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	<title>Kastration Archive - Dr. Rogalla + Dr. Rummel</title>
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	<description>Das Wohlergehen Ihrer kleinen und großen Tiere liegt uns am Herzen</description>
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	<item>
		<title>Kastration des Rüden</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-des-rueden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2015 20:41:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kastration]]></category>
		<category><![CDATA[Rüde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht nur weibliche Tiere werden kastriert, auch beim Rüden wird sich häufig zu diesem Eingriff entschlossen. &#160; Operation: Bei der Kastration werden unter Vollnarkose beide Hoden, indem sie aus dem Hodensack ausgelagert werden, entfernt. Die Kastration erfolgt „bedeckt“, d.h., der innere Hodensack wird wieder verschlossen. Es besteht die Möglichkeit, die Hoden aus einem Hautschschnitt vor dem Skrotum oder direkt aus dem Hodensack zu entfernen. &#160; &#160; Bei der zweiten Möglichkeit fällt es kaum auf, dass das Skrotum leer ist, da mit dieser Methode der Hodensack gleichzeitig verkleinert wird. &#160; Dies ist allerdings eine rein ästhetische Entscheidung, da bei großen Hunden ein leerer Hodensack sehr häufig von den Besitzern als sehr störend empfunden wird. Gründe für die Kastration: Häufigster Grund für die Kastration des Rüden sind unerwünschte Verhaltensweisen wie Urinmarkieren innerhalb und außerhalb des Hauses, Bespringen anderer Hunde und auch von Personen, Hypersexualität, erhöhte Aggressivität gegenüber anderen Rüden. Untersuchungen haben ergeben, dass Harnmarkieren, Aggressivität und abnormes „Aufreiten„ zu 50 –70 % der Fälle schon innerhalb der ersten drei Wochen verschwanden, zum Teil aber erst innerhalb einen halben Jahres. Territoriale Aggressivität und Angstbeißen blieben allerdings von der Kastration unbeeinflusst. Mit einer Kastration erreicht man nicht zwingend erwünschte Verhaltensänderungen. Sollte der Rüde nur aus diesem Grund kastriert werden, so empfehlen wir bei dieser Problematik zuerst eine hormonelle Kastration mit einen GnRh-Analog Chip, dies jedoch frühestens ab dem 6. Monat, wenn beide Hoden abgestiegen sind. Oftmals machen aber auch Erkrankungen wie Hodentumore, Circumanaldrüsentumore oder Prostatavergrößerung / Prostatatumor diesen Eingriff unumgänglich. &#160; &#160; Wie bei der Hündin schon beschrieben, verändern sich die Rüden nicht in ihrem Allgemeinverhalten, ihre Charakterzüge, die Sie so lieben, bleiben alle erhalten. &#160; Bis zum Fädenziehen 10 Tage später muss ein Halskragen getragen werden, da müssen alle durch. Siehe auch: Fall des Monats 2006-03</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-der-huendin/">weibliche Tiere</a> werden kastriert, auch beim Rüden wird sich häufig zu diesem Eingriff entschlossen.</p>
<div>
<div style="width: 251px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationruede_01.jpg" alt="" width="241" height="204" border="0"><p class="wp-caption-text">Foxi erwacht aus der Narkose</p></div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<h3>Operation:</h3>
<p>Bei der Kastration werden unter Vollnarkose beide Hoden, indem sie aus dem Hodensack ausgelagert werden, entfernt. Die Kastration erfolgt „bedeckt“, d.h., der innere Hodensack wird wieder verschlossen. Es besteht die Möglichkeit, die Hoden aus einem Hautschschnitt vor dem Skrotum oder direkt aus dem Hodensack zu entfernen.</p>
<div style="width: 208px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationruede_02.jpg" alt="" width="198" height="213" border="0"><p class="wp-caption-text">Die Hoden werden aus dem Hautschnitt vorgelagert und bedeckt abgetrennt.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="width: 223px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationruede_03.jpg" alt="" width="213" height="287" border="0"><p class="wp-caption-text">Die Hoden sind entfernt, der Hodensack verkleinert, eine kleine Naht verschließt die Wunde</p></div>
<p>Bei der zweiten Möglichkeit fällt es kaum auf, dass das Skrotum leer ist, da mit dieser Methode der Hodensack gleichzeitig verkleinert wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dies ist allerdings eine rein ästhetische Entscheidung, da bei großen Hunden ein leerer Hodensack sehr häufig von den Besitzern als sehr störend empfunden wird.</p>
<p><br style="clear: both;"></p>
<h3>Gründe für die Kastration:</h3>
<p>Häufigster Grund für die Kastration des Rüden sind unerwünschte Verhaltensweisen wie Urinmarkieren innerhalb und außerhalb des Hauses, Bespringen anderer Hunde und auch von Personen, Hypersexualität, erhöhte Aggressivität gegenüber anderen Rüden.<br />
Untersuchungen haben ergeben, dass Harnmarkieren, Aggressivität und abnormes „Aufreiten„ zu 50 –70 % der Fälle schon innerhalb der ersten drei Wochen verschwanden, zum Teil aber erst innerhalb einen halben Jahres.<br />
Territoriale Aggressivität und Angstbeißen blieben allerdings von der Kastration unbeeinflusst.</p>
<p>Mit einer Kastration erreicht man nicht zwingend erwünschte Verhaltensänderungen. Sollte der Rüde <strong>nur</strong> aus diesem Grund kastriert werden, so empfehlen wir bei dieser Problematik zuerst eine hormonelle Kastration mit einen GnRh-Analog Chip, dies jedoch frühestens ab dem 6. Monat, wenn beide Hoden abgestiegen sind.</p>
<p>Oftmals machen aber auch Erkrankungen wie Hodentumore, Circumanaldrüsentumore oder Prostatavergrößerung / Prostatatumor diesen Eingriff unumgänglich.</p>
<div style="width: 173px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationruede_04.jpg" alt="" width="163" height="221" border="0"><p class="wp-caption-text">Hodentumor</p></div>
<div style="width: 342px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationruede_05.jpg" alt="" width="332" height="173" border="0"><p class="wp-caption-text">a= vergrößerteProstata b= Blase c= Enddarm</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie bei der Hündin schon beschrieben, verändern sich die Rüden nicht in ihrem Allgemeinverhalten, ihre Charakterzüge, die Sie so lieben, bleiben alle erhalten.</p>
<div style="width: 147px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationruede_06.jpg" alt="" width="137" height="225" border="0"><p class="wp-caption-text">Bobby</p></div>
<div style="width: 155px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationruede_07.jpg" alt="" width="145" height="224" border="0"><p class="wp-caption-text">Foxi</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bis zum Fädenziehen 10 Tage später muss ein Halskragen getragen werden, da müssen alle durch.</p>
<p><b>Siehe auch: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/kastration-des-rueden-maerz-2006/">Fall des Monats 2006-03</a></b></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-des-rueden/">Kastration des Rüden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kastration des Katers</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-des-katers/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2015 20:32:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kastration]]></category>
		<category><![CDATA[Kater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kastration bei der weiblichen Katze ist für nahezu alle stolzen Katzenbesitzer, -innen eine Selbstverständlichkeit, da unsere Schmusetiger äußerst fruchtbar sind und uns jedes Jahr mit 2 – 3 Würfen kleiner Kätzchen beglücken würden- ließen wir der Natur ihren Lauf! Beim Kater ist manch Herrchen oder Frauchen zögerlicher – natürlich nicht beim  Wohnungskater, denn hat der geschlechtreife Kater – je nach Rasse zwischen dem 7. bis 8. Monat – erst einmal ans Sofa markiert oder seine Spuren deutlich auf den Tapeten hinterlassen – ist die Entscheidung aufgrund des strengen Katergeruchs schnell gefällt. Doch bei den freilaufenden Katern werden oft Vorurteile als Gegenargumente vorgebracht, die nicht haltbar sind. Ein Kater kann mehrmals am Tag decken und trägt damit zur unkontrollierten Vermehrung der Katzen bei. Viele kleine Welpen sterben vor den ersten Lebensjahr! Unsere Tierheime sind voll mit Katzen, die ein Zuhause suchen. Die Kastration ist aktiver Tierschutz und dient der Gesunderhaltung Ihres Lieblings. Sexualverhalten des Katers Im Alter von 7 &#8211;  9 Monaten wird der Kater geschlechtsreif. Unkastriert folgt er seinem Trieb,  und dem Ruf der Natur folgend macht er sich in der Paarungszeit auf der Suche nach einer Partnerin, einmal den Duft einer rolligen Kätzin in der Nase, folgt er ihrer Spur. Er kann nun kilometerweit vom Haus weglaufen, ist auf seiner Suche unachtsam und läuft schnell Gefahr überfahren zu werden. In Deutschland werden jährlich über 300.000 Katzen auf den Straßen überfahren, 250.000 Katzen von Jägern erschossen. Unterwegs trifft er auf andere potente Kater, mit denen er Rangkämpfe ausführen muß; es besteht nicht nur die Gefahr von starken Biß- und Kratzverletzungen, sondern er kann sich von anderen ungeimpften Katzen gefährliche Viruserkrankungen wie Leukose , FIP (feline infektiöse Peritonitis) oder FIV einfangen. Schützen können Sie Ihren Liebling dagegen durch Impfungen! Hat Ihr Kater dann endlich seine Angebetete gefunden, so umschwärmt er sie oft tagelang, da die Kätzin eine Bedeckung nicht sofort toleriert. Die Begattung selbst ist dann sehr kurz. Wussten Sie , dass eine Kätzin in einem Wurf Welpen von unterschiedlichen Katern haben kann?  