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	<title>Katze Archive - Dr. Rogalla + Dr. Rummel</title>
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	<description>Das Wohlergehen Ihrer kleinen und großen Tiere liegt uns am Herzen</description>
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		<title>Altersbedingte Veränderungen bei der Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/altersbedingte-veraenderungen-bei-der-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 14:37:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ältere Katze]]></category>
		<category><![CDATA[altersbedingte Veränderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im folgenden geben wir Ihnen einen kurzen Überblick, wie sich die einzelnen Funktionssysteme des Organismus mit dem Alter verändern. Blutsystem Das Blutbildungssystem (Hämatopoese) wird durchs Alter kaum beeinflusst, doch die Fähigkeit auf größere Anforderungen zu reagieren ist im Alter herabgesetzt. Das ist besonders wichtig in bezug auf niereninsuffiziente Katzen, bei denen auch die Fähigkeit, rote Blutzellen zu bilden, abnimmt. Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen)in Senior-Katzen ist nicht selten und kann sehr verschiedene Ursachen haben, denen nachgegangen werden muss. Bluthochdruck ist bei den Katzen i.d.R. eine Folge von Nierenerkrankung oder Schilddrüsenüberfunktion. 65% der Katzen mit Niereninsuffizienz leiden auch an Bluthochdruck, was bedeutet, das diese Patienten dauerhaft auch mit blutdrucksenkenden Mitteln behandelt werden müssen, Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion benötigen diese Mittel selten, da der Blutdruck sich mit der Behandlung der Schilddrüse wieder normalisiert. Nichtbehandelter Bluthochdruck kann zu Blindheit führen, irreversible Schäden am Herzen und Gehirn hervorrufen. Immunsystem Verglichen mit jüngeren Katzen ist das Immunsystem weniger stark, was bedeutet, dass unsere Senioren anfälliger sind für Krankheiten. Insofern ist es für unsere älteren Patienten besonders wichtig, den Impfschutz regelmäßig aufzufrischen und regelmäßige Kot – und Parasitenkontrollen durchzuführen. Haut Die Haut des älteren Katzen ist dünner, weniger elastisch und weniger durchblutet. Aufgrund dieser Veränderungen können krankmachende Faktoren leichter in den Körper eindringen. Haut ist eine natürliche Barriere gegenüber pathogenen (krankmachenden) Faktoren. Außerdem putzen sich ältere Katzen weniger als junge Tiere, so dass sie häufig verfilzte Stellen haben und stärker riechen. Die Krallen sind in der Regel brüchig und sehr lang, da sie nicht mehr abgewetzt werden. Sie brauchen mehr Fellpflege durch die Besitzer. Sie sind auch anfälliger für Parasiten und Pilzerkrankungen und leiden häufiger an Dermatitis (Entzündung der Haut). Gehirn Veränderungen im Gehirn (z.B. cerebrale Atrophie, weniger Neuronenaktivität&#8230;) führen wie beim Menschen zu Gedächtnisverlust und Persönlichkeitsveränderung, was sich bei unseren Stubentigern zeigt in vermehrtem Umherwandern, ekzessivem Miauen, Desorientierung, Zurückziehen&#8230;. &#160; Augen Altersveränderungen der Augen führen bei der Katze zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen. Veränderungen der Netzhaut sind oft Folge von anderen Erkrankungen, die mit erhöhtem Blutdruck (siehe Artikel1 &#124; Artikel 2) einhergehen. Maulhöhle Die Maulhöhle muss bei älteren Katzen routinemäßig untersucht werden. Schlechter Geruch, weniger Fressen sind oft die Folge von abgebrochenen Zähnen, Wurzelentzündungen, Zahnstein, kariösen Zähnen, Zahnfleischentzündungen, Tumoren. Zahnfleischentzündungen entstehen z.T. aufgrund zugrundeliegender Erkrankungen wie Niereninsuffizienz und führen auf Dauer zu schweren Erkrankungen wie Hepatitis, Herzerkrankung und Septikämie (Blutvergiftung). Die regelmäßige Zahnsanierung / Zahnpflege ist ein sehr wichtiger Faktor fürs Wohlbefinden unseres kleinen Lieblings, da all diese Erkrankungen hochgradig schmerzhaft sind und auf Dauer tatsächlich das Katzenleben verkürzen können. Die Zahnsanierung erfolgt in Narkose . Die Angst, eine alte Katze in Narkose zu legen, ist unbegründet. Es sterben viel mehr Katzen, wenn nicht rechtzeitig – auch unter Narkose – eingegriffen wird, als an der Narkose. Natürlich muss das Risiko so gering wie möglich gehalten werden. Bei uns werden alle Senioren intubiert, um bei Atemstillstand sofort künstlich beatmen zu können. Sie erhalten eine angewärmte intravenöse Infusion, um die nötige Durchblutung aller Organe aufrechtzuerhalten , insbesondere der sehr labilen Niere. Gegen den Wärmeverlust in der Narkose liegen sie auf einem Wärmebett. Die gewählten Medikamente entsprechen den Anforderungen des alten Patienten, da wir bestens über den Metabolismus (Abbau des Medikamentes durch die Organe) informiert sind. Alle Patienten werden auf der Station überwacht und wie in der Klinik mit Herzmonitor, Blutdruckmessgerät und Pulsoxymeter gemonitort, bis sie sich wieder in einem stabilen Zustand befinden. Herz Kardiovaskuläre Probleme (siehe Artikel &#124; Fall des Monats) sind nicht selten bei älteren Katzen und bedürfen einer eingehenden Untersuchung mittels Röntgen, EKG und Ultraschalldiagnostik. Lunge Die Lunge ist im Alter weniger elastisch. Das Ausatmungsvolumen und der Hustenreflex sind vermindert. Auf den Röntgenbildern zeigt sich oft eine vermehrte Dichte des Lungengewebes, die allerdings nicht pathologisch (Zeichen für eine Erkrankung) ist. Katzen leiden selten an primären Lungenerkrankungen. Magen &#8211; Darmtrakt In älteren Katzen beobachtet man ähnlich wie beim Menschen verminderte Darmaktivität, verminderte Wasserabsorption und verminderte Aufnahme der Vitamine , Elektrolyte und Mineralien aus dem Futter durch den Darm. Das bedeutet, dass Magen – Darmerkrankungen bedeutend größere Auswirkungen haben auf das Gesamtsystem der Katze als beim jüngeren Tier. Qualitätsfutter für ältere Katzen entsprechen dem veränderten Bedarf. Auf jeden Fall ist darauf zu achten, dass unsere Senioren ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Es sollten sich gut erreichbar mehrere, breite Wasserschüsseln im Haus befinden, manche Katzen lieben fließendes Wasser, was mit einem kleine Brunnen unterstützt werden kann. Sie können aber auch das normale Wasser „aromatisieren“ mit kleinen Eiswürfeln aus Hühner – oder Fischsud, womit übrigens auch das Futter schmackhafter gemacht werden kann. Zwischen dem 6. und 8. Lebensjahr neigen unsere Stubentiger dazu an Gewicht zuzulegen. Übergewicht ist aber gesundheitlich gefährlich_ es besteht ein höheres Risiko für Muskel- , Skeletterkrankungen, Diabetes mellitus (siehe Artikel &#124; Fall des Monats) (Zuckerkrankheit), hepatische Lipidose (Leberverfettung), Herzerkrankungen. Die Gefahr, kein hohes Lebensalter zu erreichen, ist groß. Wir helfen Ihnen mit einem gezielten Diätplan ihren Liebling wieder in Form zu bringen. Nach dem 10. Lebensjahr verlieren Katzen häufig zu viel an Körpergewicht. Die Katze braucht mindestens 4g Protein / kg Körpergewicht pro Tag. Bei den regelmäßigen Untersuchungen registrieren wir auch immer das Gewicht unserer Patienten, sodass wir bei einer unverhältnismäßigen Gewichtsabnahme sofort eingreifen können. Ältere Katzen leiden auch häufiger an IBD (= Inflammatory Bowel Disease), einer chronische Darmentzündung, deren einziges Anzeichen oft nur Appetitlosigkeit und / oder Gewichtsverlust ist. Harntrakt Es ist ein normaler Alterungsprozess, dass die Nierendurchblutung, die glomuläre Filtrationsrate und die Nierengröße abnimmt. Kaliummangel tritt häufiger bei alten Katzen auf und hat große Auswirkungen auf das Muskelsystem und auf das Herz. Typisches Zeichen ist ein stark gebeugter Hals. Dieser Blutparameter wird immer routinemäßig mitgemessen. &#160; Unsere Senioren neigen auch zur Bildung von Harngrieß, Harnsteinen, was zu tödlichen Nierenversagen führen kann. In der Regel sind es Kalziumoxalate, die durch eine gezielte Diät wieder abgebaut werden können. Im Gegensatz zum Hund bekommen unsere Katzen im Alter keine Inkontinenzprobleme, selbst Katzen mit Polyurie (stark vermehrter Harnabsatz) benutzen i.d.R. die Katzentoilette vorbildlich. Niereninsuffizienz (langsames Versagen der Nieren) ist leider eine häufige Erkrankung der älteren Katze. Auch bei dieser Erkrankung ist es so, dass unsere Katzen zunächst lange Zeit äußerlich</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im folgenden geben wir Ihnen einen kurzen Überblick, wie sich die einzelnen Funktionssysteme des Organismus mit dem Alter verändern.</p>
<h2>Blutsystem</h2>
<p>Das Blutbildungssystem (Hämatopoese) wird durchs Alter kaum beeinflusst, doch die Fähigkeit auf größere Anforderungen zu reagieren ist im Alter herabgesetzt. Das ist besonders wichtig in bezug auf <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/niereninsuffizienz-bei-der-katze-september-2002/">niereninsuffiziente Katzen</a>, bei denen auch die Fähigkeit, rote Blutzellen zu bilden, abnimmt.<br />
<b>Anämie</b> (Mangel an roten Blutkörperchen)in Senior-Katzen ist nicht selten und kann sehr verschiedene Ursachen haben, denen nachgegangen werden muss.<br />
<b>Bluthochdruck ist bei den Katzen i.d.R. eine Folge von <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/chronische-niereninsuffizienz-cni-bei-der-katze/">Nierenerkrankung</a> oder Schilddrüsenüberfunktion.<br />
</b>65% der Katzen mit Niereninsuffizienz leiden auch an Bluthochdruck, was bedeutet, das diese Patienten dauerhaft auch mit blutdrucksenkenden Mitteln behandelt werden müssen, Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion benötigen diese Mittel selten, da der Blutdruck sich mit der Behandlung der Schilddrüse wieder normalisiert.<br />
<b>Nichtbehandelter Bluthochdruck kann zu Blindheit führen, irreversible Schäden am Herzen und Gehirn hervorrufen.<br />
</b></p>
<h2>Immunsystem</h2>
<p>Verglichen mit jüngeren Katzen ist das Immunsystem weniger stark, was bedeutet, dass unsere Senioren anfälliger sind für Krankheiten. Insofern ist es für unsere älteren Patienten besonders wichtig, den <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/schutzimpfungen-der-katze/">Impfschutz</a> regelmäßig aufzufrischen und regelmäßige Kot – und Parasitenkontrollen durchzuführen.</p>
<h2>Haut</h2>
<p>Die <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/hauterkrankungen/">Haut</a> des älteren Katzen ist dünner, weniger elastisch und weniger durchblutet. Aufgrund dieser Veränderungen können krankmachende Faktoren leichter in den Körper eindringen. Haut ist eine natürliche Barriere gegenüber pathogenen (krankmachenden) Faktoren. Außerdem putzen sich ältere Katzen weniger als junge Tiere, so dass sie häufig verfilzte Stellen haben und stärker riechen. Die Krallen sind in der Regel brüchig und sehr lang, da sie nicht mehr abgewetzt werden. Sie brauchen mehr Fellpflege durch die Besitzer.<br />
Sie sind auch anfälliger für Parasiten und <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/dermatophytose-pilzinfektion-bei-der-katze-dezember-2004/">Pilzerkrankungen</a> und leiden häufiger an <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/nasengranulom-bei-einer-katze-oktober-2004/">Dermatitis</a> (Entzündung der Haut).</p>
<h2>Gehirn</h2>
<p>Veränderungen im Gehirn (z.B. cerebrale Atrophie, weniger Neuronenaktivität&#8230;) führen wie beim Menschen zu Gedächtnisverlust und Persönlichkeitsveränderung, was sich bei unseren Stubentigern zeigt in vermehrtem Umherwandern, ekzessivem Miauen, Desorientierung, Zurückziehen&#8230;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Augen</h2>
<p>Altersveränderungen der Augen führen bei der Katze zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen. Veränderungen der Netzhaut sind oft Folge von anderen Erkrankungen, die mit erhöhtem Blutdruck (siehe <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cardiomyopathie-bei-katzen/">Artikel1</a> | <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/chronische-niereninsuffizienz-cni-bei-der-katze/">Artikel 2</a>) einhergehen.</p>
<h2>Maulhöhle</h2>
<p>Die Maulhöhle muss bei älteren Katzen routinemäßig untersucht werden. Schlechter Geruch, weniger Fressen sind oft die Folge von abgebrochenen Zähnen, Wurzelentzündungen, Zahnstein, kariösen Zähnen, Zahnfleischentzündungen, Tumoren.<br />
Zahnfleischentzündungen entstehen z.T. aufgrund zugrundeliegender Erkrankungen wie <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/chronische-niereninsuffizienz-cni-bei-der-katze/">Niereninsuffizienz</a> <b>und führen auf Dauer zu schweren Erkrankungen wie Hepatitis, <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cardiomyopathie-bei-katzen/">Herzerkrankung</a> und Septikämie<br />
(Blutvergiftung</b>).<br />
Die regelmäßige Zahnsanierung / Zahnpflege ist ein sehr wichtiger Faktor fürs Wohlbefinden unseres kleinen Lieblings, da all diese Erkrankungen hochgradig schmerzhaft sind und auf Dauer tatsächlich das Katzenleben verkürzen können.<br />
Die Zahnsanierung erfolgt in Narkose .<br />
<b>Die Angst, eine alte Katze in Narkose zu legen, ist unbegründet.</b> Es sterben viel mehr Katzen, wenn nicht rechtzeitig – auch unter Narkose – eingegriffen wird, als <b>an der Narkose</b>. Natürlich muss das Risiko so gering wie möglich gehalten werden.<br />
Bei uns werden alle Senioren intubiert, um bei Atemstillstand sofort künstlich beatmen zu können.<br />
Sie erhalten eine angewärmte intravenöse Infusion, um die nötige Durchblutung aller Organe aufrechtzuerhalten , insbesondere der sehr labilen Niere.<br />
Gegen den Wärmeverlust in der Narkose liegen sie auf einem Wärmebett.<br />
Die gewählten Medikamente entsprechen den Anforderungen des alten Patienten, da wir bestens über den Metabolismus (Abbau des Medikamentes durch die Organe) informiert sind.<br />
Alle Patienten werden auf der Station überwacht und wie in der Klinik mit Herzmonitor, Blutdruckmessgerät und Pulsoxymeter gemonitort, bis sie sich wieder in einem stabilen Zustand befinden.</p>
<h2>Herz</h2>
<p>Kardiovaskuläre Probleme (<a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cardiomyopathie-bei-katzen/">siehe Artikel</a> | <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/herzerkrankung-der-katze-august-2004/">Fall des Monats</a>) sind nicht selten bei älteren Katzen und bedürfen einer eingehenden Untersuchung mittels Röntgen, EKG und Ultraschalldiagnostik.</p>
<h2>Lunge</h2>
<p>Die Lunge ist im Alter weniger elastisch. Das Ausatmungsvolumen und der Hustenreflex sind vermindert. Auf den Röntgenbildern zeigt sich oft eine vermehrte Dichte des Lungengewebes, die allerdings nicht pathologisch<br />
(Zeichen für eine Erkrankung) ist. Katzen leiden selten an primären Lungenerkrankungen.</p>
<h2>Magen &#8211; Darmtrakt</h2>
<p>In älteren Katzen beobachtet man ähnlich wie beim Menschen verminderte Darmaktivität, verminderte Wasserabsorption und verminderte Aufnahme der Vitamine , Elektrolyte und Mineralien aus dem Futter durch den Darm.<br />
Das bedeutet, dass Magen – Darmerkrankungen bedeutend größere Auswirkungen haben auf das Gesamtsystem der Katze als beim jüngeren Tier.<br />
Qualitätsfutter für ältere Katzen entsprechen dem veränderten Bedarf.<br />
Auf jeden Fall ist darauf zu achten, dass unsere Senioren ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Es sollten sich gut erreichbar mehrere, breite Wasserschüsseln im Haus befinden, manche Katzen lieben fließendes Wasser, was mit einem kleine Brunnen unterstützt werden kann. Sie können aber auch das normale Wasser „aromatisieren“ mit kleinen Eiswürfeln aus Hühner – oder Fischsud, womit übrigens auch das Futter schmackhafter gemacht werden kann.<br />
Zwischen dem 6. und 8. Lebensjahr neigen unsere Stubentiger dazu an Gewicht zuzulegen. Übergewicht ist aber gesundheitlich gefährlich_ es besteht ein höheres Risiko für Muskel- , Skeletterkrankungen, Diabetes mellitus (<a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/diabetes-mellitus-hyperglykaemie-zuckerkrankheit/">siehe Artikel</a> | <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/diabetes-mellitus-februar-2005/">Fall des Monats</a>)<br />
(Zuckerkrankheit), hepatische Lipidose (Leberverfettung), <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cardiomyopathie-bei-katzen/">Herzerkrankungen</a>.<br />
Die Gefahr, kein hohes Lebensalter zu erreichen, ist groß.<br />
Wir helfen Ihnen mit einem gezielten Diätplan ihren Liebling wieder in Form zu bringen.<br />
Nach dem 10. Lebensjahr verlieren Katzen häufig zu viel an Körpergewicht. Die Katze braucht mindestens 4g Protein / kg Körpergewicht pro Tag.<br />
Bei den regelmäßigen Untersuchungen registrieren wir auch immer das Gewicht<br />
unserer Patienten, sodass wir bei einer unverhältnismäßigen Gewichtsabnahme sofort eingreifen können.<br />
Ältere Katzen leiden auch häufiger an IBD (= Inflammatory Bowel Disease), einer chronische Darmentzündung, deren einziges Anzeichen oft nur Appetitlosigkeit und / oder Gewichtsverlust ist.</p>
<p><a id="harntrakt" name="harntrakt"></a></p>
<h2>Harntrakt</h2>
<p>Es ist ein normaler Alterungsprozess, dass die Nierendurchblutung, die glomuläre Filtrationsrate und die Nierengröße abnimmt.<br />
Kaliummangel tritt häufiger bei alten Katzen auf und hat große Auswirkungen auf das Muskelsystem und auf das Herz. Typisches Zeichen ist ein stark gebeugter Hals. Dieser Blutparameter wird immer routinemäßig mitgemessen.</p>
<div style="width: 198px" class="wp-caption alignleft"><img src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/01/wiss_alter_katze.jpg" alt="Infusion" width="188" height="293" border="0" /><p class="wp-caption-text">Leopold erhält seine intravenöse Infusion, da seine Nieren nicht mehr richtig arbeiten.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unsere Senioren neigen auch zur Bildung von <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/flutd-erkrankung-der-harnableitenden-organe-bei-der-katze/">Harngrieß</a>, Harnsteinen, was zu tödlichen Nierenversagen führen kann. In der Regel sind es <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/erkrankung-der-harnableitenden-organe-flutd-april-2004/">Kalziumoxalate</a>, die durch eine gezielte Diät wieder abgebaut werden können.<br />
Im Gegensatz zum Hund bekommen unsere Katzen im Alter keine Inkontinenzprobleme, selbst Katzen mit Polyurie (stark vermehrter Harnabsatz) benutzen i.d.R. die Katzentoilette vorbildlich.<br />
<a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/chronische-niereninsuffizienz-cni-bei-der-katze/">Niereninsuffizienz</a> (langsames Versagen der Nieren) ist leider eine häufige Erkrankung<br />
der älteren Katze. Auch bei dieser Erkrankung ist es so, dass unsere Katzen zunächst<br />
lange Zeit äußerlich gesund erscheinen, da der Organismus über ein hohes Kompensationsvermögen verfügt.<b><i><br />
</i></b></p>
<div style="clear:both;"></div>
<p>Gerade in dieser Situation ist es wichtig, die Störungen über regelmäßige Kontrollen so früh wie möglich zu entdecken. Unsere Labortest haben da frühzeitige Warnsysteme entwickelt.<br />
