nie durchgeführt werden. Prognose Die einseitige Hydronephrose ohne Funktionsstörung der zweiten Niere hat eine sehr gute Prognose. Bei der beidseitigen Hydronephrose entscheidet die Dauer und Art der Verlegung über die Prognose. Bei einer partiellen Verlegung sind die Chancen günstiger, bei der totalen Verlegung ist bei weniger als 6 Tagen noch eine vollständige Erholung der Nieren möglich, nach einer Woche jedoch werden die Chancen geringer und die Folge kann eine chronische Niereninsuffizienz (CNI) sein. Mit Urin gefüllte Niere, nach Anschnitt ist nur noch das Nierenbecken erkennbar &#160; Siehe auch: Fall des Monats 2010-01: Hydronephrose bei der Katze</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/hydronephrose-bei-hund-und-katze/">Hydronephrose bei Hund und Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unter Hydronephrose versteht man eine irreversible Erweiterung des Nierenbeckens mit Zerstörung des Nierenparenchyms, die über Harnrückstau entsteht.</p>
<div>
<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_hydronephrose_01.jpg" alt="" width="348" height="352" border="0" /></p>
</div>
<h2>Entstehung der Hydronephrose</h2>
<p>Eine Hydronephrose kann sich entwickeln, wenn die oberen oder unteren Harnwege verlegt sind. Die Verlegung kann total oder partiell sein. Die Obstruktion der Harnwege kann z.B. durch Nieren-, Blasen-, Ureter- oder Urethrasteine, Tumore, Blutkoagula, Blasenlähmung… bedingt sein.</p>
<div>
<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_hydronephrose_02.jpg" alt="" width="225" height="276" border="0" /></p>
</div>
<p>Ist der ableitende Harnweg blockiert, staut sich der Harn zurück, die Harnproduktion geht aber weiter. Das Nierenbecken dilatiert und mit immer größer werdenden Druck wird das zarte Nierenfunktionsgewebe / Nierenparenchym zerstört.<br />
Je nach Lage der Obstruktion können nur eine Niere oder beide Nieren gestaut werden. Liegt die Ursache im Nierenbecken oder in einem Harnleiter (Ureter), entwickelt sich eine einseitige Hydronephrose. Die Funktionstörung wird von der zweiten gesunden Niere kompensiert.<br />
Liegt die Kompression jedoch tiefer im Blasenhals oder in der Harnröhre (Urethra), so entwickelt sich eine beidseitige Hydronephrose mit oft finaler Niereninsuffizienz.</p>
<h2>Symptome</h2>
<p>Eine einseitige Abflussstörung bleibt lange Zeit von den Besitzern unbemerkt, da die zweite Niere ja kompensatorisch die Arbeit übernimmt. Da die Blutwerte sich erst verändern, wenn mehr als 25% der gesamten Nierenfunktion (also von beiden Nieren) gestört ist,<br />
wird die Krankheit auch nicht im Routinecheck angezeigt. Erst die Ultraschalluntersuchung ergibt ein klares Ergebnis. Hier ist schon die kleinste Veränderung eindeutig diagnostizierbar.<br />
Bei einer beidseitigen partiellen Obstruktion entwickeln sich Symptome der chronischen Niereninsuffizienz (<a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/chronische-niereninsuffizienz-cni-bei-der-katze/">CNI</a>), bei einer kompletten Blockierung kommt es zum postrenalen akuten Nierenversagen.</p>
<h2>Therapie</h2>
<p>Wie schon erwähnt ist der Ultraschall die Methode der Wahl zur Diagnosesicherung.<br />
Falls die Obstruktion der Harnabflusswege inkomplett, akut, oder beidseitig ist und die Nierenveränderung noch gering, so sollte die Abflussbehinderung chirurgisch behoben werden; ist die Niere allerdings zerstört, so muss sie komplett entfernt werden. Eine Punktion der Hydronephrose sollte nie durchgeführt werden.</p>
<h2>Prognose</h2>
<p>Die einseitige Hydronephrose ohne Funktionsstörung der zweiten Niere hat eine sehr gute Prognose.<br />
Bei der beidseitigen Hydronephrose entscheidet die Dauer und Art der Verlegung über die Prognose. Bei einer partiellen Verlegung sind die Chancen günstiger, bei der totalen Verlegung ist bei weniger als 6 Tagen noch eine vollständige Erholung der Nieren möglich, nach einer Woche jedoch werden die Chancen geringer und die Folge kann eine chronische Niereninsuffizienz (<b>CNI</b>) sein.</p>
<div>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td width="155"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_hydronephrose_03.jpg" alt="" width="100" height="145" border="0" /></td>
<td><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/03/wiss_hydronephrose_04.jpg" alt="" width="189" height="141" border="0" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><b><i>Mit Urin gefüllte Niere, nach Anschnitt ist nur noch das Nierenbecken erkennbar</i></b></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Siehe auch: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/hydronephrose-bei-der-katze-januar-2010/">Fall des Monats 2010-0</a><a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/hydronephrose-bei-der-katze-januar-2010/">1: Hydronephrose bei der Katze</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/hydronephrose-bei-hund-und-katze/">Hydronephrose bei Hund und Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