Oder wussten Sie, das bereits befruchtete Kätzinnen erneut rollig werden können und sich wieder befruchten lassen? So können Welpen unterschiedlichen Trächtigkeitsalters geboren werden. Die Kastration des Katers Die Kastration ist beim Kater einfacher als bei der Kätzin. Zunächst bekommt der kleine Kater die Narkosespritze. Ist er tief eingeschlafen, werden die Haare am Hodensack entfernt, das Operationsfeld desinfiziert und mit 2 kleinen Schnitten werden die Hodensäcke geöffnet und die Hoden vorgelagert, Samenleiter und Blutgefäß abgebunden und der Hoden abgetrennt. Die Kastration kann bedeckt oder unbedeckt erfolgen, je nachdem, ob der innere Hodensack geschlossen bleibt oder bei der Kastration mit geöffnet wird, beide Methoden stehen gleichwertig nebeneinander. Der winzig kleine Schnitt in den äußeren Hodensack muss nicht vernäht werden, da die Wundränder sehr schnell verkleben. Natürlich bleibt der kleine Kerl nach diesem Eingriff auf der Station unter Beobachtung, bis er wieder aus der Narkose erwacht. Erst dann wird er nach Hause entlassen. Bei der Kastration sollten Sie Ihren Stubentiger in der Narkose gleich tätowieren lassen. Auch wenn Sie sich für einen Wohnungskater entschieden haben, kann es immer einmal vorkommen , dass er Ihnen in einem unglücklichen Moment ins Freie entweicht. Oft sind die kleinen Kerle dann draußen so verschreckt, dass sie sich nicht heimtrauen oder werden von anderen Katzen als unbekannter Neuer weit vertrieben. Mit Hilfe der registrierten Tätowierungsnummer lässt sich Ihr Kater dann schnell wieder nach Hause vermitteln, wenn er gefunden wird. Was müssen Sie beachten? Da der Eingriff unter Vollnarkose erfolgt, darf der kleine Kerl 12 Stunden vorher nicht mehr fressen, Wasser trinken allerdings jederzeit. Sie bringen uns Ihren Liebling morgens in die Praxis, und wir operieren ihn dann am Vormittag. Natürlich wird er vor der Narkose untersucht, ob er auch narkosefähig ist. In der Regel kann er schon mittags wieder nach Hause. Hier sollte er ein warmes, ruhiges Plätzchen erhalten. Fressen darf er erst wieder ein wenig leichte Kost zum Abend, trinken kann er natürlich schon vorher. In seltenen Fällen können die Hodensäcke anschwellen, dann sollten noch über einige Tage Medikamente verabreicht werden. Vorteile der Kastration Kastrierte Tiere leben länger und stressfreier. Sie bleiben immer in der Nähe ihres Zuhauses und haben weniger harte Kämpfe mit Konkurrenten, die blutigen Beißereien um eine rollige Kätzin fallen ganz aus. Somit sind sie auch weniger der Gefahr einer Infektion ausgesetzt. Kastrierte Katzen bleiben „welpenhafter“ und werden dadurch verspielter, anhänglicher und schmusiger, sie sind auch sozialverträglicher ihren Artgenossen gegenüber, so dass sie auch zu zweit gehalten werden können. Kastrierte Kater werden größer und kräftiger als ihre unkastrierten Genossen. Alle kastrierten Tiere haben eine Neigung zur Gewichtszunahme. Dies lässt sich aber durch uns Menschen als „Futtergeber“ vermeiden, für kastrierte Tiere gibt es inzwischen auch angepasste, energieärmere Futter. Wann soll kastriert werden? Grundsätzlich vor der Geschlechtsreife Kater, die mit einem Schwesterchen  zusammenleben, sind oft frühreif, sodass eine Kastration mit 5 Monaten durchaus in Betracht gezogen werden kann. Bei uns in Deutschland kastrieren wir in der Regel mit 6 – 7 Monaten, in den angelsächsischen Ländern wird schon vor dem 4. Monat kastriert. Oft sprechen auch die Haltungsbedingungen für eine frühere Kastration. Wir beraten Sie bei all  Ihren Fragen gerne! Siehe auch: Fall des Monats Februar 2007</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-des-katers/">Kastration des Katers</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkater_01.jpg" alt="" width="174" height="207" align="left" border="0" hspace="10" />Die <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-der-katze/">Kastration bei der weiblichen Katze</a> ist für nahezu alle stolzen Katzenbesitzer, -innen eine Selbstverständlichkeit, da unsere Schmusetiger äußerst fruchtbar sind und uns jedes Jahr mit 2 – 3 Würfen kleiner Kätzchen beglücken würden- ließen wir der Natur ihren Lauf!</p>
<p>Beim <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/kastration-des-katers-februar-2007/">Kater</a> ist manch Herrchen oder Frauchen zögerlicher – natürlich nicht beim  Wohnungskater, denn hat der geschlechtreife Kater – je nach Rasse zwischen dem 7. bis 8. Monat – erst einmal ans Sofa markiert oder seine Spuren deutlich auf den Tapeten hinterlassen – ist die Entscheidung aufgrund des strengen Katergeruchs schnell gefällt.</p>
<p>Doch bei den freilaufenden Katern werden oft Vorurteile als Gegenargumente vorgebracht, die nicht haltbar sind. Ein Kater kann mehrmals am Tag decken und trägt damit zur unkontrollierten Vermehrung der Katzen bei. Viele kleine Welpen sterben vor den ersten Lebensjahr! Unsere Tierheime sind voll mit Katzen, die ein Zuhause suchen.</p>
<p><b>Die Kastration ist aktiver Tierschutz und dient der Gesunderhaltung Ihres Lieblings.</b></p>
<h3>Sexualverhalten des Katers<b></b></h3>
<p>Im Alter von 7 &#8211;  9 Monaten wird der Kater geschlechtsreif. Unkastriert folgt er seinem Trieb,  und dem Ruf der Natur folgend macht er sich in der Paarungszeit auf der Suche nach einer Partnerin, einmal den Duft einer rolligen Kätzin in der Nase, folgt er ihrer Spur. Er kann nun kilometerweit vom Haus weglaufen, ist auf seiner Suche unachtsam und läuft schnell Gefahr überfahren zu werden.</p>
<p>In Deutschland werden jährlich über 300.000 Katzen auf den Straßen überfahren, 250.000 Katzen von Jägern erschossen.</p>
<p>Unterwegs trifft er auf andere potente Kater, mit denen er Rangkämpfe ausführen muß; es besteht nicht nur die Gefahr von starken Biß- und Kratzverletzungen, sondern er kann sich von anderen ungeimpften Katzen gefährliche <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/schutzimpfungen-der-katze/">Viruserkrankungen</a> wie Leukose , FIP (feline infektiöse Peritonitis) oder FIV einfangen.</p>
<p><b>Schützen können Sie Ihren Liebling dagegen durch Impfungen!</b></p>
<p>Hat Ihr Kater dann endlich seine Angebetete gefunden, so umschwärmt er sie oft tagelang, da die Kätzin eine Bedeckung nicht sofort toleriert.</p>
<p>Die Begattung selbst ist dann sehr kurz.</p>
<p><span class="unterlegtgrau">Wussten Sie , dass eine Kätzin in einem Wurf Welpen von unterschiedlichen Katern haben kann?</span></p>
<p><span class="unterlegtgrau"> Oder wussten Sie, das bereits befruchtete Kätzinnen erneut rollig werden können und sich wieder befruchten lassen? So können Welpen unterschiedlichen Trächtigkeitsalters geboren werden.</span></p>
<h3>Die Kastration des Katers</h3>
<p>Die Kastration ist beim Kater einfacher als bei der Kätzin.<br />
Zunächst bekommt der kleine Kater die Narkosespritze.</p>
<div>
<div style="width: 397px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkater_02.jpg" alt="" width="387" height="249" border="0" /><p class="wp-caption-text">Kater liegt auf der Seite: unterhalb des Schwanzes liegen die beiden Hoden und der Penis</p></div>
<div style="width: 80px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkater_03.jpg" alt="" width="70" height="71" border="0" /><p class="wp-caption-text">entfernter Hoden</p></div>
<p>Ist er tief eingeschlafen, werden die Haare am Hodensack entfernt, das Operationsfeld desinfiziert und mit 2 kleinen Schnitten werden die Hodensäcke geöffnet und die Hoden vorgelagert, Samenleiter und Blutgefäß abgebunden und der Hoden abgetrennt.<br />
<i></i></p>
</div>
<div>
<p>Die Kastration kann bedeckt oder unbedeckt erfolgen, je nachdem, ob der innere Hodensack geschlossen bleibt oder bei der Kastration mit geöffnet wird, beide Methoden stehen gleichwertig nebeneinander.<br />
Der winzig kleine Schnitt in den äußeren Hodensack muss nicht vernäht werden, da die Wundränder sehr schnell verkleben.<br />
Natürlich bleibt der kleine Kerl nach diesem Eingriff auf der Station unter Beobachtung, bis er wieder aus der Narkose erwacht. Erst dann wird er nach Hause entlassen.<br />
Bei der Kastration sollten Sie Ihren Stubentiger in der Narkose gleich tätowieren lassen. Auch wenn Sie sich für einen Wohnungskater entschieden haben, kann es immer einmal vorkommen , dass er Ihnen in einem unglücklichen Moment ins Freie entweicht. Oft sind die kleinen Kerle dann draußen so verschreckt, dass sie sich nicht heimtrauen oder werden von anderen Katzen als unbekannter Neuer weit vertrieben. Mit Hilfe der registrierten Tätowierungsnummer lässt sich Ihr Kater dann schnell wieder nach Hause vermitteln, wenn er gefunden wird.</p>