Wir möchten an dieser Stelle nochmals ganz besonders auf die Notwendigkeit der halbjährigen Untersuchung bei unseres Senioren<br />
hinweisen, da gerade die Alterserkrankungen sich in einer relativ kurzen Zeitspanne entwickeln.<br />
Rechtzeitig mit der Behandlung begonnen, kann für Ihren Liebling auch bei dieser unheilbaren Krankheit durchaus eine Lebensverlängerung von ein bis zwei Jahren bedeuten.</p>
<h2>Endokrinologie</h2>
<p>Schildrüsenüberfunktion (<a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/hyperthyreose-bei-der-katze-ueberfunktion-der-schilddruese/">Hyperthyreose</a>) ist eine häufige Begleiterscheinung bei der älteren Katze, die sich über die Blutuntersuchung leicht feststellen lässt.<br />
Die Überfunktion der Schilddrüse bedingt eine erhöhte Nierendurchblutung und eine erhöhte glomuläre Nierenfiltrationsrate.<br />
Wird die Schilddrüsenüberfunktion nun mit Medikamenten wieder normalisiert, so muss nach einem Monat Therapie die Funktion der Nieren überprüft werden, da die Schilddrüsenerkrankung eine Nierenerkrankung maskiert haben kann.<br />
<b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/diabetes-mellitus-hyperglykaemie-zuckerkrankheit/">Diabetes Mellitus</a> (Blutzuckerkrankheit)</b> ist auch eine Erkrankung, die vorwiegend bei der älteren Katze auftritt.</p>
<h2>Krebs</h2>
<p>Mit zunehmenden Alter leiden unsere Katzen auch an Krebserkrankungen.<br />
Doch auch in der Katzenonkologie sind die Fortschritte in den letzten Jahren immens, sodass es durchaus möglich ist, in einigen Fällen eine Ausheilung zu erreichen (oft ist das natürlich mit einem chirurgischem Eingriff verbunden) und / oder lange krankheitsfreie Zeiten zu gewinnen.<br />
Auf jeden Fall gelingt es uns, durch krebsbegleitende Therapien den betroffenen Patienten noch eine schmerzfreie Lebensphase zu erhalten.</p>
<p>Medizinisch haben wir viele Möglichkeiten, Ihrem kleinen Senior zu Hause einen beschwerdefreien Lebensabend zu bereiten.<br />
<b>Alter ist keine Krankheit und die normal auftretenden Altersbeschwerden können wir in guter Zusammenarbeit mit Ihnen weitgehend kontrollieren.</b> Viele Beschwerden können wir vermeiden, wenn Sie uns die Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchung geben. Für unsere alten Patienten haben wir eine Checkliste ausgearbeitet, mit der Sie selbst Veränderungen an Ihrer Katze rechtzeitig feststellen können, sodass wir die Möglichkeit einer rechtzeitigen Therapie nutzen können, auf dass Sie sehr lange Freude an Ihrer Katze haben.</p>
<p>Die älteste Katze in unserer Praxis erreichte ein Lebensalter von 25 Jahren ! Ihr Besitzer hatte sie zu seinem 60. Geburtstag von seiner Frau als Geschenk erhalten. Sie war das letzte Geschenk seiner Frau, die leider kurze Zeit später verstarb. Das Kätzchen von ihr war ihm all die Jahre ein geliebter, ganz besonderer Begleiter.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Amputation der Gliedmaße bei der Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/amputation-gliedmasse-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2015 02:29:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Amputation]]></category>
		<category><![CDATA[Gliedmaße]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt immer wieder Fälle in der Praxis, in der wir gezwungen sind eine Gliedmaße zu amputieren. Es ist die einzige Möglichkeit für die Katze schmerz- und beschwerdefrei weiterleben zu können. Mäxchen, knapp ein Jahr alt, hat eine Falle den linken Vorderlauf völlig zerschmettert. Er hat trotzdem nach Hause gefunden und ihm wurde der Vorderlauf von Frau Dr. Rogalla amputiert. Er hat sich schnell erholt und sein Frauchen kann ihn schon nach 3 Tagen stationären Aufenthalts in unserer Praxis mit nach Hause nehmen. Siehe Fall des Monats Februar 2004 Dieser radikale Eingriff ist indiziert, wenn die Katzen nach einem schweren orthopädischen oder neurologischen Trauma eine so starke Schädigung erleiden, dass eine erhaltende chirurgische Operation nicht mehr möglich ist. Auch inoperable Tumore zwingen zu einer solchen Operation. Bei unseren Katzen sind die Ursachen für eine solch starke Schädigung der Gliedmaße in der Regel Autounfälle oder das tierquälerische verbotene Aufstellen von Schlagfallen, die eine Gliedmaße völlig zerschmettern. Häufig finden wir bei Katzen nach Autounfällen auch den Abriß des Nervus Radialis, wobei dann die Vordergliedmaße nur noch über den Boden geschliffen werden kann (siehe hierzu Fall des Monats: Dezember 2002). Der Entschluß ihrem Liebling ein Bein amputieren zu lassen, fällt vielen Tierbesitzern sehr schwer. Sie befürchten, dass ihr Tier schwer behindert sein wird und somit keine adäquate Lebensqualität mehr hat. Das ist jedoch ein großer Irrglauben. Gerade unsere Katzen kommen mit ihren drei Beinen anschließend extrem gut zurecht. Schon nach 2 bis 4 Wochen ist die Katze in ihrer Beweglichkeit kaum noch von dem gesunden Tier zu unterscheiden, einem nicht informierten Beobachter fällt es in der Regel gar nicht auf, dass dem Kätzchen ein Bein fehlt. Unsere operierten Tiere fangen Mäuse, klettern auf Bäumen und sitzen auf ihrem Katzenbaum, sie können sowohl drinnen wie draußen ihr gewohntes Leben weiterführen. Leider werden auch noch heutzutage Katzen, die mit einer Amputation sehr gut weiterleben könnten, viel zu häufig eingeschläfert. Das liegt auch daran, das viele Besitzer gar nicht über die Möglichkeit einer Beinamputation beim Kleintier informiert sind. Eine Untersuchung der Universität Zürich von 1999 (Kleintierpraxis 44. Jahrgang, Heft 3, S. 169 – 176) ergab, dass 95 % der Tierhalter mit der Amputation so zufrieden sind, dass sie vor die gleiche Entscheidung gestellt, sich immer wieder für eine Amputation entscheiden würden. Wir müssen immer bedenken, dass unsere Katzen ganz schnell vergessen, dass ihnen eine Gliedmaße fehlt und sie ganz elegant mit Ihrer “Behinderung“ zurechtkommen. Es ist unser Kopf, der sich an den Anblick eines dreibeinigen Tieres gewöhnen muß, ihr Kätzchen bleibt mit Sicherheit schmusig, liebevoll und anhänglich wie zuvor. Was sieht die Behandlung bei der Amputation aus? Nach gründlicher Untersuchung wird das Tier kreislaufstabilisiert und präoperativ gleich schmerzfrei gestellt. Dann wird das Kätzchen sediert, ein Tubus in die Luftröhre geschoben, und die Narkosemaschine wird angeschlossen. Schläft Ihr kleiner Liebling tief, werden die Blutgefäße abgebunden, der Hautnerv wird örtlich betäubt und dann wird die verletzte Gliedmaße abgesetzt. Für das Tier ist der Eingriff absolut schmerzfrei. Danach wird die Wunde wieder geschlossen und unter Verband gelegt. Das Kätzchen bleibt einige Tage zur stationären Überwachung bei uns. Wir versorgen es weiterhin mit Infusionen, Antibiotika und Schmerzmittel. In unserer Praxis setzen wir Temgesic – ein Morphinderivat – ein. Wir entscheiden uns in der Anfangsphase für dieses hochwirksame Schmerzmittel, das auch in der Humanmedizin eingesetzt wird, um dem Tier absolute Schmerzfreiheit zu geben. Es ist wissenschaftlich erwiesen, daß sich die Patienten dann bedeutend schneller erholen. Sobald unser kleiner Patient wieder munter ist, erhält er Lauftraining. Wir üben täglich mehrmals mit ihm. Das ist Lea der Familie Stark, auch sie führt mit drei Beinen weiterhin ein glückliches Katzenleben. Siehe Fall des Monats Dezember 2002 &#160; Sobald er auf seinen drei Beinen alleine laufen kann und keine Gleichgewichtsprobleme mehr hat und natürlich auch ansonsten wieder munter ist , kann er nach Hause. Der stationäre Aufenthalt beläuft sich in der Regel auf drei bis sechs Tage, je nachdem wie schwer die Verletzung war. Sie müssen Ihren kleinen Liebling in den nächsten zwei Wochen nur noch zum Verbandwechsel und zum Fädenziehen vorstellen. Dann ist das Trauma fast vergessen, und sind die Haare erst einmal nachgewachsen, fällt es auch Ihnen kaum mehr auf, dass ein Beinchen fehlt!</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/amputation-gliedmasse-katze/">Amputation der Gliedmaße bei der Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt immer wieder Fälle in der Praxis, in der wir gezwungen sind eine Gliedmaße zu amputieren.<br />
<b>Es ist die einzige Möglichkeit für die Katze schmerz- und beschwerdefrei<br />
weiterleben zu können.</b></p>
<p><b><span style="text-decoration: underline;"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/01/wiss_amputation_01.jpg" alt="Mäxchen" width="315" height="306" border="0" /></span></b><br />
<i>Mäxchen, knapp ein Jahr alt, hat eine Falle den linken Vorderlauf völlig zerschmettert. Er hat trotzdem nach Hause gefunden und ihm wurde der Vorderlauf von Frau Dr. Rogalla amputiert. Er hat sich schnell erholt und sein Frauchen kann ihn schon nach 3 Tagen stationären Aufenthalts in unserer Praxis mit nach Hause nehmen.<br />
<a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/amputation-der-gliedmasse-bei-der-katze-februar-2004/">Siehe Fall des Monats Februar 2004</a><br />
</i></p>
<p>Dieser radikale Eingriff ist indiziert, wenn die Katzen nach einem schweren orthopädischen oder neurologischen Trauma eine so starke Schädigung erleiden, dass eine erhaltende chirurgische Operation nicht mehr möglich ist. Auch inoperable Tumore zwingen zu einer solchen Operation.<br />
Bei unseren Katzen sind die Ursachen für eine solch starke Schädigung der Gliedmaße in der Regel Autounfälle oder das tierquälerische verbotene Aufstellen von Schlagfallen, die eine Gliedmaße völlig zerschmettern.<br />
Häufig finden wir bei Katzen nach Autounfällen auch den Abriß des Nervus Radialis, wobei dann die Vordergliedmaße nur noch über den Boden geschliffen werden kann (siehe hierzu Fall des Monats: Dezember 2002).</p>
<p><b>Der Entschluß ihrem Liebling ein Bein amputieren zu lassen, fällt vielen Tierbesitzern sehr schwer.</b><br />
Sie befürchten, dass ihr Tier schwer behindert sein wird und somit keine adäquate Lebensqualität mehr hat.<br />
<b>Das ist jedoch ein großer Irrglauben</b>. Gerade unsere Katzen kommen mit ihren drei Beinen anschließend extrem gut zurecht. Schon nach 2 bis 4 Wochen<b> ist die Katze in ihrer Beweglichkeit kaum noch von dem gesunden Tier zu unterscheiden</b>, einem nicht informierten Beobachter fällt es in der Regel gar nicht auf, dass dem Kätzchen ein Bein fehlt.<br />
<b>Unsere operierten Tiere fangen Mäuse, klettern auf Bäumen und sitzen auf ihrem Katzenbaum, sie können sowohl drinnen wie draußen ihr gewohntes Leben weiterführen.</b></p>
<p><b>Leider werden auch noch heutzutage Katzen, die mit einer Amputation sehr gut weiterleben könnten, viel zu häufig eingeschläfert</b>.<br />
Das liegt auch daran, das viele Besitzer gar nicht über die Möglichkeit einer Beinamputation beim Kleintier informiert sind.<br />
Eine Untersuchung der Universität Zürich von 1999 (Kleintierpraxis 44. Jahrgang, Heft 3, S. 169 – 176) ergab, dass 95 % der Tierhalter mit der Amputation so zufrieden sind, dass sie vor die gleiche Entscheidung gestellt,<br />
sich immer wieder für eine Amputation entscheiden würden.<br />
<b>Wir müssen immer bedenken, dass unsere Katzen ganz schnell vergessen, dass ihnen eine Gliedmaße fehlt und sie ganz elegant mit Ihrer “Behinderung“ zurechtkommen.</b><br />
Es ist unser Kopf, der sich an den Anblick eines dreibeinigen Tieres gewöhnen muß, <b>ihr Kätzchen bleibt mit Sicherheit schmusig, liebevoll und anhänglich wie zuvor.</b></p>
<h2>Was sieht die Behandlung bei der Amputation aus?</h2>
<p>Nach gründlicher Untersuchung wird das Tier kreislaufstabilisiert und präoperativ gleich schmerzfrei gestellt. Dann wird das Kätzchen sediert, ein Tubus in die Luftröhre geschoben, und die Narkosemaschine wird angeschlossen.<br />
Schläft Ihr kleiner Liebling tief, werden die Blutgefäße abgebunden, der Hautnerv wird örtlich betäubt und dann wird die verletzte Gliedmaße abgesetzt. Für das Tier ist der Eingriff absolut schmerzfrei.<br />
Danach wird die Wunde wieder geschlossen und unter Verband gelegt.</p>
<p><b>Das Kätzchen bleibt einige Tage zur stationären Überwachung bei uns. </b><br />
Wir versorgen es weiterhin mit Infusionen, Antibiotika und Schmerzmittel. In unserer Praxis setzen wir Temgesic – ein Morphinderivat – ein. Wir entscheiden uns in der Anfangsphase für dieses <b>hochwirksame Schmerzmittel</b>, das auch in der Humanmedizin eingesetzt wird, um dem Tier absolute Schmerzfreiheit zu geben. Es ist wissenschaftlich erwiesen, daß sich die Patienten dann bedeutend schneller erholen.<br />
Sobald unser kleiner Patient wieder munter ist, erhält er <b>Lauftraining</b>.<br />
<b>Wir üben täglich mehrmals mit ihm</b>.</p>
<table border="0" width="250" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/01/wiss_amputation_02.jpg" alt="Lea" width="160" height="189" border="0" /><br />
<i>Das ist Lea der Familie Stark, auch sie führt mit drei Beinen weiterhin ein glückliches Katzenleben.<br />
<a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/lahmheit-radialislaehmung-dezember-2002/">Siehe Fall des Monats Dezember 2002</a></i></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sobald er auf seinen drei Beinen alleine laufen kann und keine Gleichgewichtsprobleme mehr hat und natürlich auch ansonsten wieder munter ist , kann er nach Hause.<br />
<b>Der stationäre Aufenthalt beläuft sich in der Regel auf drei bis sechs Tage</b>, je nachdem wie schwer die Verletzung war.<br />
Sie müssen Ihren kleinen Liebling in den nächsten zwei Wochen nur noch zum Verbandwechsel und zum Fädenziehen vorstellen.<br />
Dann ist das Trauma fast vergessen, und sind die Haare erst einmal nachgewachsen, fällt es auch Ihnen kaum mehr auf, dass ein Beinchen fehlt!</p>
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		<title>Arthrose / Arthritis bei der Katze &#8211; ein unerkanntes Problem. Chronische Schmerzen bei der Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/arthrose-arthritis-bei-der-katze-ein-unerkanntes-problem-chronische-schmerzen-bei-der-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2015 02:35:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arthritis]]></category>
		<category><![CDATA[Arthrose]]></category>
		<category><![CDATA[chronische Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Chronische Schmerzen werden bei der Katze unterschätzt und viel zu selten diagnostiziert und behandelt. Insbesondere der chronische Arthroseschmerz findet kaum Beachtung. So erstaunt es nicht, dass auf den letzten internationalen Katzenkongressen Gelenkprobleme/ Gelenkschmerzen bei den Katzen immer wieder Hauptthema waren. Zu Recht stellte sich die Frage, warum die Osteoarthrose / Osteoarthritis ein so lange vernachlässigtes Gebiet in der Katzenmedizin war. Das liegt daran, dass man sehr lange der Überzeugung war, dass Katzen aufgrund ihres geringen Gewichtes nur selten an Osteoarthrose (OA) leiden. Diese degenerative Gelenkerkrankung wurde bis dato in der Tiermedizin hauptsächlich für Hunde beschrieben. Definition: Unter degenerativen Gelenkerkrankungen versteht man schmerzhafte Abnutzungserscheinungen der synovialen Gelenke, die mit zunehmendem Alter vermehrt auftreten können. Erst in den letzten Jahren widmete sich die Forschung den Katzen, so dass bewiesen werden konnte, dass sehr viel mehr Katzen als bisher angenommen wurden, an schmerzhaften degenerativen Gelenkveränderungen leiden. Leider ist es äußerst schwierig chronische Schmerzen bei der Katze zu erkennen, da sie sich bei Schmerzen ganz anders als der Hund oder insbesondere der Mensch verhält. Aber es ist mittlerweile unbestritten, dass Mensch und Tier vergleichbare Schmerzempfindungen haben. Vom Menschen weiß man, dass Schmerzen negativ die Funktionsfähigkeit des Gesamtorganismus beeinflussen, nicht anders verhält es sich bei unseren Tieren. Schmerzen können krank machen. Folgen sind schlechte Futteraufnahme und Verwertung, so dass die Tiere abnehmen; Schwächung des Immunsystems durch schmerzbedingten Stress , d.h., die Katzen sind anfälliger für Krankheiten, Automutilation durch Schmerz, krankhafte Übersensibilität, Verhaltensänderung wie Aggressivität und Stubenunreinheit und vieles mehr&#8230;. Chronische Schmerzen sind immer untrennbar mit Emotionen verbunden und werden deswegen individuell erlebt und gezeigt. Jeder Mensch erlebt ähnliche Schmerzsituationen anders, was für den einen großen Schmerz bedeutet, wird von jemand anderes gar nicht so intensiv empfunden. So werden Menschen in der Klinik dazu aufgefordert, ihren Schmerz in einer Skala von 1 – 10 einzuordnen. Das geht bei den Tieren nicht! Sie können nicht über ihre Schmerzen reden. Eine weitere Schwierigkeit ist, dass Tiere immer versuchen, ihren Schmerz zu verbergen. Das ist genetisch festgelegt. Denn jedes Anzeichen von Schwäche könnte in der Natur ihren Tod bedeuten. Sie könnten zur Beute werden oder Konkurrenten dringen in ihr Territorium ein und berauben sie ihrer Beutemöglichkeiten. So versuchen sie verzweifelt, so lange wie möglich normal zu erscheinen. Um Schmerzen bei der Katze zu erkennen , muss man sie sehr genau beobachten. Das ist für Katzenbesitzer/ innen bedeutend schwieriger als für Hundebesitzer/innen. Unsere Stubentiger demonstrieren Schmerzen ganz anders als der Hund: der Hund lahmt bei einer Arthrose im Gelenk deutlich und das fällt den Hundebesitzer/innen beim Spaziergang sofort auf. Hingegen ist bei der Katze Lahmheit ein äußerst seltenes Symptom für OA. Ein steifer Gang bei der älteren Katze wird eher als normal angesehen und nicht als Zeichen von Schmerz, springt die Katze nicht mehr auf die Fensterbank oder den Kratzbaum, so wird auch das eher dem Alter zugeschrieben als dem Versuch, Schmerz zu vermeiden. Katzen verändern bei Schmerzen eher ihr Verhalten, was in der Medizin als „lifestyle“ -Veränderung beschrieben wird, doch sind diese Veränderungen wiederum viel subtiler als beim Hund. Katzen haben die exzellente Fähigkeit, Symptome einer Erkrankung zu maskieren und ihre Lebensweise der veränderten Situation anzupassen; sie ziehen sich eher zurück, sie bewegen sich einfach weniger, schlafen mehr, suchen niedrigere Schlafplätze auf, halten sich weniger in höheren Stockwerken auf, um die Treppen zu vermeiden, die Krallen werden seltener geschärft, sie putzen sich nicht mehr so oft- und manchmal verändert sich sogar ihr Kot- und Harnabsatzverhalten etc. Doch in den letzten Jahren haben wir erhebliche Fortschritte auf dem Gebiet der Schmerzerkennung und Schmerztherapie bei den Katzen gemacht. Insbesondere die Forschung in den angelsächsischen Ländern hat uns einen großen Schritt nach vorn gebracht. Eine Reihe von Studien beschäftigen sich mit degenerativen Gelenkerkrankungen bei der Katze. Die umfassendste Studie war die von Clarke u.a. (2005), in der 218 Katzen jeden Alters (Durchschnittsalter 6,5 Jahre) röntgenologisch untersucht wurden und festgestellt wurde, dass ein hoher Prozentsatz (34%) der untersuchten Katzen an feliner Osteoarthrose litt. Die Studie ergab, dass bei der Katze alle Gelenke, außer Ferse und Halswirbelsäule osteoarthrotisch verändert sind. Weitere Studien (Hardie, 2002), die sich auf ältere Katzen konzentrieren, zeigen, dass sogar 90% aller Katzen über 12 Jahre an OA leiden. Eine Studie von Godfrey (2005) zeigt aber auch, dass sogar jüngere Katzen an Gelenkbeschwerden leiden. Er beschreibt, dass 22% der untersuchten Katzen, die nur älter als ein Jahr waren, osteoarthrotisch veränderte Gelenke hatten. Somit können wir durchaus postulieren, dass die Osteoarthrose eine bedeutende Rolle in der Katzenmedizin spielt. Radiologische Veränderungen der Gelenke sind durchaus kein klinisch unbedeutender Nebenbefund und dürfen in ihrer Bedeutung nicht verkannt werden. So wurden Katzen, deren Gelenkbeschwerden behandelt wurden, wieder deutlich aktiver und zeigten ein deutlich gesteigertes Wohlbefinden. Osteoarthrosen sind langsam fortschreitende degenerative Veränderungen der Synovialgelenke (das sind alle Gelenke, die eine mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Kapsel haben ), bei denen der Gelenkknorpel destruiert wird und die umhüllenden Gelenkstrukturen wie Synovia und Gelenkkapsel in den Krankheitsprozess miteinbezogen werden. Bei Katzen sind Ellbogen, gefolgt von Hüfte , Knie und Schulter besonders häufig von der OA betroffen. Meist können die Ursachen für die OA nicht mehr eruiert werden. Doch in Frage kommen Altersbedingte Degeneration Trauma (Kniebandriß) Wachstumsstörungen (HD), Infektionen durch Viren (z.B. Calici, Coronavirus), Autoimmunerkrankung (rheumatoide Arthritis) Unsere Katzen werden zunehmend älter, waren 1967 nur 17% aller Katzen älter als 10 Jahre, so waren es 1997 schon 54%. Unsere Katzen heute erreichen oft ein Alter von 17 Jahren und älter und somit werden auch immer mehr Katzen an Osteoarthrose leiden. Das bedeutet im Klartext, dass viele Katzen an Arthroseschmerzen leiden und wir ihnen mit entsprechender Behandlung helfen können. Wie diagnostizieren wir Schmerzen? Somit sind wir als Tierärztinnen und Sie als Besitzer/innen gefordert, Katzen, die an chronischen Schmerzen leiden, zu erkennen. Ich betone das so explizit, da es sehr schwierig ist, Schmerzen bei Katzen zu diagnostizieren. Jede Veränderung des Verhaltens und der Gewohnheiten , sollten Sie uns bei der Untersuchung mitteilen. Natürlich sind nicht alle Veränderungen von Schmerzzuständen ausgelöst, sondern können auch von Faktoren in der Umgebung der Katze verursacht werden. Samantha Lindley, eine der Hauptvortragen auf dem Katzenkongress , empfiehlt die</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><b>Chronische Schmerzen werden bei der Katze unterschätzt und viel zu selten diagnostiziert und behandelt.<br />
Insbesondere der chronische Arthroseschmerz findet kaum Beachtung</b>.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span>So erstaunt es nicht, dass auf den letzten internationalen Katzenkongressen<br />
Gelenkprobleme/ Gelenkschmerzen bei den Katzen immer wieder Hauptthema waren.<br />
Zu Recht stellte sich die Frage, warum die Osteoarthrose / Osteoarthritis ein so lange<br />
vernachlässigtes Gebiet in der Katzenmedizin war.<br />
Das liegt daran, dass man sehr lange der Überzeugung war, dass Katzen aufgrund ihres geringen Gewichtes nur selten an Osteoarthrose (OA) leiden. Diese degenerative Gelenkerkrankung wurde bis dato in der Tiermedizin hauptsächlich für Hunde beschrieben.</p>
<h3 style="padding-left: 30px;">Definition:</h3>
<p style="padding-left: 30px;">Unter degenerativen Gelenkerkrankungen versteht man schmerzhafte Abnutzungserscheinungen der synovialen Gelenke, die mit zunehmendem Alter vermehrt auftreten können.</p>
<p>Erst in den letzten Jahren widmete sich die Forschung den Katzen, so dass bewiesen werden konnte, dass sehr viel mehr Katzen als bisher angenommen wurden, an schmerzhaften degenerativen Gelenkveränderungen leiden.</p>
<p><b>Leider ist es äußerst schwierig chronische Schmerzen bei der Katze zu erkennen</b>, da sie sich bei Schmerzen ganz anders als der Hund oder insbesondere der Mensch verhält.<br />
Aber es ist mittlerweile unbestritten, dass Mensch und Tier vergleichbare Schmerzempfindungen haben. Vom Menschen weiß man, dass Schmerzen negativ die Funktionsfähigkeit des Gesamtorganismus beeinflussen, nicht anders verhält es sich bei unseren Tieren. Schmerzen können krank machen.</p>
<ul>
<li>Folgen sind schlechte Futteraufnahme und Verwertung, so dass die Tiere abnehmen;</li>
<li>Schwächung des Immunsystems durch schmerzbedingten Stress , d.h., die Katzen sind anfälliger für Krankheiten,</li>
<li>Automutilation durch Schmerz,</li>
<li>krankhafte Übersensibilität,</li>
<li>Verhaltensänderung wie Aggressivität und Stubenunreinheit und vieles mehr&#8230;.</li>
</ul>
<p><b>Chronische Schmerzen sind immer untrennbar mit Emotionen verbunden und werden deswegen individuell erlebt und gezeigt</b>.<br />
Jeder Mensch erlebt ähnliche Schmerzsituationen anders, was für den einen großen Schmerz bedeutet, wird von jemand anderes gar nicht so intensiv empfunden. So werden Menschen in der Klinik dazu aufgefordert, ihren Schmerz in einer Skala von 1 – 10 einzuordnen.</p>
<p><b>Das geht bei den Tieren nicht!</b> Sie können nicht über ihre Schmerzen reden.<br />
<b>Eine weitere Schwierigkeit ist, dass Tiere immer versuchen, ihren Schmerz zu verbergen</b>. Das ist genetisch festgelegt. Denn jedes Anzeichen von Schwäche könnte in der Natur ihren Tod bedeuten. Sie könnten zur Beute werden oder Konkurrenten dringen in ihr Territorium ein und berauben sie ihrer Beutemöglichkeiten. So versuchen sie verzweifelt, so lange wie möglich normal zu erscheinen.<br />
Um Schmerzen bei der Katze zu erkennen , muss man sie sehr genau beobachten. Das ist für Katzenbesitzer/ innen bedeutend schwieriger als für Hundebesitzer/innen.</p>
<p>Unsere Stubentiger demonstrieren Schmerzen ganz anders als der Hund: der Hund lahmt bei einer Arthrose im Gelenk deutlich und das fällt den Hundebesitzer/innen beim Spaziergang sofort auf.<br />
<b>Hingegen ist bei der Katze Lahmheit ein äußerst seltenes Symptom für OA</b>.<br />
Ein steifer Gang bei der älteren Katze wird eher als normal angesehen und nicht als Zeichen von Schmerz, springt die Katze nicht mehr auf die Fensterbank oder den Kratzbaum, so wird auch das eher dem Alter zugeschrieben als dem Versuch, Schmerz zu vermeiden.</p>
<p><b>Katzen verändern bei Schmerzen eher ihr Verhalten, was in der Medizin als „lifestyle“ -Veränderung beschrieben wird, doch sind diese Veränderungen wiederum viel subtiler als beim Hund</b>.<br />
Katzen haben die exzellente Fähigkeit, Symptome einer Erkrankung zu maskieren und ihre Lebensweise der veränderten Situation anzupassen; sie ziehen sich eher zurück, sie bewegen sich einfach weniger, schlafen mehr, suchen niedrigere Schlafplätze auf, halten sich weniger in höheren Stockwerken auf, um die Treppen zu vermeiden, die Krallen werden seltener geschärft, sie putzen sich nicht mehr so oft- und manchmal verändert sich sogar ihr Kot- und Harnabsatzverhalten etc.<br />
Doch in den letzten Jahren haben wir erhebliche Fortschritte auf dem Gebiet der Schmerzerkennung und Schmerztherapie bei den Katzen gemacht. Insbesondere die Forschung in den angelsächsischen Ländern hat uns einen großen Schritt nach vorn gebracht.</p>
<p>Eine Reihe von Studien beschäftigen sich mit degenerativen Gelenkerkrankungen bei der Katze.<br />
Die umfassendste Studie war die von Clarke u.a. (2005), in der 218 Katzen jeden Alters (Durchschnittsalter 6,5 Jahre) röntgenologisch untersucht wurden und festgestellt wurde, dass ein hoher Prozentsatz (34%) der untersuchten Katzen an feliner Osteoarthrose litt. Die Studie ergab, dass bei der Katze alle Gelenke, außer Ferse und Halswirbelsäule osteoarthrotisch verändert sind.<br />
<b>Weitere Studien (Hardie, 2002), die sich auf ältere Katzen konzentrieren, zeigen, dass sogar 90% aller Katzen über 12 Jahre an OA leiden</b>.<br />
Eine Studie von Godfrey (2005) zeigt aber auch, dass sogar<b> jüngere Katzen</b> an Gelenkbeschwerden leiden. Er beschreibt, dass 22% der untersuchten Katzen, die nur älter als ein Jahr waren, osteoarthrotisch veränderte Gelenke hatten.</p>
<p>Somit können wir durchaus postulieren, dass die Osteoarthrose eine bedeutende Rolle in der Katzenmedizin spielt. Radiologische Veränderungen der Gelenke sind durchaus kein klinisch unbedeutender Nebenbefund und dürfen in ihrer Bedeutung nicht verkannt werden.<br />
So wurden Katzen, deren Gelenkbeschwerden behandelt wurden, wieder deutlich aktiver und zeigten ein deutlich gesteigertes Wohlbefinden.<br />
Osteoarthrosen sind langsam fortschreitende degenerative Veränderungen der Synovialgelenke<br />
(das sind alle Gelenke, die eine mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Kapsel haben ), bei denen der Gelenkknorpel destruiert wird und die umhüllenden Gelenkstrukturen wie Synovia und Gelenkkapsel in den Krankheitsprozess miteinbezogen werden.<br />
Bei Katzen sind Ellbogen, gefolgt von Hüfte , Knie und Schulter besonders häufig von der OA betroffen. Meist können die Ursachen für die OA nicht mehr eruiert werden. Doch in Frage kommen</p>
<ul>
<li>Altersbedingte Degeneration</li>
<li>Trauma (Kniebandriß)</li>
<li>Wachstumsstörungen (HD),</li>
<li>Infektionen durch Viren (z.B. Calici, Coronavirus),</li>
<li>Autoimmunerkrankung (rheumatoide Arthritis)</li>
</ul>
<p>Unsere Katzen werden zunehmend älter, waren 1967 nur 17% aller Katzen älter als 10 Jahre, so waren es 1997 schon 54%. Unsere Katzen heute erreichen oft ein Alter von 17 Jahren und älter und somit werden auch immer mehr Katzen an Osteoarthrose leiden.<br />
Das bedeutet im Klartext, dass viele Katzen an Arthroseschmerzen leiden und wir ihnen mit entsprechender Behandlung helfen können.</p>
<h2>Wie diagnostizieren wir Schmerzen?</h2>
<p>Somit sind wir als Tierärztinnen und Sie als Besitzer/innen gefordert, Katzen, die an chronischen Schmerzen leiden, zu erkennen. Ich betone das so explizit, da es sehr schwierig ist, Schmerzen bei Katzen zu diagnostizieren. Jede Veränderung des Verhaltens und der Gewohnheiten , sollten Sie uns bei der Untersuchung mitteilen. Natürlich sind nicht alle Veränderungen von Schmerzzuständen ausgelöst, sondern können auch von Faktoren in der Umgebung der Katze verursacht werden.<br />
Samantha Lindley, eine der Hauptvortragen auf dem Katzenkongress , empfiehlt die Anwendung eines Diagnosedreiecks von Befragung der Besitzer/innen – Röntgen – und klinischer Untersuchung, bei der die Palpation im Mittelpunkt steht.<br />
Bei der Untersuchung der Katze ist es äußerst wichtig, dass sie sich wohlfühlt.<br />
Unser Personal ist im sanften Umgang mit Katzen geschult, und mit Pheromen im Untersuchungsraum wird für die Katze eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Nur so ist die Katze bei der Untersuchung entspannt.<br />
<b>Erst dann beginnt die Palpation</b>.<br />
Hier ist die Ausbildung in der Triggerpointdiagnostik und <b>Neuraltherapie</b> sehr hilfreich, zusätzlich erleichtert die Untersuchung der diagnostischen Punkte der Akupunktur die Schmerzdiagnose.<br />
Diese Untersuchungsmethoden sind für viele Tierärzte noch Neuland, doch ist es ein unabdingbares Diagnostikum, das wichtige Informationen über den Ort und den Grad des Schmerzes liefert.<br />
Das Röntgen bestätigt uns unsere Verdachtdiagnose.</p>
<h2>Wie behandeln wir die Schmerzen der Katzen?</h2>
<p>Nun beginnen wir mit dem Schmerzmanagement. Wir setzen <b>klassische Schmerzmittel</b> und <b>Chondroprotektiva</b> ein, behandeln die Patienten mit <b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/schwerpunkte/akupunktur/">Akupunktur</a> und <a href="https://www.rogalla-rummel.de/leistungen/pulsierende-magnetfeld-therapie-pmf/">Magnetfeldtherapie</a></b> und für manche Katzen kommt auch die <b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/schwerpunkte/goldimplantation/">Goldakupunktur</a></b> zur Linderung der chronischen <a href="https://www.rogalla-rummel.de/leistungen/schmerztherapie/">Schmerzen</a> zum Einsatz.</p>
<h3 style="padding-left: 30px;"><b>Definition:</b></h3>
<p style="padding-left: 30px;">Akupunktur ist eine effektvolle und vor allem nebenwirkungsfreie Therapie zur Behandlung des Schmerzes. Durch den Einstich der Akupunkturnadeln wird das Freisetzen von Neurotransmittern induziert, welche die Weiterverarbeitung von Schmerzsignalen reduzieren und im Gehirn Endorphine (Opiate) freisetzen, die den Schmerz reduzieren oder ganz auflösen. Klassische Schmerzmittel wirken übrigens auf ähnliche Weise.</p>
<p>Für manche gewichtige Stubentiger ist eine Gewichtsreduktion von Vorteil.<br />
Unsere Spezialisierung auf die Schmerztherapie, die wir seit Jahren erfolgreich bei unseren Hundepatienten einsetzen und die Spezialisierung der Kollegin <a href="https://www.rogalla-rummel.de/#rummel">Dr. Rummel</a> auf Katzenerkrankungen,<br />
sind in der schwierigen Diagnosestellung sicherlich von Vorteil.<br />
<b>Unser Ziel ist es, unseren arthrotischen Stubentigern wieder ein schönes Leben mit hoher Lebensqualität zu ermöglichen – so wie die englische Literatur es nennt : Lifestyle Verbesserung</b>.<br />
(Autor Dr. Rogalla)</p>
<h3>Literatur:</h3>
<p>Clarke, S.P.and Bennet, D. Feline Osteoarthritis: a prospective study of 28 cases, journal of Small Animal Practise (2006) 47: 1-7<br />
Lindley, s. and Cummings, T.M. Essentials of Western Veterinary Acupuncture. Backwell Publishing, Oxford (2006)<br />
Clarke, S.P., Mellor, D. u.a.(2005 ) Radiographic Prevalance of Degenerative Joint Disease in a Hospital Population of Cats. Veterinary Record, 157,793-799<br />
Godfrey, D.R. (2003) OA in cats: a prospective series of 40 cases. Proceedingsof the BSAVA Congress, Birmingham. 4.-7- April<br />
Hardie, E.M.u.a. (2002) Radiographic evidence of degenerative joint disease in generatic cats: 100 cases (1994 –1997) Journal of American Veterinary Medical Association 220, 628-632</p>
<p><strong>siehe auch:</strong><br />
<strong><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2016/04/lebenmittieren_201601_arthrose_spondylose_u_co.pdf" rel="">Arthrose, Spondylose &amp; Co.</a></strong> (pdf)<br />
Artikel von Dr. Rogalla, erschienen in Leben mit Tieren 01-2016</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/arthrose-arthritis-bei-der-katze-ein-unerkanntes-problem-chronische-schmerzen-bei-der-katze/">Arthrose / Arthritis bei der Katze &#8211; ein unerkanntes Problem. Chronische Schmerzen bei der Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arthrose, Spondylose &#038; Co.</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/arthrose-spondylose-co/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Dec 2018 23:00:06 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.rogalla-rummel.de/?post_type=wissenswertes&#038;p=6144</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eines der größten Wunder der Evolution ist der Bewegungsapparat. Durch sehr enge, hoch komplizierte Verkettungen zahlreicher Körperteile miteinander sind die Tiere in der Lage, ihr eigenes Gewicht zu tragen und sich fortzubewegen. Das Wohlbefinden unserer Vierbeiner steht in direkter Abhängigköeit von der Gesundheit, also dem normalen Funktionieren dieses Systems. Aber gerade wegen seiner hohen Komplexität – den feinen Vernetzungen zahlreicher Strukturen miteinander – ist der Bewegungsapparat sehr anfällig für Störungen. Kleinste Imbalancen haben große Folgen: Jede Störung führt unweigerlich zu Schmerzen und mindert die Lebensqualität unserer Vierbeiner. Unsere Tiere leiden – und das ein Leben lang. Leider gehören Störungen des Bewegungsapparates, also Knochen- und Gelenkerkrankungen, inzwischen zu den häufigsten Erkrankungen in der tierärztlichen Praxis. Statistisch gesehen leidet jeder 4. Hund an Arthrose in Hüfte, Knie, Schulter oder Ellbogen, wobei große Hunde viel häufiger als kleine Rassen erkranken. Bei den großen Hunden über 7 Jahre sind sogar 40 % von schmerzhaften Veränderungen der Gelenke betroffen. Die Studien zu diesem Thema in der Katzenmedizin zeigen ähnlich aufrüttelnde Ergebnisse. 90 % der über 12 Jahre alten Katzen leiden an Gelenkerkrankungen, wobei die Hüftgelenksarthrose ähnlich wie beim Hund an erster Stelle steht. Oft werden für den Patientenbesitzer verwirrende Begriffe wie degenerative Gelenkerkrankung, (Osteo-) Arthrose (OA) oder Arthritis benutzt. Sie beschreiben alle die vielfältigen Veränderungen von Gelenkverschleiß, die letztendlich zu chronischen oder chronisch wiederkehrenden Schmerzen führen, die sich in Lahmheit, Einschränkung der Beweglichkeit, Gelenkverdickung, Steifigkeit und Verhaltensänderungen (insbesondere bei Katzen) manifestieren. Die Bezeichnung degenerative Gelenkerkrankung (degenerative joint disease = DJD) wird für Veränderungen von Gelenken jeden Typs angewandt, während der Begriff Osteoarthrose sich nur auf die krankhaften Veränderungen der diarthrischen, synovialen Gelenke bezieht. &#160; Arthrose Wissenschaftlich wird Arthrose in eine primäre und sekundäre Form eingeteilt: Bei der sog. Primärarthrose liegen klinisch-diagnostisch nicht erkennbar molekular- und zellbiologische Störungen im Gelenkknorpel vor. Man spricht auch von einer idiopathischen Arthrose. Diese wird allerdings bei den Tieren eher selten benannt. Für die sekundären Arthrosen werden definierte biomechanische Ursachen beschrieben. So können extreme, unphysiologische Kräfte (z.B. Fraktur), die auf ein normales Gelenk oder normale Kräfte, die auf ein pathologisch verändertes Gelenk einwirken, zu einer Osteoarthrose führen. Das kann ein Trauma sein (Verstauchung), eine Gelenksinstabilität, wie sie häufig im Knie zu finden ist, eine Stufe im Ellbogengelenk, eine Fehlstellung der Gelenkenden zueinander, eine angeborene Malformation wie bei der Hüftgelenksdysplasie oder eine Knorpelabsplitterung (OCD) oder Malposition ganzer Gliedmaße (O-Beine). Arthritis Arthritis ist die schmerzhafte Form von Arthrose, die mit Entzündung einhergeht. Bevor wir auf verschiedene Gelenkkrankheiten und ihre Entstehung eingehen, möchte ich einige Grundlagen erklären. Der gesunde Bewegungsapparat Bewegung wird gesteuert durch das Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Sehnen und Bindegewebe, wobei die Gelenke die Garanten der Flexibilität sind. Jede Art von Störung in diesen Strukturen schränkt die Beweglichkeit der Tiere ein und ist letztendlich schmerzhaft. Am häufigsten sind die echten Gelenke von krankhaften Veränderungen betroffen. Das gesunde Gelenk besteht aus Gelenkkapsel, Gelenkschmiere (Synovia) und Gelenkknorpel, der die Knochenoberflächen umschließt. Der Knorpel dient als Stoßdämpfer zwischen den Knochenenden, um die Belastung bei der Bewegung aufzufangen. Er besteht im Groben aus einem Netz (Matrix) von elastischen, kollagenen Fasern, in dessen Zwischenräume sich Proteoglycane, Glycosaminglycane, Chondroitin (jene Substanzen, die sich im Grünlippenmuschelkalk befinden) und Wasser befinden. Bei der Belastung wird der Knorpel wie ein Schwamm zusammengedrückt. Komplizierte molekulare Mechanismen verhindern, dass der Schwamm gänzlich leergequetscht wird, die