<h3>Was müssen Sie beachten?</h3>
<p>Da der Eingriff unter Vollnarkose erfolgt, darf der kleine Kerl 12 Stunden vorher nicht mehr fressen, Wasser trinken allerdings jederzeit.<br />
Sie bringen uns Ihren Liebling morgens in die Praxis, und wir operieren ihn dann am Vormittag. Natürlich wird er vor der Narkose untersucht, ob er auch narkosefähig ist.<br />
In der Regel kann er schon mittags wieder nach Hause. Hier sollte er ein warmes, ruhiges Plätzchen erhalten.<br />
Fressen darf er erst wieder ein wenig leichte Kost zum <b>Abend</b>, trinken kann er natürlich schon vorher.<br />
In seltenen Fällen können die Hodensäcke anschwellen, dann sollten noch über einige Tage Medikamente verabreicht werden.</p>
<h3>Vorteile der Kastration</h3>
<p>Kastrierte Tiere leben länger und stressfreier. Sie bleiben immer in der Nähe ihres Zuhauses und haben weniger harte Kämpfe mit Konkurrenten, die blutigen Beißereien um eine rollige Kätzin fallen ganz aus. Somit sind sie auch weniger der Gefahr einer Infektion ausgesetzt.<br />
Kastrierte Katzen bleiben „welpenhafter“ und werden dadurch verspielter, anhänglicher und schmusiger, sie sind auch sozialverträglicher ihren Artgenossen gegenüber, so dass sie auch zu zweit gehalten werden können.<br />
Kastrierte Kater werden größer und kräftiger als ihre unkastrierten Genossen.<br />
Alle kastrierten Tiere haben eine Neigung zur Gewichtszunahme. Dies lässt sich aber durch uns Menschen als „Futtergeber“ vermeiden, für kastrierte Tiere gibt es inzwischen auch angepasste, energieärmere Futter.</p>
<h3>Wann soll kastriert werden?</h3>
<p>Grundsätzlich vor der Geschlechtsreife Kater, die mit einem Schwesterchen  zusammenleben, sind oft frühreif, sodass eine Kastration mit 5 Monaten durchaus in Betracht gezogen werden kann.<br />
Bei uns in Deutschland kastrieren wir in der Regel mit 6 – 7 Monaten, in den angelsächsischen Ländern wird schon vor dem 4. Monat kastriert.<br />
Oft sprechen auch die Haltungsbedingungen für eine frühere Kastration.<br />
Wir beraten Sie bei all  Ihren Fragen gerne!</p>
<p><b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/kastration-des-katers-februar-2007/">Siehe auch: Fall des Monats Februar 2007</a></b></p>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-des-katers/">Kastration des Katers</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kastration der Katze</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-der-katze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2015 20:18:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kastration]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Katzen sind äußerst fruchtbare Tiere, die sich gerne decken lassen. Es wurde ausgerechnet, dass eine einzige Katze, mitgezählt Enkel Urenkel, Ur – Urenkel, innerhalb von nur 5 Jahren 13.000 Nachkommen hätte. Je nach Rasse sind sie schon in einem Alter von 5 – 9 Monaten geschlechtsreif, Abessiner, Siamkatzen, Heilige Birma sind oft frühreif und könnten schon mit 5 -6 Monaten Junge bekommen, die gemütlichen Perser sind mit 7 – 8 Monaten dagegen regelrechte Spätzünder. Die Geschlechtsreife zeigt sich in der „Rolligkeit“ oder „Raunze“. Die Kätzinnen sind in dieser Zeit extrem unruhig, rollen und wälzen sich herum, schreien, markieren sogar häufig mit Urin ihr Revier (auch das Sofa im Wohnzimmer kann dazugehören) und entpuppen sich als die reinsten „Nervensägen“. In der Natur sind die Katzen saisonal polyöstrisch, d.h. sie werden im Frühjahr und Sommer mehrmals (= poly) paarungswillig. Die Rolligkeit kehrt alle 15 – 28 Tage wieder bis die Kätzinnen vom Kater gedeckt worden sind. Das Tageslicht spielt für die Sexual-Hormonausschüttung eine sehr große Rolle. Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, setzen die Zyklen aus, und die Kätzin wird erst im nächsten Frühjahr wieder deckbereit. Wohnungskatzen sind oft dauerrollig, da sie ja nicht dem Naturlicht ausgesetzt sind und die Tage so lang sind bis die Familie das Licht ausmacht. Diese Dauerrolligkeit ist gesundheitsgefährdend, da sich daraus eine Gebärmutterentzündung entwickeln kann. Abgesehen zerrt die Dauerrolligkeit nicht nur an den Nerven der Katze, die ständig mit Schreien versucht einen Kater anzulocken, sondern auch an Ihren Nerven. Haben Sie keine Zuchtkatze und wünschen Sie keine Nachkommen, ist die Entscheidung zur Kastration für Ihre Katze nicht nur eine gesunde, sondern auch eine tierschützerische Entscheidung. Unsere Tierheime sitzen voll mit Katzen, die ein Zuhause suchen, und es ist in einer solchen Situation nicht verständlich noch weitere Nachkommen zu produzieren, sind sie auch noch so süß. So schätzt man , dass z.B. allein in Berlin zwischen 40.000 &#8211; 100.000 verwilderte Katzen in alten Fabriken, Campingplätzen, Friedhöfen ein äußerst dürftiges Dasein fristen. Kastration ist aktiver Tierschutz! Die Kastration ist die schonendste und sicherste Methode zur Verhinderung der Trächtigkeit, steht auch weit vor der Gabe der „Antibabypille“. Kastrierte Katzen werden im Vergleich zu ihren unkastrierten Artgenossinnen doppelt so alt, sie bleiben in der Nähe des Hauses und sind somit viel weniger Gefahren (Autounfall, Beißereien mit revierfremden Katzen, Abschießen durch Jäger) ausgesetzt. Kastrierte Kätzinnen streunen nicht mehr weit weg und kehren auch immer wieder abends nach Hause zurück Die Kätzinnen markieren ihr Revier nicht mehr, d.h., auch ihre Möbel bleiben vor unangenehmen Urinspritzen und Kratzern geschont. Kastrierte Katzen sind sozialverträglicher, ohne Probleme kann ein weiteres Tier in die Familie aufgenommen werden. Außerdem sind sie viel verschmuster und anhänglicher, wer wünscht sich das nicht? Wann sollte meine Katze kastriert werden? Unsere kleinen Lieblinge sollten vor der ersten Rolligkeit im Alter von 5 (4) – 7 Monaten kastriert werden, damit sich insbesondere bei Freigängerinnen kein unerwünschter Nachwuchs einstellt. Was muss ich für die Operation beachten? Ihr Kätzchen muss nüchtern bleiben. Es erhält nach 18.00 Uhr nichts mehr zu fressen, trinken darf die kleine Dame selbstverständlich. Am frühen Morgen geben Sie Ihren Liebling bei uns in der Praxis ab. Hier wird sie dann am morgens operiert und bleibt bei uns auf der Station bis sie wieder munter ist. Sie schläft sich auf einer gemütlichen Wärmedecke aus und wird selbstverständlich von uns überwacht. Am Nachmittag können Sie Ihr Kätzchen dann wieder mit nach Hause nehmen. Was passiert eigentlich bei der Kastration? Bei der Kätzin werden bei der Kastration die beiden Eierstöcke entfernt. Dazu muss der Unterbauch freirasiert werden, und anschließend wird das Operationsfeld desinfiziert. Nun wird unterhalb des Nabels mit dem Skapell ein kleiner Schnitt gesetzt und mit einen kleinen gebogenen Haken (Uterushaken) werden die Eierstöcke aus dem Bauch vorgelagert. Diese werden dann mit feinen resorbierbaren (der Faden löst sich mit der Zeit auf) Nahtmaterial abgebunden und dann abgetrennt. Dann wird der Bauch wieder geschlossen, zunächst wird die Muskelschicht des Bauches mit resorbierbaren Faden verschlossen und mit einer weiteren Naht dann die Haut. Dieser Hautfaden wird nach 10 Tagen wieder gezogen. Sollte Ihr Kätzchen an der Naht herumknabbern, bekommt es von uns einen kleinen Bauchanzug an. Noch in Narkose wird Ihr Schatz tätowiert. &#160; Und nach der Operation? Katzen verkraften die Operation völlig problemlos, am nächsten Tag sind sie schon wieder putzmunter. Zu Hause stellen Sie dem kleinen Patienten Wasser hin, auch wenn es Ihnen schwerfällt: am Operationstag darf die Kleine nicht fressen. Es könnte sonst passieren, dass sie sich erbrechen muss und dann könnte über das Bauchpressen etwas mit der Naht passieren. Am nächsten Tag kommen Sie nochmals zu uns in die Praxis, hier schauen wir uns nochmals Ihr Kätzchen genau an, ob es alles gut überstanden hat. Dann sehen wir uns erst 10 Tage später zum Fädenziehen wieder. Siehe auch: Fall des Monats 2006-10</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-der-katze/">Kastration der Katze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkatze_01.jpg" alt="" width="226" height="274" align="left" border="0" hspace="10" vspace="5" />Katzen sind äußerst fruchtbare Tiere, die sich gerne decken lassen.<br />
Es wurde ausgerechnet, dass eine einzige Katze, mitgezählt Enkel Urenkel, Ur – Urenkel, innerhalb <b>von nur 5 Jahren 13.000 Nachkommen</b> hätte.<br />
Je nach Rasse sind sie schon in einem Alter von 5 – 9 Monaten geschlechtsreif, Abessiner, Siamkatzen, Heilige Birma sind oft frühreif und könnten schon mit 5 -6 Monaten Junge bekommen, die gemütlichen Perser sind mit 7 – 8 Monaten dagegen regelrechte Spätzünder.<br />
Die Geschlechtsreife zeigt sich in der „Rolligkeit“ oder „Raunze“.<br />
Die Kätzinnen sind in dieser Zeit extrem unruhig, rollen und wälzen sich herum, schreien, markieren sogar häufig mit Urin ihr Revier (auch das Sofa im Wohnzimmer kann dazugehören) und entpuppen sich als die reinsten „Nervensägen“.<br />