Knochenflächen berühren sich nie! Bei der Entlastung saugt sich der „Schwamm“ sofort wieder voll und mit der Wasserbewegung werden wertvolle Nährstoffe fürs Gelenk eingebaut und Schlackenstoffe herausgespült. Nur durch die Balance von gleichmäßiger Belastung und Entlastung wird das Gelenk „gesund“ ernährt. So wird leicht verständlich, dass bloße Bewegungsminderung schwere Folgen für das Gelenk haben und warum die rechtzeitige Schmerzmittelgabe unabdingbar ist. Nur wenn ein gleichmäßiger Bewegungsfluss garantiert ist, kann das Gelenk gesund ernährt und folgenschwere Veränderungen verhindert werden. Die Kapsel ist hauptsächlich für die Stabilität des Gelenks zuständig und die Synovia dient der Schmierung des Gelenks. Sie bedeckt den Knorpel mit einem glatten Film, so dass die Flächen nicht aufeinander prallen können. Außerdem sind in der Kapsel Schmerzzellen eingebaut, die bei krankhaften Veränderungen sofort Alarm schlagen. Das kranke Gelenk Unabhängig von der Ursache reagiert das Gelenk auf einen Insult immer gleich. Zunächst verliert der Knorpel seine schüt- zende Pufferfunktion. Es entstehen zunächst winzig kleine Risse und Löcher in der Knorpeloberfläche, die sich immer weiter in die Tiefe ausdehnen. Der Knorpel verliert als erstes seine dynamischen Fähigkeiten, das Gelenk mit Nährstoffen zu versorgen und schädliche Schlackstoffe auszuspülen. Die Schadstoffe verbleiben im Gelenk und nun beginnt ein circulus vitiosus. Es beginnt direkt im Gelenk ein unaufhaltsamer Zerstörungsprozess, der allmählich auf alle Gelenkstrukturen übergreift. Diese Veränderungen treten sehr schnell – nur wenige Tage bis Wochen – nach der initialen Störung auf. Die Schlackstoffe bedingen eine Entzündung der Gelenkkapsel, diese verdickt und scheidet vermehrt Gelenkflüssigkeit aus, die allerdings von schlechter Qualität ist und die Entzündung weiter treibt. Das Gelenk füllt sich zunehmend mit Flüssigkeit und die Schmerzzellen schlagen Alarm. Nun wird das Gelenk geschont, das Tier beginnt zu lahmen. Parallel dazu wird der Knorpel immer dünner und kann dem Druck auf den Knochen nicht mehr standhalten. Nun wird der Knochen direkt angegriffen, er reagiert mit vermehrter Sklerotisierung und Osteophytenbildung (Auflagerungen am Knochen). Diese Veränderungen finden sich in den Bereichen von hoher mechanischer Krafteinwirkung. So finden wir z. B. beim Kreuzbandriss schnabelartige Randwulstbildungen im Bereich des Tibiaplateaus. Dies ist ein verzweifelter Versuch des Organismus, dem unnatürlichen Druck standzuhalten und das Gelenk zu stabilisieren – allerdings erfolglos. Die Zerstörung der Knor- pelschutzschicht schreitet unaufhaltsam fort, es kommt zu tiefen Verletzungen, den sog. Eburnifikationen, jetzt reibt Knochen auf Knochen – ein hoch schmerzhafter Zustand. Das Gelenk ist bleibend arthrotisch geschädigt, eine Rückentwicklung ist nicht mehr möglich. Leitsymptom der OA ist Schmerz Unsere Tiere sind nun chronisch krank. Für alle Tierarten ist der Schmerz das quälendste Symptom, allerdings wird er unterschiedlich von Tier zu Tier signalisiert. Das Kaninchen bewegt sich kaum noch und frisst schlecht, Verdauungsstörungen treten auf. Der Hund lahmt mehr oder weniger deutlich, ist unlustiger auf Spaziergängen, es zieht ihn schneller nach Hause als aufs Feld hinaus, er meidet das Springen, das Treppensteigen wirkt</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eines der größten Wunder der Evolution ist der Bewegungsapparat. Durch sehr enge, hoch komplizierte Verkettungen zahlreicher Körperteile miteinander sind die Tiere in der Lage, ihr eigenes Gewicht zu tragen und sich fortzubewegen.</strong></p>
<p>Das Wohlbefinden unserer Vierbeiner steht in direkter Abhängigköeit von der Gesundheit, also dem normalen Funktionieren dieses Systems. Aber gerade wegen seiner hohen Komplexität – den feinen Vernetzungen zahlreicher Strukturen miteinander – ist der Bewegungsapparat sehr anfällig für Störungen. Kleinste Imbalancen haben große Folgen: Jede Störung führt unweigerlich zu Schmerzen und mindert die Lebensqualität unserer Vierbeiner. Unsere Tiere leiden – und das ein Leben lang. Leider gehören Störungen des Bewegungsapparates, also Knochen- und Gelenkerkrankungen, inzwischen zu den häufigsten Erkrankungen in der tierärztlichen Praxis. Statistisch gesehen leidet jeder 4. Hund an Arthrose in Hüfte, Knie, Schulter oder Ellbogen, wobei große Hunde viel häufiger als kleine Rassen erkranken. Bei den großen Hunden über 7 Jahre sind sogar 40 % von schmerzhaften Veränderungen der Gelenke betroffen.<br />
Die Studien zu diesem Thema in der Katzenmedizin zeigen ähnlich aufrüttelnde Ergebnisse. 90 % der über 12 Jahre alten Katzen leiden an Gelenkerkrankungen, wobei die Hüftgelenksarthrose ähnlich wie beim Hund an erster Stelle steht. Oft werden für den Patientenbesitzer verwirrende Begriffe wie degenerative Gelenkerkrankung, (Osteo-) Arthrose (OA) oder Arthritis benutzt. Sie beschreiben alle die vielfältigen Veränderungen von Gelenkverschleiß, die letztendlich zu chronischen oder chronisch wiederkehrenden Schmerzen führen, die sich in Lahmheit, Einschränkung der Beweglichkeit, Gelenkverdickung, Steifigkeit und Verhaltensänderungen (insbesondere bei Katzen) manifestieren.<br />
Die Bezeichnung degenerative Gelenkerkrankung (degenerative joint disease = DJD) wird für Veränderungen von Gelenken jeden Typs angewandt, während der Begriff Osteoarthrose sich nur auf die krankhaften Veränderungen der diarthrischen, synovialen Gelenke bezieht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Arthrose</h2>
<p>Wissenschaftlich wird Arthrose in eine primäre und sekundäre Form eingeteilt: Bei der sog. Primärarthrose liegen klinisch-diagnostisch nicht erkennbar molekular- und zellbiologische Störungen im Gelenkknorpel vor. Man spricht auch von einer idiopathischen Arthrose. Diese wird allerdings bei den Tieren eher selten benannt.<br />
Für die sekundären Arthrosen werden definierte biomechanische Ursachen beschrieben. So können extreme, unphysiologische Kräfte (z.B. Fraktur), die auf ein normales Gelenk oder normale Kräfte, die auf ein pathologisch verändertes Gelenk einwirken, zu einer Osteoarthrose führen.<br />
Das kann ein Trauma sein (Verstauchung), eine Gelenksinstabilität, wie sie häufig im Knie zu finden ist, eine Stufe im Ellbogengelenk, eine Fehlstellung der Gelenkenden zueinander, eine angeborene Malformation wie bei der Hüftgelenksdysplasie oder eine Knorpelabsplitterung (OCD) oder Malposition ganzer Gliedmaße (O-Beine).</p>
<h2>Arthritis</h2>
<p>Arthritis ist die schmerzhafte Form von Arthrose, die mit Entzündung einhergeht. Bevor wir auf verschiedene Gelenkkrankheiten und ihre Entstehung eingehen, möchte ich einige Grundlagen erklären.</p>
<h2>Der gesunde Bewegungsapparat</h2>
<p>Bewegung wird gesteuert durch das Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Sehnen und Bindegewebe, wobei die Gelenke die Garanten der Flexibilität sind. Jede Art von Störung in diesen Strukturen schränkt die Beweglichkeit der Tiere ein und ist letztendlich schmerzhaft. Am häufigsten sind die echten Gelenke von krankhaften Veränderungen betroffen. Das gesunde Gelenk besteht aus Gelenkkapsel, Gelenkschmiere (Synovia) und Gelenkknorpel, der die Knochenoberflächen umschließt. Der Knorpel dient als Stoßdämpfer zwischen den Knochenenden, um die Belastung bei der Bewegung aufzufangen. Er besteht im Groben aus einem Netz (Matrix) von elastischen, kollagenen Fasern, in dessen Zwischenräume sich Proteoglycane, Glycosaminglycane, Chondroitin (jene Substanzen, die sich im Grünlippenmuschelkalk befinden) und Wasser befinden. Bei der Belastung wird der Knorpel wie ein Schwamm zusammengedrückt. Komplizierte molekulare Mechanismen verhindern, dass der Schwamm gänzlich leergequetscht wird, die Knochenflächen berühren sich nie!<br />
Bei der Entlastung saugt sich der „Schwamm“ sofort wieder voll und mit der Wasserbewegung werden wertvolle Nährstoffe fürs Gelenk eingebaut und Schlackenstoffe herausgespült. Nur durch die Balance von gleichmäßiger Belastung und Entlastung wird das Gelenk „gesund“ ernährt. So wird leicht verständlich, dass bloße Bewegungsminderung schwere Folgen für das Gelenk haben und warum die rechtzeitige Schmerzmittelgabe unabdingbar ist. Nur wenn ein gleichmäßiger Bewegungsfluss garantiert ist, kann das Gelenk gesund ernährt und folgenschwere Veränderungen verhindert werden. Die Kapsel ist hauptsächlich für die Stabilität des Gelenks zuständig und die Synovia dient der Schmierung des Gelenks. Sie bedeckt den Knorpel mit einem glatten Film, so dass die Flächen nicht aufeinander prallen können. Außerdem sind in der Kapsel Schmerzzellen eingebaut, die bei krankhaften Veränderungen sofort Alarm schlagen.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_02.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6166 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_02-1024x505.png" alt="" width="1024" height="505" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_02-1024x505.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_02-300x148.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_02-768x379.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<h2>Das kranke Gelenk</h2>
<p>Unabhängig von der Ursache reagiert das Gelenk auf einen Insult immer gleich. Zunächst verliert der Knorpel seine schüt- zende Pufferfunktion. Es entstehen zunächst winzig kleine Risse und Löcher in der Knorpeloberfläche, die sich immer weiter in die Tiefe ausdehnen. Der Knorpel verliert als erstes seine dynamischen Fähigkeiten, das Gelenk mit Nährstoffen zu versorgen und schädliche Schlackstoffe auszuspülen. Die Schadstoffe verbleiben im Gelenk und nun beginnt ein circulus vitiosus. Es beginnt direkt im Gelenk ein unaufhaltsamer Zerstörungsprozess, der allmählich auf alle Gelenkstrukturen übergreift. Diese Veränderungen treten sehr schnell – nur wenige Tage bis Wochen – nach der initialen Störung auf. Die Schlackstoffe bedingen eine Entzündung der Gelenkkapsel, diese verdickt und scheidet vermehrt Gelenkflüssigkeit aus, die allerdings von schlechter Qualität ist und die Entzündung weiter treibt. Das Gelenk füllt sich zunehmend mit Flüssigkeit und die Schmerzzellen schlagen Alarm. Nun wird das Gelenk geschont, das Tier beginnt zu lahmen. Parallel dazu wird der Knorpel immer dünner und kann dem Druck auf den Knochen nicht mehr standhalten. Nun wird der Knochen direkt angegriffen, er reagiert mit vermehrter Sklerotisierung und Osteophytenbildung (Auflagerungen am Knochen). Diese Veränderungen finden sich in den Bereichen von hoher mechanischer Krafteinwirkung. So finden wir z. B. beim Kreuzbandriss schnabelartige Randwulstbildungen im Bereich des Tibiaplateaus. Dies ist ein verzweifelter Versuch des Organismus, dem unnatürlichen Druck standzuhalten und das Gelenk zu stabilisieren – allerdings erfolglos. Die Zerstörung der Knor- pelschutzschicht schreitet unaufhaltsam fort, es kommt zu tiefen Verletzungen, den sog. Eburnifikationen, jetzt reibt Knochen auf Knochen – ein hoch schmerzhafter Zustand. Das Gelenk ist bleibend arthrotisch geschädigt, eine Rückentwicklung ist nicht mehr möglich.</p>
<h2>Leitsymptom der OA ist Schmerz</h2>
<p>Unsere Tiere sind nun chronisch krank. Für alle Tierarten ist der Schmerz das quälendste Symptom, allerdings wird er unterschiedlich von Tier zu Tier signalisiert. Das Kaninchen bewegt sich kaum noch und frisst schlecht, Verdauungsstörungen treten auf. Der Hund lahmt mehr oder weniger deutlich, ist unlustiger auf Spaziergängen, es zieht ihn schneller nach Hause als aufs Feld hinaus, er meidet das Springen, das Treppensteigen wirkt steifer. Die Katze reduziert nahezu unauffällig ihre Aktivität, sucht niedrigere Sitzplätze, schläft mehr, nimmt weniger am alltäglichen Trubel teil und kann deutlich an Gewicht zulegen.</p>
<h2>Degenerative Erkrankungen bei Hund und Katze</h2>
<h3>Ellbogendysplasie (ED)</h3>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6169 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05-1024x285.png" alt="" width="1024" height="285" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05-1024x285.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05-300x84.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05-768x214.png 768w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_05.png 2010w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>Bei jungen Hunden mittelgroßer bis großer Rassen ist die ED die häufigste erbliche Erkrankung, betroffen sind vor allem Golden Retriever, Rottweiler, Neufundländer, Berner Sennenhund und Schäferhund. Die ersten klinischen Symptome treten im Alter von 4–8 Monaten auf. Obwohl häufig beide Gelenke betroffen sind, zeigt sich die Störung in der Regel auf nur einer Seite. Die Lahmheit ist in der Regel nur subtil ausgeprägt, pathognostisch kann die Adduktion des Ellbogengelenks sein, ein Ausweichverhalten, welches die extreme Streckung und Beugung des Ellbogengelenks verhindert. Nach Ruhe oder stärkerer Belastung ist die Lahmheit hochgradiger ausgeprägt. Häufig werden die Hunde auch erst im höheren Alter auffällig, dann ist das Gelenk schon stark arthrotisch verändert und der Bewegungsradius stark eingeschränkt (Reduktion des Beugungswinkels auf 30–40 %).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein diagnostischer Indikator ist die reproduzierbare Schmerzreaktion des Patienten bei mäßig gebeugtem Ellbogen durch die Drehung des Carpus nach außen bei fixiertem Ellbogen und / oder durch Druck auf die Ansatzstelle des Biceps medial. Die Röntgenuntersuchung ist obligat, ist diese nicht eindeutig, empfiehlt sich CT oder Arthroskopie.<br />
Therapie: In vielen Fällen besteht die Therapie in einer Kombination von chirurgischem Eingriff und Medikamenten. Bemerkt werden muss, dass unabhängig von der chirurgischen Technik sich immer eine schwere Arthrose entwickelt. Es scheint durchaus gerechtfertigt zu sein, frühzeitig konservative Maßnahmen zu ergreifen und je nach Verlauf die chirurgische Intervention abzuwarten. Zu diesem Krankheitskomplex zählen 4 unterschiedliche Haupterkrankungen:</p>
<h3>Ellbogeninkongruenz (EI)</h3>
<p>Ulna und Radius entwickeln sich ungleich, eine mehr oder minder ausgeprägte Stufe entsteht, in der Bewegung entstehen Zonen erhöhten Drucks, so dass die folgend beschriebenen Krankheiten sich entwickeln können.</p>
<h3>FCP (fragmentierter processus coronoideus)</h3>
<p>Unter diesem Begriff werden alle Veränderungen des medialen Coronoids zusammengefasst, die letztendlich zu einer Fissurenbildung und /oder Fragmentierung führt.</p>
<h3>OCD (Osteochondrosis dissicans) des medialen Condylus humeri</h3>
<p>In der jungen Knochenentwicklung vereinigen sich aufgrund einer Knorpelstörung Knochen und Knorpel nicht.</p>
<h3>IPA: isolierter Processus anconeus</h3>
<p>Im Alter von 20 Wochen hat immer noch keine Union von Processus und Ulna stattgefunden. In diesem Fall ist die Chirurgie die Methode der Wahl. Der Processus kann sowohl fixiert als auch entfernt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der dynamischen Ulnaosteotomie. Im Allgemeinen werden die besten Erfolge bei Operationen unter 6 Monaten erzielt. Bei jungen Hunden wird der Erhalt des PA angestrebt.<br />
Bei der Katze können wir die Degeneration des Ellbogengelenkes nach diesen Parametern nicht festlegen. Bis dato liegen keine Untersuchungen vor. Katzen leiden allerdings auch an Ellbogenarthrose, aber in der Regel wird sie erst beim älteren Tier diagnostiziert. Vorsorgeuntersuchungen, wie sie beim Rassehund teils vorgeschrieben sind, sind bei der Katze leider noch nicht üblich. Das wird sich sicherlich in Zukunft ändern.</p>
<h3>Kniegelenk (Gonarthrose)</h3>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_01.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6165 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_01-1024x366.png" alt="" width="1024" height="366" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_01-1024x366.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_01-300x107.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_01-768x275.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>Bei Hunden mittleren Alters konzentrieren sich die degenerativen Gelenkerkrankungen hauptsächlich aufs Kniegelenk. In der Regel entwickelt sich eine Arthrose im Kniegelenk aufgrund traumatischer Kontussion oder eines Kreuzbandrisses. Leider verhindert die notwendige Kreuzbandoperation nicht die Arthroseentwicklung – unabhängig von der Operationsmethode.<br />
Bei den großen Hunden erfolgt der Bandriss meist zwischen dem 5. – 7. Lebensjahr, bei den kleinen Rassen erst im höheren Alter (&gt; 9 Jahre).<br />
Bei den Katzen finden wir Kreuzbandschädigungen in der Regel als Folge eines schweren Traumas. Nur die großen Maincoonkatzen zeigen iatrogen Degeneration im Kniegelenk aufgrund ihres Körpergewichts.</p>
<h3>Hüftgelenksdysplasie (HD)</h3>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6167 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03-1024x424.png" alt="" width="1024" height="424" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03-1024x424.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03-300x124.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03-768x318.png 768w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_03.png 2026w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>Die HD gehört zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen bei Hund und Katze, klinische Bewegungsstörungen treten in der Regel erst im fortgeschrittenem Alter auf, obwohl die HD genetisch vorbestimmt ist. Allerdings können optimale Haltungs- und Ernährungsbedingungen die Arthroseentwicklung beeinflussen.<br />
Bei der HD liegt eine ausgeprägte Laxität der Hüfte vor: Die minder ausgeprägte Pfanne hält den Femurkopf nicht in Position und erlaubt ihm im schlimmsten Fall nach dorsal zu luxieren. Jeder Schritt belastet das Gelenk unphysiologisch, sodass sich mit der Zeit eine schwere Arthrose entwickelt. Die Diagnose HD wird im ersten Lebensjahr mittels Röntgen festgestellt. Es gibt schwere Fälle der HD, bei denen schon der junge Hund vor Vollendung des ersten Lebensjahres episodisch Lahmheit zeigt, bzw. schwer aufsteht, widerwillig läuft und Treppen vermeidet. Statt Galopp zeigt der Hund das sog. Bunny hopping: beide Hinterläufe werden im Rennen gleichzeitig vorgeführt. Auffällig ist bei allen Hunden mit zunehmendem Alter die Gewichtsverlagerung auf die Vorhand und der kurzgreifende Schritt der Hinterhand. Zusätzlich ist der Hüftschwung stark ausgeprägt. Die Entlastung der Hinterhand führt zusätzlich zur Muskelatrophie der Oberschenkelmuskulatur. Die Hunde zeigen einen breit ausgeprägten Brustkorb und eine schmale Hinterhand. Je nach Schweregrad der Arthrose zeigen sich die ersten Beschwerden ab dem 5. Lebensjahr.<br />
An chirurgischen Maßnahmen beim jungen Hund können eingesetzt werden: das künstliche Hüftgelenk (Endoprothese), die dreifache Beckenosteotomie (DBO), Femurkopf halsresektion (FKR). Die FKR ist eine gute Option für Hunde unter 20 kg, bei denen die arthrotischen Veränderungen schon sehr fortgeschritten sind.<br />