In der Natur sind die Katzen saisonal polyöstrisch, d.h. sie werden im Frühjahr und Sommer mehrmals (= poly) paarungswillig. Die Rolligkeit kehrt alle 15 – 28 Tage wieder bis die Kätzinnen vom Kater gedeckt worden sind.<br />
Das Tageslicht spielt für die Sexual-Hormonausschüttung eine sehr große Rolle. Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, setzen die Zyklen aus, und die Kätzin wird erst im nächsten Frühjahr wieder deckbereit.<br />
Wohnungskatzen sind oft dauerrollig, da sie ja nicht dem Naturlicht ausgesetzt sind und die Tage so lang sind bis die Familie das Licht ausmacht.<br />
Diese Dauerrolligkeit ist gesundheitsgefährdend, da sich daraus eine Gebärmutterentzündung entwickeln kann.<br />
Abgesehen zerrt die Dauerrolligkeit nicht nur an den Nerven der Katze, die ständig mit Schreien versucht einen Kater anzulocken, sondern auch an Ihren Nerven.<br />
Haben Sie keine Zuchtkatze und wünschen Sie keine Nachkommen, ist die Entscheidung zur Kastration für Ihre Katze nicht nur eine gesunde, sondern auch eine <b>tierschützerische Entscheidung</b>.<br />
Unsere Tierheime sitzen voll mit Katzen, die ein Zuhause suchen, und es ist in einer solchen Situation nicht verständlich noch weitere Nachkommen zu produzieren, sind sie auch noch so süß.<br />
So schätzt man , dass z.B. allein in Berlin zwischen <b>40.000 &#8211; 100.000</b> verwilderte Katzen in alten Fabriken, Campingplätzen, Friedhöfen ein äußerst dürftiges Dasein fristen.<br />
<b>Kastration ist aktiver Tierschutz!</b><br />
Die Kastration ist die schonendste und sicherste Methode zur Verhinderung der Trächtigkeit, steht auch weit vor der Gabe der<br />
„Antibabypille“.<br />
Kastrierte Katzen werden im Vergleich zu ihren unkastrierten Artgenossinnen doppelt so alt, sie bleiben in der Nähe des Hauses und sind somit viel weniger Gefahren (Autounfall, Beißereien mit revierfremden Katzen, Abschießen durch Jäger) ausgesetzt.<br />
Kastrierte Kätzinnen streunen nicht mehr weit weg und kehren auch immer wieder abends nach Hause zurück<br />
Die Kätzinnen markieren ihr Revier nicht mehr, d.h., auch ihre Möbel bleiben vor unangenehmen Urinspritzen und Kratzern geschont.<br />
Kastrierte Katzen sind sozialverträglicher, ohne Probleme kann ein weiteres Tier in die Familie aufgenommen werden. Außerdem sind sie viel verschmuster und anhänglicher, wer wünscht sich das nicht?</p>
<h3>Wann sollte meine Katze kastriert werden?</h3>
<p>Unsere kleinen Lieblinge sollten vor der ersten Rolligkeit im Alter von 5 (4) – 7 Monaten kastriert werden, damit sich insbesondere bei Freigängerinnen kein unerwünschter Nachwuchs einstellt.</p>
<h3>Was muss ich für die Operation beachten?</h3>
<p>Ihr Kätzchen muss nüchtern bleiben. Es erhält nach 18.00 Uhr nichts mehr zu fressen, trinken darf die kleine Dame selbstverständlich.<br />
Am frühen Morgen geben Sie Ihren Liebling bei uns in der Praxis ab.<br />
Hier wird sie dann am morgens operiert und bleibt bei uns auf der Station bis sie wieder munter ist. Sie schläft sich auf einer gemütlichen Wärmedecke aus und wird selbstverständlich von uns überwacht. Am Nachmittag können Sie Ihr Kätzchen dann wieder mit nach Hause nehmen.</p>
<h3>Was passiert eigentlich bei der Kastration?</h3>
<div style="width: 213px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkatze_02.jpg" alt="" width="203" height="260" align="left" border="0" hspace="10" vspace="5" /><p class="wp-caption-text">Tätowierung</p></div>
<p>Bei der Kätzin werden bei der Kastration die beiden Eierstöcke entfernt. Dazu muss der Unterbauch freirasiert werden, und anschließend wird das Operationsfeld desinfiziert.<br />
Nun wird unterhalb des Nabels mit dem Skapell ein kleiner Schnitt gesetzt und mit einen kleinen gebogenen Haken (Uterushaken) werden die Eierstöcke aus dem Bauch vorgelagert. Diese werden dann mit feinen resorbierbaren (der Faden löst sich mit der Zeit auf) Nahtmaterial abgebunden und dann abgetrennt. Dann wird der Bauch wieder geschlossen, zunächst wird die Muskelschicht des Bauches mit resorbierbaren Faden verschlossen und mit einer weiteren Naht dann die Haut.<br />
Dieser Hautfaden wird nach 10 Tagen wieder gezogen.<br />
Sollte Ihr Kätzchen an der Naht herumknabbern, bekommt es von uns einen kleinen Bauchanzug an.<br />
Noch in Narkose wird Ihr Schatz tätowiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkatze_03.jpg" alt="" width="147" height="258" align="right" border="0" hspace="10" vspace="5" />Und nach der Operation?</h3>
<p>Katzen verkraften die Operation völlig problemlos, am nächsten Tag sind sie schon wieder putzmunter.<br />
Zu Hause stellen Sie dem kleinen Patienten Wasser hin, auch wenn es Ihnen schwerfällt: am Operationstag darf die Kleine nicht fressen. Es könnte sonst passieren, dass sie sich erbrechen muss und dann könnte über das Bauchpressen etwas mit der Naht passieren.<br />
Am nächsten Tag kommen Sie nochmals zu uns in die Praxis, hier schauen wir uns nochmals Ihr Kätzchen genau an, ob es alles gut überstanden hat.<br />
Dann sehen wir uns erst 10 Tage später zum Fädenziehen wieder.</p>
<p>Siehe auch: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/kastration-der-weiblichen-katze-oktober-2006/">Fall des Monats 2006-10</a><i><br />
</i></p>
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		<title>Kastration des männlichen und weiblichen Kaninchens</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-des-maennlichen-und-weiblichen-kaninchens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2015 20:10:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kaninchen]]></category>
		<category><![CDATA[Kastration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kastration des männliche Kaninchens Kommt ein männliches Kaninchen ins Haus, so stellt sich schnell die Frage der Kastration. Sie ist sinnvoll und tierschutzgerecht, wenn mehrer Böcke zusammengehalten werden und wenn Nachwuchs verhindert werden soll. Es ist ratsam beim Kauf eines kleiner Kaninchen, sie rechtzeitig in der Praxis zur Geschlechtsbestimmung vorzustellen. Die Geschlechtsbestimmung bei den ganz kleinen Babies ist oft schwer, sodass manchmal ungewollt das falsche Geschlecht erworben wird: bei einem Päarchen kann es schnell zu Nachwuchs führen (Kaninchen sind schon im dritten! Monat zeugungsfähig) und bei zwei Rammlern zu heftigen Rangordnungskämpfen, die nicht immer friedlich ausgehen. Unkastrierte Böcke neigen zu heftigen Auseinandersetzungen, beißen sich oft gegenseitig in die Hoden und fügen sich schwere Verletzungen zu. Das Aggressionsverhalten wird durch das männliche Geschlechtshormon Testosteron deutlich beeinflusst. Tiere, die Aggression gegenüber Ihren Besitzern zeigen, sollten kastriert werden. Auch verbessert sich deutlich das durch Testosteron gesteuerte Markierverhalten in der Wohnung. Es ist allerdings anzuraten, eine Kastration so früh wie möglich durchführen zu lassen, da jahrelange Angewohnheiten sich häufig durch eine Kastration auch nicht mehr ausmerzen lassen. Die Hoden der Rammler liegen beidseits in einer Hauttasche unter der Haut, einen Hodensack wie bei Hund und Kater gibt es nicht. Kaninchenböcke können ihre Hoden in die Bauchhöhle einziehen. Bei der Kastration erhält ihr Liebling eine leichte Sedation. Das Schmerzmittel wird auch schon vor dem Eingriff verabreicht. Ist der kleine Kerl müde, bekommt er eine kleine Inhalationsnarkose. Nun schläft er tief. In beide Hoden wird ein Lokalanästhetikum injeziert, sodass absolut kein Schmerz entstehen kann, und die Hoden werden mit einem kleinen Hautschnitt vorgelagert und unter Abbindung abgetrennt. Der kleine Kerl bleibt noch solange auf der Wärmedecke liegen und erhält Sauerstoff bis er wach wird. Dann kommt er auf die Station unter Rotlicht. In der Regel fressen die kleinen Kerle schon gleich wieder nach dem Aufwachen, tun sie es nicht sofort von alleine, werden sie von uns angefüttert. Kastration des weiblichen Kaninchens Weibliche Kaninchen haben keinen Geschlechtszyklus, sie können daher nahezu jederzeit erfolgreich gedeckt werden. Die Eierstöcke weisen viele unterschiedliche große Follikel auf, und einige von ihnen sind immer bereit zum Eisprung. Die Gebärmutter besteht aus einer doppelten Anlage (Uterus duplex). In die Scheide münden ein rechter und ein linker Muttermund, welche in den rechten, bzw. linken Uterus führen. Das ermöglicht zwei Würfe in zeitlichen Abständen, d.h., während der Trächtigkeit können am anderen Eierstock Follikel reifen, die noch während der Trächtigkeit befruchtet werden können. Bei unseren Hauskaninchen kommt das aber äußerst selten vor. Da das Geschlechtverhalten bei den unkastrierten weiblichen Tieren in der Regel nicht so ausgeprägt ist, und sie nicht so stark riechendes Geschlechtssekret produzieren, werden sie nicht so häufig zur Kastration in der Praxis vorgestellt. Doch ist die Kastration durchaus bei den weiblichen Tieren anzuraten, da es unter dem Einfluss der weiblichen Hormone (Östrogen und Progesteron) zu lebensgefährlichen Erkrankungen kommen kann wie: Gebärmutterentzündung, Eierstockzysten und Gebärmutterkrebs. Der Eisprung erfolgt in der Regel durch den Deckakt, jedoch kann er auch durch andere Reize verursacht werden: z.B. gegenseitiges Berammeln von Häsinnen, verlängertes Tageslicht im Frühjahr, Temperaturveränderungen. Kommt es nicht zur Befruchtung wird das Kaninchen scheinträchtig mit Zeichen von Nestbau, Anbildung des Gesäuges bis hin zur Milchproduktion. In solchen Phasen sind die Tiere wesensverändert, sehr häufig aggressiv gegenüber Ihren Stallgenossen, oft fressen sie auch schlecht und magern ab. Wiederholte und anhaltende Scheinträchtigkeiten stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, denn nicht nur äußerlich (Anbildung der Milchleiste) treten Veränderungen unter dem erhöhten Hormonspiegel auf, auch innerlich verändert sich die Gebärmutter – sie bereitet sich auf die Geburt vor – was nicht selten in Eierstockzysten, Hämometra, Pyometra oder Tumore endet. &#160; Dehnt sich die Gebärmutter aufgrund der vermehrten Füllung aus, kann es den Darm verdrängen. Plötzliche Darmkrämpfe (Kolik) sind die Folge. Oder der Darm wird so zusammengedrückt, dass die Tiere für ihren Bedarf nicht ausreichend Futter aufnehmen können. So ist der Bauch dick, aber die Tiere fühlen sich aufgrund der Abmagerung knochig an. Es ist immer ratsam, Kaninchen einmal die Woche zu wiegen, so bemerken Sie frühzeitig Gewichtsimbalanzen! Der Urin von Kaninchen ist trüb, kann sogar durch bestimmte Farbstoffe im Futter (Porphyrine) rötlich gefärbt sein. Das ist normal. Befindet sich jedoch Blut im Urin, so ist das ein Krankheitsanzeichen. Bei einer Blasenentzündung zeigen die Kleinen auch immer Harnabsatzbeschwerden, sie heben das Hinterteil an und oft stöhnen sie, und das Hinterteil ist in der Regel harnverschmiert. Befinden sich jedoch gelegentlich Blutstropfen im Urin, so darf das nicht mit einer Blasenentzündung verwechselt werden. Das Blut aus der Gebärmutter sammelt sich in der Scheide und wird dann mit dem Harnabsatz ausgeschieden. In solchen Fällen muß unbedingt kastriert werden! Jede Art von Scheidenausfluß ist pathologisch. Kaninchen haben nur während der Geburt Vaginalausfluß! Die Narkosevorbereitung ist bei den weiblichen Kaninchen wie bei den Männchen. Auch hier erfolgt wegen der besseren Verträglichkeit und Sicherheit der Eingriff unter Inhalationsnarkose. Für die kleinen Tiere gibt es ein extra kleines Narkoseset für die Inhalation. Das Abdomen wird in der Meridianen eröffnet. Da die meisten Kaninchen sehr viel intraabdominales Fett besitzen, ist das Auffinden der Eierstöcke oft nicht einfach. Bei der einfachen Kastration werden nur die Eierstöcke inklusive der extrem langen Eileiter entfernt. Finden wir Veränderungen, so muss die gesamte Gebärmutter mit entfernt werden. Die Ligatur erfolgt direkt hinter dem doppelten Muttermund, die Scheide ist ungewöhnlich lang und darf nicht verletzt werden, sie muss in Ihrer gesamten Länge erhalten bleiben. &#160; Risikopatienten erhalten wie Hund und Katze eine Infusion direkt in die Vene, beim Kaninchen ist das gut über die Ohrvene möglich. Und dann wird auf der Station noch einmal geschlafen, bis es nach Hause geht! Der Salat schmeckt auch schon wieder. &#160; Siehe auch: Fall des Monats 2008-10</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-des-maennlichen-und-weiblichen-kaninchens/">Kastration des männlichen und weiblichen Kaninchens</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_01.jpg" alt="" width="372" height="174" border="0" /></p>
</div>
<h3>Kastration des männliche Kaninchens</h3>
<p>Kommt ein männliches Kaninchen ins Haus, so stellt sich schnell die Frage der Kastration. Sie ist sinnvoll und tierschutzgerecht, wenn mehrer Böcke zusammengehalten werden und wenn Nachwuchs verhindert werden soll.<br />
Es ist ratsam beim Kauf eines kleiner Kaninchen, sie rechtzeitig in der Praxis zur Geschlechtsbestimmung vorzustellen.<br />
Die Geschlechtsbestimmung bei den ganz kleinen Babies ist oft schwer, sodass manchmal ungewollt das falsche Geschlecht erworben wird: bei einem Päarchen kann es schnell zu Nachwuchs führen<br />
(Kaninchen sind schon im dritten! Monat zeugungsfähig) und bei zwei Rammlern zu heftigen Rangordnungskämpfen, die nicht immer friedlich ausgehen.<br />
Unkastrierte Böcke neigen zu heftigen Auseinandersetzungen, beißen sich oft gegenseitig in die Hoden und fügen sich schwere Verletzungen zu. Das Aggressionsverhalten wird durch das männliche Geschlechtshormon Testosteron deutlich beeinflusst. Tiere, die Aggression gegenüber Ihren Besitzern zeigen, sollten kastriert werden.<br />
Auch verbessert sich deutlich das durch Testosteron gesteuerte Markierverhalten in der Wohnung.<br />
Es ist allerdings anzuraten, eine Kastration so früh wie möglich durchführen zu lassen, da jahrelange Angewohnheiten sich häufig durch eine Kastration auch nicht mehr ausmerzen lassen.<br />
<img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_02.jpg" alt="" width="156" height="102" align="left" border="0" hspace="10" vspace="10" />Die Hoden der Rammler liegen beidseits in einer Hauttasche unter der Haut, einen Hodensack wie bei Hund und Kater gibt es nicht.<br />
Kaninchenböcke können ihre Hoden in die Bauchhöhle einziehen.<br />
Bei der Kastration erhält ihr Liebling eine leichte Sedation. Das Schmerzmittel wird auch schon vor dem Eingriff verabreicht. Ist der kleine Kerl müde, bekommt er eine kleine Inhalationsnarkose. Nun schläft er tief. In beide Hoden wird ein Lokalanästhetikum injeziert, sodass absolut kein Schmerz entstehen kann, und die Hoden werden mit einem kleinen Hautschnitt vorgelagert und unter Abbindung abgetrennt. Der kleine Kerl bleibt noch solange auf der Wärmedecke liegen und erhält Sauerstoff bis er wach wird. Dann kommt er auf die Station unter Rotlicht. In der Regel fressen die kleinen Kerle schon gleich wieder nach dem Aufwachen, tun sie es nicht sofort von alleine, werden sie von uns angefüttert.</p>
<h3>Kastration des weiblichen Kaninchens</h3>
<p><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_03.jpg" alt="" width="201" height="246" align="left" border="0" hspace="10" vspace="5" /><br />
Weibliche Kaninchen haben keinen Geschlechtszyklus, sie können daher nahezu jederzeit erfolgreich gedeckt werden. Die Eierstöcke weisen viele unterschiedliche große Follikel auf, und einige von ihnen sind immer bereit zum Eisprung.<br />
Die Gebärmutter besteht aus einer doppelten Anlage (Uterus duplex). In die Scheide münden ein rechter und ein linker Muttermund, welche in den rechten, bzw. linken Uterus führen. Das ermöglicht zwei Würfe in zeitlichen Abständen, d.h., während der Trächtigkeit können am anderen Eierstock Follikel reifen, die noch während der Trächtigkeit befruchtet werden können. Bei unseren Hauskaninchen kommt das aber äußerst selten vor.<br />
Da das Geschlechtverhalten bei den unkastrierten weiblichen Tieren in der Regel nicht so ausgeprägt ist, und sie nicht so stark riechendes Geschlechtssekret produzieren, werden sie nicht so häufig zur Kastration in der Praxis vorgestellt. Doch ist die Kastration durchaus bei den weiblichen Tieren anzuraten, da es unter dem Einfluss der weiblichen Hormone (Östrogen und Progesteron) zu lebensgefährlichen Erkrankungen kommen kann wie: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/gebaermutteroperation-beim-kaninchen-april-2005/">Gebärmutterentzündung</a>, Eierstockzysten und Gebärmutterkrebs.<br />
Der Eisprung erfolgt in der Regel durch den Deckakt, jedoch kann er auch durch andere Reize verursacht werden: z.B. gegenseitiges Berammeln von Häsinnen, verlängertes Tageslicht im Frühjahr, Temperaturveränderungen.<br />
Kommt es nicht zur Befruchtung wird das Kaninchen scheinträchtig mit Zeichen von Nestbau, Anbildung des Gesäuges bis hin zur Milchproduktion.<br />
In solchen Phasen sind die Tiere wesensverändert, sehr häufig aggressiv gegenüber Ihren Stallgenossen, oft fressen sie auch schlecht und magern ab.</p>
<div style="width: 262px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_04.jpg" alt="" width="252" height="163" align="left" border="0" hspace="10" vspace="5" /><p class="wp-caption-text">sehr große Eierstockzyste</p></div>
<p>Wiederholte und anhaltende Scheinträchtigkeiten stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, denn nicht nur äußerlich (Anbildung der Milchleiste) treten Veränderungen unter dem erhöhten Hormonspiegel auf, auch innerlich verändert sich die Gebärmutter – sie bereitet sich auf die Geburt vor – was nicht selten in Eierstockzysten, Hämometra, Pyometra oder Tumore endet.</p>
<div style="clear:left;"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dehnt sich die Gebärmutter aufgrund der vermehrten Füllung aus, kann es den Darm verdrängen. Plötzliche Darmkrämpfe (Kolik) sind die Folge. Oder der Darm wird so zusammengedrückt, dass die Tiere für ihren Bedarf nicht ausreichend Futter aufnehmen können. So ist der Bauch dick, aber die Tiere fühlen sich aufgrund der Abmagerung knochig an.<br />