Die DBO wird beim sehr jungen, noch wachsenden Hund durchgeführt. Als Komplikation treten Schraubenlockerung und verzögerte Heilung auf, eine weitere arthrotische Entwicklung des Gelenks ist nicht auszuschließen. Vorzuziehen ist die Totalendoprothese, die den Tieren in großem Maße zu Schmerzfreiheit verhilft. Beim älteren Tier sind wir auf konservative Maßnahmen angewiesen. Voraussetzung für ein erfolgreiches Vorgehen ist als erstes Idealgewicht.<br />
Die Schulmedizin bietet die Behandlung mit Schmerzmitteln an. Erleichternd sind auf jeden Fall physikalische Therapien, welche die Beweglichkeit fördern. Chronische Schmerzen werden am besten mit Akupunktur behandelt. Die Goldakupunktur ist als prophylaktische und therapeutische Maßnahme eine weitere Option.</p>
<h3>Spondylose</h3>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6168 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04-1024x260.png" alt="" width="1024" height="260" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04-1024x260.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04-300x76.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04-768x195.png 768w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_04.png 2008w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>Unter Spondylose versteht man die Beeinträchtigung der Wirbelartikulation. Im Fall der Spondylose werden die elastischen Elemente (Bänder, Zwischenwirbelscheiben) der Wirbelsäule abgebaut und knöchernde Zubildungen (Enthesiophyten) entstehen. Die Umbauprozesse beginnen in der Regel an der Unterseite der Wirbel. Diese Spondylosen können sich erheblich ausdehnen und im Seitenbereich der Wirbelkörper bis in die Region der Nervenabgänge hineinreichen. Werden ganze Wirbelsäulenabschnitte durch eine massive Knochenbrücke starr miteinander verbunden, dann spricht man von Ankylose. Bei einer Spondylarthrose sind auch die kleinen Wirbelgelenke oberhalb der Nervenabgänge in das degenerative Geschehen einbezogen. Diese Verknöcherungen entstehen an den Stellen der stärksten Belastung. Im Prinzip ist das ein Selbstschutz des Körpers, denn an den versteiften Wirbeln können keine Einquetschungen der Nerven mehr erfolgen. Leider braucht dieser Prozess lang und in der Zwischenzeit können erhebliche Schmerzen mit partiellen Lähmungserscheinungen auftreten. Hier besteht immer akuter dringender Behandlungsbedarf. Werden die sensiblen Strukturen im letzten Lendenwirbel und Sacrum eingeengt, spricht man vom Cauda Equina Syndrom (CES).<br />
Arthrotische Veränderungen sind von Tumorerkrankungen zu differenzieren. Jede Art der Verdickung eines Gelenks verlangt eine weiterführende Diagnostik. Häufig kann schon ein einfaches Röntgenbild Klarheit verschaffen und das Tier vor weiterem Leid bewahren.</p>
<h2>Degenerative Gelenkerkrankungen bei der Katze</h2>
<p>In der Vergangenheit wurden degenerative Erkrankungen bei der Katze deutlich unterschätzt, wenn nicht gar übersehen und ignoriert. Weil die Katze leicht und wendig ist, kann sie selbst schwere orthopädische Probleme kaschieren. Es lag ein großes Unverständnis zum Schmerzverhalten von Katzen vor. Im Gegensatz zum Hund signalisieren Katzen Gelenkschmerz selten nach außen. Klinische Lahmheitssymptome erleben wir nur bei akuten Traumata oder Kreuzbandriss, ansonsten leiden unsere Katzen still.<br />
In einer Studie von Katzen mit einem starken osteoarthrotischen Befund zeigten nur 33 % klinische Lahmheitssymptome. Auffälligstes Symptom für Arthroseschmerz sind vielmehr Verhaltensänderungen, die allerdings sehr subtil sein können. Oft widersetzen die Katzen sich beim Handling oder entziehen sich den Zuwendungen durch ihre Besitzer, in der Regel werden sie nur ruhiger, ziehen sich zurück und schlafen mehr, grenzen ihren Aktionsradius ein, was aber selten wahrgenommen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6170 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06-1024x269.png" alt="" width="1024" height="269" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06-1024x269.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06-300x79.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06-768x202.png 768w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_06.png 2020w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<h3>Leitsymptom von Schmerz ist bei der Katze Unauffälligkeit.</h3>
<p>Gelenkveränderungen zeigen sich bei der Katze vorwiegend im höheren Alter – wir sprechen von einer Prävalenz von 90 %. Dabei sind genau wie beim Hund in erster Linie die Hüften betroffen, Katzen über 6 kg entwickeln eher eine Coxarthrose als kleinere Tiere.<br />
Die zweithäufigste Gelenkerkrankung bei der Katze ist die Spondylose deformans der Wirbelsäule, dabei befinden sich die Veränderungen sowohl an den Brust- wie an den Lendenwirbeln. Arthrosen in Ellbogen- und Kniegelenken zeigen sich ebenfalls vermehrt mit zunehmendem Alter, allerdings ohne klinische Symptomatik.<br />
All diese Untersuchungen zeigen, dass auch Katzen eine starke Tendenz zu osteoarthrotischen Veränderungen aufweisen und diese in Zukunft in den diagnostischen Untersuchungsgang mit einbezogen werden müssen. Die ältere Katze sollte genau wie der Hund routinemäßig geröngt werden. Die Besitzer sind diesbezüglich zu sensibilisieren, da sie Schmerzveränderungen bei ihren Tieren schwer wahrnehmen können. Gezielte Verhaltensfragebögen können ihnen helfen, Schmerzen bei ihren Katzen zu erkennen. Neoplasien des Skelettsystems sind bei der Katze eher selten. Primäre Osteosarkome zeigen sich im Bereich der Beckengliedmaße häufiger als in der Vorhand. Die häufigsten Lokalisationen sind distaler Femur, proximale Tibia und proximaler Humerus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<h3>Folgen der OA für den gesamten Bewegungsapparat</h3>
<p>Die OA beschränkt sich leider nicht nur auf das ursprünglich „kranke“ Gelenk, sondern schädigt entlang der Bewegungsachse weitere Gelenke. Je größer die Gewichtsklasse, umso dramatischer sind die Folgen der OA auf die Lebensspanne des Tieres einzustufen. Auch Katzen entwickelt ähnlich wie der Hund mit zunehmendem Alter Folgearthrosen in ursächlich nicht betroffenen Gelenken. Dem Arthroseschmerz wird stets ausgewichen, indem das betroffene Gelenk geschont wird. Schmerzen in der Hinterhand führen zu einer vermehrten Gewichtsbelastung in den Ellbogengelenken, ursächlich dysplastische Gelenkveränderungen in einem Ellbogen hingegen zu einer Fehlbelastung des anderen Ellbogens sowie der kollateralen Hinterhand, insbesondere des Kniegelenks. Die überbelasteten Gelenke reagieren auf den mechanischen Stress genau wie das kranke Gelenk mit Synovialitis, Kapselverdickung, Knorpel- und Knochendeformationen, die bald auch im Röntgenbild nachweisbar sind. Zusätzlich werden durch die permanente Fehlbelastung die weiteren Stellgrößen des Bewegungsapparates wie Sehnen und Muskeln in das Krankheitsgeschehen mit einbezogen. Muskelverkürzungen und Muskelhartspann, Verspannungen und Verkalkungen der Sehnen aggravieren die Situation und vergrößern den Schmerzradius. Wir sprechen nun vom chronischen Schmerzpatienten.<br />
Eigene Röntgenuntersuchungen an 400 Hunden mit degenerativen Gelenkerkrankungen haben ergeben,</p>
<ul>
<li>dass 80 % der Hunde, die im Jugendalter nur eine Hüftgelenksdysplasie gezeigt haben, im Alter von 5 bis 7 Jahren zusätzlich eine Arthrose im Ellbogengelenk entwickelt haben,</li>
<li>dass 15 % der Hunde mit einer einseitigen Ellbogendysplasie im Alter arthrotische Veränderungen im anderen Ellbogen und kollateralem Knie bis hin zum Kreuzbandriss (8%) aufwiesen,</li>
<li>dass selbst bei solchen Hunden, die im Hauptröntgen HD- frei befunden wurden, und die nur eine Arthrose in der Vorhand zeigten (in der Regel im Ellbogen), sich die Femurköpfe durch die Fehlbelastung deformiert haben – auch sie zeigten im höherem Alter coxarthrotische Malformation.</li>
</ul>
<p>Dabei ist es unbedeutend, ob sich die Arthrose aufgrund der Dysplasie oder eines chirurgischen Eingriffs (OCD-, FCP-Operation) entwickelt hat.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07.png"><img loading="lazy" class="img-responsive alignleft wp-image-6171 size-large" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07-1024x282.png" alt="" width="1024" height="282" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07-1024x282.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07-300x83.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07-768x211.png 768w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_07.png 2014w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<h3>Therapie der Osteoarthrose</h3>
<p>Wir sprechen heutzutage von einer multimodalen Schmerztherapie, bei der sich Schulmedizin und Regulationsmedizin sinnvoll ergänzen. Leider sind wir medizinisch immer noch auf dem Stand, dass eine OA nicht geheilt werden kann. Somit ist das wichtigste Ziel der Therapie, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit der Gelenke zu fördern.</p>
<p><span class="unterlegtgrau titelrot">Jede Beeinträchtigung der Biomechanik eines Gelenkes hat Folgen. Dazu gehören auch unsere Operationen. Jede Gelenkoperation – egal welche Methode eingesetzt wird – führt letztendlich zu einer Osteoarthrose. Die biomechanischen Stellgrößen der Gelenke sind zu sensibel, als dass sie eine Manipulation verzeihen. Deshalb lautet der oberste Grundsatz in der Orthopädie vor jeder Therapie: „never change a running system“.</span></p>
<p>Die Therapie beinhaltet diätetische Maßnahmen (Idealgewicht ist das Tor zum Erfolg), Medikamenteneinsatz, Therapien aus der Regulationsmedizin und, wenn unumgänglich, auch die chirurgische Intervention. Dazu stehen uns schulmedizinisch viele Medikamente, die lokal oder systemisch eingesetzt werden können, zur Verfügung. Die Medikamente reichen von Chondroprotektiva, Pflanzenpräparaten zum Schutz von Knorpel und Knochen über Schmerzmittel unterschiedlicher Stärke, die als Tabletten verabreicht werden können oder direkt ins Gelenk instilliert werden.<br />
Da der chronische Schmerz von der Schulmedizin oft nicht ausreichend gelindert werden kann, sind zusätzlich Behandlungen mit Akupunktur, Goldakupunktur, Homöopathie, Physiotherapie und Osteopathie anzuraten. Mit Hilfe dieser Methoden kann häufig der Medikamenteneinsatz deutlich verringert und somit gefürchtete Nebenwirkungen reduziert werden. Eine Schmerztherapie verlangt immer eine kontinuierliche Betreuung der Patienten, die am besten von einer auf Schmerz spezialisierten Praxis durchgeführt wird.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_08.png"><img loading="lazy" class="img-responsive wp-image-6172 size-large alignnone" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_08-1024x439.png" alt="" width="1024" height="439" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_08-1024x439.png 1024w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_08-300x128.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2018/12/spondylose_08-768x329.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/#rogalla">Dr. M. Rogalla</a></p>
<p>Dieser Artikel erschien auch in der Zeitschrift: Leben mit Tieren 01-2016.<br />
<a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2016/04/lebenmittieren_201601_arthrose_spondylose_u_co.pdf">Download pdf</a></p>
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		<title>Bissverletzungen bei Hund und Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/bissverletzungen-bei-hund-und-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 14:54:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Biss]]></category>
		<category><![CDATA[Bissverletzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist nicht selten, das unsere kleinen Lieblinge Bissverletzungen erleiden. Bei den Hunden wird es immer bemerkt- ein mehr oder weniger heftiges Gerangel oder gar ein Kampf geht der Verletzung voraus. Bei der Katze bemerkt man die Verletzungen nicht immer sofort. Die kleinen Zähne machen nur kleine Löcher, die sich sehr schnell wieder schließen. Doch das Drama spielt sich unter der Haut ab. Bakterien sind über den Biss in die Tiefe eingedrungen und finden hier ihr ideales Milieu vor: es ist feucht und warm und hier können sie sich rapid vermehren und rufen starke Entzündungen hervor. Ein kleiner Katzenbiß (auch von Ratte oder Maus) in die Pfote kann sich innerhalb von 1 bis 2 Tagen in eine Phlegmone verwandeln, das heißt, das gesamte Bein ist bis in die Tiefe entzündet und schwillt an. Die Tiere bekommen über 40° Fieber, werden lethargisch und belasten das Bein nicht mehr. Unbehandelt kann es bis zur Sepsis (Blutvergiftung) führen, an der Ihr kleiner Liebling auch sterben kann. Besonders gefährlich sind jene Bakterien, die sich unter Luftabschluß vermehren = Anärobier. Sie lösen den lebensgefährlichen Wundbrand aus. Luftabschluß ist immer dann gegeben, wenn sich die Wunden schließen. Da die Löcher durch die Eckzähne sehr klein sind (insbes. bei Katzenbissen) passiert das sehr schnell. Doch auch Quetschwunden können sehr gefährlich werden. Diese finden wir sehr häufig bei Hunden, die sich bei einem Gerangel heftig durchschütteln. Das unter der Haut liegende Fettgewebe wird so heftig gequetscht, dass die feine Butversorgung zerstört wird und das Gewebe abstirbt. Die toten Zellen führen zu einer starken, sehr schmerzhaften Entzündung, suppiges Entzündungsexsudat entsteht, das die darüberliegende Haut absterben lässt und nach außen durchbricht &#8211; so wie es bei Bella der Fall war. Sind die Verletzungen heftig &#8211; es blutet stark und es ist ein großes Loch entstanden &#8211; ist die Entscheidung, Ihren Hund in der Praxis vorzustellen, klar – doch bei kleineren Verletzungen wird häufig gedacht, das man auf den tierärztlichen Besuch verzichten kann. Doch das ist grundsätzlich falsch. So wie beim Menschen jede Bissverletzung antibiotisch versorgt werden muss, so ist es beim Tier auch unbedingt erforderlich. Auch die kleinste Bissverletzung kann große Folgen haben. Diese zeigen sich oft erst Tage später. Hat sich die Entzündung erst ausgebreitet oder fistelt sie in die Tiefe, sind oft Operationen nötig. So ist es immer besser, eine Verletzung tierärztlich untersuchen zu lassen. Nur so sind Sie sicher, dass eine fachlich korrekte Versorgung erfolgt und Sie ersparen Ihrem Liebling viele unnötige Schmerzen. Wir können die Keime untersuchen, ein Antibiogramm erstellen und somit gleich das wirksame Antibiotika einsetzen. Natürlich erhält Ihr Tier auch immer ein Schmerzmittel. Richtig behandelt, heilt eine Bissverletzung in der Regel schnell und ohne Komplikationen ab. Siehe auch: Fall des Monats Februar 2008: Bissverletzung beim Hund</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nicht selten, das unsere kleinen Lieblinge Bissverletzungen erleiden. Bei den Hunden wird es immer bemerkt- ein mehr oder weniger heftiges Gerangel oder gar ein Kampf geht der Verletzung voraus.<br />
Bei der Katze bemerkt man die Verletzungen nicht immer sofort. Die kleinen Zähne machen nur kleine Löcher, die sich sehr schnell wieder schließen.<br />
Doch das Drama spielt sich unter der Haut ab. Bakterien sind über den Biss in die Tiefe eingedrungen und finden hier ihr ideales Milieu vor: es ist feucht und warm und hier können sie sich rapid vermehren und rufen starke Entzündungen hervor.<br />
Ein kleiner Katzenbiß (auch von Ratte oder Maus) in die Pfote kann sich innerhalb von 1 bis 2 Tagen in eine Phlegmone verwandeln, das heißt, das gesamte Bein ist bis in die Tiefe entzündet und schwillt an. Die Tiere bekommen über 40° Fieber, werden lethargisch und belasten das Bein nicht mehr. Unbehandelt kann es bis zur Sepsis (Blutvergiftung) führen, an der Ihr kleiner Liebling auch sterben kann.</p>
<p>Besonders gefährlich sind jene Bakterien, die sich unter Luftabschluß vermehren = Anärobier. Sie lösen den lebensgefährlichen Wundbrand aus. Luftabschluß ist immer dann gegeben, wenn sich die Wunden schließen. Da die Löcher durch die Eckzähne sehr klein sind (insbes. bei Katzenbissen) passiert das sehr schnell.<br />
Doch auch Quetschwunden können sehr gefährlich werden. Diese finden wir sehr häufig bei Hunden, die sich bei einem Gerangel heftig durchschütteln. Das unter der Haut liegende Fettgewebe wird so heftig gequetscht, dass die feine Butversorgung zerstört wird und das Gewebe abstirbt. Die toten Zellen führen zu einer starken, sehr schmerzhaften Entzündung, suppiges Entzündungsexsudat entsteht, das die darüberliegende Haut absterben lässt und nach außen durchbricht &#8211; so wie es bei <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/bissverletzung-beim-hund-februar-2008/">Bella</a> der Fall war.</p>
<p>Sind die Verletzungen heftig &#8211; es blutet stark und es ist ein großes Loch entstanden &#8211; ist die Entscheidung, Ihren Hund in der Praxis vorzustellen, klar – doch bei kleineren Verletzungen wird häufig gedacht, das man auf den tierärztlichen Besuch verzichten kann.<br />
Doch das ist grundsätzlich falsch.<br />
So wie beim Menschen jede Bissverletzung antibiotisch versorgt werden muss, so ist es beim Tier auch unbedingt erforderlich.</p>
<p><b>Auch die kleinste Bissverletzung kann große Folgen haben.</b><br />
Diese zeigen sich oft erst Tage später. Hat sich die Entzündung erst ausgebreitet oder fistelt sie in die Tiefe, sind oft Operationen nötig.<br />
<b>So ist es immer besser, eine Verletzung tierärztlich untersuchen zu lassen.</b></p>
<p><b>Nur so sind Sie sicher, dass eine fachlich korrekte Versorgung erfolgt und Sie ersparen Ihrem Liebling viele unnötige Schmerzen.</b><br />
Wir können die Keime untersuchen, ein Antibiogramm erstellen und somit gleich das wirksame Antibiotika einsetzen. Natürlich erhält Ihr Tier auch immer ein Schmerzmittel. Richtig behandelt, heilt eine Bissverletzung in der Regel schnell und ohne Komplikationen ab.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/bissverletzung-beim-hund-februar-2008/"><b>Siehe auch: Fall des Monats Februar 2008: Bissverletzung beim Hund</b></a></p>