<b>Es ist immer ratsam, Kaninchen einmal die Woche zu wiegen, so bemerken Sie frühzeitig Gewichtsimbalanzen</b>!<br />
Der Urin von Kaninchen ist trüb, kann sogar durch bestimmte Farbstoffe im Futter (Porphyrine) rötlich gefärbt sein. Das ist normal.<br />
Befindet sich jedoch Blut im Urin, so ist das ein Krankheitsanzeichen. Bei einer Blasenentzündung zeigen die Kleinen auch immer Harnabsatzbeschwerden, sie heben das Hinterteil an und oft stöhnen sie, und das Hinterteil ist in der Regel harnverschmiert. Befinden sich jedoch gelegentlich Blutstropfen im Urin, so darf das nicht mit einer Blasenentzündung verwechselt werden. Das Blut aus der Gebärmutter sammelt sich in der Scheide und wird dann mit dem Harnabsatz ausgeschieden.<br />
<b>In solchen Fällen muß unbedingt kastriert werden!<br />
Jede Art von Scheidenausfluß ist pathologisch. Kaninchen haben nur während der Geburt Vaginalausfluß!</b><br />
Die Narkosevorbereitung ist bei den weiblichen Kaninchen wie bei den Männchen. Auch hier erfolgt wegen der besseren Verträglichkeit und Sicherheit der Eingriff unter Inhalationsnarkose. Für die kleinen Tiere gibt es ein extra kleines Narkoseset für die Inhalation.<br />
Das Abdomen wird in der Meridianen eröffnet. Da die meisten Kaninchen sehr viel intraabdominales Fett besitzen, ist das Auffinden der Eierstöcke oft nicht einfach. Bei der einfachen Kastration werden nur die Eierstöcke inklusive der extrem langen Eileiter entfernt. Finden wir Veränderungen, so muss die gesamte Gebärmutter mit entfernt werden. Die Ligatur erfolgt direkt hinter dem doppelten Muttermund, die Scheide ist ungewöhnlich lang und darf nicht verletzt werden, sie muss in Ihrer gesamten Länge erhalten bleiben.</p>
<div>
<div style="width: 302px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_05.jpg" alt="" width="292" height="147" border="0" /><p class="wp-caption-text">Damit die Wunde unversehrt bleibt, wurde ein Bauchverband angelegt.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div>
<p><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_06.jpg" alt="" width="198" height="148" align="right" border="0" hspace="10" />Risikopatienten erhalten wie Hund und Katze eine Infusion direkt in die Vene, beim Kaninchen ist das gut über die Ohrvene möglich.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationkaninchen_07.jpg" alt="" width="235" height="198" align="left" border="0" hspace="10" /></p>
<p>Und dann wird auf der Station noch einmal geschlafen, bis es nach Hause geht! Der Salat schmeckt auch schon wieder.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p>Siehe auch: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/bobby-erzahlt-warum-kaninchen-kastriert-werden-oktober-2008/">Fall des Monats 2008-10</a><i><br />
</i></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-des-maennlichen-und-weiblichen-kaninchens/">Kastration des männlichen und weiblichen Kaninchens</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.rogalla-rummel.de">Dr. Rogalla + Dr. Rummel</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kastration der Hündin</title>
		<link>https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-der-huendin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[frauadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2015 10:20:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hündin]]></category>
		<category><![CDATA[Kastration]]></category>
		<guid isPermaLink="false"></guid>

					<description><![CDATA[<p>Immer wieder stellt sich die Frage, ob die Hündin zu kastrieren ist und in welchem Alter dies am besten geschieht. Viele Fragen tauchen auf: Setze ich meinem Hund gesundheitlichen Risiken aus, wenn ich meine Hündin nicht kastrieren lasse, was genau ist eine Kastration, was passiert bei einer solchen Operation genau, wie geht es der Hündin nach der Kastration, wird sie sich nach der Kastration verändern? Wird mein Hund dann dicker? Im folgenden bemühen wir uns, Ihnen eine möglichst neutrale Entscheidungshilfe zu bieten, indem wir alle Konsequenzen dieses Eingriffs beleuchten. Aber auch dann werden Sie feststellen, dass es keine Ideallösung gibt; nur Sie persönlich können sich nach sorgfältiger Aufklärung verantwortungsvoll für eine der beschriebenen Möglichkeiten für Ihre Hündin entscheiden. Die Kastration bleibt auf jeden Fall immer eine Einzelfallentscheidung, die gut abgewägt sein soll. Läufigkeit – keine Kastration Operative Kastration Hormonelle Kastration Die Operation Frühkastration Läufigkeit – keine Kastration: (siehe: Wissenswertes: Hundegeburt &#124; Fall des Monats 2004-05) In der Regel wird die junge Hündin im Alter von 6 bis 12 Monaten das erste Mal läufig, d. h., sie ist jetzt geschlechtsreif geworden. Diese Läufigkeit wiederholt sich nun in der Regel 2x / pro Jahr. Es gibt aber auch Hündinnen die nur 1 x oder auch bis zu 3 x im Jahr läufig werden. Die Läufigkeit beginnt mit einer ca. 10-tägigen Blutung, dann wird der Ausfluss klarer. Dieser Wechsel geht mit der Deckbereitschaft der Hündin einher. Hat sie vorher die Rüden abgebissen, so ist sie jetzt aufnahmebereit. Diese Deckbereitschaft dauert ungefähr 3 Tage lang, dann wird der Ausfluss spärlicher bis er vollständig sistiert. Die gesamte Läufigkeit dauert 3 Wochen. Wünschen Sie keinen Nachwuchs, so müssen Sie in dieser Zeit besonders gut auf Ihren Liebling aufpassen. Die Hündin ist hochattraktiv für die Rüden und die Bedeckung erfolgt schnell. Der gesamte Deckakt dauert ca. eine halbe Stunde. Auf keinen Fall sollten Sie bei einer ungewollten Bedeckung die Hunde mit Gewalt voneinander trennen. Das kann für beide Tiere mit schweren Verletzungen enden. Ist das Unglück passiert, so ist es leicht möglich innerhalb der nächsten Tage hormonell die Nidation (Einnistung der befruchteten Eizelle) zu verhindern. Hierfür müssen Termine zu Hormoninjektionen vereinbart werden. Das ist für Ihre Hündin absolut schmerzfrei, allerdings ist eine mögliche Nebenwirkung der hormonellen Abtreibung die Entstehung einer Gebärmutterentzündung. Manche Hündinnen verändern sich in der Läufigkeit vom Verhalten, sie können anderen Hündinnen gegenüber aggressiv sein. Mit zunehmendem Alter neigt ein gewisser Prozentsatz der Hündinnen zur Scheinträchtigkeit: sie suchen sich ein Stofftier als Welpenersatz, den sie nicht selten gegenüber Familienmitgliedern unter Umständen auch aggressiv verteidigen und bilden Milch im Gesäuge an. Entwickelt sich daraus eine Gesäugeentzündung so muss diese behandelt werden, da sie auch sehr schmerzhaft ist. Äußerlich ist die Vorbereitung auf die scheinbare Geburt mit der Milchanbildung sehr sichtbar, aber innerlich bereitet sich auch die Gebärmutter auf die Einnistung des Ei`s vor. Die Uterusschleimhaut wird vermehrt durchblutet und dicker. Diese zusätzliche Schleimhaut muss am Ende der Scheinträchtigkeit wieder abgebaut (resorbiert) werden, das gelingt dem Körper leider nicht immer. Insbesondere nach wiederholten Scheinträchtigkeiten kann sich so eine lebensbedrohliche Gebärmutterentzündung entwickeln, da die Abbauprodukte im Uterus verbleiben und sich eitrig verändern und lebensgefährliche Toxine bilden. CAVE : Gebärmutterentzündung ist für Ihre Hündin immer ein lebensbedrohlicher Zustand, der ärztlich überwacht werden muß Eine Gebärmutterentzündung kann sich aber auch nach einer normal verlaufenden Läufigkeit entwickeln. Das passiert i.d.R. 4 – 6 Wochen nach Beendigung der Läufigkeit. In dieser Zeit sollten Sie besonders gut Ihre Hündin beobachten und sie bei den ersten Anzeichen von gestörtem Allgemeinbefinden oder Scheidenausfluss einer TierärztIn vorstellen. Diese kann dann mithilfe von Laboruntersuchungen und Ultraschall eine Frühdiagnostik stellen und durch rechtzeitiges Eingreifen Ihre Hündin schützen. Aus tiermedizinischer Sicht haben unkastrierte Hündinnen ein höheres Risiko in Bezug auf Scheinträchtigkeit, die auch mit einer Entzündung der Brustdrüsen einhergehen kann, auf Gebärmutterentzündung und auch auf Mammatumore (gut &#8211; oder bösartig). Auch sind unkastrierte Hündinnen anfälliger gegenüber Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). (siehe auch: Fall des Monats 2005-02 &#124; Wissenswertes: Diabetes mellitus) &#160; Kastration durch Operation: Bei der Kastration handelt es sich um einen operativen Eingriff in Vollnarkose bei dem die Eierstöcke und gegebenenfalls auch die Gebärmutter entfernt werden. (siehe: Fall des Monats 2006-02) Kastration: Werden nur die Eierstöcke entfernt spricht man von der Ovarioektomie (OE), bei der Entfernung von Eierstöcken inclusive der gesamten Gebärmutter von der Ovariohysterektomie (OHE). Bei der routinemäßigen Kastration einer gesunden Hündin, so haben wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, gibt es keine begründete Indikation für die Mitentfernung der Gebärmutter. Im Gegenteil sollte nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen die Ovarioektomie (nur Entfernung der Eierstöcke) als Methode der Wahl betrachtet werden. Sterilisation: Bei der Sterilisation werden hingegen nur die