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		<title>Eine unterschätzte Gefahr – Bluthochdruck bei der Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/eine-unterschaetzte-gefahr-bluthochdruck-bei-der-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Apr 2017 21:58:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Katzenbesitzer wissen gar nicht, dass Katzen genau wie wir Menschen am Bluthochdruck leiden können. Wie beim Menschen sind die Symptome schleichend und zunächst sehr unspezifisch, zu spät erkannt, sind schwere gesundheitliche Schäden die Folge, wie z.B. Erblindung. Anfänglich zeigen die Katzen nur leichte Verhaltensänderungen, wie häufiges Miauen, schlechtes Fressen, Sterngucken, Apathie, unsicheres Laufen. Plötzlicher Sehverlust, Einblutungen ins Auge, Krämpfe, Lähmungen der Beine sind dann schon schwere Folgen. Bluthochdruck ist in der Regel keine eigenständige Krankheit, sondern ist ein Begleitsymptom (80 %)&#160; von anderen Erkrankungen wie&#160; Niereninsuffizienz,&#160; Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), Herzerkrankung, Diabetes mellitus, Übergewicht. Sollte Ihr Stubentiger von&#160; diesen Krankheiten betroffen sein, so sind regelmäßige Blutdruckkontrollen Pflicht, um Schlimmeres zu vermeiden. Regelmäßige Blutdruckkontrollen helfen sehr frühzeitig Krankheiten zu erkennen Manchmal leiden&#160; unsere&#160; Katzen&#160; (gut&#160; 20 %) aber auch an einem sog. idiopathischem Bluthochdruck, d.h. die Erhöhung des Blutdrucks ist nicht als Folge einer anderen Erkrankung erkennbar. Heutzutage gehen wir in der modernen Katzenpraxis davon aus, dass der Bluthochdruck ein sehr sensibler Parameter ist und ein sehr früher Hinweis auf eine noch nicht labordiagnostisch nachweisbare Grunderkrankung (z.B. Niereninsuffizienz). So hilft die Routinekontrolle des Blutdrucks, sehr frühzeitig gesundheitliche Probleme zu erkennen- und dann natürlich auch zu behandeln. Wir empfehlen einmal jährliche die Blutdruckkontrolle spätestens ab dem 7. Lebensjahr. Bei gefährdeten Rassen mit der Neigung zur Niereninsuffizienz wie Main Coon, Abessinier, Siam, Russisch Blau und Burmesen schon ab dem 1. Lebensjahr. Wie wird der Bluthochdruck bei der Katze erkannt? Der Bluthochdruck wird bei der Katze mit einem Doppler- Messgerät an den oberflächlichen Arterien am Vorderbein oder am Schwanz genmessen. Das Messen ist einfach und schnell, unsere Katzen arbeiten gerne gut mit, da sie dabei gestreichelt werden. Bluthochdruck kann auch bei der Katze gut behandelt werden Es können genau wie beim Menschen sich gefährliche Bluthochdruckkrisen entwickeln bis hin zum Schlaganfall. Folgeschäden des Bluthochdrucks wie Schädigung des Herzens oder der Augen (Erblindung durch Netzhautablösung) können &#8211;&#160; rechtzeitig erkannt &#8211; vermieden werden. Eine schnelle, sofortige Therapie ist dann ausschlaggebend. Welche Therapie am besten geeignet ist, entscheidet unsere Untersuchung und ist abhängig von der Grundursache. Läßt sich die Ursache des Bluthochdrucks gut behandeln, sinkt der Blutdruck wieder aufs normale Niveau. Wir verfügen in der Tiermedizin inzwischen über sehr gute Medikamente für Katzen, um den Blutdruck schnell abzusenken. Auch wenn es gelingt, Ihre Katze gut mit Medikamenten einzustellen, sind lebenslange Überwachungen (Untersuchungen) nötig. Bluthochdruck ist nicht heilbar, aber regelbar. Ist Ihre Katze mit Medikamenten gut eingestellt, können wir weitere Organschäden vermeiden. Allein das ist ein großer Erfolg und verbessert und verlängert die Lebenszeit Ihres Lieblings deutlich.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3514" style="width: 235px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/06/team_drrummel.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-3514" loading="lazy" class="wp-image-3514 size-medium" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/06/team_drrummel-225x300.jpg" alt="Dr. Rummel" width="225" height="300" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/06/team_drrummel-225x300.jpg 225w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/06/team_drrummel.jpg 449w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p id="caption-attachment-3514" class="wp-caption-text">Dr. Rummel mit ihrer Bengalkatze</p></div>
<p style="text-align: left;">Viele Katzenbesitzer wissen gar nicht, dass Katzen genau wie wir Menschen am Bluthochdruck leiden können. Wie beim Menschen sind die Symptome schleichend und zunächst sehr unspezifisch, zu spät erkannt, sind schwere gesundheitliche Schäden die Folge, wie z.B. Erblindung.<br />
Anfänglich zeigen die Katzen nur leichte Verhaltensänderungen, wie häufiges Miauen, schlechtes Fressen, Sterngucken, Apathie, unsicheres Laufen.<br />
Plötzlicher Sehverlust, Einblutungen ins Auge, Krämpfe, Lähmungen der Beine sind dann schon schwere Folgen.</p>
<p><br style="clear: both;"><strong><span class="rot">Bluthochdruck ist in der Regel keine eigenständige Krankheit</span>,</strong><br />
sondern ist ein Begleitsymptom (80 %)&nbsp; von anderen Erkrankungen wie&nbsp; <strong>Niereninsuffizienz,&nbsp; Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), Herzerkrankung, Diabetes mellitus, Übergewicht</strong>.<br />
Sollte Ihr Stubentiger von&nbsp; diesen Krankheiten betroffen sein, so sind regelmäßige Blutdruckkontrollen Pflicht, um Schlimmeres zu vermeiden.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><span class="rot">Regelmäßige Blutdruckkontrollen helfen sehr frühzeitig Krankheiten zu erkennen</span></strong><br />
Manchmal leiden&nbsp; unsere&nbsp; Katzen&nbsp; (gut&nbsp; 20 %) aber auch an einem sog. idiopathischem Bluthochdruck, d.h. die Erhöhung des Blutdrucks <strong>ist nicht als Folge einer anderen Erkrankung erkennbar</strong>.<br />
Heutzutage gehen wir in der modernen Katzenpraxis davon aus, dass der Bluthochdruck ein sehr sensibler Parameter ist und ein sehr früher Hinweis auf eine noch nicht labordiagnostisch nachweisbare Grunderkrankung (z.B. Niereninsuffizienz).<br />
So hilft die Routinekontrolle des Blutdrucks, sehr frühzeitig gesundheitliche Probleme zu erkennen- und dann natürlich auch zu behandeln.<br />
Wir empfehlen einmal jährliche die Blutdruckkontrolle spätestens ab dem 7. Lebensjahr. Bei gefährdeten Rassen mit der Neigung zur Niereninsuffizienz wie Main Coon, Abessinier, Siam, Russisch Blau und Burmesen schon ab dem 1. Lebensjahr.</p>
<p><span class="rot"><strong>Wie wird der Bluthochdruck bei der Katze erkannt?</strong></span><br />
Der Bluthochdruck wird bei der Katze mit einem Doppler- Messgerät an den oberflächlichen Arterien am Vorderbein oder am Schwanz genmessen. Das Messen ist einfach und schnell, unsere Katzen arbeiten gerne gut mit, da sie dabei gestreichelt werden.</p>
<p><br style="clear: both;"><span class="rot"><strong>Bluthochdruck kann auch bei der Katze gut behandelt werden</strong></span><br />
Es können genau wie beim Menschen sich gefährliche Bluthochdruckkrisen entwickeln bis hin zum Schlaganfall.<br />
Folgeschäden des Bluthochdrucks wie Schädigung des Herzens oder der Augen (Erblindung durch Netzhautablösung) können &#8211;&nbsp; rechtzeitig erkannt &#8211; vermieden werden.<br />
Eine schnelle, sofortige Therapie ist dann ausschlaggebend. Welche Therapie am besten geeignet ist, entscheidet unsere Untersuchung und ist abhängig von der Grundursache. Läßt sich die Ursache des Bluthochdrucks gut behandeln, sinkt der Blutdruck wieder aufs normale Niveau.<br />
Wir verfügen in der Tiermedizin inzwischen über sehr gute Medikamente für Katzen, um den Blutdruck schnell abzusenken.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/kuss_katze_800.jpg"><img loading="lazy" class="alignleft size-medium wp-image-4068" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/kuss_katze_800-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/kuss_katze_800-300x189.jpg 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/08/kuss_katze_800.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><strong>Auch wenn es gelingt, Ihre Katze gut mit Medikamenten einzustellen, sind lebenslange Überwachungen (Untersuchungen) nötig. </strong><br />
<strong><span class="rot">Bluthochdruck ist nicht heilbar, aber regelbar</span>. </strong><br />
<strong>Ist Ihre Katze mit Medikamenten gut eingestellt, können wir weitere Organschäden vermeiden. Allein das ist ein großer Erfolg und verbessert und verlängert die Lebenszeit Ihres Lieblings deutlich.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/eine-unterschaetzte-gefahr-bluthochdruck-bei-der-katze/">Eine unterschätzte Gefahr – Bluthochdruck bei der Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Cardiomyopathie bei Katzen</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cardiomyopathie-bei-katzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2015 19:37:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cardiomyopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hypertrophe Cardio – Myopathie = HCM Hypertrophe Cardiomyopathie ist eine der meist diagnostizierten Erkrankungen des Herzens bei unseren Katzen (Kittleson u.a.1998 in: Small animal cardiovasculare medicine. S 248, 259). HCM ist auch eine bedeutende Erkrankung beim Menschen, die zu plötzlichem Herztod bei Jugendlichen und jungen Menschen ohne Vorankündigung führt. Der Begriff Cardiomyopathie ist reserviert für eine Erkrankung des Herzmuskels, dessen Ursache unbekannt ist. Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die das Herz mitschädigen, so dass eine Therapie immer die Grundkrankheit erfasst und den sekundär geschädigten Herzmuskel mitbehandelt und stärkt, wie z.B. bei Taurinmangel, Hyperthrophie der Schilddrüse). Doch unter den Begriff HCM wird eine primäre Cardiomyopathie verstanden, die einhergeht mit einem hypertrophen, nicht dilatierten linken Ventrikel in Abwesenheit von anderen systemischen oder cardialen Abnormitäten, die ein ähnliches Phänomen hervorrufen. Die Cardiomyopathie bei Katzen ist äußerst komplex. Dilatierte Cardiomyopathie = DCM Aufgrund einer Herzschwäche vergrößern sich die Herzkammern und das geschwächte Herz ist nicht mehr in der Lage den gesamten Körper mit ausreichend Blut zu versorgen. Die Pumpleistung des Herzens ist geschwächt (Systolischer Fehler). Hypertrophe Cardiomyopathie (HCM) und Restriktive Cardiomyopathie (RCM) In diesen beiden Fällen ist die linke Herzkammer zu klein, um das Blut aus dem Körperkreislauf zu fassen. Bei der HCM ist die Kammer zu klein, weil der Herzmuskel zu dick ist. Bei der RCM ist der Herzmuskel versteift ( Fibrose ), so dass die Kammer sich nicht mehr normal ausdehnen kann. Was sind die Folgen dieser Herzfehler? Anders als bei Hunden, wo sich der Herzfehler durch Husten, Hüsteln bemerkbar macht, sind die Hauptzeichen Mangel an Appetit, Atemlosigkeit (Hecheln nach Belastung: z.B. Treppensteigen, Kratzbaum hoch), Lethargie (Mattigkeit, Interessenslosigkeit). Diese Anzeichen tauchen plötzlich auf, obwohl die Krankheit schon länger unsere Katze zu schaffen macht. Herzerkrankunken werden immer erst offensichtlich, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, das Blut in ausreichendem Masse dem gesamten Körper zur Verfügung zu stellen. Da in der Regel die linke Kammer betroffen ist, die die Lunge versorgt, stehen Symptome wie Atemprobleme und Schlappheit im Vordergrund. Doch können sich auch Embolien (Thromben) entwickeln, da das Blut wegen der schwachen Herzleistung so langsam fließt das es in den Adern verklumpt. In den kleinen Arterien kann es dann zu einer Blockade kommen. In der Regel passiert das hinten, sodass die Hinterbeine und der Schwanz nicht mehr durchblutet werden. Weil es sehr schmerzhaft ist, schreit die Katze und die Beine und der Schwanz fühlen sich kalt an. Da die Katze nicht mehr laufen kann, glauben die Besitzer häufig, ihr Kätzchen hat einen Unfall gehabt oder Probleme mit dem Bewegungsapparat (siehe bei: “Vincent“ Fall des Monats August 2004). Bluthochdruck ist eine weitere Komplikation bei der Herzerkrankung. Aufgrund des erhöhten Blutdrucks können die kleinen Gefäße im Auge platzen (Blutungen im Augenhintergrund), da diese Gefäße sehr sensibel und zart sind. Deswegen kontrollieren wir in unserer Praxis bei den älteren Katzen zusätzlich zur Blutdruckmessung auch immer den Augenhintergrund in der Allgemeinuntersuchung. Die Katzen haben im akuten Fall erweiterte Pupillen und erscheinen desorientiert. Das ist ein absoluter Notfall – nichtbehandelt können die Katzen erblinden! An dieser Stelle sei allerdings bemerkt, dass auch andere Erkrankungen, z.B. Chronische Niereninsuffizienz (CNI), zu diesen Erscheinungen führen können. Was ist die Ursache? Leider kann das noch nicht genau definiert werden. Bei der Maine Coon Katze wird die HCM autosomal dominant vererbt, das bedeutet, dass bereits ein betroffenes Allel zu dieser Erkrankung führt. Ist die Katze reinerbig für die Mutation, d.h., besitzt sie zwei betroffene Allele, nimmt die Schwere der Erkrankung zu. Es konnte eine Mutation im MYBPC (cardiac myosin binding protein) – Gen identifiziert werden und auch bereits in Deutschland bei Maine Coon Katzen nachgewiesen werden. Es ist ein großes Forschungsthema in der Katzenmedizin, insbesondere erhofft man sich von den Ergebnissen Fortschritte für die gleiche Erkrankung beim Menschen. Wie wird die Cardiomyopathie erkannt? Sie als Besitzer können leider diese Krankheit im Frühstadium überhaupt nicht erkennen. Wir können Ihnen helfen, indem wir bei gefährdeten Rassen (Perser, Maine Coon) und bei älteren Patienten Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Für die Diagnose und die Verlaufskontrolle einer festgestellten Cardiomyopathie stehen Ihnen in unserer spezialisierten Praxis folgende Hilfsparameter zur Verfügung: Herzultraschall mit Farbdoppler (außer bei der Maine Coon die einzige Möglichkeit, die Erkrankung sicher zu diagnostizieren) Der Herzultraschall wird bei uns durch Dr.Wendt (www.vetcardio.de), einen vom Collegium Cardiologicum (www.collegium-cardiologicum.de) zertifizierten Kardiologen durchgeführt. Dr.Wendt ist hoch qualifiert, für alle Zuchttauglichkeitsuntersuchungen zugelassen und 2. Vorsitzender des Collegium Cardiologicum. Blutdruckmessung EKG – Aufzeichnungen Röntgenaufnahmen des Herzens Weitere Tests: spezielle Blutuntersuchungen (Troponinmessung) Die definitive Diagnose wird mit dem Ultraschall gestellt: vonnöten ist ein sehr gutes Herzultraschallgerät. Damit kann die Herzwandverdickung auch des doch sehr kleinen Katzenherzens gemessen werden, die Veränderung der Herzbewegungen festgestellt und mit dem Farbdoppler auch der Blutfluß kontrolliert werden und somit können auch Thromben entdeckt werden. Wie wird die herzkranke Katze behandelt? Die Behandlung ist abhängig von der Schwere der Erkrankung. Jeder Besitzer muß sich darüber klar sein, dass sich die Erkrankung traurigerweise weiterentwickelt, doch wir können mit den richtigen Medikamenten – und um diese bestimmen zu können ist die ausführliche Diagnostik mit dem Herzultraschall nötig – diesen Prozeß deutlich verzögern und vor allen Dingen die akuten Beschwerden, unter denen Ihr Kätzchen ansonsten leiden müsste (Atemnot, Mattigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen u.a.) beheben. Reduktion der im Körper zirkulierenden Flüssigkeit, falls es schon nötig ist ( weit fortgeschrittene Erkrankung) : Diuretika zur Befreiung der Lunge von Flüssigkeit (Lungenödem) Unterstützung der Herzfunktion ACE – Hemmer: erweitert die Gefäße, die nun mehr Blut fassen können und entlastet das Herz Kalzium-Kanal-Blocker: entspannt den Herzmuskel, sodass mehr Blut in die Kammer fließen kann und somit auch mehr Blut ausgepumpt wird beta-blocker : reduzieren die Herzfrequenz, wenn die Herzfrequenz so extrem schnell ist, das das Herz keine Zeit hat sich richtig zu füllen Digitoxin: verlangsamt die Herzfrequenz und stärkt den Herzmuskel (eher bei DCM) Verringerung der Emboliegefahr durch kleine Aspirindosen : cave: Überdosierung führt bei der Katze zu Tode Blutdrucksenkung Diese Liste der möglichen Therapien zeigt, dass die Herzbehandlung der Katze nicht in Händen von Laien gehört und auch wir Tierärztinnen uns spezialisiert haben. Was sind die Chancen Ihrer herzkranken Katze? Natürlich ist der Erfolg der Therapie immer</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/cardiomyopathie-bei-katzen/">Cardiomyopathie bei Katzen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Hypertrophe Cardio – Myopathie = HCM</h2>
<p><b>Hypertrophe Cardiomyopathie</b> ist eine der meist diagnostizierten Erkrankungen des Herzens bei unseren Katzen (Kittleson u.a.1998 in: Small animal cardiovasculare medicine. S 248, 259).<br />
HCM ist auch eine bedeutende Erkrankung beim Menschen, die zu plötzlichem Herztod bei Jugendlichen und jungen Menschen ohne Vorankündigung führt.<br />
Der Begriff Cardiomyopathie ist reserviert für eine Erkrankung des Herzmuskels, dessen Ursache unbekannt ist.<br />
Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die das Herz mitschädigen, so dass eine Therapie immer die Grundkrankheit erfasst und den sekundär geschädigten Herzmuskel mitbehandelt und stärkt, wie z.B. bei Taurinmangel, Hyperthrophie der Schilddrüse).<br />
<b>Doch unter den Begriff HCM wird eine primäre Cardiomyopathie verstanden, die einhergeht mit einem hypertrophen, nicht dilatierten linken Ventrikel in Abwesenheit von anderen systemischen oder cardialen Abnormitäten, die ein ähnliches Phänomen hervorrufen.<br />
Die Cardiomyopathie bei Katzen ist äußerst komplex.</b></p>
<ol>
<li><b>Dilatierte Cardiomyopathie = DCM</b><br />
Aufgrund einer Herzschwäche vergrößern sich die Herzkammern und das geschwächte Herz ist nicht mehr in der Lage den gesamten Körper mit ausreichend Blut zu versorgen. Die Pumpleistung des Herzens ist geschwächt (Systolischer Fehler).</li>
<li><b>Hypertrophe Cardiomyopathie (HCM) und Restriktive Cardiomyopathie (RCM)</b><br />
In diesen beiden Fällen ist die linke Herzkammer zu klein, um das Blut aus dem Körperkreislauf zu fassen.<br />
Bei der HCM ist die Kammer zu klein, weil der Herzmuskel zu dick ist.<br />
Bei der RCM ist der Herzmuskel versteift ( Fibrose ), so dass die Kammer sich nicht mehr normal ausdehnen kann.</li>
</ol>
<h2>Was sind die Folgen dieser Herzfehler?<b><br />
</b></h2>
<p>Anders als bei Hunden, wo sich der Herzfehler durch Husten, Hüsteln bemerkbar macht, sind die Hauptzeichen Mangel an Appetit, Atemlosigkeit<br />
(Hecheln nach Belastung: z.B. Treppensteigen, Kratzbaum hoch), Lethargie (Mattigkeit, Interessenslosigkeit).<br />
Diese Anzeichen tauchen plötzlich auf, obwohl die Krankheit schon länger unsere Katze zu schaffen macht.<br />
Herzerkrankunken werden immer erst offensichtlich, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, das Blut in ausreichendem Masse dem gesamten Körper zur Verfügung zu stellen.</p>
<ul>
<li>Da in der Regel die linke Kammer betroffen ist, die die Lunge versorgt, stehen Symptome wie Atemprobleme und Schlappheit im Vordergrund.</li>
<li>Doch können sich auch Embolien (Thromben) entwickeln, da das Blut wegen der schwachen Herzleistung so langsam fließt das es in den Adern verklumpt. In den kleinen Arterien kann es dann zu einer Blockade kommen. In der Regel passiert das hinten, sodass die Hinterbeine und der Schwanz nicht mehr durchblutet werden. Weil es sehr schmerzhaft ist, schreit die Katze und die Beine und der Schwanz fühlen sich kalt an.<br />
Da die Katze nicht mehr laufen kann, glauben die Besitzer häufig, ihr Kätzchen hat einen Unfall gehabt oder Probleme mit dem Bewegungsapparat (siehe bei: “Vincent“ <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/herzerkrankung-der-katze-august-2004/">Fall des Monats August 2004</a>).</li>
<li>Bluthochdruck ist eine weitere Komplikation bei der Herzerkrankung. Aufgrund des erhöhten Blutdrucks können die kleinen Gefäße im Auge platzen (Blutungen im Augenhintergrund), da diese Gefäße sehr sensibel und zart sind. Deswegen kontrollieren wir in unserer Praxis bei den älteren Katzen zusätzlich zur Blutdruckmessung auch immer den Augenhintergrund in der Allgemeinuntersuchung. Die Katzen haben im akuten Fall erweiterte Pupillen und erscheinen desorientiert.<br />
<b>Das ist ein absoluter Notfall – nichtbehandelt können die Katzen erblinden!</b><br />
An dieser Stelle sei allerdings bemerkt, dass auch andere Erkrankungen, z.B. <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/chronische-niereninsuffizienz-cni-bei-der-katze/">Chronische Niereninsuffizienz (CNI)</a>, zu diesen Erscheinungen führen können.</li>
</ul>
<h2>Was ist die Ursache?</h2>
<p>Leider kann das noch nicht genau definiert werden. Bei der Maine Coon Katze wird die HCM autosomal dominant vererbt, das bedeutet, dass bereits ein betroffenes Allel zu dieser Erkrankung führt. Ist die Katze reinerbig für die Mutation, d.h., besitzt sie zwei betroffene Allele, nimmt die Schwere der Erkrankung zu. Es konnte eine Mutation im MYBPC (cardiac myosin binding protein) – Gen identifiziert werden und auch bereits in Deutschland bei Maine Coon Katzen nachgewiesen werden. Es ist ein großes Forschungsthema in der Katzenmedizin, insbesondere erhofft man sich von den Ergebnissen Fortschritte für die gleiche Erkrankung beim Menschen.</p>
<h2>Wie wird die Cardiomyopathie erkannt?</h2>
<p><b>Sie als Besitzer können leider diese Krankheit im Frühstadium überhaupt nicht erkennen. Wir können Ihnen helfen, indem wir bei gefährdeten Rassen (Perser, Maine Coon) und bei älteren Patienten Vorsorgeuntersuchungen durchführen.</b></p>
<p>Für die Diagnose und die Verlaufskontrolle einer festgestellten Cardiomyopathie stehen Ihnen in unserer spezialisierten Praxis folgende Hilfsparameter zur Verfügung:</p>
<ul>
<li>Herzultraschall mit Farbdoppler (außer bei der Maine Coon die einzige Möglichkeit, die Erkrankung sicher zu diagnostizieren)<br />
Der Herzultraschall wird bei uns durch Dr.Wendt (<a href="http://www.vetcardio.de" target="_blank">www.vetcardio.de</a>), einen vom Collegium Cardiologicum (<a href="http://www.collegium-cardiologicum.de" target="_blank">www.collegium-cardiologicum.de</a>) zertifizierten Kardiologen durchgeführt. Dr.Wendt ist hoch qualifiert, für alle Zuchttauglichkeitsuntersuchungen zugelassen und 2. Vorsitzender des Collegium Cardiologicum.</li>
<li>Blutdruckmessung</li>
<li>EKG – Aufzeichnungen</li>
<li>Röntgenaufnahmen des Herzens</li>
<li>Weitere Tests: spezielle Blutuntersuchungen (Troponinmessung)</li>
</ul>
<p>Die definitive Diagnose wird mit dem Ultraschall gestellt: vonnöten ist ein sehr gutes Herzultraschallgerät. Damit kann die Herzwandverdickung auch des doch sehr kleinen Katzenherzens gemessen werden, die Veränderung der Herzbewegungen festgestellt und mit dem Farbdoppler auch der Blutfluß kontrolliert werden und somit können auch Thromben entdeckt werden.</p>
<h2>Wie wird die herzkranke Katze behandelt?</h2>
<p>Die Behandlung ist abhängig von der Schwere der Erkrankung.<br />
Jeder Besitzer muß sich darüber klar sein, dass sich die Erkrankung traurigerweise weiterentwickelt, doch wir können mit den <b>richtigen</b> Medikamenten – und um diese bestimmen zu können ist die ausführliche Diagnostik mit dem Herzultraschall nötig – diesen Prozeß deutlich verzögern und vor allen Dingen die akuten Beschwerden, unter denen Ihr Kätzchen ansonsten leiden müsste (Atemnot, Mattigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen u.a.) beheben.</p>
<ul>
<li>Reduktion der im Körper zirkulierenden Flüssigkeit, falls es schon nötig ist ( weit fortgeschrittene Erkrankung) : Diuretika zur Befreiung der Lunge von Flüssigkeit (Lungenödem)</li>
<li>Unterstützung der Herzfunktion</li>
</ul>
<ol>
<ol>
<li>ACE – Hemmer: erweitert die Gefäße, die nun mehr Blut fassen können und entlastet das Herz</li>
<li>Kalzium-Kanal-Blocker: entspannt den Herzmuskel, sodass mehr Blut in die Kammer fließen kann und somit auch mehr Blut ausgepumpt wird</li>
<li>beta-blocker : reduzieren die Herzfrequenz, wenn die Herzfrequenz so extrem schnell ist, das das Herz keine Zeit hat sich richtig zu füllen</li>
<li>Digitoxin: verlangsamt die Herzfrequenz und stärkt den Herzmuskel (eher bei DCM)</li>
</ol>
</ol>
<ul>
<li>Verringerung der Emboliegefahr durch kleine Aspirindosen : cave: Überdosierung führt bei der Katze zu Tode</li>
<li>Blutdrucksenkung</li>
</ul>
<p>Diese Liste der möglichen Therapien zeigt, dass die Herzbehandlung der Katze nicht in Händen von Laien gehört und auch wir Tierärztinnen uns spezialisiert haben.</p>
<h2>Was sind die Chancen Ihrer herzkranken Katze?</h2>
<p><b>Natürlich ist der Erfolg der Therapie immer abhängig vom diagnostizierten Schweregrad der Herzerkrankung.<br />
</b>Korrekt und gut eingestellte Katzen bleiben oft über Jahre stabil und führen ein ganz normales Katzenleben weiter. Im allgemeinen haben Katzen mit Embolien eine geringere Chance, doch auch das ist individuell verschieden und abhängig davon, wie gut das Kätzchen auf die Medikamententherapie anspricht.<br />
Wir werden oft gefragt, ob eine Herzdiät nötig ist, so wie wir sie beim Hund empfehlen. Da heutzutage Katzenfutter ausreichend Taurin enthält, ist eine spezielle Diät nicht erforderlich. Wichtig ist, dass die Katze schlank bleibt, sollte sie schon zu dick sein, helfen wir Ihnen natürlich mit einer besonderen Diät, die überflüssigen Pfunde zu verlieren. In manchen Fällen ist aber auch eine salzarme Kost vonnöten.<br />
<b>Ansonsten ist es lebensnotwendig, dass Ihre Katze die Herzmedikamente ihr Leben lang einnimmt! Regelmäßige Nachkontrollen verstehen sich beim kranken Tier von selbst.<br />
Doch wir besprechen mit Ihnen stets das Nachsorgeprogramm und benachrichtigen Sie automatisch über unser recall-System.</b></p>
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		<title>Chronische Niereninsuffizienz = CNI bei der Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/chronische-niereninsuffizienz-cni-bei-der-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 19:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Chronische Niereninsuffizienz]]></category>
		<category><![CDATA[CNI]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die chronische Niereninsuffizienz ist eine schleichend fortschreitende Erkrankung der Niere, wobei die Schädigung der Niere irreversibel ist. Statistiken zeigen, daß 30 % der älteren Hunde und Katzen an CNI erkranken. Die Nieren verfügen über eine sehr hohe Kompensationsfähigkeit. Erst wenn mehr als 65 -75 % des Nierenfunktionsgewebes zerstört ist, treten die ersten Anzeichen einer Erkrankung auf. Ohne Behandlung verläuft die Erkrankung tödlich. Deshalb ist es empfehlenswert ältere Tiere routinemäßig einer Vorsorgeuntersuchung (Seniorcheck) zu unterziehen, so daß bisher symptomlos erkrankte Tiere erkannt werden. Als Senioren gelten unsere kleinen Patienten ab dem 7. Lebensjahr. Auch jüngere Tier können an der CNI leiden. (siehe Fall des Monats: Sept. 02) Die Chronische Niereninsuffizienz bei der Katze Sehr viele Erkrankungen können die Nieren der Katzen angreifen. Die chronische Niereninsuffizienz (CNI) kann das Endergebnis von sehr unterschiedlichen Krankheitsprozessen sein. Die Nieren verfügen über eine sehr große Kompensationsfähigkeit, so daß erst bei einer Schädigung von mehr als 75% des Nierenfunktionsgewebes, die Katze erkennbar krank wird &#8211; und selbst in diesem Stadium sind die Krankheitszeichen noch sehr subtil. Häufig sind die Katzenbesitzer/innen sehr überrascht, wenn wir ihnen mitteilen müssen, daß ihre Katze lebensbedrohlich erkrankt ist Die Nierenerkrankung läßt sich nur im Bluttest eindeutig erfassen. Je früher sie erkannt wird, um so erfolgreicher sind die möglichen Therapien. In der Regel sind ältere Katzen von ihr betroffen, statistisch sind Tiere über 15 Jahre zu 30% von renalen Dysfunktionen betroffen. Doch auch jüngere Tiere können an ihr erkranken (Siehe Fall des Monats: September 2002) Was sind die Anzeichen der CNI? Im frühen Stadium sind die Krankheitsanzeichen sehr unspezifisch. Im Gegensatz zum Hund, der auffällig wird durch vermehrten Urinabsatz und vermehrter Wasseraufnahme, wird dieses Phänomen nur bei 30 &#8211; 40 % der Katzen beobachtet. Die auffälligsten Anzeichen sind Lethargie, Schwäche, Inappetenz, Gewichtsverlust, Zahn &#8211; und Zahnfleischerkrankungen. Häufig ist das Fell weniger glänzend und / oder dünner und sie laufen etwas steif. Manche Katzen erbrechen häufiger, was auf ein Ansteigen der Stoffwechselprodukte im Blut zurückzuführen ist, die nun von der Niere nicht mehr funktionsgemäß ausgeschleust werden. Manchmal erblinden die Katzen plötzlich aufgrund von Bluthochdruck. ( Die Niere ist das Regulationsorgan für das Blutdrucksystem.) Auch wenn die Niereninsuffizienz ein schleichender und ständig fortschreitender Prozeß ist, kann das Krankheitsbild sich sehr plötzlich entfalten. Ausschlaggebend können oft geringgradige Anlässe sein wie Hungern , Erbrechen, Durchfall., was eine milde Dehydrierung bedingt , die die geschädigte Niere dann nicht mehr in der Lage ist, zu kompensieren. Zu diesen schädigenden Faktoren kann beim vorgeschädigtem Patienten auch eine Narkose gehören. Bei jeder Narkose kommt es zum Blutdruckabfall, der eine Minderdurchblutung der Niere bedingt.Dies kann nur durch eine intravenöse Infusion während der Narkose verhindert werden. Wie wird die CNI diagnostiziert? Wichtig ist die Unterscheidung zwischen akuter und chronischer Niereninsuffizienz . Die Diagnose der CNI basiert auf einer Chronischen Azetonämie renalen Ursprungs, die länger als 2 Wochen besteht ( = Chronzität) Die Test umfassen Harnanalyse, Harnkultur und ein vollständiges Blutbild. CNI wird über den Bluttest diagnostiziert. UREA und CREATININ sind die häufigsten Werte ,die bestimmt werden. Diese Substanzen werden normalerweise über den Urin ausgeschieden, verbleiben sie vermehrt im Blut, ist das ein Anzeichen der Funktionsstörung der Nieren. Ein Anstieg von UREA im Blut (Urämie) kann auch nicht &#8211; renale Ursachen haben: z.B. Blutverlust, Dehydration&#8230;. (prärenale Störung). Wird die Niere nicht mit ausreichend Blut durchflutet, so kann sie Ihre Funktion nicht ausreichend erfüllen und die Giftstoffe verbleiben in Blutkreislauf.. Diese Art von Störung kann sehr schnell beseitigt werden, indem durch eine Infusiontherapie das Blutvolumen wieder aufgefüllt wird, und die Niere wieder ihre normale Arbeit aufnimmt. Urämie entsteht auch , wenn der Abfluß des Urins gestört ist: z.B. durch Blasenentzündung, Harngrieß, Blasensteine&#8230;( postrenale Störung) Dann treten retrograd die toxischen Stoffwechselprodukte ins Blut zurück. Notfalltherapie ist erforderlich! Akutes Nierenversagen kann auftreten durch die Aufnahme von Giften. Hier steigen die Urea und Creatininwerte rapide an. Auch hier wird die Niere in der Regel nicht ausreichend mit Blut versorgt, eine sofortige Notfalltherapie muß einsetzen. Aufgabe der Nieren Ausscheiden von Stoffwechselprodukten Ausscheiden von bioaktiven Substanzen ( z.B. Gastrin für die Magensäureproduktion ) Regulation des Wasserhaushaltes Regulation des Säure-Basengleichgewichts.. Regulation des Elektrolythaushaltes (Calzium, Phosphat, Kalium) Hormonproduktion ( Renin, Erithropoetin) Vitamin D-3 Aktivierung &#160; Behandlung der CNI Die Nierenschädigung muß ausreichend abgeklärt werden . Hierzu dienen weitere Blutuntersuchungen, Röntgen, Ultraschall und manchmal eine Nierenbiopsie. Je nach dem Ausmaß der Schädigung können folgende therapeutische Maßnahmen ergriffen werden. Rehydration Korrektur des Blutsäure- Basenspiegels Behandlung von Erbrechen, Durchfall Stimulation des Appetits Behandlung des Bluthochdruck Behandlung der Anämie Kontrolle von Phosphat, Kalzium antibakterielle Behandlung Es sollte versucht werden die Katze auf ein Diätfutter umzustellen. Die Diättherapie darf nicht mit Gewalt begonnen werden. Sehr wesentlich ist, daß die Katzen in diesem Stadium Futter zu sich nehmen, da sie dehydrieren können, wenn sie nicht fressen, was den Zustand dramatisch verschlimmern kann. Ist eine Futterumstellung erforderlich, so beraten wir sie ausführlich , wie es gelingen kann, ihre Katze an die neue Nahrung zu gewöhnen. Es ist nicht einfach! Behandlung des Bluthochdrucks Bluthochdruck ist eine sehr ernste Komplikation die bei der CNI auftritt. Blutdrucksenkende Medikamente sind erforderlich Behandlung der Anämie Viele Katzen werden anämisch. Das ist zum Teil darauf zurückzuführen , daß die erkrankte Niere nicht ausreichend Erytropoetin produziert, Auch kann es über die Toxine, die nicht mehr mit den Harn ausgeschieden werden können, zu Darmblutungen kommen n, oder die roten Blutzellen werden durch die Toxine direkt angegriffen. Facit Bis dato dienen uns zur Erkennung von Nierenerkrankungen die Bluttests und der Ultraschall. In Amerika wird intensiv geforscht, Parameter zu finden, die uns ermöglichen ,die Krankheit noch viel früher zu erkennen. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, daß Krankheitssymptome erst auftreten , wenn 75% der Niere nicht mehr funktionsfähig ist. Insofern sind regelmäßige Kontrollen beim älteren Tier anzuraten (SeniorCheck : die Katze wird mit 7 Jahren zum Senior). Nur wenn die Krankheit frühzeitig erkannt wird, können wir helfen, daß Ihre Katze auch weiterhin ein leidenfreies und frohes Leben führen kann. Siehe auch Fall des Monats : September 2002</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die chronische Niereninsuffizienz ist eine schleichend fortschreitende Erkrankung der Niere, wobei die Schädigung der Niere irreversibel ist.<br />
Statistiken zeigen, daß 30 % der älteren Hunde und Katzen an CNI erkranken.<br />
Die Nieren verfügen über eine sehr hohe Kompensationsfähigkeit. Erst wenn mehr als 65 -75 % des Nierenfunktionsgewebes zerstört ist, treten die ersten Anzeichen einer Erkrankung auf.<br />
Ohne Behandlung verläuft die Erkrankung tödlich.<br />
Deshalb ist es empfehlenswert ältere Tiere routinemäßig einer Vorsorgeuntersuchung (Seniorcheck) zu unterziehen, so daß bisher symptomlos erkrankte Tiere erkannt werden.<br />
Als Senioren gelten unsere kleinen Patienten ab dem 7. Lebensjahr.<br />
Auch jüngere Tier können an der CNI leiden. </b>(<a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/niereninsuffizienz-bei-der-katze-september-2002/">siehe Fall des Monats: Sept. 02</a>)</p>
<p><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/ChronNephropathien.gif" alt="" width="330" height="228" align="right" border="0" /></p>
<h3>Die Chronische Niereninsuffizienz bei der Katze</h3>
<p>Sehr viele Erkrankungen können die Nieren der Katzen angreifen. Die chronische Niereninsuffizienz (CNI) kann das Endergebnis von sehr unterschiedlichen Krankheitsprozessen sein.<br />
Die Nieren verfügen über eine sehr große Kompensationsfähigkeit, so daß erst bei einer <b>Schädigung von mehr als 75% des Nierenfunktionsgewebes</b>, die Katze erkennbar krank wird &#8211; und selbst in diesem Stadium sind die Krankheitszeichen noch sehr subtil. Häufig sind die Katzenbesitzer/innen sehr überrascht, wenn wir ihnen mitteilen müssen, daß ihre Katze lebensbedrohlich erkrankt ist<br />
<b>Die Nierenerkrankung läßt sich nur im Bluttest eindeutig erfassen. Je früher sie erkannt wird, um so erfolgreicher sind die möglichen Therapien.<br />
</b>In der Regel sind ältere Katzen von ihr betroffen, statistisch sind Tiere über 15 Jahre zu 30% von renalen Dysfunktionen betroffen. Doch auch jüngere Tiere<br />
können an ihr erkranken (Siehe <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/niereninsuffizienz-bei-der-katze-september-2002/"><b>Fall des Monats</b>: September 2002</a>)</p>
<h3>Was sind die Anzeichen der CNI?<b></b></h3>
<p>Im frühen Stadium sind die Krankheitsanzeichen sehr unspezifisch. Im Gegensatz zum Hund, der auffällig wird durch vermehrten Urinabsatz und vermehrter Wasseraufnahme, wird dieses Phänomen nur bei 30 &#8211; 40 % der Katzen beobachtet.<br />
Die auffälligsten Anzeichen sind</p>
<ul>
<li>Lethargie, Schwäche,</li>
<li>Inappetenz, Gewichtsverlust,</li>
<li>Zahn &#8211; und Zahnfleischerkrankungen.</li>
<li>Häufig ist das Fell weniger glänzend und / oder dünner und sie laufen etwas steif.</li>
<li>Manche Katzen erbrechen häufiger, was auf ein Ansteigen der Stoffwechselprodukte im Blut zurückzuführen ist, die nun von der Niere nicht mehr funktionsgemäß ausgeschleust werden.</li>
<li>Manchmal erblinden die Katzen plötzlich aufgrund von Bluthochdruck. ( Die Niere ist das Regulationsorgan für das Blutdrucksystem.)</li>
</ul>
<p>Auch wenn die Niereninsuffizienz ein schleichender und ständig fortschreitender Prozeß ist, kann das Krankheitsbild sich sehr plötzlich entfalten.<br />
Ausschlaggebend können oft geringgradige Anlässe sein wie Hungern , Erbrechen, Durchfall., was eine milde Dehydrierung bedingt , die die geschädigte Niere dann nicht mehr in der Lage ist, zu kompensieren. Zu diesen schädigenden Faktoren kann beim vorgeschädigtem Patienten auch eine Narkose gehören. Bei jeder Narkose kommt es zum Blutdruckabfall, der eine Minderdurchblutung der Niere bedingt.Dies kann nur durch eine intravenöse Infusion während der Narkose verhindert werden.</p>
<h3>Wie wird die CNI diagnostiziert?</h3>
<p>Wichtig ist die Unterscheidung zwischen akuter und chronischer Niereninsuffizienz<b> .<br />
Die Diagnose der CNI basiert auf einer Chronischen Azetonämie renalen Ursprungs, die länger als 2 Wochen besteht ( = Chronzität)<br />
</b>Die Test umfassen Harnanalyse, Harnkultur und ein vollständiges Blutbild.<br />
CNI wird über den Bluttest diagnostiziert. UREA und CREATININ sind die häufigsten Werte ,die bestimmt werden. Diese Substanzen werden normalerweise über den Urin ausgeschieden, verbleiben sie vermehrt im Blut, ist das ein Anzeichen der Funktionsstörung der Nieren.<br />
Ein Anstieg von UREA im Blut (Urämie) kann auch nicht &#8211; renale Ursachen haben: z.B. Blutverlust, Dehydration&#8230;. (prärenale Störung). Wird die Niere nicht mit ausreichend Blut durchflutet, so kann sie Ihre Funktion nicht ausreichend erfüllen und die Giftstoffe verbleiben in Blutkreislauf.. Diese Art von Störung kann sehr schnell beseitigt werden, indem durch eine Infusiontherapie das Blutvolumen wieder aufgefüllt wird, und die Niere wieder ihre normale Arbeit aufnimmt.<br />
Urämie entsteht auch , wenn der Abfluß des Urins gestört ist: z.B. durch Blasenentzündung, Harngrieß, Blasensteine&#8230;( postrenale Störung) Dann treten retrograd die toxischen Stoffwechselprodukte ins Blut zurück. Notfalltherapie ist erforderlich!<br />
Akutes Nierenversagen kann auftreten durch die Aufnahme von Giften. Hier steigen die Urea und Creatininwerte rapide an. Auch hier wird die Niere in der Regel nicht ausreichend mit Blut versorgt, eine sofortige Notfalltherapie muß einsetzen.</p>
<h3>Aufgabe der Nieren<b><span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></b></h3>
<ul>
<li>Ausscheiden von Stoffwechselprodukten</li>