Eileiter unterbunden. Die Hündin kann nun zwar keinen Nachwuchs bekommen, ist aber weiterhin hormonell aktiv: sie wird nach wie vor läufig, bleibt für die Rüden attraktiv, hat weiterhin Blutungen. In unseren Breitengraden wird dieser Eingriff nicht durchgeführt, da er für die Hündin überhaupt keinen Vorteil hat: sie unterliegt weiterhin dem hormonellen Läufigkeitsstress und Sie haben weiterhin die Probleme mit den Blutungen und den interessierten Rüden. Die Kastration stellt eine dauerhaft sichere Empfängnisverhütung dar, es können keine Läufigkeitsprobleme, Scheinträchtigkeit mehr auftreten. Das Risiko der erwähnten Erkrankungen wie Mammatumore (Brustkrebs) und Diabetes mellitus verringert sich. Bezüglich des Brustkrebsrisikos muß als erstes vorausgesetzt werden, dass auf die Gesamtpopulation der Hündinnen bezogen, nur 2%&#160; der Hündinnen ein Risiko haben, Brustkrebs zu entwickeln. In dieser Risikogruppe ist es tatsächlich so, dass das Brustkrebsrisiko mit der Kastration sinkt und zwar ist dabei entscheidend der Zeitpunkt der Kastration. Hier sehen die Zahlen so aus: Kastriert man eine Hündin vor der ersten Läufigkeit, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sie Tumore entwickelt bei unter 2 Prozent! Wartet man bis nach der ersten Läufigkeit, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 8 Prozent. Nach der zweiten Läufigkeit erhöht sich das Krebsrisiko bereits auf 25 Prozent! Nach der dritten Läufigkeit ist die Bildung von Tumoren durch eine Kastration nicht mehr zu beeinflussen. Häufig wirkt sich die Kastration auch sehr positiv auf die Psyche der Hündin aus, insbesondere ängstliche und nervöse Hunde werden ausgeglichener und selbstsicherer. Die kastrierte Hündin bleibt vom Verhalten her eher „ kindlicher“, was sich in erhöhter</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder stellt sich die Frage, ob die Hündin zu kastrieren ist und in welchem Alter dies am besten geschieht.<br />
Viele Fragen tauchen auf:<br />
Setze ich meinem Hund gesundheitlichen Risiken aus, wenn ich meine Hündin nicht kastrieren lasse, was genau ist eine Kastration, was passiert bei einer solchen Operation genau, wie geht es der Hündin nach der Kastration, wird sie sich nach der Kastration verändern? Wird mein Hund dann dicker?<br />
Im folgenden bemühen wir uns, Ihnen eine möglichst neutrale Entscheidungshilfe zu bieten, indem wir alle Konsequenzen dieses Eingriffs beleuchten.<br />
Aber auch dann werden Sie feststellen, dass es keine Ideallösung gibt; nur Sie persönlich können sich nach sorgfältiger Aufklärung verantwortungsvoll für eine der beschriebenen Möglichkeiten für Ihre Hündin entscheiden.</p>
<p><b><u>Die Kastration bleibt auf jeden Fall immer eine Einzelfallentscheidung, die gut abgewägt sein soll.</u></b></p>
<div>
<table cellspacing="0" cellpadding="10" border="1">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="white">
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-der-huendin/#keinekastration">Läufigkeit – keine Kastration</a> </b></li>
<li><b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-der-huendin/#operation">Operative Kastration</a></b></li>
<li><b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-der-huendin/#hormonell">Hormonelle Kastration</a></b></li>
<li><b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-der-huendin/#OP">Die Operation</a></b></li>
<li><b><a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/kastration-der-huendin/#frueh">Frühkastration</a></b></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<h2><a id="keinekastration " name="keinekastration "></a>Läufigkeit – keine Kastration:</h2>
<p>(siehe: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/hundegeburt/">Wissenswertes: Hundegeburt</a> | <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/eine-hundegeburt-mai-2004/">Fall des Monats 2004-05</a>)</p>
<p>In der Regel wird die junge Hündin im Alter von 6 bis 12 Monaten das erste Mal läufig, d. h., sie ist jetzt geschlechtsreif geworden. Diese Läufigkeit wiederholt sich nun in der Regel 2x / pro Jahr. Es gibt aber auch Hündinnen die nur 1 x oder auch bis zu 3 x im Jahr läufig werden.<br />
Die Läufigkeit beginnt mit einer ca. 10-tägigen Blutung, dann wird der Ausfluss klarer.<br />
Dieser Wechsel geht mit der Deckbereitschaft der Hündin einher. Hat sie vorher die Rüden abgebissen, so ist sie jetzt aufnahmebereit. Diese Deckbereitschaft dauert ungefähr 3 Tage lang, dann wird der Ausfluss spärlicher bis er vollständig sistiert. Die gesamte Läufigkeit dauert 3 Wochen.<br />
Wünschen Sie keinen Nachwuchs, so müssen Sie in dieser Zeit besonders gut auf Ihren Liebling aufpassen. Die Hündin ist hochattraktiv für die Rüden und die Bedeckung erfolgt schnell. Der gesamte Deckakt dauert ca. eine halbe Stunde.<br />
Auf keinen Fall sollten Sie bei einer ungewollten Bedeckung die Hunde mit Gewalt voneinander trennen. Das kann für beide Tiere mit schweren Verletzungen enden. Ist das Unglück passiert, so ist es leicht möglich innerhalb der nächsten Tage hormonell die Nidation (Einnistung der befruchteten Eizelle) zu verhindern.<br />
Hierfür müssen Termine zu Hormoninjektionen vereinbart werden.</p>
<p>Das ist für Ihre Hündin absolut schmerzfrei, allerdings ist eine mögliche Nebenwirkung der hormonellen Abtreibung die Entstehung einer Gebärmutterentzündung.</p>
<p>Manche Hündinnen verändern sich in der Läufigkeit vom Verhalten, sie können anderen Hündinnen gegenüber aggressiv sein.<br />
Mit zunehmendem Alter neigt ein gewisser Prozentsatz der Hündinnen zur Scheinträchtigkeit: sie suchen sich ein Stofftier als Welpenersatz, den sie nicht selten gegenüber Familienmitgliedern unter Umständen auch aggressiv verteidigen und bilden Milch im Gesäuge an. Entwickelt sich daraus eine Gesäugeentzündung so muss diese behandelt werden, da sie auch sehr schmerzhaft ist.<br />
Äußerlich ist die Vorbereitung auf die scheinbare Geburt mit der Milchanbildung sehr sichtbar, aber innerlich bereitet sich auch die Gebärmutter auf die Einnistung des Ei`s vor. Die Uterusschleimhaut wird vermehrt durchblutet und dicker. Diese zusätzliche Schleimhaut muss am Ende der Scheinträchtigkeit wieder abgebaut (resorbiert) werden, das gelingt dem Körper leider nicht immer. Insbesondere nach wiederholten Scheinträchtigkeiten kann sich so eine <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/gebaermutterentzuendung-august-2002/">lebensbedrohliche Gebärmutterentzündung</a> entwickeln, da die Abbauprodukte im Uterus verbleiben und sich eitrig verändern und lebensgefährliche Toxine bilden.</p>
<p><b><span style="text-decoration: underline;">CAVE : Gebärmutterentzündung ist für Ihre Hündin immer ein lebensbedrohlicher Zustand, der ärztlich überwacht werden muß<br />
</span></b><br />
Eine Gebärmutterentzündung kann sich aber auch nach einer normal verlaufenden Läufigkeit entwickeln. Das passiert i.d.R. 4 – 6 Wochen nach Beendigung der Läufigkeit. In dieser Zeit sollten Sie besonders gut Ihre Hündin beobachten und sie bei den ersten Anzeichen von gestörtem Allgemeinbefinden oder Scheidenausfluss einer TierärztIn vorstellen. Diese kann dann mithilfe von Laboruntersuchungen und Ultraschall eine Frühdiagnostik stellen und durch rechtzeitiges Eingreifen Ihre Hündin schützen.</p>
<p><b>Aus tiermedizinischer Sicht haben unkastrierte Hündinnen ein höheres Risiko in Bezug auf Scheinträchtigkeit, die auch mit einer Entzündung der Brustdrüsen einhergehen kann, auf Gebärmutterentzündung und auch auf Mammatumore (gut &#8211; oder bösartig). Auch sind unkastrierte Hündinnen anfälliger gegenüber Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). </b>(siehe auch: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/diabetes-mellitus-februar-2005/">Fall des Monats 2005-02</a> | <a href="https://www.rogalla-rummel.de/wissenswertes/diabetes-mellitus-hyperglykaemie-zuckerkrankheit/">Wissenswertes: Diabetes mellitus</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><a id="operation" name="operation"></a>Kastration durch Operation:</h2>
<p>Bei der Kastration handelt es sich um einen operativen Eingriff in Vollnarkose bei dem die Eierstöcke und gegebenenfalls auch die Gebärmutter entfernt werden.<br />
(siehe: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/kastration-der-huendin-februar-2006/">Fall des Monats 2006-02</a>)</p>
<h3>Kastration:</h3>
<p>Werden nur die Eierstöcke entfernt spricht man von der <b>Ovarioektomie (OE)</b>, bei der Entfernung von Eierstöcken inclusive der gesamten Gebärmutter von der <b>Ovariohysterektomie (OHE)</b>.<br />
Bei der routinemäßigen Kastration einer gesunden Hündin, so haben wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, gibt es keine begründete Indikation für die Mitentfernung der Gebärmutter.<br />
Im Gegenteil sollte nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen die <b>Ovarioektomie</b> (nur Entfernung der Eierstöcke) als Methode der Wahl betrachtet werden.</p>
<h3>Sterilisation:</h3>
<p>Bei der Sterilisation werden hingegen nur die Eileiter unterbunden. Die Hündin kann nun zwar keinen Nachwuchs bekommen, ist aber weiterhin hormonell aktiv: sie wird nach wie vor läufig, bleibt für die Rüden attraktiv, hat weiterhin Blutungen.<br />
In unseren Breitengraden wird dieser Eingriff nicht durchgeführt, da er für die Hündin überhaupt keinen Vorteil hat: sie unterliegt weiterhin dem hormonellen Läufigkeitsstress und Sie haben weiterhin die Probleme mit den Blutungen und den interessierten Rüden.</p>
<p><b>Die Kastration stellt eine dauerhaft sichere Empfängnisverhütung dar, es können keine Läufigkeitsprobleme, Scheinträchtigkeit mehr auftreten.<br />
</b>Das Risiko der erwähnten Erkrankungen wie Mammatumore (Brustkrebs) und Diabetes mellitus verringert sich.</p>
<p>Bezüglich des Brustkrebsrisikos muß als erstes vorausgesetzt werden, dass auf die Gesamtpopulation der Hündinnen bezogen, nur 2%&nbsp; der Hündinnen ein Risiko haben, Brustkrebs zu entwickeln.<br />
In dieser Risikogruppe ist es tatsächlich so, dass das Brustkrebsrisiko mit der Kastration sinkt und zwar ist dabei entscheidend der Zeitpunkt der Kastration.</p>
<p>Hier sehen die Zahlen so aus:</p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li>Kastriert man eine Hündin vor der ersten Läufigkeit, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sie Tumore entwickelt bei unter 2 Prozent!</li>
<li>Wartet man bis nach der ersten Läufigkeit, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 8 Prozent.</li>
<li>Nach der zweiten Läufigkeit erhöht sich das Krebsrisiko bereits auf 25 Prozent!</li>
<li>Nach der dritten Läufigkeit ist die Bildung von Tumoren durch eine Kastration nicht mehr zu beeinflussen.</li>
</ul>
<p>Häufig wirkt sich die Kastration auch sehr positiv auf die Psyche der Hündin aus, insbesondere ängstliche und nervöse Hunde werden ausgeglichener und selbstsicherer. Die kastrierte Hündin bleibt vom Verhalten her eher „ kindlicher“, was sich in erhöhter Anhänglichkeit und Verspieltheit bis ins hohe Alter ausdrückt. In der Regel wird dies als sehr angenehm empfunden und ist auch von vielen Besitzern erwünscht.<br />
An Bewegungslust und Temperament verlieren sie aber keineswegs.</p>
<p>Wie bei allem, gibt es auch bei der Kastration zwei Seiten, so birgt der Eingriff mögliche Nebenwirkungen:</p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li>Bei den großen Rassen besteht das Risiko der Harninkontinenz (Harnträufeln), das oft erst Jahre nach dem Eingriff auftritt. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 5% bei Zwergrassen und bis zu über 20% bei Riesenrassen.<br />
Meist äußert sie sich nur im Schlaf und tritt nur 2-4-mal im Jahr auf. Mit Medikamenten, Akupunktur, Neuraltherapie sind diese Erscheinungen häufig unter Kontrolle zu halten.</li>
<li>Bei einigen Rassen kann sich das Fell verändern. Betroffen sind davon vorwiegend lang- und feinfellige Hunde, insbesondere Rassen mit rotem Fell (Irish Setter, roter Cocker, roter Langhaardackel). Kurz –und stockhaarige Rassen werden davon nicht betroffen.</li>
<li>Vereinzelt wird auch ein hormonell bedingter Haarausfall an den Flanken beobachtet.</li>
<li>Hormonell bedingt ist auch eine Veränderung der Futterverwertung. Viele Hündinnen entwickeln einen größeren Appetit und setzen leichter Kilos an. Durch kalorienreduzierte Fütterung und viel Bewegung ist dem allerdings sehr leicht entgegen zu wirken. Eine kastrierte Hündin wird bei entsprechender Fütterungsdisziplin nicht dicker!</li>
</ul>
<h2><a id="hormonell" name="hormonell"></a>Hormonelle Kastration:</h2>
<p>Die Läufigkeit wird durch regelmäßige Hormoninjektionen (Prostagene) unterdrückt. Diese Injektionen müssen alle 4-6 Monate im Anöstrus (Eierstocksruhe) verabreicht werden.<br />
Allerdings sollten diese Injektionen nicht dauerhaft erfolgen, da das Risiko von Diabetes, Mammatumoren (Brustkrebs), Pyometra (Gebärmuttervereiterung) deutlich zunimmt.</p>
<h2><a id="frueh" name="frueh"></a>Frühkastration:</h2>
<p>Unter Frühkastration versteht man die Kastration vor der Geschlechtsreife, d.h., vor der ersten Läufigkeit.<br />
Der Vorteil der Frühkastration liegt in dem geringen Brustkrebsrisiko, wie die o.g. Zahlen es belegen.<br />
In der Fachwelt beschreiben einige Autoren, dass einige Hunde bei dem Eingriff vor der Geschlechtsreife in der Ausprägung ihres korrekten Sozialverhaltens gestört sein können, in Diskussion stehen hier v.a. Trennungsängste und verändertes Angst- und Fluchtverhalten.<br />
Das Auftreten von Harninkontinenz (Harnträufeln) soll zwar seltener, bei Auftreten jedoch bedeutend ausgeprägter und schwieriger zu behandeln sein. Neuere Untersuchungen beschreiben hingegen, dass bei Rassen, die eine Neigung zur Inkontinenz haben, es eher zur Inkontinenz kommt, wenn sie <strong>vor</strong> der ersten Läufigkeit kastriert werden. Die Art der Kastration – direkt mit kleinen Bauchschnitt in der Mittellinie oder indirekt laparoskopisch &#8211; Entfernen nur der Eierstöcke (Ovarioektomie) oder des gesamten Uterus mitsamt der Eierstöcke (OvarioHysterektomie) hingegen, hat keinen Einfluß auf die Inkontinenz.</p>
<p>Hat die Hündin an einer juvenilen Vaginitis (Scheidenentzündung) gelitten, so kann diese Erkrankung in einen chronischen Zustand übergehen.</p>
<p><strong>Kann man tatsächlich belegbar von Nebenwirkungen ausgehen?</strong></p>
<p>Es können bisher (2021) wissenschaftlich leider keine verbindlichen Aussagen getroffen werden, die untersuchten Hunde können alle nicht in vergleichbare Gruppen gefasst werden. Bei den vielen Studien varieren die Hündinnen von Alter, von der Größe, der Gewichtsklasse, der Rasse ….. und diese vielen Variablen lassen Birnen mit Äpfeln vergleichen.</p>
<p>Undiskutiert bleibt allerdings, dass bei den großen Rassen bei der Frühkastration eine Korrelation zu Gelenksproblemen besteht. Dieses Phänomen bedarf allerdings noch weiterer Forschung.</p>
<p><strong>Zeitpunkt der Kastration</strong></p>
<p>Hier steht die individuelle Beratung mit dem Abwägen aller Vor – und Nachteile in Abhängigkeit von Rasse, Alter, und insbesondere Haltung im Mittelpunkt der Entscheidung. Falls die Kastration erwünscht wird, bevorzugen wir, sie vor dem Alter von 2,5 Jahren durchzuführen, da dann zumindest ein risikomindernder Einfluß auf die Mammatumorentwicklung besteht.</p>
<h2><a id="OP" name="OP"></a>Operation Kastration:</h2>
<p>Für diesen Eingriff wird die Bauchwand direkt kaudal des Nabels mit einen 4 – 8 cm langen Schnitt eröffnet, bei tiefbrüstigen Hunden fällt er evtl. größer aus.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class=" alignleft" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationhuendin_01.jpg" alt="OP Grafik" width="198" height="185" border="0"></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationhuendin_02.jpg" alt="OP Foto" width="279" height="136" border="0"></p>
<p><br style="clear: both;"></p>
<p>Das Uterushorn mit dem anhängendem Eierstock wird dann manuell oder mit einem sog. Kastrationshaken aus dem Bauchraum vorgelagert. Es darf kein zu starker Zug auf die Ovargefäße ausgeübt werden, da sie leicht reißen können.<br />
Ungefähr 1 cm hinter dem Eierstock werden Vene und Arterie mit resorbierbarem Nahtmaterial abgebunden.</p>
<div>
<div style="width: 312px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationhuendin_03.jpg" alt="OP Foto" width="302" height="251" border="0"><p class="wp-caption-text">Fotos aus Fachpraxis Nr 44 ( 2003)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p>Da wir uns im Bereich der Niere befinden, muss auf den Harnleiter geachtet werden. Nun wird eine Klemme auf das Uterushorn gesetzt und abgebunden. Jetzt ist der Eierstock von beiden Seiten ligiert, so dass er abgesetzt werden kann. Auf der anderen Seite wird genauso verfahren.<br />
Die Bauchdecke wird mehrschichtig verschlossen und die Hündin von der Narkosemaschine abgenommen. Kommt die Hündin zu sich, wird der Tubus gezogen und bis zum vollständigen Erwachen bleibt sie an den Überwachungsgeräten angeschlossen. Dann wird sie nach Hause entlassen. Sowohl während des gesamten Eingriffes als auch in den folgenden Tagen wird ihre Hündin durch Gabe von entsprechenden Medikamenten schmerzfrei gestellt. Eine Nachkontrolle erfolgt am nächsten Tag.</p>
<div>
<p><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationhuendin_04.jpg" alt="Bauchanzug Foto" width="288" height="135" border="0"></p>
</div>
<p>Damit sie nicht an der Wundnaht leckt, erhält sie einen schützenden Bauchanzug, den sie bis zum Fädenziehen 10 Tage nach der Operation trägt.</p>
<div>
<div style="width: 200px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.rogalla-rummel.de/wp-content/uploads/2015/04/wiss_kastrationhuendin_05.jpg" alt="Hündin mit Bauchverband" width="190" height="221" border="0"><p class="wp-caption-text">Hündin mit angelegtem Bauchverband</p></div>
<p><i>&nbsp;</i></p>
</div>
<p>Siehe auch: <a href="https://www.rogalla-rummel.de/falldesmonats/kastration-der-huendin-februar-2006/">Fall des Monats 2006-02</a><i><br />
</i></p>
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