<li>Ausscheiden von bioaktiven Substanzen ( z.B. Gastrin für die Magensäureproduktion )</li>
<li>Regulation des Wasserhaushaltes</li>
<li>Regulation des Säure-Basengleichgewichts..</li>
<li>Regulation des Elektrolythaushaltes (Calzium, Phosphat, Kalium)</li>
<li>Hormonproduktion ( Renin, Erithropoetin)</li>
<li>Vitamin D-3 Aktivierung</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Behandlung der CNI</h3>
<p>Die Nierenschädigung muß ausreichend abgeklärt werden . Hierzu dienen weitere Blutuntersuchungen, Röntgen, Ultraschall und manchmal eine Nierenbiopsie.<br />
Je nach dem Ausmaß der Schädigung können folgende therapeutische Maßnahmen ergriffen werden.</p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li>Rehydration</li>
<li>Korrektur des Blutsäure- Basenspiegels</li>
<li>Behandlung von Erbrechen, Durchfall</li>
<li>Stimulation des Appetits</li>
<li>Behandlung des Bluthochdruck</li>
<li>Behandlung der Anämie</li>
<li>Kontrolle von Phosphat, Kalzium</li>
<li>antibakterielle Behandlung</li>
</ul>
<p>Es sollte versucht werden die Katze auf ein <b>Diätfutter</b> umzustellen. Die Diättherapie darf nicht mit Gewalt begonnen werden. Sehr wesentlich ist, daß die Katzen in diesem Stadium Futter zu sich nehmen, da sie dehydrieren können, wenn sie nicht fressen, was den Zustand dramatisch verschlimmern kann.<br />
Ist eine Futterumstellung erforderlich, so beraten wir sie ausführlich , wie es gelingen kann, ihre Katze an die neue Nahrung zu gewöhnen. Es ist nicht einfach!</p>
<h3>Behandlung des Bluthochdrucks</h3>
<p>Bluthochdruck ist eine sehr ernste Komplikation die bei der CNI auftritt. Blutdrucksenkende Medikamente sind erforderlich</p>
<h3>Behandlung der Anämie</h3>
<p>Viele Katzen werden anämisch. Das ist zum Teil darauf zurückzuführen , daß die erkrankte Niere nicht ausreichend Erytropoetin produziert, Auch kann es über die Toxine, die nicht mehr mit den Harn ausgeschieden werden können, zu Darmblutungen kommen n, oder die roten Blutzellen werden durch die Toxine direkt angegriffen.</p>
<h3>Facit</h3>
<p>Bis dato dienen uns zur Erkennung von Nierenerkrankungen die Bluttests und der Ultraschall. In Amerika wird intensiv geforscht, Parameter zu finden, die uns ermöglichen ,die Krankheit noch viel früher zu erkennen. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, daß Krankheitssymptome erst auftreten , wenn 75% der Niere nicht mehr funktionsfähig ist. Insofern sind regelmäßige Kontrollen beim älteren Tier anzuraten (SeniorCheck : die Katze wird mit 7 Jahren zum Senior).<br />
<b>Nur wenn die Krankheit frühzeitig erkannt wird, können wir helfen, daß Ihre Katze auch weiterhin ein leidenfreies und frohes Leben führen kann.</b></p>
<p><b>Siehe auch <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/niereninsuffizienz-bei-der-katze-september-2002/">Fall des Monats : September 2002</a></b></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/chronische-niereninsuffizienz-cni-bei-der-katze/">Chronische Niereninsuffizienz = CNI bei der Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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		<item>
		<title>Dentalröntgen bei der Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/dentalroentgen-bei-der-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2017 20:21:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Warum Dentalröntgen gerade bei der Katze so wichtig ist Zu einer korrekten Zahnbehandlung der Katze gehört zwingend die Dentale Röntgendiagnostik, es kann sogar postuliert werden, dass ohne dentales Röntgen überhaupt keine korrekte Zahnbefundung und vor allem Zahnbehandlung bei der Katze möglich ist. Geröntgt wird mit einem speziellen dentalen Röntgengerät – die meisten kennen es von ihren eigenen zahnärztlichen Behandlungen – das übliche Röntgengerät ist nicht ausreichend. Nur mit dem dentalen Röntgengerät können überlagerungsfreie Einzelzahnbilder hergestellt werden. Zudem hat es den Vorteil, dass die Röntgenbestrahlung nur sehr gering ist, die Strahlenbelastung für die Katze ist minimal. Außerdem kann das Tier ohne weiteren Aufwand direkt auf der Zahnstation geröntgt werden. Ohne intraorales Dentalröntgen sieht man nur die „ Spitze des Eisberges“, denn 65 % der Zahnerkrankungen befinden sich im Zahnwurzel – und Kieferknochenbereich. Diese Bereiche sind aber in der klinischen Untersuchung unzugänglich. Ganz wichtig ist, dass immer alle Zähne im Ober – und Unterkiefer geröntgt werden. Nur so erkennen wir Probleme an Zähnen, die mit dem bloßem Auge klinisch unauffällig und gesund erscheinen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass 42 % der klinisch unauffälligen Zähne sich im Röntgen als krank erweisen. Das bedeutet, dass ohne Dentalröntgen kranke Zähne übersehen werden, die Katze nicht ausreichend behandelt wird und weiterhin an Schmerzen leidet. Eine Zahnbehandlung ohne Dentalröntgenaufnahmen &#8211; und dazu zählt auch die Zahnsteinentfernung -wird heutzutage als fehlerhaft angesehen. Zahnerkrankungen sind bei der Katze sehr häufig Erkrankungen der Maulhöhle sind keine Altersfrage, schon sehr junge Tiere haben Probleme mit dem – ganzallgemein formuliert – Maul (Kauapparat). Im Alter über 3 Jahren haben Untersuchungen zufolge 2 von 3 Katzen stomatologische Erkrankungen, Zahnfleischentzündung, Parodontitis Chronische Gingivostomatitis (eine idiopathisch bedingte hochgradige Entzündung des Zahnfleisches schon im ersten Lebensalter) Zahnstein mit Entzündung , Zahnwurzelschäden (FORL) , Knochenveränderungen Zubildungen (Tumore, Zysten…) wobei diese Erkrankungen im Alter noch zunehmen. Allen Erkrankungen gemeinsam ist, dass sie hochgradig schmerzhaft sind. Die häufigste Erkrankung ist hier FORL , auch resorptive Läsion RL genannt. Diese Krankheit ist die schmerzhafteste Krankheit der Katze überhaupt und sie beginnt immer unsichtbar unterhalb des Zahnfleisches im Wurzelbereich. Warum sie entsteht ist bis heute ungeklärt, doch sie schreitet schleichend fort. Nur durch Röntgen erkennen wir, in welchem Stadium sich die Krankheit befindet und davon anhängig ist die Behandlung. Erst im Röntgen erkennen wir, dass der letzte Backenzahn im Unterkiefer keine Wurzel mehr hat. Nehmen Sie die Maul – und Zahnveränderungen Ihrer Katze ernst Es gibt sichere Hinweise dafür, dass orale Erkrankungen bei der Katze zu systemischen Erkrankungen führen und die Allgemeingesundheit gefährdet. Aus diesem Grund ist es wichtig, orale Erkrankungen wie jede andere Erkrankung angemessen diagnostisch zu erfassen und anschließend adäquat zu therapieren. Abwarten und Beobachten ist immer eine falsche Entscheidung, frühzeitig erkannte Zahnschäden ersparen Ihrer Katze viel Leid.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Warum Dentalröntgen gerade bei der Katze so wichtig ist</h2>
<p>Zu einer korrekten Zahnbehandlung der Katze gehört zwingend die Dentale Röntgendiagnostik, es kann sogar postuliert werden, dass ohne dentales Röntgen überhaupt keine korrekte Zahnbefundung und vor allem Zahnbehandlung bei der Katze möglich ist.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_1.png"><img loading="lazy" class="alignleft size-medium wp-image-5748" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_1-188x300.png" alt="" width="188" height="300" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_1-188x300.png 188w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_1.png 610w" sizes="(max-width: 188px) 100vw, 188px" /></a>Geröntgt wird mit einem speziellen dentalen Röntgengerät – die meisten kennen es von ihren eigenen zahnärztlichen Behandlungen – das übliche Röntgengerät ist nicht ausreichend.</p>
<p>Nur mit dem dentalen Röntgengerät können überlagerungsfreie Einzelzahnbilder hergestellt werden. Zudem hat es den Vorteil, dass die Röntgenbestrahlung nur sehr gering ist, die Strahlenbelastung für die Katze ist minimal. Außerdem kann das Tier ohne weiteren Aufwand direkt auf der Zahnstation geröntgt werden.</p>
<p><strong>Ohne intraorales Dentalröntgen sieht man nur die „ Spitze des Eisberges“, denn 65 % der Zahnerkrankungen befinden sich im Zahnwurzel – und Kieferknochenbereich. Diese Bereiche sind aber in der klinischen Untersuchung unzugänglich.</strong></p>
<p><strong>Ganz wichtig ist, dass immer alle Zähne im Ober – und Unterkiefer geröntgt werden. Nur so erkennen wir Probleme an Zähnen, die mit dem bloßem Auge klinisch unauffällig und gesund erscheinen.</strong></p>
<p><strong>Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass 42 % der klinisch unauffälligen Zähne sich im Röntgen als krank erweisen. Das bedeutet, dass ohne Dentalröntgen kranke Zähne übersehen werden, die Katze nicht ausreichend behandelt wird und weiterhin an Schmerzen leidet. Eine Zahnbehandlung ohne Dentalröntgenaufnahmen &#8211; und dazu zählt auch die Zahnsteinentfernung -wird heutzutage als fehlerhaft angesehen.</strong></p>
<h3 style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Zahnerkrankungen sind bei der Katze sehr häufig</span></h3>
<p>Erkrankungen der Maulhöhle sind keine Altersfrage, schon sehr junge Tiere haben Probleme mit dem – ganzallgemein formuliert – Maul (Kauapparat). Im Alter über 3 Jahren haben Untersuchungen zufolge 2 von 3 Katzen stomatologische Erkrankungen,</p>
<ul>
<li>Zahnfleischentzündung, Parodontitis</li>
<li>Chronische Gingivostomatitis (eine idiopathisch bedingte hochgradige Entzündung des Zahnfleisches schon im ersten Lebensalter)</li>
<li>Zahnstein mit Entzündung ,</li>
<li>Zahnwurzelschäden (FORL) ,</li>
<li>Knochenveränderungen</li>
<li>Zubildungen (Tumore, Zysten…)</li>
</ul>
<p>wobei diese Erkrankungen im Alter noch zunehmen.</p>
<p><strong>Allen Erkrankungen gemeinsam ist, dass sie hochgradig schmerzhaft sind.</strong></p>
<p>Die häufigste Erkrankung ist hier FORL , auch resorptive Läsion RL genannt.</p>
<p>Diese Krankheit ist die schmerzhafteste Krankheit der Katze überhaupt und sie beginnt immer unsichtbar unterhalb des Zahnfleisches im Wurzelbereich.</p>
<p>Warum sie entsteht ist bis heute ungeklärt, doch sie schreitet schleichend fort.</p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_2.png"><img loading="lazy" class="alignleft wp-image-5749" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_2-300x239.png" alt="" width="276" height="220" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_2-300x239.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_2.png 592w" sizes="(max-width: 276px) 100vw, 276px" /></a><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_3.png"><img loading="lazy" class="wp-image-5750 alignleft" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_3-300x221.png" alt="" width="300" height="221" srcset="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_3-300x221.png 300w, https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2017/11/dentalroentgen_katze_3.png 655w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br style="clear: both;" /></p>
<p>Nur durch Röntgen erkennen wir, in welchem Stadium sich die Krankheit befindet und davon anhängig ist die Behandlung.</p>
<p><em>Erst im Röntgen erkennen wir, dass der letzte Backenzahn im Unterkiefer keine Wurzel mehr hat.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nehmen Sie die Maul – und Zahnveränderungen Ihrer Katze ernst</strong></span></p>
<p>Es gibt sichere Hinweise dafür, dass orale Erkrankungen bei der Katze zu systemischen Erkrankungen führen und die Allgemeingesundheit gefährdet.</p>
<p>Aus diesem Grund ist es wichtig, orale Erkrankungen wie jede andere Erkrankung angemessen diagnostisch zu erfassen und anschließend adäquat zu therapieren.</p>
<p>Abwarten und Beobachten ist immer eine falsche Entscheidung, frühzeitig erkannte Zahnschäden ersparen Ihrer Katze viel Leid.</p>
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		<title>Die elektronische Tierkennzeichnung</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/die-elektronische-tierkennzeichnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2015 21:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[chippen]]></category>
		<category><![CDATA[elektronische Tierkennzeichnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Tier wird gechippt &#8211; Pflicht ab 2004 Das Europäische Parlament hat eine neue Verordnung erlassen: Hunde und Katzen, die innerhalb der EU transportiert werden, müssen ab 2004 bei Grenzübergang mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Innerhalb der Landesgrenzen ist übergangsweise noch die Kennzeichnung durch Tätowierung möglich, doch ab 2011 hat ausschließlich die Markierung durch MIKROCHIP zu erfolgen. Wer jetzt einen Welpen aufnimmt, sollte diese neuen Anforderungen gleich erfüllen und sein neues Familienmitglied mit dem Mikrochip dauerhaft kennzeichnen. Was ist ein Mikrochip? Der Chip ist ein ROM ( read only memory ), auf ihm sind per Laserstrahl ein weltweit einmalig vergebener Nummerncode eingebrannt, der nie mehr veränderbar ist. Damit die Kennung lesbar wird gehört zu dem Chip eine winzig kleine Antenne, welche die Kennung als Sender ausstrahlen kann. Das alles wird in einen Transponder aus Bioglas gepackt, wobei die Größe ein Reiskorn nicht überschreitet! Die Umkapselung mit Bioglas verhindert eine Abstoßungsreaktion. Unsere Tiere erhalten einen PASSIVEN TRANSPONDER, d.h., dass der Transponder im Ruhezustand keine Strahlung aussendet. Erst das eingeschaltete Lesegerät versorgt den Transponder mit der nötigen Energie, und erst jetzt werden die eingebrannten Daten übermittelt. Seit 1996 wurde weltweit der sog. ISO-standard eingeführt, wodurch Transponder auch verschiedener Hersteller von allen Lesegeräten erkannt werden. Die Kennung auf dem Chip ist nicht umschreibbar, und nur durch starke Mikrowellen oder Röntgenstrahlen in so hohen Dosen zu zerstören, dass diese auch für die Tiere selbst tödlich wären. Wie wird der Transponder implantiert? Der Transponder wird mit einem Applikator ( dickere Spritze ) unter die Haut oberhalb des linken Schulterblattes injeziert. &#160; Das ist für Hunde und Katzen ein schmerzloser Vorgang, der so leicht wie eine subkutane Injektion durchzuführen ist. In der Regel reagieren die Tiere kaum auf die Applikation. Registrieren Das beste Chippen ist nichts wert, wenn der Hund oder die Katze nicht sofort mit ihren Daten in den Zentralregistern gemeldet werden. In unserer Praxis füllen immer wir selbst die Formulare für Sie aus und senden diese dann an die entsprechenden Registrierstellen. So ist es zu 100% gesichert, dass Ihr Liebling nach kurzer Zeit zentral gemeldet ist. Ihre Aufgabe ist es jetzt nur noch, zukünftige Adressenänderungen von Ihnen der Zentralstelle mitzuteilen, so dass Ihr Liebling jederzeit bei Verlust an Sie zurückübermittelt werden kann. Wie hilfreich ein Chip sein kann, erfahren Sie von unserem „Bobby“ unter Aktuell im Dezember 2003. Unsere Praxis konnte den seit Tagen vermissten Hund Lea innerhalb einer halben Stunde wieder nach Hause vermitteln. Nähere Informationen zum Chippen: Tasso e.V. http://www.tiernotruf.org Siehe auch Bobby&#8217;s Story dazu (news von Dezember 2003)</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Tier wird gechippt &#8211; Pflicht ab 2004</h2>
<p>Das Europäische Parlament hat eine neue Verordnung erlassen: Hunde und Katzen, die innerhalb der EU transportiert werden, müssen ab 2004 bei Grenzübergang mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein.<br />
Innerhalb der Landesgrenzen ist übergangsweise noch die Kennzeichnung durch Tätowierung möglich, doch ab 2011 hat ausschließlich die Markierung durch <b>MIKROCHIP</b> zu erfolgen.<br />
Wer jetzt einen Welpen aufnimmt, sollte diese neuen Anforderungen gleich erfüllen und sein <b>neues Familienmitglied mit dem Mikrochip dauerhaft kennzeichnen</b>.</p>
<h3>Was ist ein Mikrochip?</h3>
<p>Der Chip ist ein ROM ( read only memory ), auf ihm sind per Laserstrahl ein weltweit einmalig vergebener Nummerncode eingebrannt, der nie mehr veränderbar ist. Damit die Kennung lesbar wird gehört zu dem Chip eine winzig kleine Antenne, welche die Kennung als Sender ausstrahlen kann. Das alles wird in einen Transponder aus Bioglas gepackt, wobei die Größe ein Reiskorn nicht überschreitet! Die Umkapselung mit Bioglas verhindert eine Abstoßungsreaktion.</p>
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<div style="width: 143px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_chipping_01.jpg" alt="Transponder im Größenvergleich mit Reiskörnern" width="133" height="65" border="0" /><p class="wp-caption-text">Transponder im Größenvergleich mit Reiskörnern</p></div>
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<p>Unsere Tiere erhalten einen <b>PASSIVEN TRANSPONDER, d.h., dass der Transponder im Ruhezustand keine Strahlung aussendet</b>.<br />
Erst das eingeschaltete Lesegerät versorgt den Transponder mit der nötigen Energie, und erst jetzt werden die eingebrannten Daten übermittelt. Seit 1996 wurde weltweit der sog. ISO-standard eingeführt, wodurch Transponder auch verschiedener Hersteller von allen Lesegeräten erkannt werden.<br />
Die Kennung auf dem Chip ist nicht umschreibbar, und nur durch starke Mikrowellen oder Röntgenstrahlen in so hohen Dosen zu zerstören, dass diese auch für die Tiere selbst tödlich wären.</p>
<h3>Wie wird der Transponder implantiert?</h3>
<p>Der Transponder wird mit einem Applikator ( dickere Spritze ) unter die Haut oberhalb des<br />
linken Schulterblattes injeziert.</p>
<div>
<div style="width: 143px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_chipping_02.jpg" alt="Applikator des Transponders" width="133" height="77" border="0" /><p class="wp-caption-text">Applikator des Transponders</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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<p><b>Das ist für Hunde und Katzen ein schmerzloser Vorgang</b>, der so leicht wie eine subkutane Injektion durchzuführen ist. In der Regel reagieren die Tiere kaum auf die Applikation.</p>
<h3>Registrieren</h3>
<p>Das beste Chippen ist nichts wert, wenn der Hund oder die Katze nicht sofort mit ihren Daten in den Zentralregistern gemeldet werden.<br />
In unserer Praxis füllen immer wir selbst die Formulare für Sie aus und senden diese dann an die entsprechenden Registrierstellen. So ist es zu 100% gesichert, dass Ihr Liebling nach kurzer Zeit zentral gemeldet ist.<br />
Ihre Aufgabe ist es jetzt nur noch, zukünftige Adressenänderungen von Ihnen der Zentralstelle mitzuteilen, so dass Ihr Liebling jederzeit bei Verlust an Sie zurückübermittelt werden kann.<br />
Wie hilfreich ein Chip sein kann, erfahren Sie von unserem „Bobby“ unter Aktuell im Dezember 2003.<br />
Unsere Praxis konnte den seit Tagen vermissten Hund Lea innerhalb einer halben Stunde wieder nach Hause vermitteln.<br />
Nähere Informationen zum Chippen:<br />
Tasso e.V. <a href="http://www.tiernotruf.org" target="_blank" rel="noopener">http://www.tiernotruf.org</a></p>
<p><a href="https://www.rogalla-rummel.de/dezember-2003/#chipping">Siehe auch Bobby&#8217;s Story dazu (news von Dezember 2003)</a></p>
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